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Bibliothek der Neologie (BdN) Kommentierte kritische Auswahledition in zehn Bänden — Modelledition. BdN VI: Johann August Nösselt, Anweisung zur Bildung angehender Theologen (1. Aufl. 1786/89; 2. Aufl. 1791; 3. Aufl. 1818/19), Bd. I §§ 140–150, Juni 2016

140.

/cAuch beyc\ ||c1 der alten Erdbeschreibung /cwird man vermuthlich noch lange auf ein Buch warten müssenc\ ||c2, das, beyc3 der möglichsten Vollständigkeit, nach eignerc4 sorgfältigen Untersuchung und mit Benutzung der wirklich sichern und brauchbaren Entdeckungen einiger wenigen eigentlichen Kenner, auch mit möglichster |c144| Vergleichung der ältern und |b160| neuern Topographie, zwischen der weitläufigern
cSprache die Mitte hielte. Doch ist besonders durch Mannert und einiger Andere diesem Bedürfniß abgeholfen.
Anm. Zu den weitläufigern Werken gehören:c
||a5c Notitia orbis antiqui von Christoph. Cellario mit Jo.c6 Conr. Schwartzii Anmerkungen, Leipziga7 /c1731 und 1732a9 in zwey Quartbänden, und zwischen der zu magernc\ ||c8 c Geographie ancienne abregée par Mr. d'Anville, ||c10 à Paris /c1768 in drey Bändenc\ ||c11 gr. 12.a12 /c, oder /adema\
aden beyden |a133| kleinern: Orbis antiqui monumentis suis illustrati primae lineae, duxit Jer. Jac. Oberlinus, Argent. 1776. 8. und dem noch nicht vollendetena
c\
c /aHandbuch der alten Erdbeschreibungc14 zum Gebrauch der eilf größern Danvillischen Landchartenc15 (von Hummel, ||c16 Stroth, /cBruns und Dittmar,) Nürnb. 1785 und 1786 in zwey Bänden inc\ ||c17 gr.a\ ||a13 8. /c(auch lat. Compendium Geographiae antiquae etc.) das Mittel hielte. /aDergleichen ist ohngefehr die sehr schätzbare Geographie der Griechen und Römer ‐ ‐ von Konrad Mannert, wovon aber bis jetzt nur Ein Theil, Nürnberg 1788 und des Zweyten Theils erstes Heft 1789 in gr. 8. erschienen ist. –a\ c\
cc Geographie der Griechen und Römer, von Konrad Mannert, 1ster–6ter Band, Nürnberg 1788–1812.
Zu den kürzern Handbüchern: J. F. A. Nitsch kurzer Entwurf der alten Geographie, auf's neue herausg. von L. Mannert, 6te Aufl. 1810.H. Schlichtegroll's Handbuch der alten Erdbeschreibung, Bremen 1794.B. F. J. F. Schmieder's Handbuch der alten Erdbeschreibung zum Atlas von 12 Karten, Berlin 1802.c
⌇⌇c Die einzig guten Charten zur alten Geographie von d'Anville, welche /aunter dem Titel: Atlas antiquus Danvillianus zu Nürnberg 1784c19 nachgestochen wordena\ ||a18, sind wenigstens unentbehrlich;a20 sonst muß man sich bloß mit den noch sehr unvollkommenen Charten in Cellarii Werk oder Jo.c21 Dav. Koeleri Descriptione orbis antiqui in XLIV.a22 tabulisc23 von Weigel in Nürnberg gestochen, begnügen.

c1: Bei    c2: hat es lange an einem Werke gefehlt    c3: bei    c4: eigener    a5: fast einzig brauchbaren    c6: Io.    a7: Leipz.    c8: 1731. und 1732. 4.    a9: 32    c10: 3 Tomes,    c11: 1768.    a12: 12    a13: Handbuch der alten Erdbeschreibung nach Anleitung der d'Anvillischen Landcharten, Nürnberg 1781 in    c14: Erdbeschreibung,    c15: Landcharten,    c16: Hieron. Paulus,    c17: Bruns, Dittmar.) Nürnberg 1800, 2 Bände,    a18: seit letztgedachtem Jahre zu Nürnberg nachgestochen werden    c19: 1784.    a20: unentbehrlich,    c21: Io.    a22: XLIV    c23: tabulis,    

141.

Zu der beyc1 Lesung der Alten so nothwendigen Kenntniß der Mythologie /a, /cc\ welche sowohl die Begriffe alter |c145| Völker in ihrem noch rohen Zustande enthält, die sie sich von übermenschlichen |b161| Wesen und Naturbegebenheiten machten, als auch die Sagen von den unter ihnen vorgefallenen Ereignissen, /cc\ a\ /ckönnte man diec\
csind für den Anfänger die kürzeren Darstellungen der Götter- und Fabelgeschichte am brauchbarsten. Weiterhin mögen auch die mannigfaltigen Versuche, die Mythologie philosophisch zu behandeln, prüfend verglichen werden.
Anm. Zu den ersten gehören:c
c Einleitung in die Götter- und Fabelgeschichtea2 der ältesten griechischen und römischen Welt, durch Christ. Tob. Damm, 4tec3 Auflage,a4 Berlin /c1775 in 8., oderc\ ||c5 c Dav. Christoph Seyboldsc6 Einleitung in die griechische und römische Mythologie der alten Schriftsteller, /ac2te Auflage, Leipzig 1784. 8. zum Grunde legen; noch besser in Rücksicht auf Dichter und Kunstwerke Karl Wilh. Ramlers kurzgefaßte Mythologie, Berlin 1790 in 2 Theilen in 8. Wollteac\
c3te Auflage, Leipzig 1797. 8.
Karl Wilh. Ramler's kurzgefaßte Mythologie, 2 Theile, Berlin 1790. 8.
M. G. Herrmann's Mythologie der Griechen, 2 Bände, Berlin 1811. 8.
Zu der zweiten Klasse:c
||a7 /cman, doch nur im Allgemeinen, mehr davon /awissen: so könntea\ ||a8 c\c Anton Banier's Erläuterung der Götterlehre und Fabeln aus der Geschichte, mit Joh. Adolf und Joh. Augusta9 Schlegelsc10 auch Joh. Matthias Schröckh's Anmerkungen, /c /aLeipzig 1754–1766a\ ||a11 in fünf groß Octavbänden, /aauch, als einen Nothhelfer,a\ ||a12 Benj. Hede|a134|richs mythologisches Lexicon, verbessert von Joh. Joach. Schwaben, Leipziga13 1770 in gr. 8. zu Hülfe /agenommen werdena\ ||a14.c\
c5 Bände, Leipzig 1754–1766. gr. 8.
J. A. Kanne Mythologie der Griechen, Leipzig 1808.
C. E. Creuzer Symbolik und Mythologie der alten Völker, 2 Bände, Darmstadt 1811.c
/a⌇⌇c Ein /cweit genaueres undc\ sehr nutzbares Handbuch zur allgemeinern Uebersicht sindc15 c Christoph. Saxi Tabulae genealogicae, s. Stemmata deorum, /cregum, principum ‐ ‐c\ ||c16 qui per /ctempus ‐ ‐c\ ||c17 mythicum /cvixisse ‐ ‐c\ ||c18 creduntur, Ultraject. 1783c19 in Folio, ob es gleich einen weitern Umfang hat als bloße Mythologie.a\ /cHernach würde man, wenn man zumala21 c\ ||c20 die alten Dichter recht anschaulich verstehen /clernen wollte,c\ ||c22 die Dactyliothekc23 von Phil. Dan. Lippert, Erstes und Zweytesc24 Tausend, /cLeipziga26 1767 in zwey |b162| Bänden in 4.c\ ||c25 und das Supplement dazu /c1776 inc\ ||c27 4. nebst den dazu gehörigen Abdrücken geschnittener Steine, /cmit ungemeinen Nutzenc\ zu Rathe ziehen, oder, weil dieser Schatz wegen seiner Kostbarkeit nicht überall zu haben ist, an dessen Stelle den Versuch einer mythologischen Dactyliothek für /cSchulen ‐ ‐c\ ||c28 von Anton Ernst Klausing, Leipziga29 /c1781 in gr. 8. (wovon noch ein zweyter Theil erwartet wird)c\ ||c30 ebenfalls mit den Abdrücken, /cbrauchen könnenc\ ||c31. /a⌇⌇c Ueber den Geist dieser Mythologie, oder ihren Sinn, nebst ihrer verschiednenc32 Gestalt und Veränderungen zu verschiednenc33 Zeiten und /cbey verschiednen Schriftstellernc\ ||c34 geben die Heynischen und Hermannischen Schriften, welche man §. 313c35 der dritten Auflage meiner Anweisung zur Kenntniß der besten Bücher in der Theologie angezeigt findet, die besten Aufschlüsse.a\

c1: bei    a2: Fabel-Geschichte    c3: 6te    a4: Aufl.    c5: 1807. 8.    c6: Seybold's    a7: 2te Aufl. Leipz. 1784. 8. zum Grunde legen, und, wenn     a8: wissen wollte,    a9: Aug.    c10: Schlegel's,    a11: Leipz. 1754–66    a12: und    a13: Leipz.    a14: nehmen    c15: sind:    c16: regum, – principum –    c17: tempus –    c18: vixisse –    c19: 1783.    c20: ⌇⌇c Wollte man besonders    a21: zumahl    c22: lernen, so müßte man    c23: Daktyliothek    c24: Zweites    c25: in 2 Bänden, |c146| Leipzig 1767. 4.,    a26: Leipz.    c27: 1776.    c28: Schulen –    a29: Leipz.    c30: 1781. gr. 8.,    c31: benutzen    c32: verschiedenen    c33: verschiedenen    c34: bei verschiedenen Schriftstellern,    c35: 313.    

142.

Diese /abisher §. 137 f. erwähntena\ Schriften und Werke enthalten selbst einigesc1, das zur bessern Kenntniß der, wenigstens gottesdienstlichen, griechischen und römischen Alterthümer dient.
cDie Kenntniß derselben ist selbst zur Erklärung vieler Stellen des alten und neuen Testaments nothwendig, und kann bei der Lesung der Classiker gar nicht entbehrt werden.
Anm.c
In Absicht der /acgriechischen, wo es uns noch so sehr an einem guten und hinlänglichen Handbuch fehlt, istac\ ||ac2 unter den mehr systematischen Büchern, /cJohann Pottersc\ ||c3 griechische Archäologie oder Alterthümer Griechenlandes mit Anmerkungen und Zusätzen von Joh. Jac. Rambach, /cHalle 1775–1778 in drey Theilen in gr. 8. ||a4 in seiner Art /adas einzige. –a\ ||a5 c\
c3 Bände, Halle 1775–1778. gr. 8.
Desgleichen J. F. A. Nitsch Beschreibung des häuslichen, gottesdienstlichen etc. Zustandes der Griechen; fortgesetzt von Höpfner und Köpke, 4 Bände, Erfurt 1791–1806. 8.c
|b163| ⌇⌇c Wenn man sich beyc6 den römischen Alterthümern erst ein kürzeres Lehrbuch bekannt gemacht hat, unter welchen Christophc7 Cellarii Compendium antiquitatum ro|a135|mana|c147|rum c. adnott. /cJ. E. J. Walchiic\ ||c8 Edit. 3. Halae 1774. 8. Ge. Henr.c9 Nieupoorta10 rituum, qui olim apud Romanos obtinuerunt, succincta explicatio, Edit. 13. Berol. /c1767 inc\ ||c11 gr. 8.c12 auch Edit. 6. (Ultrajectinaac13) curant. Guil. Ottone et Jo.c14 Freder. /cReitzio 1774 gr. 8.c\ ||c15, und Jo.c16 Frid. Gruneri introductio in antiquitates Romanas, Jenae 1748. 8. die besten sind: so kanc17 man /ahernacha\ Georg Christian Maternus von Cilano ausführliche Abhandlung der römischen Alterthümer, in Ordnung gebracht von Georg Christ. Adler, Altona 1775c18 und 1776ac19 in vier /cTheilen inc\ ||c20 8. (die ein Commentar über den Nieupoort, aber von viel weiterm Umfange ist) /adazu nehmen,a\ ||a21 und damit G. C. Adlersac22 ausführliche Beschreibung der Stadt Rom, Altona /c1781 inc\ ||c23 4. /a; die Schrift:a\ Ueber Sitten und Lebensart der Römer in verschiedenen Zeiten der Republik, von J. H. L. Meierotto, Berlin 1776c24 in /czwey Theilen in 8.;a26 c\ ||c25 und /cC. Meinersc\ ||c27 Geschichte des Verfalls der Sitten und der Staatsverfassung der Römer, Leipziga28 1782. 8. verbinden.
c ⌇⌇c Brauchbare Handbücher sind auch: P. E. A. Nitsch Beschreibung des häuslichen etc. Zustandes der Römer, 2 Bände, Erfurt 1790. 8.Adam's Handbuch der römischen Alterthümer. Aus dem Engl. von Meyer, 2 Bände, Erlangen 1806.J. L. Meyer's Lehrbuch der römischen Alterthümer, Erlangen 1806.c
Wegenc29 des großena30 Einflusses der Kenntniß des römischen Kriegswesens auf die rechte Einsicht des Verstandes vieler Stellen beyc31 römischen Schriftstellern sind die Römischena32 /cKriegsalterthümer (vonc\ ||c33 Rösch und Nast)c34 Halle /c1782 inc\ ||c35 gr. 8. sehr zu empfehlen.

c1: Einiges    ac2: griechischen macht, (a); griechischen Alterthümer, bemerke man (c)    c3: vorzüglich:c Johann Potter's    a4: die übrigen sehr entbehrlich, und kan    a5: einzig heissen.    c6: bei    c7: Christoph.    c8: I. E. I. Walchii,    c9: Hen.    a10: Nieupoort,    c11: 1767.    c12: 8.,    ac13: Vltrajectina (a); Ultraiectina (c)    c14: Io.    c15: Reitzio, gr. 8. 1774.    c16: Io.    c17: kann    c18: 1775.    ac19: 76 (a); 1776., (c)    c20: Theilen,    a21: zu Hülfe nehmen    ac22: Adler (a); Adler's (c)    c23: 1781.    c24: 1776.    c25: zwei Theilen, 8.,    a26: 8.    c27: E. Meiner's    a28: Leipz.    c29: Hinsichts    a30: grossen    c31: bei    a32: römischen    c33: Kriegsalterthümer, von    c34: Nast,    c35: 1782.    

|b164| 143.

Hättec1 man sich durch die bisher (§. 135 f.) erwähntec2 Kenntnisse zum Lesen griechischer und |a136| lateinischer Schriftstel|c148|ler vorbereitet:c3 so möchtenc4 ferner folgende Vorschläge beyc5 dem Lesen nicht undienlich seyn. 1) Weil der, welcher diese Schriftsteller vorc6 sich lesen will, gemeiniglich schon vorher einen Unterricht in alten Sprachen und, nach unsern Einrichtungen, weit mehr in der lateinischen als in der griechischen, in letzterer oft so viel als gar nicht, bekommen hat; und weil man beyc7 Lesung der römischen Schriftsteller gemeiniglich auch mit die Absicht hat, sich eine Fertigkeit im lateinischen Ausdruck zu erwerben; ja, weil selbst die Hülfsmittel zur Erlernung des Griechischen und die erklärendec8 Anmerkungen in den Ausgaben griechischer Schriftsteller fast durchgehends in lateinischer Sprache abgefaßt sind: so ist es rathsam, lateinischec9 Schriftsteller eher als griechischec10 zu lesen. Wäre /cman nicht in diesen Fällen:c\ ||c11 so wäre es viel nützlicher und vernünftiger, mit den griechischen anzufangen. Denn die römischen Schriftsteller haben die griechischen nachgeahmt und copirt, können also weit besser verstanden werden, wenn man diese schon voraus kennt; und man würde auf diese Art die fortschreitende Culturc12 des menschlichen Verstandes und Herzens, auch der davon abhängenden Begriffe, Grundsätze und Sitten, weit besser wahrnehmen.
cAnm. Es gehört zu den neueren Erscheinungen, daß man in Schulen angefangen hat, dem Griechischen mit dem Lateinischen gleichen Rang anzuweisen; ja, es fast noch eifriger zu treiben, und selbst darin schreiben zu lassen. Dieß ist an sich, wegen des hohen Werthes der griechischen Literatur, erfreulich. Nun traten auch hie und da Uebertreibungen ein: das, wenn man mit den allgemeinern und vielfachern Gebrauch sieht, doch unentbehrlichere Latein wurde fast vernachlässigt, und man hat sogar schon von Seiten der obern Behörden für nöthig gefunden, vor diesem letzteren Fehler zu warnen. M. s. §. 123. A. d. H.c

c1: Hat    c2: erwähnten    c3: vorbereitet,    c4: werden    c5: bei    c6: für    c7: bei    c8: erklärenden    c9: lateinische    c10: griechische    c11: dieß alles nicht der Fall,    c12: Kultur    

|c149| 144.

So nützlich 2) Chrestomathienc1 oder Excerpte |b165| aus mehrern alten Schriftstellern,c2 für den seyn mögen, der /ckeine ganzec\ ||c3 Schriftsteller ||c4 haben kanc5, |a137| oder für den Anfänger, der vorerst den nothdürftigsten Sprachgebrauch lernen,a6 oder einen allgemeinen Vorschmack von mehrernc7 Schriftstellern und ihrema8 Unterschiedc9 erlangen will: so /cviel besser ist es dochc\ ||c10, ganze Schriftsteller in eins fort zu lesen, ehe man zu andern fortschreitet. Denn /c– ausserdemc\ ||c11 daß es unnatürlich ist und zur Unbeständigkeit gewöhnt, etwas aufzugebenc12 was man angefangen,a13 und was uns gefallen /chat –c\ ||c14 wird man durch das anhaltende Lesen eines guten Schriftstellers besser mit /cseinen Sachenc\ ||c15, so wie mit seiner eigenthümlichen Denk‐ und Schreibart, bekannt, lernt ihn daher,a16 und wenn man einmal im Gange ist, besser verstehen, und gewöhnt sich leichter, wenn man gar die Absicht hatc17 seinen Ausdruck nach einema18 solchen Schriftsteller zu bilden, an eine gewisse Gleichheit und Reinigkeit des Ausdrucks.

c1: Chrestomathien    c2: Schriftstellern    c3: die ganzen    c4: nicht    c5: kann    a6: lernen    c7: mehreren    a8: ihren    c9: Unterschiede    c10: bleibt es doch viel besser    c11: außer dem,    c12: aufzugeben,    a13: angefangen    c14: hat,    c15: seinem Inhalt    a16: daher    c17: hat,    a18: einen    

145.

Wollte man – wie hier immer vorausgesetzt wird – allec1 Schriftsteller vorc2 sich lesen,a3 und wäre im Griechischen oder Lateinischen noch sehr zurück:c4 so wäre 3) zu rathen, daß man – da ein Anfänger zunächst erst des Sprachgebrauchs mächtig werden muß – ganz leichte Schriftsteller läse,a5 und sich dabeyc6 solcher Ausgaben bediente, wo in Anmerkungen oder Registern die Bedeutungen der Wörter und Redensarten, auch wohl schwerere Formen, erklärt /cwerden, z. B. die Fabulas Aeso|b166|picas nach Joh. Mich. Heusingers Ausgabe, vermehrt Eisenach 1771. 8.; Paeanii Metaphras. |a138| in Eutropium, nach F. S. Kaltwassers, Gotha 1780. 8.; Palaephatum de incredibilibus, nach Joh. Fridr.a8 Fischers Ausgabe, Leipzig 1761. 8.c\ ||c7 Ist man etwas weiter:c9 so sind solche Glossarien, wo nur das schwerec10 und dem Schriftsteller eigenthümlichec11 mit we|c150|nig Worten erkläretc12 wird, /cwie die Ernestischen bey Xenophons memorabil. Socratis und bey dem Polybiusc\ ||c13, zu dieser Absicht,c14 vollkommen zureichend.

c1: alte    c2: für    a3: lesen    c4: zurück,    a5: läse    c6: dabei    c7: werden.    a8: Frid.    c9: weiter,    c10: Schwere    c11: Eigenthümliche    c12: erklärt    c13: oft sogar recht vollständige Indices    c14: Absicht    

146.

Und weil es vernünftig ist, vom Leichtern zum Schwerern /cfort zu gehen:c\ ||c1 so ist es 4) auch rathsamer, eher prosaische Schriftsteller, wenigstens leichtere, als /cDichterc\ ||c2 zu lesen; selbst deswegen, weil der Geschmack leichter durch die Lesung der letztern verwöhnt,a3 und zu sehr an das Hervorstechende gewöhnt /cwird; zumahlc\ ||c4 wenn man durch Lesung der Alten selbst seine Denk‐ und Schreibart bilden will. – Aus eben diesem Hauptgrunde würde man auf Schriften, welche gemeinbekannte Sachen enthalten, erst Geschichtschreiber, und auf diese erst philosophische Werke folgen /claßena6 müssen;c\ ||c5 wenn nicht der schwerere Vortrag eines Schriftstellers in jenen erfordert, sie bis nach diesen zu /cverschieben; imc\ ||c7 Griechischen würde man auch wohl thun, Schriftsteller von einerleyc8 Dialekt zusammen zu nehmen, wenn hier jene angegebenec9 Ursachen nicht wieder eine Ausnahme erforderten.
|b167| Anm.ac10 1. Besondere Vorschläge von der bequemsten Ordnung, in der man allec11 Schriftsteller nach ein|a139|ander lesen möchte, laßenac12 sich nicht allgemein geben, da die Absichten, warum man /cdiese Schriftstellerc\ ||c13 lieset, sehr verschieden sind, und die gemeldeten Regeln oft einander in den Weg kommen. – Im Lateinischen würde man sehr wohl den /cPhäder, Neposc\ ||c14 und /cTerenzc\ ||c15 den Cäsarc16 und /cSallustCicero'sc\ ||c17 Lälius und Cato, seine Briefe, seine philosophischen, seine rhetorischen Werke und seine Reden, mit Quinctiliansc18 Instit. /corat. –c\ ||c19 den /cLivius, Suetoniusc\ ||c20 und /cTacitusc\ ||c21 den Plautus,ac22 und so die übrigen nach Befinden,c23 auf einander folgen lassen können. Nach den leichtesten unter diesen Prosaikern |c151| könnten schon Ovidc24 und Virgilc25, sodanna26, nach den etwas schwerern, Horazc27 und andere gelesen werden.
Anm.ac28 2. Im Griechischen könnte man, nach der §. 145c29 angegebenen Vorbereitung, mit Aeliansc30 vermischten Geschichten und mit Epiktetsc31 Enchiridion /csowohl als Arriansc\ ||c32 Commentarien den Anfang /cmachen –c\ ||c33 hernach vorzüglicha34 den Xenophonc35, und überhaupt die besten Attischenc36 Prosaisten, sowohl Philosophen, /cvornemlicha38 Platon'sc\ ||c37 und Aeschinesc39 Dialogen, und Theophrastsc40 Charaktere, sodanna41, nach Aristotelesc42 Rhetorik, den Isokratesc43 nebst den in der Reiskischen Sammlung enthaltnenc44 Rednern,a45 lesen. Nun könnten, und, wenn man gerade nicht Attischec46 Schriftsteller gleich zusammen nehmen wollte, auch schon gleich nach /cdem Xenophonc\ ||c47, die Geschichtschreiber, hauptsächlich /cHerodot, Thuky|b168|dides, Polybius, Plutarchc\ ||c48, auch Josephusc49, und von spätern /cArrian, Appianc\ ||c50 und Herodian,c51 eintreten. Die Dichter könntenc52 sehr wohl mit den andern abwechseln. /cHomer müßtec\ ||c53 billig allen vorgehen, und /cHesiod könntec\ ||c54 ihm folgen. Vom /cAnakreon, Theokrit, Moschusc\ ||c55 und /cBion könntec\ ||c56 man zu den /cAttischen Tragikernc\ ||c57 und Komikernc58 fortschreiten, und alsdennc59 den Pindarc60 und Kallimachusc61 hinzufügen. Gut |a140| wäre es doch, Aristotelesc62 Poetik mit diesen Dichtern zu verbinden. ⌇⌇c Andere, sonderlich spätere oder unbeträchtlichere Schriftsteller zu erwähnen, erlaubt die hier nöthige Kürze und eingeschränktea63 Absicht nicht, die eigentlich auf die Muster des griechischen und lateinischen Vortrages geht.
cMan vergl. K. G. Schelle, welche alte classische Auctoren, wie, in welcher Folge und Verbindung soll man sie auf Schulen lesen? 2 Bände, Leipzig 1804. 8.c

c1: fortzugehen,    c2: Dichter, den Homer etwa ausgenommen, mit dem ja auch die Römer anfingen,    a3: verwöhnt    c4: wird, zumal    c5: lassen müssen,    a6: lassen    c7: verschieben. Im    c8: einerlei    c9: angegebenen    ac10: Anm.    c11: alte    ac12: lassen    c13: ihre Werke    c14: Phädrus, Nepos    c15: Terenz,    c16: Cäsar    c17: Sallust, Cicero's    c18: Quinctilian's    c19: orat.,    c20: Livius, Suetonius    c21: Tacitus    ac22: Plautus (a); Plautus, (c)    c23: Befinden    c24: Ovid    c25: Virgil    a26: sodenn    c27: Horaz    ac28: Anm.    c29: 145.    c30: Aelian's    c31: Epiktet's    c32: sowohl, als mit Arrians    c33: machen;    a34: vorzöglich    c35: Xenophon    c36: attischen    c37: vornehmlich Platon's    a38: vornehmlich    c39: Aeschines    c40: Theophrast's    a41: sodenn    c42: Aristoteles    c43: Isokrates,    c44: enthaltenen    a45: Rednern    c46: attische    c47: Xenophon    c48: Herodot, Thukydides, Polybius, Plutarch    c49: Josephus    c50: Arrian, Appian    c51: Herodian    c52: können    c53: Homer muß    c54: Hesiod kann    c55: Anakreon, Theokrit, Moschus    c56: Bion mag    c57: attischen Tragikern    c58: Komikern    c59: alsdann    c60: Pindar    c61: Kallimachus    c62: Aristoteles    a63: eingeschränckte    

147.

Beyc1 einer solchen Menge von griechischen und römischen Schriftstellern versteht sichs von selbst, 5) daß viele, zumahlc2 |c152| wenn man sich nicht ganz eigen diesem Studium widmet, nur cursorisch gelesen werden müssen. Je leichter ein Schriftsteller,a3 und vornehmlich je weniger er classischac4 ist (§. /c72), jec\ ||c5 weniger braucht man sich beyc6 ihm aufzuhalten. – Endlich müßtec7 man sich 6) ||c8 hüten, daß /cder Aufhaltc\ ||c9 nicht durch Vergleichung gelehrterc10 Commentatoren noch /cverlängert würdec\ ||c11. Billig sollte man sie nur da befragen, wo man nicht selbst fortkommen könntec12. Verlieren sie sich zumahlc13 in weitläufige und gelehrte Erläuterungen, die nicht bloß den zu erläuternden Autor angehen:c14 so ist es weit besser, eine andrec15 Zeit auszusetzen, um diese zu |b169| studierena16, als sich zu sehr von dem Autor selbst ablenken zu lassen.

c1: Bei    c2: zumal    a3: Schriftsteller    ac4: claßisch (a); klassisch (c)    c5: 72.), desto    c6: bei    c7: hat    c8: zu    c9: man    c10: weitläuftiger    c11: länger aufgehalten werde    c12: kann    c13: zumal    c14: angehen,    c15: andere    a16: studiren    

148.

Uebungen im guten /cAusdruck brauchenc\ ||c1 sich beyc2 den bisher erwähnten zweyc3 Sprachen eigentlich nur auf die lateinische einzuschränken. – Wenn das Studium der alten Griechen und Römer einen |a141| großena4 Werth hat (§. 107 f.),a5 und /awenna\ der sie weit besser versteht, werc6 sogar seinen Ausdruck in ihrer Sprache mit Fleiß nach ihnen gebildet hat; wenn,c7 nach den oben (§. 123 f.) angeführten Gründen,ac8 die lateinische Sprache, als allgemeine gelehrte Sprache, unter den Gelehrten erhalten zu werden /cverdient *);c\ ||c9 wenn dieses vornehmlich durch Beyspielec10 dererjenigen geschehen muß, die junge Gelehrte bilden oder sie prüfen sollen, und die durch ihr Beyspielc11 und Ansehen hauptsächlich dem Strom einreissenderc12 der Gelehrsamkeit nachtheiligenc13 Gewohnheiten entgegen arbeiten müssen: so sollten wenigstens alle, die gelehrte Schriftsteller seyn, d. i. über Sachen, die zur eigentlichen Gelehrsamkeit gehören, schreiben wollten, und /ces sollten vorzüglichc\ ||c14 Lehrer auf Schulen und Universitäten,a15 nebst solchen,a16 die auch Schullehrer zu prüfen und zu leiten haben, eine Fertigkeit besitzen, sich, wo nicht eigentlich schön, doch wenigstens rein und verständlich in der lateinischen Sprache, es seyc17 im Reden oder Schreiben, ausdrücken zu können, und diese Fertigkeit nicht immer mehr aussterben /alaßenc18 a\ ||a18.
|b170| ||c19 *) /aS.a\ Vertheidigung des /cLateinschreibens ‐ ‐c\ ||c20 von Friedr.c21 Gedike, Berlin 1783c22, gr. 8.c23 auch /ain dessen /cgesammleten Schulschriftenc\ ||c25 S. 289 f.a\ ||a24, verglichen mit den Einwendungen dagegen in der Berlinischen Monatsschrift /cvon Gedike und Biester, 1783c\, October ||c26 S. 346 f., /aund in der Allgemeinen Revision des Schul‐ und Erziehungswesensc27 Theil 11. S. 258 f.c28 a\ auf welche /aScheingründe schona\ oben (§. 124 f.) Rücksicht genommen worden ist.

c1: Ausdruck, brauchten    c2: bei    c3: zwei    a4: grossen    a5: f.)    c6: der    c7: wenn    ac8: Gründen    c9: verdient; *)    c10: Beispiele    c11: Beispiel    c12: einreißender,    c13: nachtheiliger    c14: na|c153|mentlich alle    a15: Universitäten    a16: solchen    c17: sei    ac18: zu lassen (a); lassen (c)    c19: Anm.    c20: Lateinschreibens,    c21: Fr.    c22: 1783.    c23: 8.;    a24: im Berlinischen Magazin der Wissenschaften und Künste 1783, 41tes Stück    c25: gesammelten Schulschriften,    c26: 1783.,    c27: Erziehungswesens,    c28: f.,    

|a142| 149.

/cWer nachc\ ||c1 einer solchen Fertigkeitc2 sich lateinisch /causzudruckena4 trachtete, würde ausserc\ ||c3 den §. 76c5 und 129c6 angeführten Schellerischen /cBüchern, J. J.c\ ||c7 G. Schelleri praecepta stili bene latini, /anach der zweytenc8 vermehrten Ausgabe,a\ Lips. /ac1784 in 2 Tomis inac\ ||ac9 gr. 8. mit großema10 Nutzen brauchen können, um feste Regeln zu haben,a11 woran er sich zu halten hättec12, und seine Aufmerksamkeit beyc13 wirklicher Lesung der Alten auch in dieser Absicht zu leiten. Denn dieses Lesen und die genaue Aufmerksamkeit auf ihren Ausdruck /aund das Eigenthümliche ihrer Sprache in seinem ganzen Umfange,c14 a\ /cist freylichc\ ||c15 die beste und sicherste Uebung. /a*)a\ /cAusserdem würdec\ ||c16 es sehr vortheilhaft seyn, solche neuere Schriftsteller fleißig zu lesen, die den guten lateinischen Ausdruck in ihrer Gewalt haben, und zum Theil Muster seyn können, als, unter theologischen Schriftstellern, /cErasmus, Phil. Melanchthon, Joach. Camerarius, Joh. Calvin, Joh. |b171| Sturm, Melch. Canus, Hier. Osorius, Jak. Sadoletus, Andr. Hyperius, Joh. Aug. Ernesti, S. F. N. Morus,a18 c\ ||c17 und einige wenige Andrec19; weil man sich dadurch mehr gewöhntc20 den guten lateinischen Ausdruck unserer Art zu denken, unsern Kenntnissen und Bedürfnissen anzuschmiegen.
/a
/c*) Ja esc\ ||c21 ist auch der einzige Weg, wie man eigentliches,c22 altes, römisches Latein, und überhaupt wirklich in einer fremden Sprache, kanc23 schreiben lernen. Denn dazu gehört, daß man in derselben Sprache denken könne; und in jeder Sprache denkt man anders. Wer diesc24 nicht kanc25, mag wohl aus einer Sprache in die andere übersetzen, und in der fremden Sprache sich so ausdrucken können, daß man sieht, was er sagen wolle,c26 aber mit der Sprache, z. B. rein, ächtc27 Lateinisch, wird er nicht zu schreiben vermögen.
a\
Andere Vorschläge und Regeln sind schon oben §. 87–89.ac28 berührt worden.

c1: Wem daran liegt, zu    c2: Fertigkeit,    c3: auszudrücken, zu gelangen, wird außer    a4: auszudrücken    c5: 76.    c6: 129.    c7: Schriften, I. I.    c8: zweiten    ac9: 1779, in 2 Theilen in (a); 1784. 2 Tomi, (c)    a10: grossem    a11: haben    c12: hat    c13: bei    c14: Umfange    c15: bleibt freilich    c16: Außerdem wird    c17: Erasmus, Melanchthon, Came|c154|rarius, Calvin, Sturm, Canus, Osorius, Sadoletus, Hyperius, Ruhnkenius, Wyttenbach, Ernesti, Morus    a18: Morus    c19: Andere    c20: gewöhnt,    c21: Anm. *) Viel lesen    c22: eigentliches    c23: kann    c24: dieß    c25: kann    c26: wolle;    c27: echt    ac28: 87–89 (a); 87.–89. (c)    

150.

Ausserc1 den bisher erwähnten Sprachen ist für den, der sich der Theologie widmet, die Kenntniß |a143| der hebräischen Sprachec2 am nothwendigsten,c3 nicht nur wegen der Bücher des alten Testaments, die meistens in dieser Sprache abgefaßt sind, sondern weil auch in den Büchern des neuen ||c4 der Vortrag fast durchaus nach der hebräischen Denk- und Sprachart gebildet ist, und sie nicht richtig verstanden werden können, wenn man jene nicht aus dem alten Testamentc5 kennen gelernt hat.

c1: Außer    c2: unstreitig    c3: nothwendigsten:    c4: Testaments     c5: Testamente    
1
2
(auch lat. Compendium Geographiae antiquae etc.)
Gemeint ist die lateinische Übersetzung Compendium geographiae antiquae mappis Danvillianis XI. maioribus accomodatum ex optimis fontibus elaboratum (1785).
3
J. F. A. Nitsch kurzer Entwurf der alten Geographie, auf's neue herausg. von L. Mannert, 6te Aufl. 1810
Der Name des Autors lautet Paul Friedrich Achat Nitsch (1754–1794), der Herausgeber ist Konrad (bzw. Conrad) Mannert (1756–1834).
4
H. Schlichtegroll's Handbuch der alten Erdbeschreibung, Bremen 1794
Das Handbuch der alten Erdbeschreibung stammt von Hermann Schlichthorst (1766–1820), der in der dritten Auflage der Anweisung vermutlich mit dem v.a. für seine umfangreichen Sammlungen von Nekrologen bekannten Friedrich Schlichtegroll (1765–1822) verwechselt wurde.
5
B. F. J. F. Schmieder's Handbuch der alten Erdbeschreibung zum Atlas von 12 Karten, Berlin 1802
Hier handelt es sich um zwei Herausgeber: Benjamin Friedrich Schmieder (1736–1813) und dessen Sohn Friedrich Gotthelf Benjamin Schmieder (1770–1838).
6
Jo. Dav. Koeleri Descriptione orbis antiqui in XLIV. tabulis von Weigel in Nürnberg gestochen
Dieses Werk ist ohne Jahr erschienen, wird jedoch um 1720 bzw. 1750 datiert. Neben Christoph Weigel d. Ä. (1654–1725) wirkte auch dessen Bruder Johann Christoph Weigel d. J. (1661–1726) als Kupferstecher und Verleger in Nürnberg.
7
8
Einleitung in die Götter- und Fabelgeschichte der ältesten griechischen und römischen Welt, durch Christ. Tob. Damm, 4te Auflage, Berlin 1775
Die in der dritten Auflage der Anweisung nachgetragene sechste Auflage von Christian Tobias Damms (1699–1778) Einleitung in die Götter-Lehre und Fabel-Geschichte ist posthum im Jahre 1783 erschienen. Bei den folgenden Auflagen handelt es sich um Umarbeitungen von Friedrich Schulz (1762–1798) bzw. Konrad Levezow (1770–1835).
9
Dav. Christoph Seybolds Einleitung in die griechische und römische Mythologie der alten Schriftsteller, 2te Auflage, Leipzig 1784
Die Einleitung ist in der zweiten Auflage bereits 1783 erschienen.
10
J. A. Kanne Mythologie der Griechen, Leipzig 1808
Von diesem Werk ist nur der erste Teil (Leipzig 1805) erschienen. Aus dem hier genannten Jahr stammt Johann Arnold Kannes (1773–1824) zweibändiges Werk Erste Urkunden der Geschichte oder allgemeine Mythologie (Bayreuth 1808).
11
die Heynischen und Hermannischen Schriften, welche man §. 313 der dritten Auflage meiner Anweisung zur Kenntniß der besten Bücher in der Theologie angezeigt findet
Gemeint sind Christian Gottlob Heynes (1729–1812) in § 312 der Bücherkenntniß (31790) genannte Abhandlungen De caussis fabularum seu mythorum veterum physicis (1764), in: Opuscula academica I (1785), 184–206 (VII.); De origine et caussis fabularum Homericarum, in: Novi commentarii Societatis Regiae Scientiarum Gottingensis VIII (1778), 34–58 (Commentationes historicae et philologicae classis); De theogonia ab Hesiodo condita. Ad Herodoti Lib. II. c. 52. commentatio, in: Commentationes Societatis Regiae Scientiarum Gottingensis II (1780), 125–154 (Commentationes historicae et philologicae); Ad Apollodori Atheniensis bibliothecam notae I–III (1783), v.a. der dem dritten Teil vorangestellte Beitrag De Apollodori Bibliotheca novaque eius recensione simulque universe de litteratura mythica (aaO III 903–972); Temporum mythicorum memoria a corruptelis nonnullis vindicata, in: Commentationes Societatis Regiae Scientiarum Gottingensis recentiores VIII (1787), 3–19 (Commentationes antiquiores) sowie das mit einer Vorrede Heynes versehene Handbuch der Mythologie aus Homer und Hesiod, als Grundlage zu einer richtigern Fabellehre des Alterthums mit erläuternden Anmerkungen begleitet von Martin Gottfried Hermann (1787) (Bd. 2 [1790] enthaltend die Mythen aus den lyrischen Dichtern der Griechen; Bd. 3 [1795] enthaltend die astronomischen Mythen der Griechen) (vgl. I § 56 [c]).
12
Wegenc29 des großena30 Einflusses der Kenntniß des römischen Kriegswesens auf die rechte Einsicht des Verstandes vieler Stellen beyc31 römischen Schriftstellern sind die Römischena32 /cKriegsalterthümer (vonc\ ||c33 Rösch und Nast)c34 Halle /c1782 inc\ ||c35 gr. 8. sehr zu empfehlen.
13
14
J. F. A. Nitsch Beschreibung des häuslichen, gottesdienstlichen etc. Zustandes der Griechen; fortgesetzt von Höpfner und Köpke, 4 Bände, Erfurt 1791–1806
Der Autor ist Paul Friedrich Achat Nitsch (1754–1794), die Fortsetzung wurde von Johann Georg Christian Höpfner (1765–1827) und Georg Gustav Samuel Köpke (1773–1837) besorgt.
15
Ge. Henr. Nieupoort rituum, qui olim apud Romanos obtinuerunt, succincta explicatio, Edit. 13. Berol. 1767
Als ursprünglicher Autor dieses Werkes wird Willem Hendrik (lat. Guilelmus Henricus) Nieupoort (1674–1730) geführt.
16
Jo. Frid. Gruneri introductio in antiquitates Romanas, Jenae 1748
Für Johann Friedrich Gruners (1723–1778) Introductio in antiquitates Romanas ist einzig das Erscheinungsjahr 1746 nachzuweisen.
17
E. Meiner's Geschichte des Verfalls der Sitten und der Staatsverfassung der Römer, Leipzig 1782
Der Name des Autors lautet Christoph Meiners (1747–1810).
18
P. E. A. Nitsch Beschreibung des häuslichen etc. Zustandes der Römer, 2 Bände, Erfurt 1790
Hier handelt es sich um Paul Friedrich Achat Nitsch (1754–1794). Zudem ist der erste Band bereits 1788 erschienen.
19
Anm. Es gehört zu den neueren Erscheinungen, daß man in Schulen angefangen hat, dem Griechischen mit dem Lateinischen gleichen Rang anzuweisen; ja, es fast noch eifriger zu treiben, und selbst darin schreiben zu lassen. Dieß ist an sich, wegen des hohen Werthes der griechischen Literatur, erfreulich. Nun traten auch hie und da Uebertreibungen ein: das, wenn man mit den allgemeinern und vielfachern Gebrauch sieht, doch unentbehrlichere Latein wurde fast vernachlässigt, und man hat sogar schon von Seiten der obern Behörden für nöthig gefunden, vor diesem letzteren Fehler zu warnen. M. s. §. 123. A. d. H.
20
die Ernestischen bey Xenophons memorabil. Socratis und bey dem Polybius
Gemeint sind Johann August Ernestis mehrfach aufgelegte Xenophontis memorabilium Socratis dictorum libri IV (1737; 51772) sowie dessen dreibändiger Polybius cum notis variorum (1764).
1.
Anm.ac10 1. Besondere Vorschläge von der bequemsten Ordnung, in der man allec11 Schriftsteller nach ein|a139|ander lesen möchte, laßenac12 sich nicht allgemein geben, da die Absichten, warum man /cdiese Schriftstellerc\ ||c13 lieset, sehr verschieden sind, und die gemeldeten Regeln oft einander in den Weg kommen. – Im Lateinischen würde man sehr wohl den /cPhäder, Neposc\ ||c14 und /cTerenzc\ ||c15 den Cäsarc16 und /cSallustCicero'sc\ ||c17 Lälius und Cato, seine Briefe, seine philosophischen, seine rhetorischen Werke und seine Reden, mit Quinctiliansc18 Instit. /corat. –c\ ||c19 den /cLivius, Suetoniusc\ ||c20 und /cTacitusc\ ||c21 den Plautus,ac22 und so die übrigen nach Befinden,c23 auf einander folgen lassen können. Nach den leichtesten unter diesen Prosaikern |c151| könnten schon Ovidc24 und Virgilc25, sodanna26, nach den etwas schwerern, Horazc27 und andere gelesen werden.
2.
Anm.ac28 2. Im Griechischen könnte man, nach der §. 145c29 angegebenen Vorbereitung, mit Aeliansc30 vermischten Geschichten und mit Epiktetsc31 Enchiridion /csowohl als Arriansc\ ||c32 Commentarien den Anfang /cmachen –c\ ||c33 hernach vorzüglicha34 den Xenophonc35, und überhaupt die besten Attischenc36 Prosaisten, sowohl Philosophen, /cvornemlicha38 Platon'sc\ ||c37 und Aeschinesc39 Dialogen, und Theophrastsc40 Charaktere, sodanna41, nach Aristotelesc42 Rhetorik, den Isokratesc43 nebst den in der Reiskischen Sammlung enthaltnenc44 Rednern,a45 lesen. Nun könnten, und, wenn man gerade nicht Attischec46 Schriftsteller gleich zusammen nehmen wollte, auch schon gleich nach /cdem Xenophonc\ ||c47, die Geschichtschreiber, hauptsächlich /cHerodot, Thuky|b168|dides, Polybius, Plutarchc\ ||c48, auch Josephusc49, und von spätern /cArrian, Appianc\ ||c50 und Herodian,c51 eintreten. Die Dichter könntenc52 sehr wohl mit den andern abwechseln. /cHomer müßtec\ ||c53 billig allen vorgehen, und /cHesiod könntec\ ||c54 ihm folgen. Vom /cAnakreon, Theokrit, Moschusc\ ||c55 und /cBion könntec\ ||c56 man zu den /cAttischen Tragikernc\ ||c57 und Komikernc58 fortschreiten, und alsdennc59 den Pindarc60 und Kallimachusc61 hinzufügen. Gut |a140| wäre es doch, Aristotelesc62 Poetik mit diesen Dichtern zu verbinden. ⌇⌇c Andere, sonderlich spätere oder unbeträchtlichere Schriftsteller zu erwähnen, erlaubt die hier nöthige Kürze und eingeschränktea63 Absicht nicht, die eigentlich auf die Muster des griechischen und lateinischen Vortrages geht.
cMan vergl. K. G. Schelle, welche alte classische Auctoren, wie, in welcher Folge und Verbindung soll man sie auf Schulen lesen? 2 Bände, Leipzig 1804. 8.c
23
Phäder
Der in augusteischer Zeit freigelassene Sklave Phaedrus (gest. Mitte 1. Jh. n. Chr.) zählt trotz einer komplizierten Überlieferungslage bis heute zu den wichtigsten Fabeldichtern (v.a. Tierfabeln).
24
Nepos
Der mit Cicero befreundete Cornelius Nepos (1. Jh. v. Chr.) ist v.a. durch sein Hauptwerk De viris illustribus bekannt.
25
Terenz
Publius Terentius Afer (2. Jh. v. Chr.) ist einer der berühmtesten Komödiendichter der lateinischen Antike. Für Herder war Terenz aufgrund des engeren Anschlusses an die griechischen Vorbilder sogar wichtiger als Plautus.
26
Cäsar
Literarisch ist Gaius Julius Caesar (100–44 v. Chr.), eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Antike und 39/38 v. Chr. offiziell unter die Staatsgötter erhoben, v.a. mit seinen commentarii zum gallischen Krieg (De bello Gallico) und zum Bürgerkrieg (De bello civili) verbunden.
27
Sallust
Aus dem Werk des römischen Politikers und Geschichtsschreibers Gaius Sallustius Crispus (1. Jh. v. Chr.) sind v.a. die Darstellung der catilinarischen Verschwörung (De coniuratione Catilinae oder auch Bellum Catilinae) und die Beschreibung des Krieges gegen Jugurtha (Bellum Iugurthinum) von Bedeutung.
28
Cicero's Lälius und Cato, seine Briefe, seine philosophischen, seine rhetorischen Werke und seine Reden
Aus dem umfangreichen und vielschichtigen Werk Ciceros (vgl. I § 60) hebt Nösselt Laelius de amicitia, ein in Dialogform verfasstes Werk über die Freundschaft, und Cato maior de senectute hervor, in dem Cicero den greisen Cato d. Ä. über das Alter nachdenken lässt.
29
mit Quinctilians Instit. orat.
In seiner Institutio oratoria betrachtet Quintilian Cicero als den bedeutendsten lateinischen Redner überhaupt. Hier liegt einer der Hauptgründe für Ciceros herausragende Stellung innerhalb der lateinischen Rhetorik.
30
Livius
Titus Livius (59 v.–17 n. Chr.) ist der Verfasser eines bis in das erste nachchristliche Jahrzehnt reichenden Geschichtswerkes (Ab urbe condita) in 142 Büchern, von denen jedoch nur 35 erhalten sind. Allerdings lässt sich der Inhalt der verlorenen Bücher über Auszüge, v.a. die sog. Periochae, erschließen.
31
Suetonius
Der sprachlich Quintilian verpflichtete römische Biograph und Antiquar Gaius Suetonius Tranquillus (geb. um 70 n. Chr.) ist v.a. durch seine zwölf (Caesar bis Domitian) Kaiserviten (De vita Caesarum) bekannt.
32
Plautus
Besonders aufgrund seiner sprachschöpferischen Fähigkeiten und seines Wortwitzes gilt Titus Maccius Plautus (geb. um 250 v. Chr.) als der bedeutendste römische Komödiendichter. Zusammen mit Terenz hat er auch die neuzeitliche Komödie maßgeblich beeinflusst.
33
Ovid
Aus dem umfangreichen und bis weit in die Neuzeit hinein von höchstem Einfluss gebliebenen literarischen Werk des von Augustus exilierten Dichters Publius Ovidius Naso (43 v.–17 n. Chr.) können neben Liebeselegien und dem Lehrgedicht Ars amatoria die Metamorphosen und der Festkalender (Fasti) als Hauptwerke gelten. Zudem hat Ovid mit den Tristia und den Epistulae ex Ponto auch seine Exilierung literarisch verarbeitet.
34
Virgil
Mit seiner laut Statius ‚göttlichen‘ Aeneis, aber auch den Eclogae (Bucolica) und Georgica war Publius Vergilius Maro (70–19 v. Chr.) – für Quintilian der größte Dichter nach Homer, im 16. Jh. etwa von Scaliger über Homer gestellt – bis weit in die Neuzeit hinein einer der einflussreichsten antiken Autoren überhaupt. Die Namensvariante Virgilius ist erst seit dem 5. Jh. belegt.
35
Horaz
Der wie Vergil zum Maecenas-Kreis gehörende Dichter Quintus Horatius Flaccus (63–8 v. Chr.) ist als Autor von Satiren, Oden, Epoden und Episteln (v.a. der auch als Ars Poetica bekannte Ep. II 3) und des als Auftragsarbeit verfassten Carmen Saeculare bereits in der Antike zum Schulautor avanciert.
36
mit Aelians vermischten Geschichten
Gemeint ist die 14 Bücher umfassende, auch als Bunte Geschichten bekannte Ποικίλη ἱστορία (Varia historia) des Claudius Aelianus (2./3. Jh. n. Chr.), die bis in das dritte Buch vollständig und danach in Exzerpten erhalten ist. Daneben hat Aelian auch die sog. Tiergeschichten (De natura animalium) sowie zwanzig, in ihrer Echtheit heute jedoch angezweifelte Bauernbriefe verfasst.
37
mit Epiktets Enchiridion sowohl als Arrians Commentarien
Der einflussreiche stoische Philosoph Epiktet (50–125 n. Chr.) hat selbst keine Schriften hinterlassen, doch ist seine Lehre durch die als Lehrgespräche (Διατριβαί) veröffentlichte Mitschrift des Flavius Arrianus (geb. zwischen 85–90 n. Chr.) erhalten. Das Enchiridion (Ἐγχειρίδιον), von Nösselt Epiktet zugeschrieben, ist ein Exzerpt dieser Lehrgespräche. Zudem hat Arrian historische Werke verfasst (s.u.).
38
Xenophon
Der bedeutende Geschichtsschreiber Xenophon (ca. 430–354 v. Chr.) wurde auch als einer der wichtigsten Vertreter des attischen Griechisch durch die Jahrhunderte hindurch als Schulautor geschätzt. Neben den Geschichtswerken Anabasis und Hellenika wird Nösselt hier jedoch auch politisch-didaktische (etwa die Kyropädie) sowie philosophische Schriften (v.a. die Memorabilia Socratis) im Blick gehabt haben.
39
Platon's … Dialogen
Das in neun Tetralogien angeordnete Werk des athenischen Philosophen Platon (428/27–348/47 v. Chr.) besteht neben der Apologie des Sokrates und einer Sammlung von 13 Briefen aus insgesamt 34 Dialogen (am bekanntesten wohl der Staat [Πολιτεία]), über deren Echtheit bzw. Unechtheit heute im Wesentlichen Konsens besteht. Maßgeblich war bis in das 19. Jh. hinein die Stephanus-Ausgabe (Genf 1578), nach deren Paginierung bis heute zitiert wird.
40
Aeschines Dialogen
Insgesamt hat der Sokrates-Schüler Aeschines von Sphettos (gest. nach 375/376 v. Chr.) sieben Dialoge verfasst, die alle verloren sind, jedoch teilweise rekonstruiert werden können. Das 18. Jh. kennt Aeschines-Ausgaben, in denen zumindest drei Dialoge geboten werden.
41
Theophrasts Charaktere
Neben zwei bedeutenden botanischen Abhandlungen zählen die Charaktere (Ἠθικοὶ χαρακτῆρες) zu den wichtigsten Werken des Peripatetikers und Aristoteles-Schülers Theophrast (371/70–287/86 v. Chr.). Im 17. Jh. wurden die Charaktere Vorbild für die literarische Gattung der Charakterstudie.
42
Aristoteles Rhetorik
Der griechische Philosoph Aristoteles (384–322 v. Chr.) gehört, wie sein Lehrer Platon, zu den einflussreichsten Denkern der abendländischen Tradition (Aristotelismus) und hat, auch wenn nur ein Teil erhalten ist, ein umfangreiches Werk hinterlassen. Die drei Bücher umfassende Rhetorica beschreibt zunächst die unterschiedlichen Redearten, ihre Gegenstände sowie die damit zusammenhängenden Emotionen, das dritte Buch befasst sich mit Stilfragen.
43
Isokrates
Isokrates (436–338 v. Chr.) gilt neben dem in der Reiskischen Sammlung (s.u.) enthaltenen Demosthenes als größter Redner der griechischen Antike. Waren im ersten vorchristlichen Jahrhundert 60 Reden unter dem Namen des Isokrates bekannt, von denen jedoch bereits damals nur etwa die Hälfte für echt gehalten wurde, umfasst sein Werk nach heutigem Stand (an wenigen Stellen unter Zweifeln) 21 Reden und neun Briefe.
44
in der Reiskischen Sammlung
Gemeint sind Johann Jacob Reiskes (1716-1774) zwölfbändige Oratores Graeci (1770–1775).
45
Herodot
Der von Cicero als pater historiae bezeichnete, im Hinblick auf die antike Historiographie höchst einflussreiche Herodot von Halikarnass (5. Jh. v. Chr.) hat ein neun Bücher umfassendes, vollständig erhaltenes Geschichtswerk (Historien) hinterlassen, in dem eine Vielzahl von unterschiedlichen (z.B. geographischen und ethnographischen) Materialien verarbeitet ist. Dieser große inhaltliche Reichtum spiegelt sich auch in seiner bereits in der Antike wegen ihrer großen Buntheit gerühmten Sprache wider.
46
Polybius
Die Historien, das Hauptwerk des griechischen Geschichtsschreibers Polybius (gest. um 120 v. Chr.), sind eine bis in die Mitte des 2. Jh.s v. Chr. reichende Geschichte der Expansion Roms in 40 Büchern (erhalten ist etwa ein Drittel), deren besondere Bedeutung nicht zuletzt in ihrem methodischen Konzept, der sog. pragmatischen Geschichtsschreibung (vgl. I § 225), liegt. Obwohl das antike Urteil über Polybius' Stil eher negativ ausfällt, wurde er früh ausgiebig rezipiert und stieg nach seiner Wiederentdeckung im 15. Jh. bis zum Ende des 18. Jh.s v.a. in politischer Perspektive (Verfassungsfragen) zu einem der einflussreichsten antiken Historiker auf.
47
Plutarch
Das umfangreiche Werk (die Antike kannte rund 260 Schriften) des römischen Schriftstellers Plutarch von Chaironeia (gest. vor 125 n. Chr.) zerfällt grob in philosophische und historisch-biographische Schriften. Obwohl hier auch die philosophischen Moralia (vgl. I § 208 [c]) mit Gewinn zu lesen wären, geht es Nösselt an dieser Stelle v.a. um die Cäsarenviten (von Augustus bis Vitellius) und die Parallelbiographien (paarweise Gegenüberstellungen großer Griechen und Römer, die bis auf wenige Ausnahmen mit einem vergleichenden Epilog enden). Als wichtigster Vertreter des Mittelplatonismus (mit eigener Akademie in Chaironeia) und des Attizismus war Plutarch von beträchtlichem Einfluss und wurde auch in christlichem Kontext sehr geschätzt.
48
Josephus
Der jüdisch-hellenistische Historiker Flavius Josephus (1. Jh. n. Chr.) hat neben einer Autobiographie (Vita Iosephi) und der apologetischen Schrift Contra Apionem zwei Geschichtswerke verfasst: den bis zur Belagerung Massadas (73/74 n. Chr.) reichenden Jüdischen Krieg (Bellum Iudaicum) und die von der Weltschöpfung bis zum jüdischen Krieg reichenden Jüdischen Altertümer (Antiquitates Iudaicae). Im Judentum ist Josephus kaum rezipiert worden, für Euseb von Caesarea (260–339 n. Chr.) ist er der wichtigste Gewährsmann für die Zeit Jesu. Für die neutestamentliche Exegese und die Geschichte des frühen Christentums ist Josephus bis heute von besonderer Bedeutung.
49
Arrian
Zu den historischen Schriften Arrians zählen der Alexanderzug (Ἀλεξάνδρου Ἀνάβασις) und eine Schrift über Indien (Ἰνδική), fragmentarisch erhalten sind eine Diadochen- und eine Parthergeschichte (zu den philosophischen Schriften s.o.). Weitere Schriften sind ein vollständig überlieferter Periplus des Schwarzen Meeres und eine Abhandlung über die Jagd (Κυνηγετικός) sowie mehrere kleinere, ebenfalls nur fragmentarisch erhaltene Werke.
50
Appian
Der ursprünglich aus Alexandria stammende, später jedoch nach Rom übersiedelte Historiker Appian (gest. 160 n. Chr.) ist der Verfasser einer teilweise verlorenen oder nur fragmentarisch erhaltenen Römischen Geschichte (Ῥωμαϊκά) mit ethnographischem Gliederungsschema. Von besonderer Bedeutung ist die insgesamt fünf Bücher umfassende Beschreibung der Bürgerkriege (Ἐμφύλια).
51
Herodian
Der Historiker Herodian (geb. 178/180 n. Chr.) ist der Autor eines in griechischer Sprache und acht Bänden verfassten, bis zum Herrschaftsbeginn Gordians III. im Jahr 238 n. Chr. reichenden Geschichtswerkes (Ab excessu divi Marci) und nicht mit dem zeitgleich lebenden griechischen Grammatiker Aelius Herodianus zu verwechseln.
52
Homer
Mit dem Namen Homer verbinden sich die beiden großen Epen Ilias und Odyssee, die wahrscheinlich aus der ersten Hälfte des 8. Jh.s v. Chr. stammen und mit ihren insgesamt rund 28 000 Versen den Beginn der europäischen Dichtung markieren. Bereits in der Antike wurden Homer weitere Werke (etwa die Homerischen Hymnen) zugeschrieben, doch gelten nur die Ilias und die Odyssee als echt. Die Diskussion, ob Homer je existiert hat oder eine Kollektivbezeichnung für mehrere Autoren darstellt (Homerische Frage), erweist sich dabei kaum als zielführend.
53
Hesiod
Neben Homer stellen die Werke seines Zeitgenossen Hesiod die frühesten Zeugen der griechischen Literatur dar und sind wichtiger Orientierungspunkt für die gesamte antike Dichtung. Zu nennen sind v.a. die für das Wissen um die griechische Mythologie bedeutende Theogonie sowie das in weiten Teilen auch das Alltagsleben (v.a. die Landarbeit) thematisierende Lehrgedicht Werke und Tage (Ἔργα καὶ ἡμέραι).
54
Anakreon
Hauptthemen der wenigen, nur fragmentarisch erhaltenen Gedichte des griechischen Lyrikers Anakreon d. Ä. (geb. ca. 575 v. Chr.) sind der Wein, die (erotische) Liebe und der Tod, die in teils deutlichen Bildern bearbeitet werden. Im Gegensatz dazu schlägt die unter dem Titel Anacreontea bekannte Sammlung von 60 anonymen, Anakreon nachahmenden Gedichten aus verschiedenen Epochen der Antike einen weit milderen Ton an. Diese erstmals 1554 von Stephanus herausgegebene und in der Folge in mehrere Sprachen übersetzte Sammlung war gerade im ausgehenden 18. Jh. von erheblichem Einfluss (Anakreontik).
55
Theokrit, Moschus und Bion
Bei Theokrit (3. Jh. v. Chr.), Moschus (wohl 2. Jh. v. Chr.) und Bion (Lebensdaten unbek.) handelt es sich um die bedeutendsten Vertreter der griechischen Bukolik („Hirtendichtung“), die v.a. in Gestalt von Vergil (s.o.) dann auch die lateinische (ab dem 4. Jh. n. Chr. auch christliche) Bukolik geprägt hat. Seit byzantinischer Zeit (Suda) scheinen diese drei Autoren als feste Trias zusammenzugehören.
56
Pindar
Aus dem Werk des Chorlyrikers Pindar (geb. vermutl. 522 oder 518 v. Chr.) sind nur die Epinikia oder Siegeslieder (Oden auf Sieger der olympischen, pythischen, nemëischen und isthmischen Spiele) erhalten. Als dichterisches Vorbild war Pindar bereits in der Antike (Horaz) und auch in der deutschen Romantik hoch geschätzt.
57
Kallimachus
Das Werk des von Quintilian als elegiae princeps bezeichneten, äußerst produktiven Dichters und Grammatikers Kallimachus von Kyrene (geb. zwischen 320 und 303 v. Chr.) ist größtenteils verloren. Nösselt hat hier die komplett erhaltenen Hymnen sowie die etwas mehr als 60 Epigramme im Blick. Fragmentarisch erhalten (durch neuere Funde jedoch vergleichsweise gut rekonstruierbar) sind die Ursprünge (Αἴτια), die Jamben und das Gedicht Hekale.
58
Aristoteles Poetik
Das erste der ursprünglich zwei Bücher umfassenden Poetik des Aristoteles behandelt v.a. die Tragödie (das nicht erhaltene zweite Buch die Komödie) und hat diese (Regeldrama, doctrine classique) sowie die Theorie der Dichtkunst (Scaliger, Opitz, Gottsched) seit ihrer Wiederentdeckung in der Renaissance nachhaltig geprägt.
1.
||c19 *) /aS.a\ Vertheidigung des /cLateinschreibens ‐ ‐c\ ||c20 von Friedr.c21 Gedike, Berlin 1783c22, gr. 8.c23 auch /ain dessen /cgesammleten Schulschriftenc\ ||c25 S. 289 f.a\ ||a24, verglichen mit den Einwendungen dagegen in der Berlinischen Monatsschrift /cvon Gedike und Biester, 1783c\, October ||c26 S. 346 f., /aund in der Allgemeinen Revision des Schul‐ und Erziehungswesensc27 Theil 11. S. 258 f.c28 a\ auf welche /aScheingründe schona\ oben (§. 124 f.) Rücksicht genommen worden ist.
60
Vertheidigung des Lateinschreibens … Theil 11. S. 258 f.
Friedrich Gedikes (1754–1803) Vertheidigung des Lateinschreibens und der Schulübungen darin findet sich in dessen zweibändigen Gesammlete[n] Schulschriften I (1789), 289–321. Bei den in der von Gedicke und Johann Erich Biester (1749–1816) herausgegebenen Berlinische[n] Monatsschrift 2 (1783) abgedruckten Einwendungen handelt es sich um Johann Stuves (1752–1793) Wider das Lateinschreiben. An den Herrn Direktor Gedike (aaO 338–357). Im elften Band der Allgemeine[n] Revision des gesammten Schul- und Erziehungswesens (vgl. I § 33 [c]) findet sich die Abwägung der Gründe für und wider das Lateinschreiben, als eine allgemeine Uebung für alle und jede Studirende (aaO 258–337).
61
im Berlinischen Magazin der Wissenschaften und Künste 1783, 41tes Stück
Gedikes Vertheidigung des Lateinschreibens findet sich im Berlinsche[n] Magazin der Wissenschaften und Künste 1. Jg. (1783), 4. St., 30–55.
1.
/c*) Ja esc\ ||c21 ist auch der einzige Weg, wie man eigentliches,c22 altes, römisches Latein, und überhaupt wirklich in einer fremden Sprache, kanc23 schreiben lernen. Denn dazu gehört, daß man in derselben Sprache denken könne; und in jeder Sprache denkt man anders. Wer diesc24 nicht kanc25, mag wohl aus einer Sprache in die andere übersetzen, und in der fremden Sprache sich so ausdrucken können, daß man sieht, was er sagen wolle,c26 aber mit der Sprache, z. B. rein, ächtc27 Lateinisch, wird er nicht zu schreiben vermögen.
2.
Andere Vorschläge und Regeln sind schon oben §. 87–89.ac28 berührt worden.
64
65
Erasmus
Desiderius Erasmus von Rotterdam (1466/1469–1536), der wohl bedeutendste Humanist seiner Zeit („Humanistenfürst“), hat eine umfangreiche literarische Tätigkeit (inkl. Korrespondenz) entfaltet. In theologischer Perspektive ist v.a. seine Edition des Neuen Testaments (Anfänge des textus receptus) sowie seine Auseinandersetzung mit Martin Luther und sein Einfluss auf die Reformation zu nennen. Sein Werk umfasst in der Ausgabe Jean Le Clercs (Leiden 1703–1706) zehn Foliobände.
66
Phil. Melanchthon
Philipp Melanchthon (eigentl. Schwartzerdt) (1497–1560) gehört als Weggefährte Martin Luthers zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der Reformation und wurde aufgrund seiner pädagogischen Verdienste auch als praeceptor Germaniae bezeichnet. Als Humanist war Melanchthon vielseitig interessiert und hat ein umfangreiches Werk hinterlassen. Hervorgehoben seien die Loci communes (1521) und die unter maßgeblichem Einfluss Melanchthons entstandene Confessio Augustana invariata (1530) bzw. variata (1540).
67
Joach. Camerarius
Der Humanist Joachim Camerarius (Kammermeister) d. Ä. (1500–1574) studierte in Leipzig, Erfurt und Wittenberg und war zuletzt Professor in Leipzig. Neben einer umfangreichen philologischen bzw. editorischen Tätigkeit ist der eng mit Melanchthon befreundete Camerarius auch kirchenpolitisch (u.a. Teilnahme an verschiedenen Religionsgesprächen) hervorgetreten.
68
Joh. Calvin
Der in Genf wirkende Theologe Johannes (Jean) Calvin (1509–1564) ist die wichtigste Gründungspersönlichkeit des reformierten Christentums und mit seinem Hauptwerk, der 1559 (im selben Jahr gründete Calvin die von Beza geleitete Genfer Akademie) in endgültiger lateinischer Fassung vorliegenden Institutio Christianae religionis, neben Martin Luther einer der bedeutendsten Reformatoren überhaupt (Calvinismus). Sein Werk umfasst weit über 100 Schriften, die erhaltene Korrespondenz mehrere tausend Briefe.
69
Joh. Sturm
Der humanistisch gebildete Johannes Sturm (1507–1589) lehrte ab 1537 in Straßburg und wirkte hier v.a. als Gründer und ständiger Rektor des Gymnasiums, das 1566 in den Rang einer Akademie erhoben wurde. Neben seinem Melanchthon verpflichteten pädagogischen Wirken trat der tendenziell reformierter Theologie (Calvin, Bucer) zuneigende Sturm als Vermittler zwischen den Konfessionen hervor, wurde jedoch selbst in jahrzehntelangen Auseinandersetzungen mit der Straßburger Kirchenführung und der Akademie um die eigene theologische Position aufgerieben.
70
Melch. Canus
Der antireformatorische Dominikaner Melchior Cano (1509–1560) war als bedeutender Vertreter der Schule von Salamanca Berater Karls V. sowie dessen Sohnes Philipp II. und ein Verfechter der Inquisition. Zugleich gilt er aufgrund seines posthum veröffentlichten Hauptwerkes De locis theologicis (1563), das bis 1890 mehr als 30 Auflagen erlebte und zum Standardwerk der katholischen Erkenntnis- und Methodenlehre avancierte, als Begründer der Fundamentaltheologie.
71
Hier. Osorius
Der portugiesische Humanist und Bischof Jerónimo Osório (Hieronymus Osorius) (1506–1580) galt aufgrund seiner theologischen und historiographischen Schriften als Gelehrter von europäischem Rang und wurde wegen seines ciceronianischen Lateins als Cicero Lusitanus bezeichnet (zeitweise wurde Osorius sogar verdächtigt, für seine Abhandlung De gloria Ciceros verlorenes Werk gleichen Namens verwendet und unterschlagen zu haben).
72
Jak. Sadoletus
Der als Reformer aufgetretene italienische Kardinal und Humanist Jacobus Sadoletus (Jacopo Sadoleto) (1477–1547) gehört zu den Vorbereitern des Trienter Konzils (1545–1563) und hat in mehreren Schriften (an Melanchthon, die Genfer und gegen Johannes Sturm) versucht, für die Einheit der römisch-katholischen Kirche zu wirken. Als Hauptwerk gilt sein als semipelagianisch verurteilter Römerbrief-Kommentar (1535). Wegen seines ciceronianischen Stils gelobt, galt er als einer der besten Latinisten seiner Zeit.
73
Andr. Hyperius
Der durch Johannes Sturm zum Humanismus und zur reformatorischen Theologie (v.a. Calvin und Bucer) gekommene Andreas (Gerhard) Hyperius (von Ypern) (1511–1564) bekleidete ab 1542 eine theologische Professur in Marburg und hat sich, mit großem Einfluss auf die lutherische Orthodoxie, v.a. um die Predigtlehre verdient gemacht.
74
Ruhnkenius, Wyttenbach
In der dritten Auflage der Anweisung ist die Aufzählung um den bedeutenden Leidener Philologen und princeps criticorum (F.A. Wolf) David Ruhnken (1723–1798) und dessen Schüler, Nachfolger und Biographen Daniel Albert Wyttenbach (1746–1820) erweitert. Die Zusammenstellung mit Ruhnken lässt es unwahrscheinlich erscheinen, dass an dieser Stelle Wyttenbachs Vater, der Marburger Theologieprofessor David Samuel Daniel Wyttenbach (1706–1779), gemeint ist.
75
Joh. Aug. Ernesti
Wegen seines hervorragenden lateinischen Stils wurde Johann August Ernesti auch als Germanorum Cicero bzw. Ciceronis sospitator (Ruhnken) bezeichnet.
76
die meistens in dieser Sprache abgefaßt sind
Neben hebräischen enthält das Alte Testament auch aramäische Passagen (v.a. Dan 2,4–7,28 und Esr 4,8–6,18; 7,12–26).
77
in den Büchern des neuen der Vortrag fast durchaus nach der hebräischen Denk- und Sprachart gebildet ist
Vgl. I § 162.
c1:
    
c2: Bei    c3: hat es lange an einem Werke gefehlt    c4: bei    c5: eigener    c6:     a7: fast einzig brauchbaren    c8: Io.    a9: Leipz.    c10: 1731. und 1732. 4.    a11: 32    c12: 3 Tomes,    c13: 1768.    a14: 12    c15:     a16:     a17: Handbuch der alten Erdbeschreibung nach Anleitung der d'Anvillischen Landcharten, Nürnberg 1781 in    c18: Erdbeschreibung,    c19: Landcharten,    c20: Hieron. Paulus,    c21: Bruns, Dittmar.) Nürnberg 1800, 2 Bände,    c22:     a23:     a24: seit letztgedachtem Jahre zu Nürnberg nachgestochen werden    c25: 1784.    a26: unentbehrlich,    c27: Io.    a28: XLIV    c29: tabulis,    c30:
    
c31: bei    a32:     c33:     c34:     c35:     c36:     a37: Fabel-Geschichte    c38: 6te    a39: Aufl.    c40: 1807. 8.    c41: Seybold's    a42: 2te Aufl. Leipz. 1784. 8. zum Grunde legen, und, wenn     c43:     a44: wissen wollte,    a45: Aug.    c46: Schlegel's,    c47:     a48: Leipz. 1754–66    a49: und    a50: Leipz.    a51: nehmen    a52:     c53:     c54: sind:    c55: regum, – principum –    c56: tempus –    c57: vixisse –    c58: 1783.    c59: ⌇⌇c Wollte man besonders    a60: zumahl    c61: lernen, so müßte man    c62: Daktyliothek    c63: Zweites    c64: in 2 Bänden, |c146| Leipzig 1767. 4.,    a65: Leipz.    c66: 1776.    c67:     c68: Schulen –    a69: Leipz.    c70: 1781. gr. 8.,    c71: benutzen    a72:     c73: verschiedenen    c74: verschiedenen    c75: bei verschiedenen Schriftstellern,    c76: 313.    c77:
    
a78:     c79: Einiges    c80:     ac81: griechischen macht, (a); griechischen Alterthümer, bemerke man (c)    c82: vorzüglich:c Johann Potter's    c83:     a84: die übrigen sehr entbehrlich, und kan    a85: einzig heissen.    c86: bei    c87: Christoph.    c88: I. E. I. Walchii,    c89: Hen.    a90: Nieupoort,    c91: 1767.    c92: 8.,    ac93: Vltrajectina (a); Ultraiectina (c)    c94: Io.    c95: Reitzio, gr. 8. 1774.    c96: Io.    c97: kann    a98:     c99: 1775.    ac100: 76 (a); 1776., (c)    c101: Theilen,    a102: zu Hülfe nehmen    ac103: Adler (a); Adler's (c)    c104: 1781.    a105:     c106: 1776.    c107: zwei Theilen, 8.,    a108: 8.    c109: E. Meiner's    a110: Leipz.    c111:     c112: Hinsichts    a113: grossen    c114: bei    a115: römischen    c116: Kriegsalterthümer, von    c117: Nast,    c118: 1782.    c119: Hat    c120: erwähnten    c121: vorbereitet,    c122: werden    c123: bei    c124: für    c125: bei    c126: erklärenden    c127: lateinische    c128: griechische    c129: dieß alles nicht der Fall,    c130: Kultur    c131:     c132: Chrestomathien    c133: Schriftstellern    c134: die ganzen    ac135:     c136: nicht    c137: kann    a138: lernen    c139: mehreren    a140: ihren    c141: Unterschiede    c142: bleibt es doch viel besser    c143: außer dem,    c144: aufzugeben,    a145: angefangen    c146: hat,    c147: seinem Inhalt    a148: daher    c149: hat,    a150: einen    c151: alte    c152: für    a153: lesen    c154: zurück,    a155: läse    c156: dabei    c157: werden.    a158: Frid.    c159: weiter,    c160: Schwere    c161: Eigenthümliche    c162: erklärt    c163: oft sogar recht vollständige Indices    c164: Absicht    c165: fortzugehen,    c166: Dichter, den Homer etwa ausgenommen, mit dem ja auch die Römer anfingen,    a167: verwöhnt    c168: wird, zumal    c169: lassen müssen,    a170: lassen    c171: verschieben. Im    c172: einerlei    c173: angegebenen    ac174: Anm.    c175: alte    ac176: lassen    c177: ihre Werke    c178: Phädrus, Nepos    c179: Terenz,    c180: Cäsar    c181: Sallust, Cicero's    c182: Quinctilian's    c183: orat.,    c184: Livius, Suetonius    c185: Tacitus    ac186: Plautus (a); Plautus, (c)    c187: Befinden    c188: Ovid    c189: Virgil    a190: sodenn    c191: Horaz    c192:
    
ac193: Anm.    c194: 145.    c195: Aelian's    c196: Epiktet's    c197: sowohl, als mit Arrians    c198: machen;    a199: vorzöglich    c200: Xenophon    c201: attischen    c202: vornehmlich Platon's    a203: vornehmlich    c204: Aeschines    c205: Theophrast's    a206: sodenn    c207: Aristoteles    c208: Isokrates,    c209: enthaltenen    a210: Rednern    c211: attische    c212: Xenophon    c213: Herodot, Thukydides, Polybius, Plutarch    c214: Josephus    c215: Arrian, Appian    c216: Herodian    c217: können    ac218:     c219: Homer muß    c220: Hesiod kann    c221: Anakreon, Theokrit, Moschus    c222: Bion mag    c223: attischen Tragikern    c224: Komikern    c225: alsdann    c226: Pindar    c227: Kallimachus    c228: Aristoteles    a229: eingeschränckte    c230:     c231: Bei    c232:     c233: zumal    a234: Schriftsteller    ac235: claßisch (a); klassisch (c)    c236: 72.), desto    c237: bei    c238: hat    c239: zu    c240: man    c241: weitläuftiger    c242: länger aufgehalten werde    c243: kann    c244: zumal    c245: angehen,    c246: andere    a247: studiren    c248: Ausdruck, brauchten    c249: bei    c250: zwei    a251: grossen    a252: f.)    a253:     c254: der    c255: wenn    ac256: Gründen    c257: verdient; *)    c258: Beispiele    c259: Beispiel    c260: einreißender,    c261: nachtheiliger    c262: na|c153|mentlich alle    a263: Universitäten    a264: solchen    c265: sei    ac266: zu lassen (a); lassen (c)    c267: Anm.    a268:     c269: Lateinschreibens,    c270: Fr.    c271: 1783.    c272: 8.;    a273: im Berlinischen Magazin der Wissenschaften und Künste 1783, 41tes Stück    c274: gesammelten Schulschriften,    c275:     c276: 1783.,    a277:     c278: Erziehungswesens,    c279: f.,    a280:     c281: Wem daran liegt, zu    c282: Fertigkeit,    c283: auszudrücken, zu gelangen, wird außer    a284: auszudrücken    c285: 76.    c286: 129.    c287: Schriften, I. I.    a288:     c289: zweiten    ac290: 1779, in 2 Theilen in (a); 1784. 2 Tomi, (c)    a291: grossem    a292: haben    c293: hat    c294: bei    a295:     c296: Umfange    c297: bleibt freilich    a298:     c299: Außerdem wird    c300: Erasmus, Melanchthon, Came|c154|rarius, Calvin, Sturm, Canus, Osorius, Sadoletus, Hyperius, Ruhnkenius, Wyttenbach, Ernesti, Morus    a301: Morus    c302: Andere    c303: gewöhnt,    c304:
    
a305:     c306: Anm. *) Viel lesen    c307: eigentliches    c308: kann    c309: dieß    c310: kann    c311: wolle;    c312: echt    ac313: 87–89 (a); 87.–89. (c)    c314: Außer    c315: unstreitig    c316: nothwendigsten:    c317: Testaments     c318: Testamente    

Modelledition. BdN VI: Johann August Nösselt, Anweisung zur Bildung angehender Theologen (1. Aufl. 1786/89; 2. Aufl. 1791; 3. Aufl. 1818/19), Bd. I §§ 140–150, Juni 2016

Textkritische Ansicht

Legende
Textquellen
a: 1. Aufl. 1786/89
b: 2. Aufl. 1791
c: 3. Aufl. 1818/19
Textkritische Siglen
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