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Bibliothek der Neologie (BdN)Kommentierte kritische Auswahledition in zehn Bänden — Modelledition. BdN VI: Johann August Nösselt, Anweisung zur Bildung angehender Theologen (1. Aufl. 1786/89; 2. Aufl. 1791; 3. Aufl. 1818/19), Bd. I §§ 140–150, Juni 2016

140.

Auch bey
c: Bei
der alten Erdbeschreibung wird man vermuthlich noch lange auf ein Buch warten müssen
c: hat es lange an einem Werke gefehlt
, das, bey
c: bei
der möglichsten Vollständigkeit, nach eigner
c: eigener
sorgfältigen Untersuchung und mit Benutzung der wirklich sichern und brauchbaren Entdeckungen einiger wenigen eigentlichen Kenner, auch mit möglichster |c144| Vergleichung der ältern und |b160| neuern Topographie, zwischen der weitläufigern
c
c: Sprache die Mitte hielte. Doch ist besonders durch Mannert und einiger Andere diesem Bedürfniß abgeholfen.
Anm. Zu den weitläufigern Werken gehören:

a
a: fast einzig brauchbaren
c Notitia orbis antiqui von Christoph. Cellario mit Jo.
c: Io.
Conr. Schwartzii Anmerkungen, Leipzig
a: Leipz.
1731 und 1732
a: 32
in zwey Quartbänden, und zwischen der zu magern

c: 1731. und 1732. 4.
c Geographie ancienne abregée par Mr. d'Anville , c
c: 3 Tomes,
à Paris 1768 in drey Bänden
c: 1768.
gr. 12.
a: 12
, oder dem
a: den beyden |a133| kleinern: Orbis antiqui monumentis suis illustrati primae lineae, duxit Jer. Jac. Oberlinus , Argent. 1776. 8. und dem noch nicht vollendeten

c: Ø
c Handbuch der alten Erdbeschreibung
c: Erdbeschreibung,
zum Gebrauch der eilf größern Danvillischen Landcharten
c: Landcharten,
(von Hummel , c
c: Hieron. Paulus ,
Stroth , Bruns und Dittmar ,) Nürnb. 1785 und 1786 in zwey Bänden in
c: Bruns, Dittmar.) Nürnberg 1800 , 2 Bände,
gr.

a: Handbuch der alten Erdbeschreibung nach Anleitung der d'Anvillischen Landcharten, Nürnberg 1781 in
8.
(auch lat. Compendium Geographiae antiquae etc.) das Mittel hielte. Dergleichen ist ohngefehr die sehr schätzbare Geographie der Griechen und Römer ‐ ‐ von Konrad Mannert , wovon aber bis jetzt nur Ein Theil, Nürnberg 1788 und des Zweyten Theils erstes Heft 1789 in gr. 8. erschienen ist. –
a: Ø

c: c Geographie der Griechen und Römer, von Konrad Mannert , 1ster–6ter Band, Nürnberg 1788–1812.
Zu den kürzern Handbüchern:
  • J. F. A. Nitsch kurzer Entwurf der alten Geographie, auf's neue herausg. von L. Mannert , 6te Aufl. 1810.
  • H. Schlichtegroll's Handbuch der alten Erdbeschreibung, Bremen 1794.
  • B. F. J. F. Schmieder's Handbuch der alten Erdbeschreibung zum Atlas von 12 Karten, Berlin 1802.

⌇⌇c Die einzig guten Charten zur alten Geographie von d'Anville , welche unter dem Titel: Atlas antiquus Danvillianus zu Nürnberg 1784
c: 1784.
nachgestochen worden

a: seit letztgedachtem Jahre zu Nürnberg nachgestochen werden
, sind wenigstens unentbehrlich;
a: unentbehrlich,
sonst muß man sich bloß mit den noch sehr unvollkommenen Charten in Cellarii Werk oder Jo.
c: Io.
Dav. Koeleri Descriptione orbis antiqui in XLIV.
a: XLIV
tabulis
c: tabulis,
von Weigel in Nürnberg gestochen, begnügen.

141.

Zu der bey
c: bei
Lesung der Alten so nothwendigen Kenntniß der Mythologie,
c: Ø
welche sowohl die Begriffe alter |c145| Völker in ihrem noch rohen Zustande enthält, die sie sich von übermenschlichen |b161| Wesen und Naturbegebenheiten machten, als auch die Sagen von den unter ihnen vorgefallenen Ereignissen,
c: Ø

a: Ø
könnte man die
c: sind für den Anfänger die kürzeren Darstellungen der Götter- und Fabelgeschichte am brauchbarsten. Weiterhin mögen auch die mannigfaltigen Versuche, die Mythologie philosophisch zu behandeln, prüfend verglichen werden.
Anm. Zu den ersten gehören:

c Einleitung in die Götter- und Fabelgeschichte
a: Fabel-Geschichte
der ältesten griechischen und römischen Welt, durch Christ. Tob. Damm , 4te
c: 6te
Auflage,
a: Aufl.
Berlin 1775 in 8., oder
c: 1807. 8.
c Dav. Christoph Seybolds
c: Seybold's
Einleitung in die griechische und römische Mythologie der alten Schriftsteller,
2te Auflage, Leipzig 1784. 8. zum Grunde legen; noch besser in Rücksicht auf Dichter und Kunstwerke Karl Wilh. Ramlers kurzgefaßte Mythologie, Berlin 1790 in 2 Theilen in 8. Wollte
a: 2te Aufl. Leipz. 1784. 8. zum Grunde legen, und, wenn

c: 3te Auflage, Leipzig 1797. 8.
Karl Wilh. Ramler's kurzgefaßte Mythologie, 2 Theile, Berlin 1790. 8.
M. G. Herrmann's Mythologie der Griechen, 2 Bände, Berlin 1811. 8.
Zu der zweiten Klasse:

man, doch nur im Allgemeinen, mehr davon wissen: so könnte
a: wissen wollte,

c: Ø
c Anton Banier's Erläuterung der Götterlehre und Fabeln aus der Geschichte, mit Joh. Adolf und Joh. August
a: Aug.
Schlegels
c: Schlegel's,
auch Joh. Matthias Schröckh's Anmerkungen,
Leipzig 1754–1766
a: Leipz. 1754–66
in fünf groß Octavbänden, auch, als einen Nothhelfer,
a: und
Benj. Hede|a134|richs mythologisches Lexicon, verbessert von Joh. Joach. Schwaben , Leipzig
a: Leipz.
1770 in gr. 8. zu Hülfe genommen werden
a: nehmen
.

c: 5 Bände, Leipzig 1754–1766. gr. 8.
J. A. Kanne Mythologie der Griechen, Leipzig 1808.
C. E. Creuzer Symbolik und Mythologie der alten Völker, 2 Bände, Darmstadt 1811.

⌇⌇c Ein weit genaueres und
c: Ø
sehr nutzbares Handbuch zur allgemeinern Uebersicht sind
c: sind:
c Christoph. Saxi Tabulae genealogicae, s. Stemmata deorum, regum, principum ‐ ‐
c: regum, – principum –
qui per tempus ‐ ‐
c: tempus –
mythicum vixisse ‐ ‐
c: vixisse –
creduntur, Ultraject. 1783
c: 1783.
in Folio, ob es gleich einen weitern Umfang hat als bloße Mythologie.

a: Ø
Hernach würde man, wenn man zumal
a: zumahl

c: ⌇⌇c Wollte man besonders
die alten Dichter recht anschaulich verstehen lernen wollte,
c: lernen, so müßte man
die Dactyliothek
c: Daktyliothek
von Phil. Dan. Lippert , Erstes und Zweytes
c: Zweites
Tausend, Leipzig
a: Leipz.
1767 in zwey |b162| Bänden in 4.

c: in 2 Bänden, |c146| Leipzig 1767. 4.,
und das Supplement dazu 1776 in
c: 1776.
4. nebst den dazu gehörigen Abdrücken geschnittener Steine, mit ungemeinen Nutzen
c: Ø
zu Rathe ziehen, oder, weil dieser Schatz wegen seiner Kostbarkeit nicht überall zu haben ist, an dessen Stelle den Versuch einer mythologischen Dactyliothek für Schulen ‐ ‐
c: Schulen –
von Anton Ernst Klausing , Leipzig
a: Leipz.
1781 in gr. 8. (wovon noch ein zweyter Theil erwartet wird)
c: 1781. gr. 8.,
ebenfalls mit den Abdrücken, brauchen können
c: benutzen
.
⌇⌇c Ueber den Geist dieser Mythologie, oder ihren Sinn, nebst ihrer verschiednen
c: verschiedenen
Gestalt und Veränderungen zu verschiednen
c: verschiedenen
Zeiten und bey verschiednen Schriftstellern
c: bei verschiedenen Schriftstellern,
geben die Heynischen und Hermannischen Schriften, welche man §. 313
c: 313.
der dritten Auflage meiner Anweisung zur Kenntniß der besten Bücher in der Theologie angezeigt findet, die besten Aufschlüsse.

a: Ø

142.

Diese bisher §. 137 f. erwähnten
a: Ø
Schriften und Werke enthalten selbst einiges
c: Einiges
, das zur bessern Kenntniß der, wenigstens gottesdienstlichen, griechischen und römischen Alterthümer dient.
c
c: Die Kenntniß derselben ist selbst zur Erklärung vieler Stellen des alten und neuen Testaments nothwendig, und kann bei der Lesung der Classiker gar nicht entbehrt werden.
Anm.

In Absicht der griechischen, wo es uns noch so sehr an einem guten und hinlänglichen Handbuch fehlt, ist
a: griechischen macht,

c: griechischen Alterthümer, bemerke man
unter den mehr systematischen Büchern,
Johann Potters
c: vorzüglich:c Johann Potter's
griechische Archäologie oder Alterthümer Griechenlandes mit Anmerkungen und Zusätzen von Joh. Jac. Rambach , Halle 1775–1778 in drey Theilen in gr. 8. a
a: die übrigen sehr entbehrlich, und kan
in seiner Art das einzige. –
a: einzig heissen.

c: 3 Bände, Halle 1775–1778. gr. 8.
Desgleichen J. F. A. Nitsch Beschreibung des häuslichen, gottesdienstlichen etc. Zustandes der Griechen; fortgesetzt von Höpfner und Köpke , 4 Bände, Erfurt 1791–1806. 8.

|b163| ⌇⌇c Wenn man sich bey
c: bei
den römischen Alterthümern erst ein kürzeres Lehrbuch bekannt gemacht hat, unter welchen Christoph
c: Christoph.
Cellarii Compendium antiquitatum ro|a135|mana|c147|rum c. adnott. J. E. J. Walchii
c: I. E. I. Walchii,
Edit. 3. Halae 1774. 8. Ge. Henr.
c: Hen.
Nieupoort
a: Nieupoort,
rituum, qui olim apud Romanos obtinuerunt, succincta explicatio, Edit. 13. Berol. 1767 in
c: 1767.
gr. 8.
c: 8.,
auch Edit. 6. (Ultrajectina
a: Vltrajectina

c: Ultraiectina
) curant. Guil. Ottone et Jo.
c: Io.
Freder. Reitzio 1774 gr. 8.
c: Reitzio, gr. 8. 1774.
, und Jo.
c: Io.
Frid. Gruneri introductio in antiquitates Romanas, Jenae 1748. 8. die besten sind: so kan
c: kann
man hernach
a: Ø
Georg Christian Maternus von Cilano ausführliche Abhandlung der römischen Alterthümer, in Ordnung gebracht von Georg Christ. Adler , Altona 1775
c: 1775.
und 1776
a: 76

c: 1776.,
in vier Theilen in
c: Theilen,
8. (die ein Commentar über den Nieupoort , aber von viel weiterm Umfange ist) dazu nehmen,
a: zu Hülfe nehmen
und damit G. C. Adlers
a: Adler

c: Adler's
ausführliche Beschreibung der Stadt Rom, Altona 1781 in
c: 1781.
4.; die Schrift:
a: Ø
Ueber Sitten und Lebensart der Römer in verschiedenen Zeiten der Republik, von J. H. L. Meierotto , Berlin 1776
c: 1776.
in zwey Theilen in 8.;
a: 8.

c: zwei Theilen, 8.,
und C. Meiners
c: E. Meiner's
Geschichte des Verfalls der Sitten und der Staatsverfassung der Römer, Leipzig
a: Leipz.
1782. 8. verbinden.
c
c: ⌇⌇c Brauchbare Handbücher sind auch:
  • P. E. A. Nitsch Beschreibung des häuslichen etc. Zustandes der Römer, 2 Bände, Erfurt 1790. 8.
  • Adam's Handbuch der römischen Alterthümer. Aus dem Engl. von Meyer , 2 Bände, Erlangen 1806.
  • J. L. Meyer's Lehrbuch der römischen Alterthümer, Erlangen 1806.

Wegen
c: Hinsichts
des großen
a: grossen
Einflusses der Kenntniß des römischen Kriegswesens auf die rechte Einsicht des Verstandes vieler Stellen bey
c: bei
römischen Schriftstellern sind die Römischen
a: römischen
Kriegsalterthümer (von
c: Kriegsalterthümer, von
Rösch und Nast )
c: Nast,
Halle 1782 in
c: 1782.
gr. 8. sehr zu empfehlen.

|b164| 143.

Hätte
c: Hat
man sich durch die bisher (§. 135 f.) erwähnte
c: erwähnten
Kenntnisse zum Lesen griechischer und |a136| lateinischer Schriftstel|c148|ler vorbereitet:
c: vorbereitet,
so möchten
c: werden
ferner folgende Vorschläge bey
c: bei
dem Lesen nicht undienlich seyn. 1) Weil der, welcher diese Schriftsteller vor
c: für
sich lesen will, gemeiniglich schon vorher einen Unterricht in alten Sprachen und, nach unsern Einrichtungen, weit mehr in der lateinischen als in der griechischen, in letzterer oft so viel als gar nicht, bekommen hat; und weil man bey
c: bei
Lesung der römischen Schriftsteller gemeiniglich auch mit die Absicht hat, sich eine Fertigkeit im lateinischen Ausdruck zu erwerben; ja, weil selbst die Hülfsmittel zur Erlernung des Griechischen und die erklärende
c: erklärenden
Anmerkungen in den Ausgaben griechischer Schriftsteller fast durchgehends in lateinischer Sprache abgefaßt sind: so ist es rathsam, lateinische
c: lateinische
Schriftsteller eher als griechische
c: griechische
zu lesen. Wäre man nicht in diesen Fällen:
c: dieß alles nicht der Fall,
so wäre es viel nützlicher und vernünftiger, mit den griechischen anzufangen. Denn die römischen Schriftsteller haben die griechischen nachgeahmt und copirt, können also weit besser verstanden werden, wenn man diese schon voraus kennt; und man würde auf diese Art die fortschreitende Cultur
c: Kultur
des menschlichen Verstandes und Herzens, auch der davon abhängenden Begriffe, Grundsätze und Sitten, weit besser wahrnehmen.
c
c: Anm. Es gehört zu den neueren Erscheinungen, daß man in Schulen angefangen hat, dem Griechischen mit dem Lateinischen gleichen Rang anzuweisen; ja, es fast noch eifriger zu treiben, und selbst darin schreiben zu lassen. Dieß ist an sich, wegen des hohen Werthes der griechischen Literatur, erfreulich. Nun traten auch hie und da Uebertreibungen ein: das, wenn man mit den allgemeinern und vielfachern Gebrauch sieht, doch unentbehrlichere Latein wurde fast vernachlässigt, und man hat sogar schon von Seiten der obern Behörden für nöthig gefunden, vor diesem letzteren Fehler zu warnen. M. s. §. 123. A. d. H.

|c149| 144.

So nützlich 2) Chrestomathien
c: Chrestomathien
oder Excerpte |b165| aus mehrern alten Schriftstellern,
c: Schriftstellern
für den seyn mögen, der keine ganze
c: die ganzen
Schriftsteller c
c: nicht
haben kan
c: kann
, |a137| oder für den Anfänger, der vorerst den nothdürftigsten Sprachgebrauch lernen,
a: lernen
oder einen allgemeinen Vorschmack von mehrern
c: mehreren
Schriftstellern und ihrem
a: ihren
Unterschied
c: Unterschiede
erlangen will: so viel besser ist es doch
c: bleibt es doch viel besser
, ganze Schriftsteller in eins fort zu lesen, ehe man zu andern fortschreitet. Denn – ausserdem
c: außer dem,
daß es unnatürlich ist und zur Unbeständigkeit gewöhnt, etwas aufzugeben
c: aufzugeben,
was man angefangen,
a: angefangen
und was uns gefallen hat –
c: hat,
wird man durch das anhaltende Lesen eines guten Schriftstellers besser mit seinen Sachen
c: seinem Inhalt
, so wie mit seiner eigenthümlichen Denk‐ und Schreibart, bekannt, lernt ihn daher,
a: daher
und wenn man einmal im Gange ist, besser verstehen, und gewöhnt sich leichter, wenn man gar die Absicht hat
c: hat,
seinen Ausdruck nach einem
a: einen
solchen Schriftsteller zu bilden, an eine gewisse Gleichheit und Reinigkeit des Ausdrucks.

145.

Wollte man – wie hier immer vorausgesetzt wird – alle
c: alte
Schriftsteller vor
c: für
sich
lesen,
a: lesen
und wäre im Griechischen oder Lateinischen noch sehr zurück:
c: zurück,
so wäre 3) zu rathen, daß man – da ein Anfänger zunächst erst des Sprachgebrauchs mächtig werden muß – ganz leichte Schriftsteller läse,
a: läse
und sich dabey
c: dabei
solcher Ausgaben bediente, wo in Anmerkungen oder Registern die Bedeutungen der Wörter und Redensarten, auch wohl schwerere Formen, erklärt werden, z. B. die Fabulas Aeso|b166|picas nach Joh. Mich. Heusingers Ausgabe, vermehrt Eisenach 1771. 8.; Paeanii Metaphras. |a138| in Eutropium , nach F. S. Kaltwassers , Gotha 1780. 8.; Palaephatum de incredibilibus, nach Joh. Fridr.
a: Frid.
Fischers Ausgabe, Leipzig 1761. 8.

c: werden.
Ist man etwas weiter:
c: weiter,
so sind solche Glossarien, wo nur das schwere
c: Schwere
und dem Schriftsteller eigenthümliche
c: Eigenthümliche
mit we|c150|nig Worten erkläret
c: erklärt
wird, wie die Ernestischen bey Xenophons memorabil. Socratis und bey dem Polybius
c: oft sogar recht vollständige Indices
, zu dieser Absicht,
c: Absicht
vollkommen zureichend.

146.

Und weil es vernünftig ist, vom Leichtern zum Schwerern fort zu gehen:
c: fortzugehen,
so ist es 4) auch rathsamer, eher prosaische Schriftsteller, wenigstens leichtere, als Dichter
c: Dichter, den Homer etwa ausgenommen, mit dem ja auch die Römer anfingen,
zu lesen; selbst deswegen, weil der Geschmack leichter durch die Lesung der letztern verwöhnt,
a: verwöhnt
und zu sehr an das Hervorstechende gewöhnt wird; zumahl
c: wird, zumal
wenn man durch Lesung der Alten selbst seine Denk‐ und Schreibart bilden will. – Aus eben diesem Hauptgrunde würde man auf Schriften, welche gemeinbekannte Sachen enthalten, erst Geschichtschreiber, und auf diese erst philosophische Werke folgen laßen
a: lassen
müssen;

c: lassen müssen,
wenn nicht der schwerere Vortrag eines Schriftstellers in jenen erfordert, sie bis nach diesen zu verschieben; im
c: verschieben. Im
Griechischen würde man auch wohl thun, Schriftsteller von einerley
c: einerlei
Dialekt zusammen zu nehmen, wenn hier jene angegebene
c: angegebenen
Ursachen nicht wieder eine Ausnahme erforderten.
|b167| Anm.
ac: Anm.
1. Besondere Vorschläge von der bequemsten Ordnung, in der man alle
c: alte
Schriftsteller nach ein|a139|ander lesen möchte, laßen
ac: lassen
sich nicht allgemein geben, da die Absichten, warum man diese Schriftsteller
c: ihre Werke
lieset, sehr verschieden sind, und die gemeldeten Regeln oft einander in den Weg kommen. – Im Lateinischen würde man sehr wohl den Phäder , Nepos
c: Phädrus, Nepos
und Terenz
c: Terenz,
den Cäsar
c: Cäsar
und Sallust Cicero's
c: Sallust, Cicero's
Lälius und Cato, seine Briefe, seine philosophischen, seine rhetorischen Werke und seine Reden, mit Quinctilians
c: Quinctilian's
Instit. orat. –
c: orat.,
den Livius , Suetonius
c: Livius, Suetonius
und Tacitus
c: Tacitus
den Plautus ,
a: Plautus

c: Plautus,
und so die übrigen nach Befinden,
c: Befinden
auf einander folgen lassen können. Nach den leichtesten unter diesen Prosaikern |c151| könnten schon Ovid
c: Ovid
und Virgil
c: Virgil
, sodann
a: sodenn
, nach den etwas schwerern, Horaz
c: Horaz
und andere gelesen werden.

Anm.
ac: Anm.
2. Im Griechischen könnte man, nach der §. 145
c: 145.
angegebenen Vorbereitung, mit Aelians
c: Aelian's
vermischten Geschichten und mit Epiktets
c: Epiktet's
Enchiridion sowohl als Arrians
c: sowohl, als mit Arrians
Commentarien den Anfang machen –
c: machen;
hernach vorzüglich
a: vorzöglich
den Xenophon
c: Xenophon
, und überhaupt die besten Attischen
c: attischen
Prosaisten, sowohl Philosophen, vornemlich
a: vornehmlich
Platon's

c: vornehmlich Platon's
und Aeschines
c: Aeschines
Dialogen, und Theophrasts
c: Theophrast's
Charaktere, sodann
a: sodenn
, nach Aristoteles
c: Aristoteles
Rhetorik, den Isokrates
c: Isokrates,
nebst den in der Reiskischen Sammlung enthaltnen
c: enthaltenen
Rednern,
a: Rednern
lesen. Nun könnten, und, wenn man gerade nicht Attische
c: attische
Schriftsteller gleich zusammen nehmen wollte, auch schon gleich nach dem Xenophon
c: Xenophon
, die Geschichtschreiber, hauptsächlich Herodot , Thuky|b168|dides , Polybius , Plutarch
c: Herodot, Thukydides, Polybius, Plutarch
, auch Josephus
c: Josephus
, und von spätern Arrian , Appian
c: Arrian, Appian
und Herodian ,
c: Herodian
eintreten. Die Dichter könnten
c: können
sehr wohl mit den andern abwechseln. Homer müßte
c: Homer muß
billig allen vorgehen, und Hesiod könnte
c: Hesiod kann
ihm folgen. Vom Anakreon , Theokrit , Moschus
c: Anakreon, Theokrit, Moschus
und Bion könnte
c: Bion mag
man zu den Attischen Tragikern
c: attischen Tragikern
und Komikern
c: Komikern
fortschreiten, und alsdenn
c: alsdann
den Pindar
c: Pindar
und Kallimachus
c: Kallimachus
hinzufügen. Gut |a140| wäre es doch, Aristoteles
c: Aristoteles
Poetik mit diesen Dichtern zu verbinden.
⌇⌇c Andere, sonderlich spätere oder unbeträchtlichere Schriftsteller zu erwähnen, erlaubt die hier nöthige Kürze und eingeschränkte
a: eingeschränckte
Absicht nicht, die eigentlich auf die Muster des griechischen und lateinischen Vortrages geht. c
c: Man vergl. K. G. Schelle , welche alte classische Auctoren, wie, in welcher Folge und Verbindung soll man sie auf Schulen lesen? 2 Bände, Leipzig 1804. 8.

147.

Bey
c: Bei
einer solchen Menge von griechischen und römischen Schriftstellern versteht sichs von selbst, 5) daß viele, zumahl
c: zumal
|c152| wenn man sich nicht ganz eigen diesem Studium widmet, nur cursorisch gelesen werden müssen. Je leichter ein Schriftsteller,
a: Schriftsteller
und vornehmlich je weniger er classisch
a: claßisch

c: klassisch
ist (§. 72 ), je
c: 72. ), desto
weniger braucht man sich bey
c: bei
ihm aufzuhalten. – Endlich müßte
c: hat
man sich 6) c
c: zu
hüten, daß der Aufhalt
c: man
nicht durch Vergleichung gelehrter
c: weitläuftiger
Commentatoren noch verlängert würde
c: länger aufgehalten werde
. Billig sollte man sie nur da befragen, wo man nicht selbst fortkommen könnte
c: kann
. Verlieren sie sich zumahl
c: zumal
in weitläufige und gelehrte Erläuterungen, die nicht bloß den zu erläuternden Autor angehen:
c: angehen,
so ist es weit besser, eine andre
c: andere
Zeit auszusetzen, um diese zu |b169| studieren
a: studiren
, als sich zu sehr von dem Autor selbst ablenken zu lassen.

148.

Uebungen im guten Ausdruck brauchen
c: Ausdruck, brauchten
sich bey
c: bei
den bisher erwähnten zwey
c: zwei
Sprachen eigentlich nur auf die lateinische einzuschränken. – Wenn das Studium der alten Griechen und Römer einen |a141| großen
a: grossen
Werth hat (§. 107 f.),
a: f.)
und wenn
a: Ø
der sie weit besser versteht, wer
c: der
sogar seinen Ausdruck in ihrer Sprache mit Fleiß nach ihnen gebildet hat; wenn,
c: wenn
nach den oben (§. 123 f.) angeführten Gründen,
ac: Gründen
die lateinische Sprache, als allgemeine gelehrte Sprache, unter den Gelehrten erhalten zu werden verdient *) ;
c: verdient; *)
wenn dieses vornehmlich durch Beyspiele
c: Beispiele
dererjenigen geschehen muß, die junge Gelehrte bilden oder sie prüfen sollen, und die durch ihr Beyspiel
c: Beispiel
und Ansehen hauptsächlich dem Strom einreissender
c: einreißender,
der Gelehrsamkeit nachtheiligen
c: nachtheiliger
Gewohnheiten entgegen arbeiten müssen: so sollten wenigstens alle, die gelehrte Schriftsteller seyn, d. i. über Sachen, die zur eigentlichen Gelehrsamkeit gehören, schreiben wollten, und es sollten vorzüglich
c: na|c153|mentlich alle
Lehrer auf Schulen und Universitäten,
a: Universitäten
nebst solchen,
a: solchen
die auch Schullehrer zu prüfen und zu leiten haben, eine Fertigkeit besitzen, sich, wo nicht eigentlich schön, doch wenigstens rein und verständlich in der lateinischen Sprache, es sey
c: sei
im Reden oder Schreiben, ausdrücken zu können, und diese Fertigkeit nicht immer mehr aussterben laßen
a: zu lassen

c: lassen
.
|b170| c
c: Anm.
*) S.
a: Ø
Vertheidigung des Lateinschreibens ‐ ‐
c: Lateinschreibens,
von Friedr.
c: Fr.
Gedike , Berlin 1783
c: 1783.
, gr. 8.
c: 8.;
auch in dessen gesammleten Schulschriften
c: gesammelten Schulschriften,
S. 289 f.

a: im Berlinischen Magazin der Wissenschaften und Künste 1783 , 41tes Stück
, verglichen mit den Einwendungen dagegen in der Berlinischen Monatsschrift von Gedike und Biester , 1783
c: Ø
, October c
c: 1783.,
S. 346 f., und in der Allgemeinen Revision des Schul‐ und Erziehungswesens
c: Erziehungswesens,
Theil 11. S. 258 f.
c: f.,

a: Ø
auf welche Scheingründe schon
a: Ø
oben (§. 124 f.) Rücksicht genommen worden ist.

|a142| 149.

Wer nach
c: Wem daran liegt, zu
einer solchen Fertigkeit
c: Fertigkeit,
sich lateinisch auszudrucken
a: auszudrücken
trachtete, würde ausser

c: auszudrücken, zu gelangen, wird außer
den §. 76
c: 76.
und 129
c: 129.
angeführten Schellerischen Büchern, J. J.
c: Schriften, I. I.
G. Schelleri praecepta stili bene latini, nach der zweyten
c: zweiten
vermehrten Ausgabe,

a: Ø
Lips. 1784 in 2 Tomis in
a: 1779 , in 2 Theilen in

c: 1784. 2 Tomi,
gr. 8. mit großem
a: grossem
Nutzen brauchen können, um feste Regeln zu haben,
a: haben
woran er sich zu halten hätte
c: hat
, und seine Aufmerksamkeit bey
c: bei
wirklicher Lesung der Alten auch in dieser Absicht zu leiten. Denn dieses Lesen und die genaue Aufmerksamkeit auf ihren Ausdruck und das Eigenthümliche ihrer Sprache in seinem ganzen Umfange,
c: Umfange

a: Ø
ist freylich
c: bleibt freilich
die beste und sicherste Uebung. *)
a: Ø
Ausserdem würde
c: Außerdem wird
es sehr vortheilhaft seyn, solche neuere Schriftsteller fleißig zu lesen, die den guten lateinischen Ausdruck in ihrer Gewalt haben, und zum Theil Muster seyn können, als, unter theologischen Schriftstellern, Erasmus , Phil. Melanchthon , Joach. Camerarius , Joh. Calvin , Joh. |b171| Sturm , Melch. Canus , Hier. Osorius , Jak. Sadoletus , Andr. Hyperius , Joh. Aug. Ernesti , S. F. N. Morus,
a: Morus

c: Erasmus, Melanchthon, Came|c154|rarius, Calvin, Sturm, Canus, Osorius, Sadoletus, Hyperius, Ruhnkenius , Wyttenbach , Ernesti, Morus
und einige wenige Andre
c: Andere
; weil man sich dadurch mehr gewöhnt
c: gewöhnt,
den guten lateinischen Ausdruck unserer Art zu denken, unsern Kenntnissen und Bedürfnissen anzuschmiegen.
*) Ja es
c: Anm. *) Viel lesen
ist auch der einzige Weg, wie man eigentliches,
c: eigentliches
altes, römisches Latein, und überhaupt wirklich in einer fremden Sprache, kan
c: kann
schreiben lernen. Denn dazu gehört, daß man in derselben Sprache denken könne; und in jeder Sprache denkt man anders. Wer dies
c: dieß
nicht kan
c: kann
, mag wohl aus einer Sprache in die andere übersetzen, und in der fremden Sprache sich so ausdrucken können, daß man sieht, was er sagen wolle,
c: wolle;
aber mit der Sprache, z. B. rein, ächt
c: echt
Lateinisch, wird er nicht zu schreiben vermögen.


a: Ø
Andere Vorschläge und Regeln sind schon oben §. 87 –89.
a: 87 –89

c: 87. –89.
berührt worden.

150.

Ausser
c: Außer
den bisher erwähnten Sprachen ist für den, der sich der Theologie widmet, die Kenntniß |a143| der hebräischen Sprache
c: unstreitig
am nothwendigsten,
c: nothwendigsten:
nicht nur wegen der Bücher des alten Testaments, die meistens in dieser Sprache abgefaßt sind, sondern weil auch in den Büchern des neuen c
c: Testaments
der Vortrag fast durchaus nach der hebräischen Denk- und Sprachart gebildet ist, und sie nicht richtig verstanden werden können, wenn man jene nicht aus dem alten Testament
c: Testamente
kennen gelernt hat.
Notes
1
2

(auch lat. Compendium Geographiae antiquae etc.)

Gemeint ist die lateinische Übersetzung Compendium geographiae antiquae mappis Danvillianis XI. maioribus accomodatum ex optimis fontibus elaboratum (1785).
3

J. F. A. Nitsch kurzer Entwurf der alten Geographie, auf's neue herausg. von L. Mannert, 6te Aufl. 1810

Der Name des Autors lautet Paul Friedrich Achat Nitsch (1754–1794), der Herausgeber ist Konrad (bzw. Conrad) Mannert (1756–1834).
4

H. Schlichtegroll's Handbuch der alten Erdbeschreibung, Bremen 1794

Das Handbuch der alten Erdbeschreibung stammt von Hermann Schlichthorst (1766–1820), der in der dritten Auflage der Anweisung vermutlich mit dem v.a. für seine umfangreichen Sammlungen von Nekrologen bekannten Friedrich Schlichtegroll (1765–1822) verwechselt wurde.
5

B. F. J. F. Schmieder's Handbuch der alten Erdbeschreibung zum Atlas von 12 Karten, Berlin 1802

Hier handelt es sich um zwei Herausgeber: Benjamin Friedrich Schmieder (1736–1813) und dessen Sohn Friedrich Gotthelf Benjamin Schmieder (1770–1838).
6

Jo. Dav. Koeleri Descriptione orbis antiqui in XLIV. tabulis von Weigel in Nürnberg gestochen

Dieses Werk ist ohne Jahr erschienen, wird jedoch um 1720 bzw. 1750 datiert. Neben Christoph Weigel d. Ä. (1654–1725) wirkte auch dessen Bruder Johann Christoph Weigel d. J. (1661–1726) als Kupferstecher und Verleger in Nürnberg.
7
8

Einleitung in die Götter- und Fabelgeschichte der ältesten griechischen und römischen Welt, durch Christ. Tob. Damm, 4te Auflage, Berlin 1775

Die in der dritten Auflage der Anweisung nachgetragene sechste Auflage von Christian Tobias Damms (1699–1778) Einleitung in die Götter-Lehre und Fabel-Geschichte ist posthum im Jahre 1783 erschienen. Bei den folgenden Auflagen handelt es sich um Umarbeitungen von Friedrich Schulz (1762–1798) bzw. Konrad Levezow (1770–1835).
9

Dav. Christoph Seybolds Einleitung in die griechische und römische Mythologie der alten Schriftsteller, 2te Auflage, Leipzig 1784

Die Einleitung ist in der zweiten Auflage bereits 1783 erschienen.
10

J. A. Kanne Mythologie der Griechen, Leipzig 1808

Von diesem Werk ist nur der erste Teil (Leipzig 1805) erschienen. Aus dem hier genannten Jahr stammt Johann Arnold Kannes (1773–1824) zweibändiges Werk Erste Urkunden der Geschichte oder allgemeine Mythologie (Bayreuth 1808).
11

die Heynischen und Hermannischen Schriften, welche man §. 313 der dritten Auflage meiner Anweisung zur Kenntniß der besten Bücher in der Theologie angezeigt findet

Gemeint sind Christian Gottlob Heynes (1729–1812) in § 312 der Bücherkenntniß (3 1790) genannte Abhandlungen De caussis fabularum seu mythorum veterum physicis (1764), in: Opuscula academica I (1785), 184–206 (VII.); De origine et caussis fabularum Homericarum, in: Novi commentarii Societatis Regiae Scientiarum Gottingensis VIII (1778), 34–58 (Commentationes historicae et philologicae classis); De theogonia ab Hesiodo condita. Ad Herodoti Lib. II. c. 52. commentatio, in: Commentationes Societatis Regiae Scientiarum Gottingensis II (1780), 125–154 (Commentationes historicae et philologicae); Ad Apollodori Atheniensis bibliothecam notae I–III (1783), v.a. der dem dritten Teil vorangestellte Beitrag De Apollodori Bibliotheca novaque eius recensione simulque universe de litteratura mythica (aaO III 903–972); Temporum mythicorum memoria a corruptelis nonnullis vindicata, in: Commentationes Societatis Regiae Scientiarum Gottingensis recentiores VIII (1787), 3–19 (Commentationes antiquiores) sowie das mit einer Vorrede Heynes versehene Handbuch der Mythologie aus Homer und Hesiod, als Grundlage zu einer richtigern Fabellehre des Alterthums mit erläuternden Anmerkungen begleitet von Martin Gottfried Hermann (1787) (Bd. 2 [1790] enthaltend die Mythen aus den lyrischen Dichtern der Griechen; Bd. 3 [1795] enthaltend die astronomischen Mythen der Griechen) (vgl. I § 56 [c]).
12
Wegen
c: Hinsichts
des großen
a: grossen
Einflusses der Kenntniß des römischen Kriegswesens auf die rechte Einsicht des Verstandes vieler Stellen bey
c: bei
römischen Schriftstellern sind die Römischen
a: römischen
Kriegsalterthümer (von
c: Kriegsalterthümer, von
Rösch und Nast )
c: Nast,
Halle 1782 in
c: 1782.
gr. 8. sehr zu empfehlen.
13
14

J. F. A. Nitsch Beschreibung des häuslichen, gottesdienstlichen etc. Zustandes der Griechen; fortgesetzt von Höpfner und Köpke, 4 Bände, Erfurt 1791–1806

Der Autor ist Paul Friedrich Achat Nitsch (1754–1794), die Fortsetzung wurde von Johann Georg Christian Höpfner (1765–1827) und Georg Gustav Samuel Köpke (1773–1837) besorgt.
15

Ge. Henr. Nieupoort rituum, qui olim apud Romanos obtinuerunt, succincta explicatio, Edit. 13. Berol. 1767

Als ursprünglicher Autor dieses Werkes wird Willem Hendrik (lat. Guilelmus Henricus) Nieupoort (1674–1730) geführt.
16

Jo. Frid. Gruneri introductio in antiquitates Romanas, Jenae 1748

Für Johann Friedrich Gruners (1723–1778) Introductio in antiquitates Romanas ist einzig das Erscheinungsjahr 1746 nachzuweisen.
17

E. Meiner's Geschichte des Verfalls der Sitten und der Staatsverfassung der Römer, Leipzig 1782

Der Name des Autors lautet Christoph Meiners (1747–1810).
18

P. E. A. Nitsch Beschreibung des häuslichen etc. Zustandes der Römer, 2 Bände, Erfurt 1790

Hier handelt es sich um Paul Friedrich Achat Nitsch (1754–1794). Zudem ist der erste Band bereits 1788 erschienen.
19
Anm. Es gehört zu den neueren Erscheinungen, daß man in Schulen angefangen hat, dem Griechischen mit dem Lateinischen gleichen Rang anzuweisen; ja, es fast noch eifriger zu treiben, und selbst darin schreiben zu lassen. Dieß ist an sich, wegen des hohen Werthes der griechischen Literatur, erfreulich. Nun traten auch hie und da Uebertreibungen ein: das, wenn man mit den allgemeinern und vielfachern Gebrauch sieht, doch unentbehrlichere Latein wurde fast vernachlässigt, und man hat sogar schon von Seiten der obern Behörden für nöthig gefunden, vor diesem letzteren Fehler zu warnen. M. s. §. 123. A. d. H.
20

die Ernestischen bey Xenophons memorabil. Socratis und bey dem Polybius

Gemeint sind Johann August Ernestis mehrfach aufgelegte Xenophontis memorabilium Socratis dictorum libri IV (1737; 5 1772) sowie dessen dreibändiger Polybius cum notis variorum (1764).
1.
Anm.
ac: Anm.
1. Besondere Vorschläge von der bequemsten Ordnung, in der man alle
c: alte
Schriftsteller nach ein|a139|ander lesen möchte, laßen
ac: lassen
sich nicht allgemein geben, da die Absichten, warum man diese Schriftsteller
c: ihre Werke
lieset, sehr verschieden sind, und die gemeldeten Regeln oft einander in den Weg kommen. – Im Lateinischen würde man sehr wohl den Phäder , Nepos
c: Phädrus, Nepos
und Terenz
c: Terenz,
den Cäsar
c: Cäsar
und Sallust Cicero's
c: Sallust, Cicero's
Lälius und Cato, seine Briefe, seine philosophischen, seine rhetorischen Werke und seine Reden, mit Quinctilians
c: Quinctilian's
Instit. orat. –
c: orat.,
den Livius , Suetonius
c: Livius, Suetonius
und Tacitus
c: Tacitus
den Plautus ,
a: Plautus

c: Plautus,
und so die übrigen nach Befinden,
c: Befinden
auf einander folgen lassen können. Nach den leichtesten unter diesen Prosaikern |c151| könnten schon Ovid
c: Ovid
und Virgil
c: Virgil
, sodann
a: sodenn
, nach den etwas schwerern, Horaz
c: Horaz
und andere gelesen werden.
2.
Anm.
ac: Anm.
2. Im Griechischen könnte man, nach der §. 145
c: 145.
angegebenen Vorbereitung, mit Aelians
c: Aelian's
vermischten Geschichten und mit Epiktets
c: Epiktet's
Enchiridion sowohl als Arrians
c: sowohl, als mit Arrians
Commentarien den Anfang machen –
c: machen;
hernach vorzüglich
a: vorzöglich
den Xenophon
c: Xenophon
, und überhaupt die besten Attischen
c: attischen
Prosaisten, sowohl Philosophen, vornemlich
a: vornehmlich
Platon's

c: vornehmlich Platon's
und Aeschines
c: Aeschines
Dialogen, und Theophrasts
c: Theophrast's
Charaktere, sodann
a: sodenn
, nach Aristoteles
c: Aristoteles
Rhetorik, den Isokrates
c: Isokrates,
nebst den in der Reiskischen Sammlung enthaltnen
c: enthaltenen
Rednern,
a: Rednern
lesen. Nun könnten, und, wenn man gerade nicht Attische
c: attische
Schriftsteller gleich zusammen nehmen wollte, auch schon gleich nach dem Xenophon
c: Xenophon
, die Geschichtschreiber, hauptsächlich Herodot , Thuky|b168|dides , Polybius , Plutarch
c: Herodot, Thukydides, Polybius, Plutarch
, auch Josephus
c: Josephus
, und von spätern Arrian , Appian
c: Arrian, Appian
und Herodian ,
c: Herodian
eintreten. Die Dichter könnten
c: können
sehr wohl mit den andern abwechseln. Homer müßte
c: Homer muß
billig allen vorgehen, und Hesiod könnte
c: Hesiod kann
ihm folgen. Vom Anakreon , Theokrit , Moschus
c: Anakreon, Theokrit, Moschus
und Bion könnte
c: Bion mag
man zu den Attischen Tragikern
c: attischen Tragikern
und Komikern
c: Komikern
fortschreiten, und alsdenn
c: alsdann
den Pindar
c: Pindar
und Kallimachus
c: Kallimachus
hinzufügen. Gut |a140| wäre es doch, Aristoteles
c: Aristoteles
Poetik mit diesen Dichtern zu verbinden.
⌇⌇c Andere, sonderlich spätere oder unbeträchtlichere Schriftsteller zu erwähnen, erlaubt die hier nöthige Kürze und eingeschränkte
a: eingeschränckte
Absicht nicht, die eigentlich auf die Muster des griechischen und lateinischen Vortrages geht. c
c: Man vergl. K. G. Schelle , welche alte classische Auctoren, wie, in welcher Folge und Verbindung soll man sie auf Schulen lesen? 2 Bände, Leipzig 1804. 8.
23

Phäder

Der in augusteischer Zeit freigelassene Sklave Phaedrus (gest. Mitte 1. Jh. n. Chr.) zählt trotz einer komplizierten Überlieferungslage bis heute zu den wichtigsten Fabeldichtern (v.a. Tierfabeln).
24

Nepos

Der mit Cicero befreundete Cornelius Nepos (1. Jh. v. Chr.) ist v.a. durch sein Hauptwerk De viris illustribus bekannt.
25

Terenz

Publius Terentius Afer (2. Jh. v. Chr.) ist einer der berühmtesten Komödiendichter der lateinischen Antike. Für Herder war Terenz aufgrund des engeren Anschlusses an die griechischen Vorbilder sogar wichtiger als Plautus.
26

Cäsar

Literarisch ist Gaius Julius Caesar (100–44 v. Chr.), eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Antike und 39/38 v. Chr. offiziell unter die Staatsgötter erhoben, v.a. mit seinen commentarii zum gallischen Krieg (De bello Gallico) und zum Bürgerkrieg (De bello civili) verbunden.
27

Sallust

Aus dem Werk des römischen Politikers und Geschichtsschreibers Gaius Sallustius Crispus (1. Jh. v. Chr.) sind v.a. die Darstellung der catilinarischen Verschwörung (De coniuratione Catilinae oder auch Bellum Catilinae) und die Beschreibung des Krieges gegen Jugurtha (Bellum Iugurthinum) von Bedeutung.
28

Cicero's Lälius und Cato, seine Briefe, seine philosophischen, seine rhetorischen Werke und seine Reden

Aus dem umfangreichen und vielschichtigen Werk Ciceros (vgl. I § 60) hebt Nösselt Laelius de amicitia, ein in Dialogform verfasstes Werk über die Freundschaft, und Cato maior de senectute hervor, in dem Cicero den greisen Cato d. Ä. über das Alter nachdenken lässt.
29

mit Quinctilians Instit. orat.

In seiner Institutio oratoria betrachtet Quintilian Cicero als den bedeutendsten lateinischen Redner überhaupt. Hier liegt einer der Hauptgründe für Ciceros herausragende Stellung innerhalb der lateinischen Rhetorik.
30

Livius

Titus Livius (59 v.–17 n. Chr.) ist der Verfasser eines bis in das erste nachchristliche Jahrzehnt reichenden Geschichtswerkes (Ab urbe condita) in 142 Büchern, von denen jedoch nur 35 erhalten sind. Allerdings lässt sich der Inhalt der verlorenen Bücher über Auszüge, v.a. die sog. Periochae, erschließen.
31

Suetonius

Der sprachlich Quintilian verpflichtete römische Biograph und Antiquar Gaius Suetonius Tranquillus (geb. um 70 n. Chr.) ist v.a. durch seine zwölf (Caesar bis Domitian) Kaiserviten (De vita Caesarum) bekannt.
32

Plautus

Besonders aufgrund seiner sprachschöpferischen Fähigkeiten und seines Wortwitzes gilt Titus Maccius Plautus (geb. um 250 v. Chr.) als der bedeutendste römische Komödiendichter. Zusammen mit Terenz hat er auch die neuzeitliche Komödie maßgeblich beeinflusst.
33

Ovid

Aus dem umfangreichen und bis weit in die Neuzeit hinein von höchstem Einfluss gebliebenen literarischen Werk des von Augustus exilierten Dichters Publius Ovidius Naso (43 v.–17 n. Chr.) können neben Liebeselegien und dem Lehrgedicht Ars amatoria die Metamorphosen und der Festkalender (Fasti) als Hauptwerke gelten. Zudem hat Ovid mit den Tristia und den Epistulae ex Ponto auch seine Exilierung literarisch verarbeitet.
34

Virgil

Mit seiner laut Statius ‚göttlichen‘ Aeneis, aber auch den Eclogae (Bucolica) und Georgica war Publius Vergilius Maro (70–19 v. Chr.) – für Quintilian der größte Dichter nach Homer, im 16. Jh. etwa von Scaliger über Homer gestellt – bis weit in die Neuzeit hinein einer der einflussreichsten antiken Autoren überhaupt. Die Namensvariante Virgilius ist erst seit dem 5. Jh. belegt.
35

Horaz

Der wie Vergil zum Maecenas-Kreis gehörende Dichter Quintus Horatius Flaccus (63–8 v. Chr.) ist als Autor von Satiren, Oden, Epoden und Episteln (v.a. der auch als Ars Poetica bekannte Ep. II 3) und des als Auftragsarbeit verfassten Carmen Saeculare bereits in der Antike zum Schulautor avanciert.
36

mit Aelians vermischten Geschichten

Gemeint ist die 14 Bücher umfassende, auch als Bunte Geschichten bekannte Ποικίλη ἱστορία (Varia historia) des Claudius Aelianus (2./3. Jh. n. Chr.), die bis in das dritte Buch vollständig und danach in Exzerpten erhalten ist. Daneben hat Aelian auch die sog. Tiergeschichten (De natura animalium) sowie zwanzig, in ihrer Echtheit heute jedoch angezweifelte Bauernbriefe verfasst.
37

mit Epiktets Enchiridion sowohl als Arrians Commentarien

Der einflussreiche stoische Philosoph Epiktet (50–125 n. Chr.) hat selbst keine Schriften hinterlassen, doch ist seine Lehre durch die als Lehrgespräche (Διατριβαί) veröffentlichte Mitschrift des Flavius Arrianus (geb. zwischen 85–90 n. Chr.) erhalten. Das Enchiridion (Ἐγχειρίδιον), von Nösselt Epiktet zugeschrieben, ist ein Exzerpt dieser Lehrgespräche. Zudem hat Arrian historische Werke verfasst (s.u.).
38

Xenophon

Der bedeutende Geschichtsschreiber Xenophon (ca. 430–354 v. Chr.) wurde auch als einer der wichtigsten Vertreter des attischen Griechisch durch die Jahrhunderte hindurch als Schulautor geschätzt. Neben den Geschichtswerken Anabasis und Hellenika wird Nösselt hier jedoch auch politisch-didaktische (etwa die Kyropädie) sowie philosophische Schriften (v.a. die Memorabilia Socratis) im Blick gehabt haben.
39

Platon's … Dialogen

Das in neun Tetralogien angeordnete Werk des athenischen Philosophen Platon (428/27–348/47 v. Chr.) besteht neben der Apologie des Sokrates und einer Sammlung von 13 Briefen aus insgesamt 34 Dialogen (am bekanntesten wohl der Staat [Πολιτεία]), über deren Echtheit bzw. Unechtheit heute im Wesentlichen Konsens besteht. Maßgeblich war bis in das 19. Jh. hinein die Stephanus-Ausgabe (Genf 1578), nach deren Paginierung bis heute zitiert wird.
40

Aeschines Dialogen

Insgesamt hat der Sokrates-Schüler Aeschines von Sphettos (gest. nach 375/376 v. Chr.) sieben Dialoge verfasst, die alle verloren sind, jedoch teilweise rekonstruiert werden können. Das 18. Jh. kennt Aeschines-Ausgaben, in denen zumindest drei Dialoge geboten werden.
41

Theophrasts Charaktere

Neben zwei bedeutenden botanischen Abhandlungen zählen die Charaktere (Ἠθικοὶ χαρακτῆρες) zu den wichtigsten Werken des Peripatetikers und Aristoteles-Schülers Theophrast (371/70–287/86 v. Chr.). Im 17. Jh. wurden die Charaktere Vorbild für die literarische Gattung der Charakterstudie.
42

Aristoteles Rhetorik

Der griechische Philosoph Aristoteles (384–322 v. Chr.) gehört, wie sein Lehrer Platon, zu den einflussreichsten Denkern der abendländischen Tradition (Aristotelismus) und hat, auch wenn nur ein Teil erhalten ist, ein umfangreiches Werk hinterlassen. Die drei Bücher umfassende Rhetorica beschreibt zunächst die unterschiedlichen Redearten, ihre Gegenstände sowie die damit zusammenhängenden Emotionen, das dritte Buch befasst sich mit Stilfragen.
43

Isokrates

Isokrates (436–338 v. Chr.) gilt neben dem in der Reiskischen Sammlung (s.u.) enthaltenen Demosthenes als größter Redner der griechischen Antike. Waren im ersten vorchristlichen Jahrhundert 60 Reden unter dem Namen des Isokrates bekannt, von denen jedoch bereits damals nur etwa die Hälfte für echt gehalten wurde, umfasst sein Werk nach heutigem Stand (an wenigen Stellen unter Zweifeln) 21 Reden und neun Briefe.
44

in der Reiskischen Sammlung

Gemeint sind Johann Jacob Reiskes (1716-1774) zwölfbändige Oratores Graeci (1770–1775).
45

Herodot

Der von Cicero als pater historiae bezeichnete, im Hinblick auf die antike Historiographie höchst einflussreiche Herodot von Halikarnass (5. Jh. v. Chr.) hat ein neun Bücher umfassendes, vollständig erhaltenes Geschichtswerk (Historien) hinterlassen, in dem eine Vielzahl von unterschiedlichen (z.B. geographischen und ethnographischen) Materialien verarbeitet ist. Dieser große inhaltliche Reichtum spiegelt sich auch in seiner bereits in der Antike wegen ihrer großen Buntheit gerühmten Sprache wider.
46

Polybius

Die Historien, das Hauptwerk des griechischen Geschichtsschreibers Polybius (gest. um 120 v. Chr.), sind eine bis in die Mitte des 2. Jh.s v. Chr. reichende Geschichte der Expansion Roms in 40 Büchern (erhalten ist etwa ein Drittel), deren besondere Bedeutung nicht zuletzt in ihrem methodischen Konzept, der sog. pragmatischen Geschichtsschreibung (vgl. I § 225), liegt. Obwohl das antike Urteil über Polybius' Stil eher negativ ausfällt, wurde er früh ausgiebig rezipiert und stieg nach seiner Wiederentdeckung im 15. Jh. bis zum Ende des 18. Jh.s v.a. in politischer Perspektive (Verfassungsfragen) zu einem der einflussreichsten antiken Historiker auf.
47

Plutarch

Das umfangreiche Werk (die Antike kannte rund 260 Schriften) des römischen Schriftstellers Plutarch von Chaironeia (gest. vor 125 n. Chr.) zerfällt grob in philosophische und historisch-biographische Schriften. Obwohl hier auch die philosophischen Moralia (vgl. I § 208 [c]) mit Gewinn zu lesen wären, geht es Nösselt an dieser Stelle v.a. um die Cäsarenviten (von Augustus bis Vitellius) und die Parallelbiographien (paarweise Gegenüberstellungen großer Griechen und Römer, die bis auf wenige Ausnahmen mit einem vergleichenden Epilog enden). Als wichtigster Vertreter des Mittelplatonismus (mit eigener Akademie in Chaironeia) und des Attizismus war Plutarch von beträchtlichem Einfluss und wurde auch in christlichem Kontext sehr geschätzt.
48

Josephus

Der jüdisch-hellenistische Historiker Flavius Josephus (1. Jh. n. Chr.) hat neben einer Autobiographie (Vita Iosephi) und der apologetischen Schrift Contra Apionem zwei Geschichtswerke verfasst: den bis zur Belagerung Massadas (73/74 n. Chr.) reichenden Jüdischen Krieg (Bellum Iudaicum) und die von der Weltschöpfung bis zum jüdischen Krieg reichenden Jüdischen Altertümer (Antiquitates Iudaicae). Im Judentum ist Josephus kaum rezipiert worden, für Euseb von Caesarea (260–339 n. Chr.) ist er der wichtigste Gewährsmann für die Zeit Jesu. Für die neutestamentliche Exegese und die Geschichte des frühen Christentums ist Josephus bis heute von besonderer Bedeutung.
49

Arrian

Zu den historischen Schriften Arrians zählen der Alexanderzug (Ἀλεξάνδρου Ἀνάβασις) und eine Schrift über Indien (Ἰνδική), fragmentarisch erhalten sind eine Diadochen- und eine Parthergeschichte (zu den philosophischen Schriften s.o.). Weitere Schriften sind ein vollständig überlieferter Periplus des Schwarzen Meeres und eine Abhandlung über die Jagd (Κυνηγετικός) sowie mehrere kleinere, ebenfalls nur fragmentarisch erhaltene Werke.
50

Appian

Der ursprünglich aus Alexandria stammende, später jedoch nach Rom übersiedelte Historiker Appian (gest. 160 n. Chr.) ist der Verfasser einer teilweise verlorenen oder nur fragmentarisch erhaltenen Römischen Geschichte (Ῥωμαϊκά) mit ethnographischem Gliederungsschema. Von besonderer Bedeutung ist die insgesamt fünf Bücher umfassende Beschreibung der Bürgerkriege (Ἐμφύλια).
51

Herodian

Der Historiker Herodian (geb. 178/180 n. Chr.) ist der Autor eines in griechischer Sprache und acht Bänden verfassten, bis zum Herrschaftsbeginn Gordians III. im Jahr 238 n. Chr. reichenden Geschichtswerkes (Ab excessu divi Marci) und nicht mit dem zeitgleich lebenden griechischen Grammatiker Aelius Herodianus zu verwechseln.
52

Homer

Mit dem Namen Homer verbinden sich die beiden großen Epen Ilias und Odyssee, die wahrscheinlich aus der ersten Hälfte des 8. Jh.s v. Chr. stammen und mit ihren insgesamt rund 28 000 Versen den Beginn der europäischen Dichtung markieren. Bereits in der Antike wurden Homer weitere Werke (etwa die Homerischen Hymnen) zugeschrieben, doch gelten nur die Ilias und die Odyssee als echt. Die Diskussion, ob Homer je existiert hat oder eine Kollektivbezeichnung für mehrere Autoren darstellt (Homerische Frage), erweist sich dabei kaum als zielführend.
53

Hesiod

Neben Homer stellen die Werke seines Zeitgenossen Hesiod die frühesten Zeugen der griechischen Literatur dar und sind wichtiger Orientierungspunkt für die gesamte antike Dichtung. Zu nennen sind v.a. die für das Wissen um die griechische Mythologie bedeutende Theogonie sowie das in weiten Teilen auch das Alltagsleben (v.a. die Landarbeit) thematisierende Lehrgedicht Werke und Tage (Ἔργα καὶ ἡμέραι).
54

Anakreon

Hauptthemen der wenigen, nur fragmentarisch erhaltenen Gedichte des griechischen Lyrikers Anakreon d. Ä. (geb. ca. 575 v. Chr.) sind der Wein, die (erotische) Liebe und der Tod, die in teils deutlichen Bildern bearbeitet werden. Im Gegensatz dazu schlägt die unter dem Titel Anacreontea bekannte Sammlung von 60 anonymen, Anakreon nachahmenden Gedichten aus verschiedenen Epochen der Antike einen weit milderen Ton an. Diese erstmals 1554 von Stephanus herausgegebene und in der Folge in mehrere Sprachen übersetzte Sammlung war gerade im ausgehenden 18. Jh. von erheblichem Einfluss (Anakreontik).
55

Theokrit, Moschus und Bion

Bei Theokrit (3. Jh. v. Chr.), Moschus (wohl 2. Jh. v. Chr.) und Bion (Lebensdaten unbek.) handelt es sich um die bedeutendsten Vertreter der griechischen Bukolik („Hirtendichtung“), die v.a. in Gestalt von Vergil (s.o.) dann auch die lateinische (ab dem 4. Jh. n. Chr. auch christliche) Bukolik geprägt hat. Seit byzantinischer Zeit (Suda) scheinen diese drei Autoren als feste Trias zusammenzugehören.
56

Pindar

Aus dem Werk des Chorlyrikers Pindar (geb. vermutl. 522 oder 518 v. Chr.) sind nur die Epinikia oder Siegeslieder (Oden auf Sieger der olympischen, pythischen, nemëischen und isthmischen Spiele) erhalten. Als dichterisches Vorbild war Pindar bereits in der Antike (Horaz) und auch in der deutschen Romantik hoch geschätzt.
57

Kallimachus

Das Werk des von Quintilian als elegiae princeps bezeichneten, äußerst produktiven Dichters und Grammatikers Kallimachus von Kyrene (geb. zwischen 320 und 303 v. Chr.) ist größtenteils verloren. Nösselt hat hier die komplett erhaltenen Hymnen sowie die etwas mehr als 60 Epigramme im Blick. Fragmentarisch erhalten (durch neuere Funde jedoch vergleichsweise gut rekonstruierbar) sind die Ursprünge (Αἴτια), die Jamben und das Gedicht Hekale.
58

Aristoteles Poetik

Das erste der ursprünglich zwei Bücher umfassenden Poetik des Aristoteles behandelt v.a. die Tragödie (das nicht erhaltene zweite Buch die Komödie) und hat diese (Regeldrama, doctrine classique) sowie die Theorie der Dichtkunst (Scaliger, Opitz, Gottsched) seit ihrer Wiederentdeckung in der Renaissance nachhaltig geprägt.
1.
c
c: Anm.
*) S.
a: Ø
Vertheidigung des Lateinschreibens ‐ ‐
c: Lateinschreibens,
von Friedr.
c: Fr.
Gedike , Berlin 1783
c: 1783.
, gr. 8.
c: 8.;
auch in dessen gesammleten Schulschriften
c: gesammelten Schulschriften,
S. 289 f.

a: im Berlinischen Magazin der Wissenschaften und Künste 1783 , 41tes Stück
, verglichen mit den Einwendungen dagegen in der Berlinischen Monatsschrift von Gedike und Biester , 1783
c: Ø
, October c
c: 1783.,
S. 346 f., und in der Allgemeinen Revision des Schul‐ und Erziehungswesens
c: Erziehungswesens,
Theil 11. S. 258 f.
c: f.,

a: Ø
auf welche Scheingründe schon
a: Ø
oben (§. 124 f.) Rücksicht genommen worden ist.
60

Vertheidigung des Lateinschreibens … Theil 11. S. 258 f.

Friedrich Gedikes (1754–1803) Vertheidigung des Lateinschreibens und der Schulübungen darin findet sich in dessen zweibändigen Gesammlete[n] Schulschriften I (1789), 289–321. Bei den in der von Gedicke und Johann Erich Biester (1749–1816) herausgegebenen Berlinische[n] Monatsschrift 2 (1783) abgedruckten Einwendungen handelt es sich um Johann Stuves (1752–1793) Wider das Lateinschreiben. An den Herrn Direktor Gedike (aaO 338–357). Im elften Band der Allgemeine[n] Revision des gesammten Schul- und Erziehungswesens (vgl. I § 33 [c]) findet sich die Abwägung der Gründe für und wider das Lateinschreiben, als eine allgemeine Uebung für alle und jede Studirende (aaO 258–337).
61

im Berlinischen Magazin der Wissenschaften und Künste 1783, 41tes Stück

Gedikes Vertheidigung des Lateinschreibens findet sich im Berlinsche[n] Magazin der Wissenschaften und Künste 1. Jg. (1783), 4. St., 30–55.
1.
*) Ja es
c: Anm. *) Viel lesen
ist auch der einzige Weg, wie man eigentliches,
c: eigentliches
altes, römisches Latein, und überhaupt wirklich in einer fremden Sprache, kan
c: kann
schreiben lernen. Denn dazu gehört, daß man in derselben Sprache denken könne; und in jeder Sprache denkt man anders. Wer dies
c: dieß
nicht kan
c: kann
, mag wohl aus einer Sprache in die andere übersetzen, und in der fremden Sprache sich so ausdrucken können, daß man sieht, was er sagen wolle,
c: wolle;
aber mit der Sprache, z. B. rein, ächt
c: echt
Lateinisch, wird er nicht zu schreiben vermögen.
2.
Andere Vorschläge und Regeln sind schon oben §. 87 –89.
a: 87 –89

c: 87. –89.
berührt worden.
64
65

Erasmus

Desiderius Erasmus von Rotterdam (1466/1469–1536), der wohl bedeutendste Humanist seiner Zeit („Humanistenfürst“), hat eine umfangreiche literarische Tätigkeit (inkl. Korrespondenz) entfaltet. In theologischer Perspektive ist v.a. seine Edition des Neuen Testaments (Anfänge des textus receptus) sowie seine Auseinandersetzung mit Martin Luther und sein Einfluss auf die Reformation zu nennen. Sein Werk umfasst in der Ausgabe Jean Le Clercs (Leiden 1703–1706) zehn Foliobände.
66

Phil. Melanchthon

Philipp Melanchthon (eigentl. Schwartzerdt) (1497–1560) gehört als Weggefährte Martin Luthers zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der Reformation und wurde aufgrund seiner pädagogischen Verdienste auch als praeceptor Germaniae bezeichnet. Als Humanist war Melanchthon vielseitig interessiert und hat ein umfangreiches Werk hinterlassen. Hervorgehoben seien die Loci communes (1521) und die unter maßgeblichem Einfluss Melanchthons entstandene Confessio Augustana invariata (1530) bzw. variata (1540).
67

Joach. Camerarius

Der Humanist Joachim Camerarius (Kammermeister) d. Ä. (1500–1574) studierte in Leipzig, Erfurt und Wittenberg und war zuletzt Professor in Leipzig. Neben einer umfangreichen philologischen bzw. editorischen Tätigkeit ist der eng mit Melanchthon befreundete Camerarius auch kirchenpolitisch (u.a. Teilnahme an verschiedenen Religionsgesprächen) hervorgetreten.
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Joh. Calvin

Der in Genf wirkende Theologe Johannes (Jean) Calvin (1509–1564) ist die wichtigste Gründungspersönlichkeit des reformierten Christentums und mit seinem Hauptwerk, der 1559 (im selben Jahr gründete Calvin die von Beza geleitete Genfer Akademie) in endgültiger lateinischer Fassung vorliegenden Institutio Christianae religionis, neben Martin Luther einer der bedeutendsten Reformatoren überhaupt (Calvinismus). Sein Werk umfasst weit über 100 Schriften, die erhaltene Korrespondenz mehrere tausend Briefe.
69

Joh. Sturm

Der humanistisch gebildete Johannes Sturm (1507–1589) lehrte ab 1537 in Straßburg und wirkte hier v.a. als Gründer und ständiger Rektor des Gymnasiums, das 1566 in den Rang einer Akademie erhoben wurde. Neben seinem Melanchthon verpflichteten pädagogischen Wirken trat der tendenziell reformierter Theologie (Calvin, Bucer) zuneigende Sturm als Vermittler zwischen den Konfessionen hervor, wurde jedoch selbst in jahrzehntelangen Auseinandersetzungen mit der Straßburger Kirchenführung und der Akademie um die eigene theologische Position aufgerieben.
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Melch. Canus

Der antireformatorische Dominikaner Melchior Cano (1509–1560) war als bedeutender Vertreter der Schule von Salamanca Berater Karls V. sowie dessen Sohnes Philipp II. und ein Verfechter der Inquisition. Zugleich gilt er aufgrund seines posthum veröffentlichten Hauptwerkes De locis theologicis (1563), das bis 1890 mehr als 30 Auflagen erlebte und zum Standardwerk der katholischen Erkenntnis- und Methodenlehre avancierte, als Begründer der Fundamentaltheologie.
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Hier. Osorius

Der portugiesische Humanist und Bischof Jerónimo Osório (Hieronymus Osorius) (1506–1580) galt aufgrund seiner theologischen und historiographischen Schriften als Gelehrter von europäischem Rang und wurde wegen seines ciceronianischen Lateins als Cicero Lusitanus bezeichnet (zeitweise wurde Osorius sogar verdächtigt, für seine Abhandlung De gloria Ciceros verlorenes Werk gleichen Namens verwendet und unterschlagen zu haben).
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Jak. Sadoletus

Der als Reformer aufgetretene italienische Kardinal und Humanist Jacobus Sadoletus (Jacopo Sadoleto) (1477–1547) gehört zu den Vorbereitern des Trienter Konzils (1545–1563) und hat in mehreren Schriften (an Melanchthon, die Genfer und gegen Johannes Sturm) versucht, für die Einheit der römisch-katholischen Kirche zu wirken. Als Hauptwerk gilt sein als semipelagianisch verurteilter Römerbrief-Kommentar (1535). Wegen seines ciceronianischen Stils gelobt, galt er als einer der besten Latinisten seiner Zeit.
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Andr. Hyperius

Der durch Johannes Sturm zum Humanismus und zur reformatorischen Theologie (v.a. Calvin und Bucer) gekommene Andreas (Gerhard) Hyperius (von Ypern) (1511–1564) bekleidete ab 1542 eine theologische Professur in Marburg und hat sich, mit großem Einfluss auf die lutherische Orthodoxie, v.a. um die Predigtlehre verdient gemacht.
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Ruhnkenius, Wyttenbach

In der dritten Auflage der Anweisung ist die Aufzählung um den bedeutenden Leidener Philologen und princeps criticorum (F.A. Wolf) David Ruhnken (1723–1798) und dessen Schüler, Nachfolger und Biographen Daniel Albert Wyttenbach (1746–1820) erweitert. Die Zusammenstellung mit Ruhnken lässt es unwahrscheinlich erscheinen, dass an dieser Stelle Wyttenbachs Vater, der Marburger Theologieprofessor David Samuel Daniel Wyttenbach (1706–1779), gemeint ist.
75

Joh. Aug. Ernesti

Wegen seines hervorragenden lateinischen Stils wurde Johann August Ernesti auch als Germanorum Cicero bzw. Ciceronis sospitator (Ruhnken) bezeichnet.
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die meistens in dieser Sprache abgefaßt sind

Neben hebräischen enthält das Alte Testament auch aramäische Passagen (v.a. Dan 2,4–7,28 und Esr 4,8–6,18; 7,12–26).
77

in den Büchern des neuen der Vortrag fast durchaus nach der hebräischen Denk- und Sprachart gebildet ist

Vgl. I § 162.
Auch beyBei der alten ErdbeschreibungErdbeschreibungwird man vermuthlich noch lange auf ein Buch warten müssenhat es lange an einem Werke gefehlt, das, beybei der möglichsten Vollständigkeit, nach eignereigener sorgfältigen Untersuchung und mit Benutzung der wirklich sichern und brauchbaren Entdeckungen einiger wenigen eigentlichen Kenner, auch mit möglichster VergleichungVergleichung der ältern und neuern TopographieTopographie, zwischen der weitläufigern Sprache die Mitte hielte. Doch ist besonders durch Mannert, ConradMannert und einiger Andere diesem Bedürfniß abgeholfen. Anm.Anmerkung Zu den weitläufigern Werken gehören: fast einzig brauchbaren Notitia orbis antiqui von Cellarius, ChristophChristoph. Cellario mit Schwartz, Johann ConradJo.Io. Conr. Schwartzii Anmerkungen, LeipzigLeipz.1731 und 173232 in zwey Quartbänden, und zwischen der zu magern1731. und 1732. 4. Geographie ancienne abregée par Mr. Anville, Jean Baptiste Bourguignon d'd'Anville, 3 Tomes, à Paris 1768 in drey Bänden1768.gr.groß12.12, oder demden beyden kleinern: Orbis antiqui monumentis suis illustrati primae lineae, duxit Oberlin, Jeremias JacobJer. Jac. Oberlinus, Argent. 1776. 8. und dem noch nicht vollendeten Handbuch der alten ErdbeschreibungErdbeschreibung, zum Gebrauch der eilf größern Anville, Jean Baptiste Bourguignon d'Danvillischen LandchartenLandcharten, (von Hummel, Bernhard FriedrichHummel, Paulus, Heinrich Eberhard Gottlob Hieron. Paulus, Stroth, Friedrich AndreasStroth, Bruns, Paul JakobBruns und Ditmar, Theodor JakobDittmar,) Nürnb. 1785 und 1786 in zwey Bänden inBruns, Dittmar.) Nürnberg 1800, 2 Bände, gr.großHandbuch der alten Erdbeschreibung nach Anleitung der Anville, Jean Baptiste Bourguignon d'd'Anvillischen Landcharten, Nürnberg 1781 in 8. (auch lat.lateinisch Compendium Geographiae antiquae etc.et cetera) das Mittel hielte. Dergleichen ist ohngefehr die sehr schätzbare Geographie der Griechen und Römer ‐ ‐ von Mannert, ConradKonrad Mannert, wovon aber bis jetzt nur Ein Theil, Nürnberg 1788 und des Zweyten Theils erstes Heft 1789 in gr.groß 8. erschienen ist. –Geographie der Griechen und Römer, von Mannert, ConradKonrad Mannert, 1ster–6ter Band, Nürnberg 1788–1812. Zu den kürzern Handbüchern: Nitsch, Paul Friedrich AchatJ. F. A. Nitsch kurzer Entwurf der alten Geographie, auf's neue herausg.herausgegeben von Mannert, ConradL. Mannert, 6te Aufl.Auflage 1810.Schlichthorst, HermannH. Schlichtegroll's Handbuch der alten Erdbeschreibung, Bremen 1794.Schmieder, Benjamin FriedrichSchmieder, Friedrich Gotthelf BenjaminB. F. J. F. Schmieder's Handbuch der alten Erdbeschreibung zum Atlas von 12 Karten, Berlin 1802. Die einzig guten ChartenCharten zur alten GeographieGeographie von Anville, Jean Baptiste Bourguignon d'd'Anville, welche unter dem Titel: Atlas antiquus Anville, Jean Baptiste Bourguignon d'Danvillianus zu Nürnberg 17841784. nachgestochen wordenseit letztgedachtem Jahre zu Nürnberg nachgestochen werden, sind wenigstens unentbehrlich;unentbehrlich, sonst muß man sich bloß mit den noch sehr unvollkommenen ChartenCharten in Cellarius, ChristophCellarii Werk oder Köhler, Johann DavidJo.Io. Dav. Koeleri Descriptione orbis antiqui in XLIV.XLIVtabulistabulis, von Weigel, ChristophWeigel in Nürnberg gestochen, begnügen. Auch beyBeiwird man vermuthlich noch lange auf ein Buch warten müssenhat es lange an einem Werke gefehltbeybeieignereigenerSprache die Mitte hielte. Doch ist besonders durch Mannert, ConradMannert und einiger Andere diesem Bedürfniß abgeholfen. Anm.Anmerkung Zu den weitläufigern Werken gehören:fast einzig brauchbarenJo.Io.LeipzigLeipz.1731 und 173232 in zwey Quartbänden, und zwischen der zu magern1731. und 1732. 4.1732323 Tomes,1768 in drey Bänden1768.12.12, oder demden beyden kleinern: Orbis antiqui monumentis suis illustrati primae lineae, duxit Oberlin, Jeremias JacobJer. Jac. Oberlinus, Argent. 1776. 8. und dem noch nicht vollendetendemden beyden kleinern: Orbis antiqui monumentis suis illustrati primae lineae, duxit Oberlin, Jeremias JacobJer. Jac. Oberlinus, Argent. 1776. 8. und dem noch nicht vollendetenHandbuch der alten ErdbeschreibungErdbeschreibung, zum Gebrauch der eilf größern Anville, Jean Baptiste Bourguignon d'Danvillischen LandchartenLandcharten, (von Hummel, Bernhard FriedrichHummel, Paulus, Heinrich Eberhard Gottlob Hieron. Paulus, Stroth, Friedrich AndreasStroth, Bruns, Paul JakobBruns und Ditmar, Theodor JakobDittmar,) Nürnb. 1785 und 1786 in zwey Bänden inBruns, Dittmar.) Nürnberg 1800, 2 Bände, gr.großHandbuch der alten Erdbeschreibung nach Anleitung der Anville, Jean Baptiste Bourguignon d'd'Anvillischen Landcharten, Nürnberg 1781 inErdbeschreibungErdbeschreibung,LandchartenLandcharten, Paulus, Heinrich Eberhard Gottlob Hieron. Paulus,Bruns, Paul JakobBruns und Ditmar, Theodor JakobDittmar,) Nürnb. 1785 und 1786 in zwey Bänden inBruns, Dittmar.) Nürnberg 1800, 2 Bände,(auch lat.lateinisch Compendium Geographiae antiquae etc.et cetera) das Mittel hielte. Dergleichen ist ohngefehr die sehr schätzbare Geographie der Griechen und Römer ‐ ‐ von Mannert, ConradKonrad Mannert, wovon aber bis jetzt nur Ein Theil, Nürnberg 1788 und des Zweyten Theils erstes Heft 1789 in gr.groß 8. erschienen ist. –Geographie der Griechen und Römer, von Mannert, ConradKonrad Mannert, 1ster–6ter Band, Nürnberg 1788–1812. Zu den kürzern Handbüchern: Nitsch, Paul Friedrich AchatJ. F. A. Nitsch kurzer Entwurf der alten Geographie, auf's neue herausg.herausgegeben von Mannert, ConradL. Mannert, 6te Aufl.Auflage 1810.Schlichthorst, HermannH. Schlichtegroll's Handbuch der alten Erdbeschreibung, Bremen 1794.Schmieder, Benjamin FriedrichSchmieder, Friedrich Gotthelf BenjaminB. F. J. F. Schmieder's Handbuch der alten Erdbeschreibung zum Atlas von 12 Karten, Berlin 1802.Dergleichen ist ohngefehr die sehr schätzbare Geographie der Griechen und Römer ‐ ‐ von Mannert, ConradKonrad Mannert, wovon aber bis jetzt nur Ein Theil, Nürnberg 1788 und des Zweyten Theils erstes Heft 1789 in gr.groß 8. erschienen ist. –unter dem Titel: Atlas antiquus Anville, Jean Baptiste Bourguignon d'Danvillianus zu Nürnberg 17841784. nachgestochen wordenseit letztgedachtem Jahre zu Nürnberg nachgestochen werden17841784.unentbehrlich;unentbehrlich,Jo.Io.XLIV.XLIVtabulistabulis,Zu der beybei Lesung der Alten so nothwendigen Kenntniß der MythologieMythologie, – welche sowohl die Begriffe alter VölkerkerVölker in ihrem noch rohen Zustande enthält, die sie sich von übermenschlichen Wesen und Naturbegebenheiten machten, als auch die SagenSagen von den unter ihnen vorgefallenen Ereignissen, – könnte man diesind für den Anfänger die kürzeren Darstellungen der Götter- und Fabelgeschichte am brauchbarsten. Weiterhin mögen auch die mannigfaltigen Versuche, die MythologieMythologie philosophisch zu behandeln, prüfend vergleichenverglichen werden. Anm.Anmerkung Zu den ersten gehören: Einleitung in die Götter- und FabelgeschichteFabel-Geschichte der ältesten griechischen und römischen Welt, durch Damm, Christian TobiasChrist. Tob. Damm, 4te6teAuflage,Aufl. Berlin 1775 in 8., oder1807. 8. Seybold, David ChristophDav. Christoph SeyboldsSeybold's Einleitung in die griechische und römische Mythologie der alten Schriftsteller, 2te Auflage, Leipzig 1784. 8. zum Grunde legen; noch besser in Rücksicht auf DichterDichter und KunstwerkeKunstwerke Ramler, Karl WilhelmKarl Wilh. Ramlers kurzgefaßte Mythologie, Berlin 1790 in 2 Theilen in 8. Wollte2te Aufl. Leipz. 1784. 8. zum Grunde legen, und, wenn3te Auflage, Leipzig 1797. 8. Ramler, Karl WilhelmKarl Wilh. Ramler's kurzgefaßte Mythologie, 2 Theile, Berlin 1790. 8. Hermann, Martin GottfriedM. G. Herrmann's Mythologie der Griechen, 2 Bände, Berlin 1811. 8. Zu der zweiten Klasse: man, doch nur im Allgemeinen, mehr davon wissen: so könntewissen wollte, Banier, AntoineAnton Banier's Erläuterung der Götterlehre und Fabeln aus der Geschichte, mit Schlegel, Johann AdolfJoh. Adolf und Schlegel, Johann AugustJoh.AugustAug.SchlegelsSchlegel's, auch Schroeckh, Johann MatthiasJoh. Matthias Schröckh's Anmerkungen, Leipzig 1754–1766Leipz. 1754–66 in fünf groß Octavbänden, auch, als einen Nothhelfer,und Hederich, BenjaminBenj. Hederichs mythologisches Lexicon, verbessert von Schwabe, Johann JoachimJoh. Joach. Schwaben, LeipzigLeipz. 1770 in gr.groß 8. zu Hülfe genommen werdennehmen.5 Bände, Leipzig 1754–1766. gr.groß 8. Kanne, Johann ArnoldJ. A. Kanne Mythologie der Griechen, Leipzig 1808. Creuzer, FriedrichC. E. Creuzer Symbolik und Mythologie der alten Völker, 2 Bände, Darmstadt 1811. Ein weit genaueres und sehr nutzbares Handbuch zur allgemeinern Uebersicht sindsind: Saxius, ChristophorusChristoph. Saxi Tabulae genealogicae, s. Stemmata deorum, regum, principum ‐ ‐regum, – principum – qui per tempus ‐ ‐tempus – mythicum vixisse ‐ ‐vixisse – creduntur, Ultraject. 17831783. in Folio, ob es gleich einen weitern Umfang hat als bloße MythologieMythologie. Hernach würde man, wenn man zumalzumahlWollte man besonders die alten DichterDichter recht anschaulich verstehen lernen wollte,lernen, so müßte man die DactyliothekDaktyliothek von Lippert, Philipp DanielPhil. Dan. Lippert, Erstes und ZweytesZweites Tausend, LeipzigLeipz. 1767 in zwey Bänden in 4.in 2 Bänden, Leipzig 1767. 4., und das Supplement dazu 1776 in1776. 4. nebst den dazu gehörigen Abdrücken geschnittener Steine, mit ungemeinen Nutzen zu Rathe ziehen, oder, weil dieser Schatz wegen seiner Kostbarkeit nicht überall zu haben ist, an dessen Stelle den Versuch einer mythologischen Dactyliothek für Schulen ‐ ‐Schulen – von Klausing, Anton ErnstAnton Ernst Klausing, LeipzigLeipz.1781 in gr.groß 8. (wovon noch ein zweyter Theil erwartet wird)1781. gr. 8., ebenfalls mit den Abdrücken, brauchen könnenbenutzen. Ueber den Geist dieser MythologieMythologie, oder ihren Sinn, nebst ihrer verschiednenverschiedenen Gestalt und Veränderungen zu verschiednenverschiedenen Zeiten und bey verschiednen Schriftstellernbei verschiedenen Schriftstellern, geben die Heyne, Christian GottlobHeynischen und Hermann, Martin GottfriedHermannischen Schriften, welche man §. 313313. der dritten Auflage meiner Anweisung zur Kenntniß der besten Bücher in der Theologie angezeigt findet, die besten Aufschlüsse. beybei, – welche sowohl die Begriffe alter VölkerkerVölker in ihrem noch rohen Zustande enthält, die sie sich von übermenschlichen Wesen und Naturbegebenheiten machten, als auch die SagenSagen von den unter ihnen vorgefallenen Ereignissen, ––VölkerkerVölker–könnte man diesind für den Anfänger die kürzeren Darstellungen der Götter- und Fabelgeschichte am brauchbarsten. Weiterhin mögen auch die mannigfaltigen Versuche, die MythologieMythologie philosophisch zu behandeln, prüfend vergleichenverglichen werden. Anm.Anmerkung Zu den ersten gehören:FabelgeschichteFabel-Geschichte4te6teAuflage,Aufl.1775 in 8., oder1807. 8.SeyboldsSeybold's2te Auflage, Leipzig 1784. 8. zum Grunde legen; noch besser in Rücksicht auf DichterDichter und KunstwerkeKunstwerke Ramler, Karl WilhelmKarl Wilh. Ramlers kurzgefaßte Mythologie, Berlin 1790 in 2 Theilen in 8. Wollte2te Aufl. Leipz. 1784. 8. zum Grunde legen, und, wenn3te Auflage, Leipzig 1797. 8. Ramler, Karl WilhelmKarl Wilh. Ramler's kurzgefaßte Mythologie, 2 Theile, Berlin 1790. 8. Hermann, Martin GottfriedM. G. Herrmann's Mythologie der Griechen, 2 Bände, Berlin 1811. 8. Zu der zweiten Klasse:man, doch nur im Allgemeinen, mehr davon wissen: so könntewissen wollte,wissen: so könntewissen wollte,AugustAug.SchlegelsSchlegel's,Leipzig 1754–1766Leipz. 1754–66 in fünf groß Octavbänden, auch, als einen Nothhelfer,und Hederich, BenjaminBenj. Hederichs mythologisches Lexicon, verbessert von Schwabe, Johann JoachimJoh. Joach. Schwaben, LeipzigLeipz. 1770 in gr.groß 8. zu Hülfe genommen werdennehmen.5 Bände, Leipzig 1754–1766. gr.groß 8. Kanne, Johann ArnoldJ. A. Kanne Mythologie der Griechen, Leipzig 1808. Creuzer, FriedrichC. E. Creuzer Symbolik und Mythologie der alten Völker, 2 Bände, Darmstadt 1811.Leipzig 1754–1766Leipz. 1754–66auch, als einen Nothhelfer,undLeipzigLeipz.genommen werdennehmenEin weit genaueres und sehr nutzbares Handbuch zur allgemeinern Uebersicht sindsind: Saxius, ChristophorusChristoph. Saxi Tabulae genealogicae, s. Stemmata deorum, regum, principum ‐ ‐regum, – principum – qui per tempus ‐ ‐tempus – mythicum vixisse ‐ ‐vixisse – creduntur, Ultraject. 17831783. in Folio, ob es gleich einen weitern Umfang hat als bloße MythologieMythologie.weit genaueres undsindsind:regum, principum ‐ ‐regum, – principum –tempus ‐ ‐tempus –vixisse ‐ ‐vixisse –17831783.Hernach würde man, wenn man zumalzumahlWollte man besonderszumalzumahllernen wollte,lernen, so müßte manDactyliothekDaktyliothekZweytesZweitesLeipzigLeipz. 1767 in zwey Bänden in 4.in 2 Bänden, Leipzig 1767. 4.,LeipzigLeipz.1776 in1776.mit ungemeinen NutzenSchulen ‐ ‐Schulen –LeipzigLeipz.1781 in gr.groß 8. (wovon noch ein zweyter Theil erwartet wird)1781. gr. 8.,brauchen könnenbenutzenUeber den Geist dieser MythologieMythologie, oder ihren Sinn, nebst ihrer verschiednenverschiedenen Gestalt und Veränderungen zu verschiednenverschiedenen Zeiten und bey verschiednen Schriftstellernbei verschiedenen Schriftstellern, geben die Heyne, Christian GottlobHeynischen und Hermann, Martin GottfriedHermannischen Schriften, welche man §. 313313. der dritten Auflage meiner Anweisung zur Kenntniß der besten Bücher in der Theologie angezeigt findet, die besten Aufschlüsse.verschiednenverschiedenenverschiednenverschiedenenbey verschiednen Schriftstellernbei verschiedenen Schriftstellern,313313.Diese bisher §. 137 f.folgend erwähnten Schriften und Werke enthalten selbst einigesEiniges, das zur bessern Kenntniß der, wenigstens gottesdienstlichgottesdienstlichen, griechischen und römischenAlterthümerAlterthümer dient. Die Kenntniß derselben ist selbst zur Erklärung vieler Stellen des alten und neuen Testaments nothwendig, und kann bei der Lesung der ClassikerClassiker gar nicht entbehrt werden. Anm.Anmerkung In Absicht der griechischen, wo es uns noch so sehr an einem guten und hinlänglichen Handbuch fehlt, istgriechischen macht,griechischen AlterthümerAlterthümer, bemerke man unter den mehr systematischen Büchern, Potter, JohnJohann Pottersvorzüglich: Johann Potter's griechische Archäologie oder Alterthümer Griechenlandes mit Anmerkungen und Zusätzen von Rambach, Johann JakobJoh. Jac. Rambach, Halle 1775–1778 in drey Theilen in gr.groß 8. die übrigen sehr entbehrlich, und kan in seiner Art das einzige. –einzig heissen.3 Bände, Halle 1775–1778. gr.groß 8. Desgleichen Nitsch, Paul Friedrich AchatJ. F. A. Nitsch Beschreibung des häuslichen, gottesdienstlichen etc. Zustandes der Griechen; fortgesetzt von Höpfner, Johann Georg ChristianHöpfner und Köpke, Georg Gustav SamuelKöpke, 4 Bände, Erfurt 1791–1806. 8. Wenn man sich beybei den römischenAlterthümerAlterthümern erst ein kürzeres Lehrbuch bekannt gemacht hat, unter welchen Cellarius, ChristophChristophChristoph. Cellarii Compendium antiquitatum romanarum c. adnott. Walch, Johann Ernst ImmanuelJ. E. J. WalchiiI. E. I. Walchii,Edit.editio 3. Halae 1774. 8. Nieupoort, Wilhelm HendrikGe. Henr.Hen. NieupoortNieupoort, rituum, qui olim apud Romanos obtinuerunt, succincta explicatio, Edit.editio 13. Berol. 1767 in1767.gr.groß8.8., auch Edit.editio 6. (UltrajectinaVltrajectinaUltraiectina) curant. Reitz, Wilhelm OttoGuil. Ottone et Reitz, Johan FrederikJo.Io.Freder.Reitzio 1774 gr.groß 8.Reitzio, gr.groß 8. 1774., und Gruner, Johann FriedrichJo.Io. Frid. Gruneri introductio in antiquitates Romanas, Jenae 1748. 8. die besten sind: so kankann man hernachMatern de Cilano, Georg ChristianGeorg Christian Maternus von Cilano ausführliche Abhandlung der römischen Alterthümer, in Ordnung gebracht von Adler, Georg ChristianGeorg Christ. Adler, Altona 17751775. und 1776761776., in vier Theilen inTheilen, 8. (die ein Commentar über den Nieupoort, Wilhelm HendrikNieupoort, aber von viel weiterm Umfange ist) dazu nehmen,zu Hülfe nehmen und damit Adler, Georg ChristianG. C. AdlersAdlerAdler's ausführliche Beschreibung der Stadt Rom, Altona 1781 in1781. 4.; die Schrift: Ueber Sitten und Lebensart der Römer in verschiedenen Zeiten der Republik, von Meierotto, Johann Heinrich LudwigJ. H. L. Meierotto, Berlin 17761776. in zwey Theilen in 8.;8.zwei Theilen, 8., und Meiners, ChristophC. MeinersE. Meiner's Geschichte des Verfalls der Sitten und der Staatsverfassung der Römer, LeipzigLeipz. 1782. 8. verbinden. Brauchbare Handbücher sind auch: Nitsch, Paul Friedrich AchatP. E. A. Nitsch Beschreibung des häuslichen etc. Zustandes der Römer, 2 Bände, Erfurt 1790. 8.Adam, AlexanderAdam's Handbuch der römischen Alterthümer. Aus dem Engl.Englischen von Meyer, Johann LeonhardtMeyer, 2 Bände, Erlangen 1806.Meyer, Johann LeonhardtJ. L. Meyer's Lehrbuch der römischen Alterthümer, Erlangen 1806. bisher §. 137 f.folgend erwähnteneinigesEinigesDie Kenntniß derselben ist selbst zur Erklärung vieler Stellen des alten und neuen Testaments nothwendig, und kann bei der Lesung der ClassikerClassiker gar nicht entbehrt werden. Anm.Anmerkunggriechischen, wo es uns noch so sehr an einem guten und hinlänglichen Handbuch fehlt, istgriechischen macht,griechischen AlterthümerAlterthümer, bemerke manPotter, JohnJohann Pottersvorzüglich: Johann Potter'sHalle 1775–1778 in drey Theilen in gr.groß 8. die übrigen sehr entbehrlich, und kan in seiner Art das einzige. –einzig heissen.3 Bände, Halle 1775–1778. gr.groß 8. Desgleichen Nitsch, Paul Friedrich AchatJ. F. A. Nitsch Beschreibung des häuslichen, gottesdienstlichen etc. Zustandes der Griechen; fortgesetzt von Höpfner, Johann Georg ChristianHöpfner und Köpke, Georg Gustav SamuelKöpke, 4 Bände, Erfurt 1791–1806. 8.die übrigen sehr entbehrlich, und kandas einzige. –einzig heissen.beybeiChristophChristoph.Walch, Johann Ernst ImmanuelJ. E. J. WalchiiI. E. I. Walchii,Henr.Hen.NieupoortNieupoort,1767 in1767.8.8.,UltrajectinaVltrajectinaUltraiectinaJo.Io.Reitzio 1774 gr.groß 8.Reitzio, gr.groß 8. 1774.Jo.Io.kankannhernach17751775.1776761776.,Theilen inTheilen,dazu nehmen,zu Hülfe nehmenAdlersAdlerAdler's1781 in1781.; die Schrift:17761776.zwey Theilen in 8.;8.zwei Theilen, 8.,8.;8.C. MeinersE. Meiner'sLeipzigLeipz.Brauchbare Handbücher sind auch: Nitsch, Paul Friedrich AchatP. E. A. Nitsch Beschreibung des häuslichen etc. Zustandes der Römer, 2 Bände, Erfurt 1790. 8.Adam, AlexanderAdam's Handbuch der römischen Alterthümer. Aus dem Engl.Englischen von Meyer, Johann LeonhardtMeyer, 2 Bände, Erlangen 1806.Meyer, Johann LeonhardtJ. L. Meyer's Lehrbuch der römischen Alterthümer, Erlangen 1806.WegenHinsichtsgroßengrossenbeybeiRömischenrömischenKriegsalterthümer (vonKriegsalterthümer, vonNast, Johann Jakob HeinrichNast)Nast,1782 in1782.HätteHaterwähnteerwähntenvorbereitet:vorbereitet,möchtenwerdenbeybeivorfürbeybeierklärendeerklärendenlateinischelateinischegriechischegriechischeman nicht in diesen Fällen:dieß alles nicht der Fall,CulturCulturKulturKulturChrestomathienChrestomathienSchriftstellern,Schriftstellernkeine ganzedie ganzenSchrifstellerSchriftstellerSchriftstellernichtkankannlernen,lernenmehrernmehrerenihremihrenUnterschiedUnterschiedeviel besser ist es dochbleibt es doch viel besser– ausserdemaußer dem,aufzugebenaufzugeben,angefangen,angefangenhat –hat,seinen Sachenseinem Inhaltdaher,daherhathat,einemeinenallealtevorfürlesen,lesenzurück:zurück,läse,läsedabeydabeiwerden, z. B.zum Beyspiel/Beispiel die Aesop FabulaeFabulas Aesopicas nach Heusinger, Johann MichaelJoh. Mich. Heusingers Ausgabe, vermehrt Eisenach 1771. 8.; Paeonius (Paeanius) Metaphrasis in EutropiumPaeanii Metaphras. in EutropiusEutropium, nach Kaltwasser, Johann Friedrich SalomonF. S. Kaltwassers, Gotha 1780. 8.; Palaephatus De incredibilibusPalaephatum de incredibilibus, nach Fischer, Johann FriedrichJoh. Fridr.Frid. Fischers Ausgabe, Leipzig 1761. 8.werden.Fridr.Frid.weiter:weiter,schwereSchwereeigenthümlicheEigenthümlicheerkläreterklärtwie die Ernesti, Johann AugustErnestischen bey XenophonMemorabilia SocratisXenophons memorabil. SokratesSocratis und bey dem PolybiusPolybiusoft sogar recht vollständige IndicesAbsicht,Absichtfort zu gehen:fortzugehen,DichterDichterDichter, den HomerHomer etwa ausgenommen, mit dem ja auch die Römer anfingen,verwöhnt,verwöhntwird; zumahlwird, zumallaßenlassen müssen;lassen müssen,laßenlassenverschieben; imverschieben. ImeinerleyeinerleiangegebeneangegebenenAnm.AnmerkungAnm.allealtelaßenlassendiese Schriftstellerihre WerkePhaedrusPhäder, NeposNeposPhädrus, NeposTerenzTerenz –Terenz,CaesarCäsarCäsarSallustSallust – Cicero LaeliusCicero'sSallust, Cicero'sQuintilian (Quinctilian) Institutio oratoriaQuinctiliansQuinctilian'sorat. –orat.,LiviusLivius, SuetonSuetoniusLivius, SuetoniusTacitusTacitus –TacitusPlautusPlautus,PlautusPlautus,Befinden,BefindenOvidOvidOvidVergil (Virgil)VirgilVirgilsodannsodennHorazHorazAnm.AnmerkungAnm. 2. Im Griechischen könnte man, nach der §. 145145. angegebenen Vorbereitung, mit Aelian Vermischte GeschichtenAeliansAelian's vermischten Geschichten und mit Epiktet EnchiridionEpiktetsEpiktet's Enchiridion sowohl als Arrian CommentarienArrianssowohl, als mit Arrians Commentarien den Anfang machen –machen; hernach vorzüglichvorzöglich den XenophonXenophonXenophon, und überhaupt die besten Attischenattischen Prosaisten, sowohl Philosophen, vornemlichvornehmlich Platon DialogePlaton'svornehmlich Platon's und Aeschines DialogeAeschinesAeschines Dialogen, und Theophrast CharaktereTheophrastsTheophrast's Charaktere, sodannsodenn, nach Aristoteles RhetorikAristotelesAristoteles Rhetorik, den IsokratesIsokratesIsokrates, nebst den in der Reiske, Johann JacobReiskischen Sammlung enthaltnenenthaltenenRednern,Rednern lesen. Nun könnten, und, wenn man gerade nicht Attischeattische Schriftsteller gleich zusammen nehmen wollte, auch schon gleich nach dem XenophonXenophonXenophon, die Geschichtschreiber, hauptsächlich HerodotHerodot, ThukydidesThukydides, PolybiusPolybius, PlutarchPlutarchHerodot, Thukydides, Polybius, Plutarch, auch JosephusJosephusJosephus, und von spätern ArrianArrian, AppianAppianArrian, Appian und HerodianHerodian,Herodian eintreten. Die DichterDichter könntenkönnen sehr wohl mit den andern abwechsetnabwechselnabwechseln. HomerHomer müßteHomer muß billig allen vorgehen, und HesiodHesiod könnteHesiod kann ihm folgen. Vom AnakreonAnakreon, TheokritTheokrit, MoschusMoschusAnakreon, Theokrit, Moschus und BionBion könnteBion mag man zu den Attischen Tragikernattischen Tragikern und KomikernKomikern fortschreiten, und alsdennalsdann den PindarPindarPindar und KallimachusKallimachusKallimachus hinzufügen. Gut wäre es doch, Aristoteles PoetikAristotelesAristoteles Poetik mit diesen Dichtern zu verbinden. Andere, sonderlich spätere oder unbeträchtlichere Schriftsteller zu erwähnen, erlaubt die hier nöthige Kürze und eingeschränkteeingeschränckte Absicht nicht, die eigentlich auf die MusterMuster des griechischen und lateinischen VortragVortrages geht. Man vergl.vergleiche Schelle, Karl GottlobK. G. Schelle, welche alte classische Auctoren, wie, in welcher Folge und Verbindung soll man sie auf Schulen lesen? 2 Bände, Leipzig 1804. 8. Anm.AnmerkungAnm.145145.Aelian Vermischte GeschichtenAeliansAelian'sEpiktetsEpiktet'ssowohl als Arrian CommentarienArrianssowohl, als mit Arriansmachen –machen;vorzüglichvorzöglichXenophonXenophonAttischenattischenvornemlichvornehmlich Platon DialogePlaton'svornehmlich Platon'svornemlichvornehmlichAeschinesAeschinesTheophrastsTheophrast'ssodannsodennAristotelesAristotelesIsokratesIsokratesIsokrates,enthaltnenenthaltenenRednern,RednernAttischeattischedem XenophonXenophonXenophonHerodotHerodot, ThukydidesThukydides, PolybiusPolybius, PlutarchPlutarchHerodot, Thukydides, Polybius, PlutarchJosephusJosephusJosephusArrianArrian, AppianAppianArrian, AppianHerodianHerodian,HerodiankönntenkönnenabwechsetnabwechselnabwechselnHomerHomer müßteHomer mußHesiodHesiod könnteHesiod kannAnakreonAnakreon, TheokritTheokrit, MoschusMoschusAnakreon, Theokrit, MoschusBionBion könnteBion magAttischen Tragikernattischen TragikernKomikernKomikernalsdennalsdannPindarPindarPindarKallimachusKallimachusKallimachusAristotelesAristoteleseingeschränkteeingeschränckteMan vergl.vergleiche Schelle, Karl GottlobK. G. Schelle, welche alte classische Auctoren, wie, in welcher Folge und Verbindung soll man sie auf Schulen lesen? 2 Bände, Leipzig 1804. 8.BeyBeisolchesolchensolchenzumahlzumalSchriftsteller,Schriftstellerclassischclassischclaßischclaßischklassischklassisch72), je72.), destobeybeimüßtehatzuder Aufhaltmangelehrterweitläuftigerverlängert würdelänger aufgehalten werdekönntekannzumahlzumalangehen:angehen,andreanderestudierenstudirenAusdruck brauchenAusdruck, brauchtenbeybeizweyzweigroßengrossenf.folgend),f.)wennwerderwenn,wennGründen,Gründenverdient *);verdient; *)BeyspieleBeispieleBeyspielBeispieleinreissendereinreißender,nachtheiligennachtheiligeres sollten vorzüglichnamentlich alleUniversitäten,Universitätensolchen,solchenseyseilaßenzu lassenlassenAnm.Anmerkung S.SieheLateinschreibens ‐ ‐Lateinschreibens,Friedr.Fr.17831783.8.8.;in dessen gesammleten Schulschriftengesammel-gesammelten Schulschriften, S.Seite 289 f.folgendim Berlinischen Magazin der Wissenschaften und Künste 1783, 41tes Stückgesammleten Schulschriftengesammel-gesammelten Schulschriften,von Gedike, FriedrichGedike und Biester, Johann ErichBiester, 17831783.,und in der Allgemeinen Revision des Schul‐ und ErziehungswesensErziehungswesens, Theil 11. S.Seite 258 f.folgendf.,ErziehungswesensErziehungswesens,f.folgendf.,Scheingründe schonWer nachWem daran liegt, zuFertigkeitFertigkeit,auszudruckenauszudrücken trachtete, würde ausserauszudrücken, zu gelangen, wird außerauszudruckenauszudrücken7676.129129.Büchern, Scheller, Immanuel Johann GerhardJ. J.Schriften, I. I.nach der zweytenzweiten vermehrten Ausgabe,zweytenzweiten1784 in 2 Tomis in1779, in 2 Theilen in1784. 2 Tomi,großemgrossemhaben,habenhättehatbeybeiund das Eigenthümliche ihrer Sprache in seinem ganzen Umfange,UmfangeUmfange,Umfangeist freylichbleibt freilich*)Ausserdem würdeAußerdem wirdErasmus, DesideriusErasmus, Melanchthon, PhilippPhil. Melanchthon, Camerarius, JoachimJoach. Camerarius, Calvin, JeanJoh. Calvin, Sturm, JohannesJoh. Sturm, Cano, MelchorMelch. Canus, Osório, JerónimoHier. Osorius, Sadoleto, JacopoJak. Sadoletus, Hyperius, AndreasAndr. Hyperius, Ernesti, Johann AugustJoh. Aug. Ernesti, Morus, Samuel Friedrich NathanaelS. F. N. Morus,MorusErasmus, Melanchthon, Camerarius, Calvin, Sturm, Canus, Osorius, Sadoletus, Hyperius, Ruhnken, DavidRuhnkenius, Wyttenbach, Daniel AlbertWyttenbach, Ernesti, MorusMorus,MorusAndreAnderegewöhntgewöhnt, *) Ja esAnm.Anmerkung *) Viel leseneigentliches,eigentlicheskankanndiesdießkankannwolle,wolle;ächtecht87–89.87–8987.–89.AusserAußerSpracheunstreitignothwendigsten,nothwendigsten:Testaments TestamentTestamente

Modelledition. BdN VI: Johann August Nösselt, Anweisung zur Bildung angehender Theologen (1. Aufl. 1786/89; 2. Aufl. 1791; 3. Aufl. 1818/19), Bd. I §§ 140–150, Juni 2016

Interaktive textkritische Ansicht

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a: 1. Aufl. 1786/89
b: 2. Aufl. 1791
c: 3. Aufl. 1818/19
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