<div type="section-group" id="less_3_Zusatz">
  <app>
    <lem/>
    <rdg type="ptl" wit="#c #z"><div type="section" id="less_section_z3">
        <head type="main"><pb n="436" edRef="#c"/>
          <pb n="35" edRef="#z"/>
          <choice>
            <orig>Evangelium am <hi>Sonntage nach dem Neuen Jahre</hi> und
                                        am <hi>Erscheinungs-Feste</hi>, (oder <hi>Epiphania</hi>.
                                            <ref type="note" target="#less_z3_note_1">*)[1]</ref></orig>
            <supplied reason="toc-title">3. Zusatz: Evangelium am Sonntag
                                        nach dem Neujahrstag und an Epiphanias (Mt 2.3)</supplied>
            <supplied reason="column-title">3. Zusatz: Sonntag nach dem
                                        Neujahrstag + Epiphanias (Mt 2.3)</supplied>
          </choice></head>
        <head type="sub"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2"><hi>Matthäi</hi> 2</citedRange></bibl> und <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3">3.</citedRange></bibl></head>
        <note id="less_z3_note_1" place="bottom">*)[1] <hi><hi rend="spaced-out">Selbst</hi></hi> im Alterthum war man
                                nicht einig, warum dieses Fest <hi>Epiphania</hi>
          <choice>
            <abbr>d. i.</abbr>
            <expan>das ist</expan>
          </choice>
          <hi>Erscheinung</hi>, Ankunft, Darstellung genannt worden. Einige
                                gaben zur Ursache an, weil an diesem Tage der Stern den Weisen
                                    <hi>erschien</hi>: die meisten aber, weil <index indexName="persons-index">
            <term>Christus, s. Jesus Christus</term>
            <term>Jesus Christus</term>
          </index>
          <persName ref="textgrid:255cd"><hi>Jesus</hi></persName> an diesem 6
                                    <hi>Januar</hi>, wie man im Alterthum glaubte, getauft worden,
                                folglich sich zuerst der Welt als Erlöser darstellete, und dafür von
                                        <hi><hi rend="spaced-out">Gott</hi></hi> selbst durch die
                                Stimme vom Himmel herab erkläret worden.</note>
        <p><hi><hi rend="spaced-out">Was</hi></hi>
          <index indexName="persons-index">
            <term>Matthäus</term>
          </index>
          <persName ref="textgrid:2z6t6"><hi>Matthäus</hi></persName> in dem
                                zweiten Kapitel erzält, fällt alles in die ersten <hi>Acht Tage des
                                    Lebens</hi>
          <index indexName="persons-index">
            <term>Christus, s. Jesus Christus</term>
            <term>Jesus Christus</term>
          </index>
          <persName ref="textgrid:255cd"><hi rend="spaced-out">Jesu</hi></persName>. (Siehe oben Seite
                                <!-- ist kommentiert; Nachtrag der angenommenen Seitenzahl als Querverweis?-->)</p>
        <div>
          <head><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2"><hi>Kapitel</hi> 2.</citedRange></bibl></head>
          <p><seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:1">vers 1.</citedRange></bibl></seg>
            <hi><hi rend="spaced-out">Als</hi></hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Christus, s. Jesus Christus</term>
              <term>Jesus Christus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:255cd"><hi>Jesus</hi></persName>
            <hi>zu Bethlehem in Judäa</hi> (denn es war noch ein anderes
                                        <index indexName="subjects-index">
              <term>Bethlehem (Galiläa)</term>
            </index><hi>Bethlehem</hi> in der Landschaft <hi>Galiläa</hi>,
                                        <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Jos:19:15"><hi>Josuä</hi> 19, 15</citedRange></bibl>. Dieses
                                    judäische Bethlehem lag eine Meile von <hi>Jerusalem</hi>
                                    südwärts) <hi>gebohren war, zur Zeit</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Herodes d. Gr.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rtjg"><hi>Herodis</hi></persName>
            <hi>des Königs,</hi>
            <ref type="note" target="#less_z3_note_2">**[2]</ref>
            <hi>kamen Weisen</hi> (gelehrte Männer, <pb n="437" edRef="#c"/>
            <pb n="36" edRef="#z"/> besonders in der Sternkunde und
                                    Philosophie) <hi>aus dem Morgenlande</hi>
            <ref type="note" target="#less_z3_note_3">*)[3]</ref>
            <hi>nach Jerusalem,</hi> (der Hauptstadt von Palästina, dem
                                    Vaterlande der Juden. Da sie aus <hi>Arabien</hi> kamen, wie in
                                    der Anmerkung <ref type="note" target="#less_z3_note_1">*</ref>
                                    bewiesen worden: so konn<pb n="438" edRef="#c"/><pb n="37" edRef="#z"/>ten sie die Reise in drei Tagen machen; denn
                                    dieses Land ist von Jerusalem höchstens 20 Stunden entfernt)
                                        <hi>und sprachen,</hi>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:2">vers 2.</citedRange></bibl></seg> „Wo ist
                                    der gebohrne König der Juden? Wir sahen seinen Stern“ (<choice>
              <abbr>d. h.</abbr>
              <expan>das heißt</expan>
            </choice> den <hi><hi rend="spaced-out">Stern</hi>, welcher
                                        ihrer Meinung nach die Geburth desselben andeutete</hi>)
                                    „aufgehen; und sind gekommen ihn fußfällig zu verehren.“ <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:3">vers 3.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>Da aber</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Herodes d. Gr.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rtjg"><hi>Herodes</hi></persName>
            <hi>das hörete, ward er bestürzt,</hi> (aus Furcht vor einem
                                    Nebenbuhler seiner königlichen Würde, über welche er im höchsten
                                    Grade eifersüchtig war) <hi>und ganz Jerusalem mit ihm:</hi>
                                    (diese vor <hi>Freuden</hi> über die Geburth des so lange und
                                    sehnlich erwarteten Messias) <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:4">vers
                                                4.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>und nachdem er alle Hohenpriester</hi> (ausser dem
                                    wirklichen trugen diesen Nahmen auch alle die abgesezten; denn
                                    seit der <hi>Römer</hi> Herrschaft ward diese Würde verkauft,
                                    und darum ofte gewechselt) <hi>und Gesezgelehrte</hi> (die
                                    jüdischen Theologen; <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Esra:7:6 Esra:7:10"><hi>Esrä</hi> 7, 6.
                                            10</citedRange></bibl>) <hi>versammelt hatte, fragte er
                                        sie</hi> „wo der <hi>Messias</hi> sollte gebohren werden?“
                                        <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:5">vers
                                        5.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>Und sie antworteten,</hi> „Zu Bethlehem in <hi>Judäa</hi>.
                                    Denn so ist durch den Propheten geschrieben, <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mi:5:1">Michä 5, 1.</citedRange></bibl>
                <citedRange n="Mt:2:6">vers 6.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>und du Bethlehem im Lande Juda, mit nichten bist du die
                                        kleinste unter den Fürsten Juda; denn aus dir wird der
                                        An</hi><pb n="439" edRef="#c"/><pb n="38" edRef="#z"/><hi>fürer kommen, welcher mein Volk Israel weiden
                                        soll</hi>.<supplied></supplied><!-- s. Fahne: Abstand "_*) -->
            <ref type="note" target="#less_z3_note_4">*)[4]</ref></p>
          <note id="less_z3_note_2" place="bottom">**)[2] <hi><hi rend="spaced-out">Dieser</hi></hi> beherrschte das Land
                                    der Juden als König, unter der Oberherrschaft der
                                    <hi>Römer</hi>; <milestone n="437*" edRef="#c" unit="fn-break"/>
            <milestone n="36*" edRef="#z" unit="fn-break"/> ihn aber
                                    beherrschte eine <hi>grenzenlose Ehr-</hi> und
                                        <hi>Herrschsucht</hi>. Diese machte ihn, wie gemeiniglich
                                    alle Menschen von Talenten, zu einem der widersprechendsten
                                    Charaktere. An der einen Seite war er, (so schildert ihn uns
                                        <index indexName="persons-index">
              <term>Flavius Josephus, s. Josephus</term>
              <term>Josephus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:24h09"><hi>Josephus</hi></persName>, der
                                    vornehmste, und damahls lebende Geschichtschreiber der Juden)
                                    freigebig, leutseelig, gefülvoll, gefällig, und wohltätig: an
                                    der andern aber, besonders gegen das Ende seines Lebens,
                                    räuberisch, hart, ungerecht, auf seine königliche Würde äusserst
                                    eifersüchtig, falsch, hinterlistig, und bis zum Tygermässigen
                                    grausam. Er zeichnete seine Regierung, durch Erbauung eines
                                    neuen Tempels zu <hi>Jerusalem</hi>; auch <app>
              <lem wit="#c">andre</lem>
              <rdg type="v" wit="#z">andere</rdg>
            </app> prächtige und geschmackvolle Gebäude; kostbahre
                                    Geschenke; glänzende Festlichkeiten und änliche blendende Thaten
                                    so aus, daß <app>
              <lem wit="#c">man</lem>
              <rdg type="v" wit="#z">mann</rdg>
            </app> ihm den Nahmen des <hi>Grossen</hi> gab. Uebrigens ist er
                                    der Stamm-Herr aller der jüdischen Fürsten, und Fürstinnen,
                                    deren im <choice>
              <abbr><hi>N. T.</hi></abbr>
              <expan>Neues Testament</expan>
            </choice> gedacht wird. <index indexName="persons-index">
              <term>Archelaus, s. Herodes Archelaos</term>
              <term>Herodes Archelaos</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vrb9"><hi>Archelaus</hi></persName>
            <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:22">Matth.
                                            2, 22</citedRange></bibl>; <index indexName="persons-index">
              <term>Herodes Antipas</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rpn7"><hi>Herodes
                                        Antipas</hi></persName> Fürst von Galiläa <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:14"><choice>
                  <sic>Matth. 13</sic>
                  <corr type="editorial">Matth. 14</corr>
                </choice></citedRange></bibl>; <index indexName="persons-index">
              <term>Philippus, s. Herodes Philippos</term>
              <term>Herodes Philippos</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vrbb"><hi>Philippus</hi></persName>
                                    Fürst von <hi>Ituräa</hi>
            <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Lk:3:1">Lucä 3,
                                            1.</citedRange></bibl> waren seine Söne: <index indexName="persons-index">
              <term>Agrippa, s. Herodes Agrippa I.</term>
              <term>Herodes Agrippa I.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vr30"><hi>Herodes
                                        Agrippa</hi></persName>, König von Judäa, <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Apg:12:1"><hi>Apostel-Geschichte</hi> 12,
                                        1.</citedRange></bibl>; und die <index indexName="persons-index">
              <term>Herodias</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vr8z"><hi>Herodias</hi></persName>
            <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:14"><choice>
                  <sic>Matth<supplied>.</supplied> 13</sic>
                  <corr type="editorial">Matth. 14</corr>
                </choice><!-- SF in #c und #z! --></citedRange></bibl>,
                                    seine Enkel: <index indexName="persons-index">
              <term>Agrippa, s. Herodes Agrippa II.</term>
              <term>Herodes Agrippa II.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vrbc"><hi>Agrippa</hi></persName> aber
                                    König von <hi>Chalcis</hi>, <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Apg:25:13"><hi>Apostel-Geschichte</hi>
                                            25, 13.</citedRange></bibl>
            <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Apg:26:1">26,
                                            1.</citedRange></bibl> nebst der
                                        <!-- RDF ohne GND-Link! --><index indexName="persons-index">
              <term>Berenike</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vrbd"><hi>Berenice</hi></persName>, und
                                        <!-- RDF ohne GND-Link! --><index indexName="persons-index">
              <term>Drusilla</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vrbf"><hi>Drusilla</hi></persName>,
                                        <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Apg:25:13">Apostel-Geschichte 25, 13.</citedRange></bibl>
            <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Apg:24:24"><choice>
                  <sic>24, 42</sic>
                  <corr type="editorial">24, 24</corr>
                </choice><!-- SF in #c und #z! --></citedRange></bibl>;
                                    seine Urenkel.</note>
          <note id="less_z3_note_3" place="bottom">*)[3] <hi><hi rend="spaced-out">Aller</hi></hi> Wahrscheinlichkeit
                                    nach aus <hi>Arabien</hi>. Denn 1) dieses liegt Palästina gegen
                                        Mor<milestone n="438*" edRef="#c" unit="fn-break"/><milestone n="37*" edRef="#z" unit="fn-break"/>gen: wird
                                    auch 2) immer <hi>das Morgen-Land</hi>, in der Bibel genannt, <choice>
              <abbr>z. B.</abbr>
              <expan>zum Beispiel</expan>
            </choice>
            <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Gen:10:30">1
                                                <hi>Mose</hi> 10, 30.</citedRange></bibl>
            <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Gen:25:6">25,
                                            6.</citedRange></bibl> und 3) die Geschenke dieser
                                    Männer, <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:11"><choice>
                  <abbr>v.</abbr>
                  <expan>Vers</expan>
                </choice> 11.</citedRange></bibl> sind arabische
                                    Landes-Produkte; der <app>
              <lem wit="#c"><hi>Weihrauch</hi></lem>
              <rdg type="v" wit="#z"><hi>Weihrauch</hi>,</rdg>
            </app> ein Harz das aus Stauden schwizt, findet sich in Asien
                                    nirgends als dort; die arabischen <hi>Myrrhen</hi>, und das
                                    arabische <hi>Gold</hi> sind vorzüglich. –</note>
          <note id="less_z3_note_4" place="bottom"><milestone n="439*" edRef="#c" unit="fn-break"/><milestone n="38*" edRef="#z" unit="fn-break"/> *)[4] <index indexName="persons-index">
              <term>Matthäus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:2z6t6"><hi><hi rend="spaced-out">Matthäus</hi></hi></persName> erzält bloß die
                                    Meinung der jüdischen Gelehrten; ohne sie zu beurtheilen. Die
                                    Stelle <index indexName="persons-index">
              <term>Micha</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vrbg"><hi>Michä</hi></persName> wird
                                    hier so angefürt, wie sie weder im Hebräischen, noch in der
                                    Griechischen Uebersezung steht; auch handelt sie schwerlich vom
                                        <hi>Messias</hi>. Aber wenn hierin Irrthümer sind, so sind
                                    es Irrthümer der jüdischen Theologen, nicht aber des
                                    Evangelisten.</note>
          <p><seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:7">vers 7.</citedRange></bibl></seg>
            <hi><hi rend="spaced-out">Hierauf</hi></hi>
            <hi>berief</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Herodes d. Gr.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rtjg"><hi>Herodes</hi></persName>
            <hi>die Weisen heimlich; erforschte von ihnen die Zeit des
                                        erschienenen Sternes,</hi>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:8">vers 8.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>und sandte sie nach Bethlehem, und sprach,</hi> „Reiset hin,
                                    und erkundiget euch genau nach dem Kinde; wenn ihr es dann
                                    findet, so berichtet es mir, damit auch ich es fußfällig
                                    verehre.“ <ref type="note" target="#less_z3_note_5">**[5]</ref>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:9">vers 9.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>Sie aber, nachdem sie den König angehöret hatten, reiseten
                                        ab; und siehe! der Stern, den sie aufgehen gesehen hatten,
                                        war ihnen zuvorgekommen,</hi>
            <choice>
              <sic><hi>undstand</hi></sic>
              <corr type="editorial"><hi>und stand</hi></corr>
            </choice><!-- SF in #c und #z! -->
            <hi>über dem Orte, wo das Kind war.</hi>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:10"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 10.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreuet,</hi>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:11"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 11.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>und als sie ins Haus kamen, sahen sie das Kind, samt</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Maria</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3phsp"><hi>Maria</hi></persName>
            <hi>seiner Mutter; und fielen nieder es fußfällig zu verehren,
                                        und öfneten ihre Reisebehältnisse, und brachten ihm, Gold
                                        und Weihrauch, und Myrrhen zum Ge</hi><pb n="440" edRef="#c"/><pb n="36[!]" edRef="#z"/><!-- Seitenzahl ist ein SF: 6 statt 9 -->
            <!-- s. Fahne: Seitenzahlen im Seitenapparat durch Komma getrennt (s.o.) --><hi>schenke
                                        dar.</hi>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:12"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 12.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>Aber von <hi rend="spaced-out">Gott</hi> im Traum befehligt,
                                        nicht zum</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Herodes d. Gr.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rtjg"><hi>Herodes</hi></persName>
            <hi>zurück zukehren, zogen sie durch einen andern Weg in ihr
                                        Land.</hi></p>
          <note id="less_z3_note_5" place="bottom">**)[5] <hi><hi rend="spaced-out">Dies</hi></hi>
            <app>
              <lem wit="#c">stimt</lem>
              <rdg wit="#z" type="v">stimmt</rdg>
            </app> sehr genau mit dem Charakter überein, den <index indexName="persons-index">
              <term>Flavius Josephus, s. Josephus</term>
              <term>Josephus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:24h09"><hi>Josephus</hi></persName> (<choice>
              <sic>Sieheoben</sic>
              <corr type="editorial">Siehe oben</corr>
            </choice><!-- SF in #c und #z! --> Seite <ref target="textgrid:25dfn#less_437">437</ref> *) diesem Könige
                                    beilegt; worin <hi>Falschheit</hi> und <hi>List</hi> einige
                                    Hauptzüge waren. Er ließ <choice>
              <abbr>z. B.</abbr>
              <expan>zum Beispiel</expan>
            </choice> seinen Sohn <index indexName="persons-index">
              <term>Aristobul</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vrbh"><hi>Aristobulus</hi></persName>
                                    auf eine verräterische Art ersäufen, und stellte darnach eine
                                    grosse Trauer über ihn an.</note>
          <p><seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:13"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 13.</citedRange></bibl></seg>
            <hi><hi rend="spaced-out">Nach</hi> ihrem Abzuge aber erschien
                                        ein Engel dem</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Josef von Nazareth</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vr32"><hi>Joseph</hi></persName>
            <hi>im Traum und sprach</hi> „stehe auf, nimm das Kind und seine
                                    Mutter, und fleuch nach <hi>Aegypten</hi>, <ref type="note" target="#less_z3_note_6">*[6]</ref> und bleibe dort bis ich
                                    dir sagen werde, denn <index indexName="persons-index">
              <term>Herodes d. Gr.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rtjg"><hi>Herodes</hi></persName> wird
                                    das Kind suchen um es zu tödten.“ <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:14"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 14.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>Er nun stand auf, nahm das Kind nebst seiner Mutter in der
                                        Nacht,und zog nach Aegypten,</hi>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:15"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 15.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>und war dort bis zum Tode</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Herodes d. Gr.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rtjg"><hi>Herodis</hi></persName><hi>.
                                        So wurde erfüllet, was der Herr durch den Propheten sagt,
                                        welcher</hi>
            <app>
              <lem wit="#c"><hi>spricht</hi></lem>
              <rdg type="v" wit="#z"><hi>spricht</hi>,</rdg>
            </app> „aus Aegypten rief ich meinen Sohn.“ <ref type="note" target="#less_z3_note_7">**[7]</ref></p>
          <note id="less_z3_note_6" place="bottom"><milestone n="440*" edRef="#c" unit="fn-break"/><milestone n="36[!]*" edRef="#z" unit="fn-break"/><!-- Seitenzahl ist ein SF: 6 statt 9 -->
            <!-- Seitenzahlen im Seitenapparat durch Komma getrennt (s.o.) -->
                                    *)[6] <hi><hi rend="spaced-out">Dies</hi></hi> war das nächste
                                    Land; wo überdem sehr viele Juden wohnten. <hi>Bethlehem</hi>
                                    ist von <hi>Aegypten</hi> nicht 40 Stunden Weges entfernt; den
                                    Weg dahin konnten also die Eltern <index indexName="persons-index">
              <term>Christus, s. Jesus Christus</term>
              <term>Jesus Christus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:255cd"><hi rend="spaced-out">Jesu</hi></persName> in wenig Tagen machen.</note>
          <note id="less_z3_note_7" place="bottom">**)[7] <hi><hi rend="spaced-out">Diese</hi></hi> Stelle <index indexName="persons-index">
              <term>Hosea</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vrbj"><hi>Hoseä</hi></persName> handelt
                                    von dem Volk <hi>Israel</hi>. <hi><hi rend="spaced-out">Gott</hi></hi> stellt ihnen <hi><hi rend="spaced-out">Seine</hi></hi> Wohlthaten vor. „<hi>Als Israel</hi>
                                    (sagt <hi><hi rend="spaced-out">Er</hi></hi>)“ <hi>noch ein Kind
                                        war</hi> (in den ersten Zeiten dieser Nation, zur Zeit der
                                    Erzväter) „<hi>liebte ich ihn</hi>“ („sorgte ich für sie durch
                                    die Erhöhung <index indexName="persons-index">
              <term>Josef</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rp6s"><hi><hi rend="spaced-out">Josephs</hi></hi></persName> in Aegypten“) <!-- BL: Anführungszeichen prüfen -->
            <hi>und aus Aegypten rief ich ihn meinen Sohn</hi>,
                                        (<supplied></supplied>und als sie nachmahls grausamer Weise
                                    geplagt wurden, fürete ich sie mächtig aus.“) – Nichts kan
                                    besser auf die Ge<milestone n="441*" edRef="#c" unit="fn-break"/><milestone n="40*" edRef="#z" unit="fn-break"/>schichte
                                    passen, von der <index indexName="persons-index">
              <term>Matthäus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:2z6t6"><hi>Matthäus</hi></persName>
                                    redet, als dieser Spruch. Er wälet ihn also, um darin den
                                    Verfolg derselben zu berichten. <hi>Und so</hi> (will er sagen)
                                        <hi>geschahe das, was dort beim</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Hosea</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vrbj"><hi>Hoseas</hi></persName>
            <hi>steht. <hi rend="spaced-out">Gott</hi> rief <hi rend="spaced-out">Seinen</hi> Sohn aus
                                    Aegypten.</hi></note>
          <p><pb n="441" edRef="#c"/>
            <pb n="40" edRef="#z"/>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:16"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 16.</citedRange></bibl></seg>
            <hi><hi rend="spaced-out">Darnach</hi> als</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Herodes d. Gr.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rtjg"><hi>Herodes</hi></persName>
            <hi>sahe, daß er von den Weisen hintergangen worden,</hi>
            <ref type="note" target="#less_z3_note_8">*[8]</ref>
            <hi>ward er sehr zornig; und sandte hin, und brachte alle die
                                        Knaben zu Bethlehem, und in dessen Grenzen um, welche im
                                        zweiten Jahre, und drunter waren.</hi>
            <ref type="note" target="#less_z3_note_9">**[9]</ref>
            <hi>Da ward erfüllet was</hi>
            <pb n="442" edRef="#c"/>
            <pb n="41" edRef="#z"/>
            <hi>von</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Jeremia</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rq3f"><hi>Jeremia</hi></persName>
            <hi>dem Propheten gesagt worden, welcher spricht,</hi>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Jer:31:15">Jerem<supplied>.</supplied> 31,
                                                15.</citedRange></bibl>
              <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:18"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 18.</citedRange></bibl></seg> „Eine Stimme
                                    höret man zu <hi>Rama</hi>, ein Weinen, und Winseln, und grosses
                                    Wehklagen. <!-- RDF ohne GND-Link! --><index indexName="persons-index">
              <term>Rahel</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vrbk"><hi>Rahel</hi></persName>
                                    beweinet ihre Kinder; untröstlich ist sie, daß sie nicht mehr
                                    sind.“ <ref type="note" target="#less_z3_note_10">*[10]</ref></p>
          <note id="less_z3_note_8" place="bottom">*)[8] <hi><hi rend="spaced-out">Dafür</hi></hi> nämlich hielt er es,
                                    aber mit Unrecht. Die arabischen Gelehrten hatten dem Könige <app>
              <lem wit="#c">versprochen</lem>
              <rdg type="v" wit="#z">versprochen,</rdg>
            </app> ihm den Aufenthalt des Kindes anzuzeigen, <hi>damit</hi>
                                    er es <hi>verehren</hi>, nicht aber damit er es
                                        <hi>ermorden</hi> könne. Und hätten sie ihm auch dieses
                                    versprochen; so würde es noch grössere Sünde gewesen seyn, ein
                                    solches mörderisches Versprechen zu halten, als es zu thun. So
                                    war es Sünde, als vor wenig Jahren jener Abergläubige in <index indexName="subjects-index">
              <term>Polen</term>
            </index><hi>Polen</hi>, mit einem Eide versprach, seinen König
                                    zu ermorden. Aber noch viel grösser wäre die Sünde gewesen, wenn
                                    er diesen Eid erfüllet hätte.</note>
          <note id="less_z3_note_9" place="bottom">**)[9] <hi><hi rend="spaced-out">Bethlehem</hi></hi> war schon zu
                                        <index indexName="persons-index">
              <term>Micha</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vrbg"><hi>Michä</hi></persName> Zeiten
                                    so klein, daß es nicht <hi>tausend Mann</hi> stellen konte <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mi:5:1"><choice>
                  <abbr>Kap.</abbr>
                  <expan>Kapitel</expan>
                </choice> 5, 1</citedRange></bibl>. Nachher nahm es
                                    immer mehr ab, so daß damahls in Bethlehem, und dessen Distrikt
                                    etwa 2,000 Menschen gewesen; folglich järlich 100 Kinder; also
                                    50 <hi>Knaben</hi> gebohren wurden. Es ist demnach eine <index indexName="subjects-index">
              <term>Fabel</term>
            </index>Fabel, wenn in den so genanten <index indexName="subjects-index">
              <term>Heilige Akten</term>
            </index><hi>heiligen Akten</hi>, von 14,000 Kindern geredet
                                    wird, die <milestone n="442*" edRef="#c" unit="fn-break"/>
            <milestone n="41*" edRef="#z" unit="fn-break"/> hier getödtet
                                    worden. – Es waren nur 50 <hi>Knaben</hi>: Und ist das nicht
                                    schrecklich genug? – Aber es stimmet vollkommen mit dem
                                    Charakter <index indexName="persons-index">
              <term>Herodes d. Gr.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rtjg"><hi>Herodis</hi></persName>
                                    zusammen. <hi>Siehe oben Seite</hi>
            <app>
              <lem wit="#c"><ref target="textgrid:25dfn#less_437">437</ref><supplied>.</supplied></lem>
              <rdg type="v" wit="#z">437.</rdg>
            </app> Noch schrecklichere Thaten erzält der jüdische
                                    Geschichtschreiber von ihm, die aus gleicher Quelle flossen. So
                                    wie er hier bei <index indexName="persons-index">
              <term>Matthäus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:2z6t6"><hi>Matthäo</hi></persName> aus
                                        <hi>Eifersucht</hi> für seine königliche Würde eine Menge
                                    unschuldiger Säuglinge den Armen ihrer trostloosen Mütter
                                    entriß, und kaltblütig ermordete; so ermordete er aus gleicher
                                    Ursache, nach <index indexName="persons-index">
              <term>Flavius Josephus, s. Josephus</term>
              <term>Josephus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:24h09"><hi>Josephi</hi></persName>
                                    Erzälung, seine Verwandten; seine Gemahlin; seine
                                    Schwiegermutter; ja gar zwei seiner Söne: und sterbend noch
                                    befahl sein <hi>Ehrgeiz</hi> ein Blutbad, das wenige seines
                                    gleichen hat. Und alle diese Frevelthaten mit allen ihren
                                    höllischen Schrecken verschwinden in nichts, wenn wir an die
                                    noch weit schwärzern Bosheiten, und Grausamkeiten denken; wie <choice>
              <abbr>z. B.</abbr>
              <expan>zum Beispiel</expan>
            </choice> der Ehrgeiz der Römer an Einem Tage <hi>siebenzig</hi>
                                    volkreiche Städte plünderte, und 150,000 Menschen zu Sklaven
                                    verkaufte.</note>
          <note id="less_z3_note_10" place="bottom">*)[10] <hi><hi rend="spaced-out">In</hi></hi> dieser prächtigen Stelle
                                    weckt der Prophet durch eine der rürendsten Prosopopöien, die
                                        <milestone n="443*" edRef="#c" unit="fn-break"/>
            <milestone n="42*" edRef="#z" unit="fn-break"/>
            <!-- RDF ohne GND-Link! --><index indexName="persons-index">
              <term>Rahel</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vrbk">Rahel</persName> aus dem Grabe
                                    auf, als ihre Kinder über dasselbe weg nach <hi>Babel</hi>
                                    gefüret wurden. Die Stelle past so <app>
              <lem wit="#c">vortreflich</lem>
              <rdg wit="#z" type="v">vortrefflich</rdg>
            </app> auf diesen jammervollen Auftritt zu <hi>Bethlehem</hi>,
                                    als wäre sie darauf gemacht. Anstatt also zu sagen, <hi>nun
                                        erhob sich zu Bethlehem ein schreckliches Weinen und
                                        Klagegeschrei</hi>, bedient <index indexName="persons-index">
              <term>Matthäus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:2z6t6"><hi>Matthäus</hi></persName> sich
                                    jener Worte des Propheten, und <hi>schildert</hi> gleichsam dem
                                    Leser jene schauervollen Anblicke. „Da ward erfüllt <choice>
              <abbr>u. s. w.</abbr>
              <expan>und so weiter</expan>
            </choice></note>
          <p><seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:19"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 19.</citedRange></bibl></seg>
            <hi><hi rend="spaced-out">Nach</hi></hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Herodes d. Gr.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rtjg"><hi><hi rend="spaced-out">Herodis</hi></hi></persName>
            <hi>Tode aber erschien ein Engel des Herrn dem</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Josef von Nazareth</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vr32"><hi>Joseph</hi></persName>
            <hi>in Aegypten im Traum</hi>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:20"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 20.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>und sprach,</hi> „Mache dich auf, nimm das Kind, und dessen
                                    Mutter, und reise ins <pb n="443" edRef="#c"/>
            <pb n="42" edRef="#z"/> Land <hi>Israel</hi>: denn sie sind
                                    gestorben, welche dem Kinde nach dem Leben trachteten.“ <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:21"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 21.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>Er</hi>
            <choice>
              <sic><hi>uun</hi></sic>
              <corr type="editorial"><hi>nun</hi></corr>
            </choice><!-- SF in #c und #z! -->
            <hi>machte sich auf, nahm das Kind, und dessen Mutter, und zog
                                        ins Land Israel.</hi>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:22"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 22.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>Als er aber hörete, daß</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Archelaus, s. Herodes Archelaos</term>
              <term>Herodes Archelaos</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vrb9"><hi>Archelaus</hi></persName>
            <hi>anstatt</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Herodes d. Gr.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rtjg"><hi>Herodis</hi></persName>
            <hi>seines Vaters, König über Judäa sey</hi>
            <ref type="note" target="#less_z3_note_11">*[11]</ref>
            <hi>furchte er sich, dahin zu ziehen. Aber im Traum von <hi rend="spaced-out">Gott</hi> befehliget zog er nach
                                        Galiläa;</hi>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:23"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 23.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>und ließ sich in einer Stadt Nazareth genannt nieder,</hi>
            <ref type="note" target="#less_z3_note_12">**[12]</ref>
            <hi>damit erfüllet würde,</hi>
            <pb n="444" edRef="#c"/>
            <pb n="43" edRef="#z"/>
            <hi>was durch die Propheten gesagt</hi>
            <app>
              <lem wit="#c"><hi>worden</hi></lem>
              <rdg type="v" wit="#z"><hi>worden</hi>,</rdg>
            </app> „Nazarener wird er heissen.“ <ref type="note" target="#less_z3_note_13">*[13]</ref></p>
          <note id="less_z3_note_11" place="bottom">*)[11] <index indexName="persons-index">
              <term>Herodes d. Gr.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rtjg"><hi><hi rend="spaced-out">Herodes</hi></hi></persName> hatte diesem seinem
                                    sechsten Sohne seine meisten Länder nebst der königlichen Würde
                                    im Testament vermacht, in Hofnung daß der Kaiser <index indexName="persons-index">
              <term>Augustus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:2z6t0"><hi>Augustus</hi></persName> es
                                    bestätigen werde. Dem zu <app>
              <lem wit="#c">folge</lem>
              <rdg type="v" wit="#z">Folge</rdg>
            </app> ward er gleich nach des Vaters Tode vom Krieges-Heer und
                                    Volk als <hi>König</hi> ausgerufen. Der Kaiser aber verweigerte
                                    ihm die Königs-Würde. Und hieraus sehen wir, daß die <app>
              <lem wit="#c">Rückehr</lem>
              <rdg type="v" wit="#z">Rückkehr</rdg>
            </app>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Josef von Nazareth</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vr32">Josephs</persName> aus
                                        <hi>Aegypten gleich nach</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Herodes d. Gr.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rtjg"><hi>Herodis</hi></persName>
            <hi>Tode geschehen</hi>.</note>
          <note id="less_z3_note_12" place="bottom">**)[12] <hi><hi rend="spaced-out">Der</hi></hi> Weg nach
                                        <hi>Galiläa</hi> aus <hi>Aegypten</hi> gehet durch
                                        <hi>Jerusalem</hi>. Und auf dieser Durchreise geschahe die
                                    Darstellung im Tempel, <bibl type="biblical-reference"><citedRange from="Lk:2:22" to="Lk:22:40"><hi>Lucä</hi>
                                            2, 22–40</citedRange></bibl>.</note>
          <!-- BL: Seitenwechsel prüfen! -->
          <note id="less_z3_note_13" place="bottom"><milestone n="444*" edRef="#c" unit="fn-break"/><milestone n="43*" edRef="#z" unit="fn-break"/> *)[13] <hi><hi rend="spaced-out">Die</hi>
                                        Propheten</hi>, sagt <index indexName="persons-index">
              <term>Matthäus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:2z6t6"><hi>Matthäus</hi></persName>; er
                                    redet also nicht von einer einzelnen Stelle; sondern von dem
                                        <hi>gemeinschaftlichen Inhalte der Weissagungen des</hi>
            <choice>
              <abbr><hi>A. T.</hi></abbr>
              <expan>Altes Testament</expan>
            </choice><hi>Nazarener</hi> war damahls, und ist noch jezo in
                                    dortiger Gegend, ein gemeiner Schimpf-Nahme. Der Spruch also,
                                        <hi>Nazarener wird er heissen</hi>, hat diesen Sinn, „Er
                                    wird verachtet, und gemishandelt werden.“ Und dieses haben
                                    mehrere Propheten, <choice>
              <abbr>z. B.</abbr>
              <expan>zum Beispiel</expan>
            </choice>
            <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Ps:22"><hi>Psalm</hi></citedRange></bibl>
            <app>
              <lem wit="#c">22</lem>
              <rdg type="v" wit="#z">22,</rdg>
            </app>
            <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Jes:52: Jes:53"><hi>Jesaiä</hi> 52. 53.</citedRange></bibl>
                                    vorhergesagt.</note>
        </div>
        <div>
          <head><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3"><choice>
                  <abbr><hi>Kapit.</hi></abbr>
                  <expan>Kapitel</expan>
                </choice> 3.</citedRange></bibl></head>
          <p><seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:1">vers 1.</citedRange></bibl></seg>
            <hi><hi rend="spaced-out">Zu</hi> der Zeit</hi> (ohne zu
                                    bestimmen zu welcher? Denn die <hi>Evangelisten</hi> schrieben
                                    keine Jahr- oder Tagebücher, sondern nur <hi>auserlesene
                                        Merkwürdigkeiten</hi> des Lebens <index indexName="persons-index">
              <term>Christus, s. Jesus Christus</term>
              <term>Jesus Christus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:255cd">Jesu</persName>.) <hi>kam</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Johannes der Täufer</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:2z6t2"><hi>Johannes der
                                        Täufer</hi></persName> (so wird er zum Unterschiede von dem
                                        <hi>Apostel</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Johannes</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:2z6t3">Johannes</persName>, und zwar
                                    deswegen genannt, weil er zuerst, nach <hi>Gottes</hi> Befehl,
                                        <hi>Juden</hi> auf den jezt <hi>kommenden Messias</hi>
                                    taufte <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Joh:1:28"><hi>Johann.</hi> 1, 28.</citedRange></bibl>)
                                        <hi>verkündet</hi> (ruft aus, <hi>proklamirt</hi> als ein
                                    Herold) <hi>in der Wüste am Jordan</hi> (ein Strich Landes zum
                                    Stamm <hi>Juda</hi> gehörig, der ehedem wüste war, nachmahls
                                    aber mit Dörfern und Städten besezt ward, <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Jos:15:61 Jos:15:62"><hi>Josuä</hi> 15, 61.
                                            62.</citedRange></bibl>) <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:2">vers
                                                2.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>und spricht</hi> – „Bessert euch: denn das Himmelreich ist
                                    da!“ <ref type="note" target="#less_z3_note_14">**[14]</ref>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:3">vers 3.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>Dieser ist es von dem</hi>
            <pb n="445" edRef="#c"/>
            <pb n="44" edRef="#z"/>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Jesaja</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vr2z"><hi>Jesaias</hi></persName>
            <hi>der Prophet spricht,</hi>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Jes:40:3">Jesaiä 40, 3.</citedRange></bibl></seg>
                                    „Eine Stimme ruft in der Wüste; bereitet den Weg dem Herrn,
                                    macht eben seine Bahn.“ <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:4">vers
                                                4.</citedRange></bibl></seg><hi>Und er,</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Johannes der Täufer</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:2z6t2"><hi>Johannes</hi></persName>
            <hi>hatte ein Kleid von Haaren eines Kameels</hi>
            <ref type="note" target="#less_z3_note_15">*[15]<hi>,</hi></ref>
            <hi>und einen ledernen Gürtel um seine Hüfte; seine Nahrung aber
                                        waren Heuschrecken, und wild Honig.</hi>
            <ref type="note" target="#less_z3_note_16">**[16]</ref>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:5">vers 5.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>Da gieng zu ihm hinaus,</hi> (seine äusserst strenge
                                    Lebensart hatte die Aufmerksamkeit der <app>
              <lem wit="#c"><choice>
                  <sic>Judenerwekt</sic>
                  <corr type="editorial">Juden erwekt</corr>
                </choice></lem>
              <rdg type="pp" wit="#z">Juden erweckt</rdg>
            </app>) <hi>Jerusalem, und ganz Judäa,</hi>
            <hi>und die Nachbarschaft des Jordan,</hi>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:6">vers 6.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>und wurden von ihm im Jordan getauft, nachdem sie ihre
                                        Sünden reuvoll bekannt hatten.</hi>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:7">vers 7.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>Als er nun viele Pharisäer, und Sadducäer kommen sahe, sich
                                        von ihm taufen zu lassen, sprach er zu</hi>
            <app>
              <lem wit="#c"><hi>ihnen</hi></lem>
              <rdg type="v" wit="#z"><hi>ihnen</hi>,</rdg>
            </app> „Ihr Ottern-Brut! wer hat euch angewiesen der künftigen
                                    Rache zu entgehen? <ref type="note" target="#less_z3_note_17">***[17]</ref>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:8">vers 8.</citedRange></bibl></seg> Traget
                                    die edlen Früch<pb n="446" edRef="#c"/><pb n="45" edRef="#z"/>te
                                    der Besserung: <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:9">vers
                                                9.</citedRange></bibl></seg> und denket nicht,
                                        <index indexName="persons-index">
              <term>Abraham</term>
            </index><persName ref="textgrid:2z6sz"><hi>Abraham</hi></persName> ist unser Vater. <ref type="note" target="#less_z3_note_18">*[18]</ref> Denn ich
                                    sage euch, <hi>Gott</hi> kan aus diesen Steinen dem <index indexName="persons-index">
              <term>Abraham</term>
            </index><persName ref="textgrid:2z6sz"><hi>Abraham</hi></persName> Kinder erwecken <ref type="note" target="#less_z3_note_19">**[19]</ref>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:10"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 10.</citedRange></bibl></seg> Schon liegt
                                    die Axt an der Wurzel der Bäume; welcher Baum nicht gute Früchte
                                    trägt, der wird abgehauen, und ins Feuer geworfen. <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:11"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 11.</citedRange></bibl></seg> Ich taufe
                                    zwar mit Wasser zur Besserung: er aber der nach mir kommt, ist
                                    mächtiger denn ich, und ich bin nicht werth seine Schuhe
                                        nachzutragen<supplied>.</supplied><!-- s. Fahne: Abstand! -->
            <ref type="note" target="#less_z3_note_20">***[20]</ref> Der
                                    wird euch mit <hi>heiligem Geist</hi>
            <pb n="447" edRef="#c"/>
            <pb n="46" edRef="#z"/> und Feuer taufen. <ref type="note" target="#less_z3_note_21">*[21]</ref>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:12"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 12.</citedRange></bibl></seg> Die
                                    Wurfschaufel hat er in seiner Hand, damit wird er seine Tenne
                                    säubern; und den Weizen in seine Scheure legen, aber die Spreu
                                    mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.“ <ref type="note" target="#less_z3_note_22">**[22]</ref></p>
          <note id="less_z3_note_14" place="bottom">**)[14] <hi><hi rend="spaced-out">Himmel</hi>-Reich</hi>, oder Reich
                                            <hi><hi rend="spaced-out">Gottes</hi></hi> ist die im <choice>
              <abbr>N. T.</abbr>
              <expan>Neues Testament</expan>
            </choice> gewönliche Benennung der Reli<milestone n="445*" edRef="#c" unit="fn-break"/><milestone n="44*" edRef="#z" unit="fn-break"/>gion <index indexName="persons-index">
              <term>Christus, s. Jesus Christus</term>
              <term>Jesus Christus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:255cd"><hi>Jesu</hi></persName>. Der
                                    Sinn dieser Proklamation ist, „Er ist da, der <hi>Messias</hi>,
                                    nehmet seine Lehre an, und werdet dadurch recht tugendhafte
                                    Menschen!“</note>
          <note id="less_z3_note_15" place="bottom">*)[15] <hi><hi rend="spaced-out">Das</hi></hi> ist, vom Fell eines
                                    Kameels. Was wir <hi>Kameel-Haar</hi> nennen, heißt eigentlich
                                        <hi>Kämel</hi>-Haar, ist das Haar der Kämel-Ziege, und giebt
                                    einen feinen <app>
              <lem wit="#c">Stoff</lem>
              <rdg type="v" wit="#z">Stoff.</rdg>
            </app><index indexName="persons-index">
              <term>Johannes der Täufer</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:2z6t2"><hi>Johannes</hi></persName> war
                                    also, nach Art der alten Propheten sehr schlecht gekleidet.
                                    Siehe <choice>
              <abbr>z. B.</abbr>
              <expan>zum Beispiel</expan>
            </choice>
            <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="2Kön:1:8">2.
                                            Könige 1, 8</citedRange></bibl>.</note>
          <note id="less_z3_note_16" place="bottom">**)[16] <hi><hi rend="spaced-out">Die</hi></hi> Heuschrecken werden in
                                    Asien noch jezo geröstet gegessen. – Er fürete also ein sehr
                                    strenges Leben. <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:11:18"><app>
                  <lem wit="#c">Matth<supplied>.</supplied></lem>
                  <rdg type="v" wit="#z">Matth.</rdg>
                </app>
                <choice>
                  <sic>11. 18</sic>
                  <corr type="editorial">11, 18</corr>
                </choice><!-- SF in #c und #z! --></citedRange></bibl>.</note>
          <note id="less_z3_note_17" place="bottom">***)[17] <hi><hi rend="spaced-out">Man</hi></hi> muß wissen, daß die
                                    heuchlerischen <hi>Pharisäer</hi>, die Taufe als eine bloß
                                        <hi>körper</hi><milestone n="446*" edRef="#c" unit="fn-break"/><milestone n="45*" edRef="#z" unit="fn-break"/><hi>liche</hi> Handlung, und ein Mittel
                                    ansahen, bei allen ihren Lastern dennoch <hi><hi rend="spaced-out">Gottes</hi></hi> Gunst zu besizen.
                                    Siehe <choice>
              <abbr>z. B.</abbr>
              <expan>zum Beispiel</expan>
            </choice>
            <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:23">Matth<supplied>.</supplied> 23</citedRange></bibl>.
                                    Der Sinn dieser Rede <index indexName="persons-index">
              <term>Johannes der Täufer</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:2z6t2"><hi>Johannis</hi></persName> ist
                                    also, wie <choice>
              <sic>anch</sic>
              <corr type="editorial">auch</corr>
            </choice><!-- SF in #c und #z! --> das folgende <app>
              <lem wit="#c">lehret.)</lem>
              <rdg wit="#z" type="v">lehret)</rdg>
            </app> „Ihr irret sehr, wenn ihr <hi>von der blossen Taufe</hi>
                                    ohne <hi>Lebens-Besserung, <hi rend="spaced-out">Gottes</hi>
            </hi> Gnade hoffet.“</note>
          <note id="less_z3_note_18" place="bottom">*)[18] <hi><hi rend="spaced-out">Die</hi></hi> Juden trozten auf ihre
                                    Abstammung von <index indexName="persons-index">
              <term>Abraham</term>
            </index><persName ref="textgrid:2z6sz"><hi>Abraham</hi></persName>, und glaubten deswegen, kein
                                        <hi>Jude</hi> würde verdammt; so wie kein Heide seelig <app>
              <lem wit="#c">werde<supplied>.</supplied></lem>
              <rdg type="v" wit="#z">werde.</rdg>
            </app>
            <app>
              <lem wit="#c"><choice>
                  <sic>Siehe.</sic>
                  <corr type="editorial">Siehe</corr>
                </choice></lem>
              <rdg type="typo-correction" wit="#z">Siehe</rdg>
            </app>
            <choice>
              <abbr>z. B.</abbr>
              <expan>zum Beispiel</expan>
            </choice>
            <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Joh:8"><app>
                  <lem wit="#c"><hi>Johan.</hi></lem>
                  <rdg type="v" wit="#z"><hi>Johann.</hi></rdg>
                </app> 8</citedRange></bibl>.</note>
          <note id="less_z3_note_19" place="bottom">**)[19] „<hi><hi rend="spaced-out">Auch</hi></hi> aus diesen Steinen kan
                                            <hi><hi rend="spaced-out">Gott</hi></hi> Menschen
                                    bilden, und sie dem <index indexName="persons-index">
              <term>Abraham</term>
            </index><persName ref="textgrid:2z6sz"><hi>Abraham</hi></persName> als Nachkommen schenken.“ – Die
                                    ganze Rede will folgendes <app>
              <lem wit="#c">sagen<!-- SF? --></lem>
              <rdg type="v" wit="#z">sagen:</rdg>
            </app>
            <hi>Die leibliche Abstammung vom</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Abraham</term>
            </index><persName ref="textgrid:2z6sz"><hi>Abraham</hi></persName>
            <hi>hilft euch nichts. Der einzige wahre Werth bei <hi rend="spaced-out">Gott</hi> ist ein tugendhaftes Herz
                                        und Leben. Ohne dieses habt ihr alle, so sehr ihr auch
                                        Kinder</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Abraham</term>
            </index><persName ref="textgrid:2z6sz"><hi>Abrahams</hi></persName>
            <hi>seyd, die bald einbrechenden Strafen zu</hi>
            <app>
              <lem wit="#c"><hi>fürchten</hi></lem>
              <rdg type="v" wit="#z"><hi>fürchten.</hi></rdg>
            </app>
            <choice>
              <abbr>S.</abbr>
              <expan>Siehe</expan>
            </choice>
            <bibl type="biblical-reference"><citedRange from="Mt:3:10" to="f"><choice>
                  <abbr>V.</abbr>
                  <expan>Vers</expan>
                </choice> 10 <choice>
                  <abbr>f.</abbr>
                  <expan>folgend</expan>
                </choice></citedRange></bibl></note>
          <note id="less_z3_note_20" place="bottom">***)[20] <hi><hi rend="spaced-out">Der</hi></hi> Sinn ist. „Ich bin zwar
                                    ein Gesandter <hi><hi rend="spaced-out">Gottes</hi></hi>, aber
                                    nur ein Bedienter <hi>dessen</hi>, den ich verkündige.“</note>
          <note id="less_z3_note_21" place="bottom">*)[21] „<hi><hi rend="spaced-out">Unter</hi></hi> Feuer-Flammen wird er
                                    die Wunder-Kraft des <hi>heiligen Geistes</hi> seinen Anhängern
                                    reichlich geben.“ Siehe <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Apg:2"><hi>Apostel-Geschichte</hi>
                                            2</citedRange></bibl>, und unten den <hi>Anhang</hi> zum
                                    Evangelium <hi>am Pfingst-Fest</hi>.</note>
          <note id="less_z3_note_22" place="bottom">**)[22] <hi><hi rend="spaced-out">Man</hi></hi> siehet leicht, daß diese
                                    Allegorie folgendes andeutet: „Er ist der grosse Lehrer der
                                    Welt, welcher durch Lehre und Beispiel die Menschen für jene
                                    Welt bereitet: diejenigen, welche ihm folgen; wird er zu ewigem
                                    Glück füren, die Widerspenstigen aber mit ewiger Strafe
                                    belegen.“</note>
          <p><seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:13"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 13.</citedRange></bibl></seg>
            <hi><hi rend="spaced-out">Darauf</hi></hi> (dies Wort ist
                                    unbestimmt, es folgt also nicht, „daß was hier erzälet wird,
                                    nach jenen Begebenheiten <bibl type="biblical-reference"><citedRange from="Mt:3:7" to="f"><choice>
                  <abbr>V.</abbr>
                  <expan>Vers</expan>
                </choice> 7. <choice>
                  <abbr>f.</abbr>
                  <expan>folgend</expan>
                </choice></citedRange></bibl> geschehen sey“)
                                        <hi>kommt</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Christus, s. Jesus Christus</term>
              <term>Jesus Christus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:255cd"><hi>Jesus</hi></persName>
            <hi>von Galiläa an den Jordan zum</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Johannes der Täufer</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:2z6t2"><hi>Johannes</hi></persName><hi>,
                                        damit er von ihm getauft würde.</hi>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:14"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 14.</citedRange></bibl></seg>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Johannes der Täufer</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:2z6t2"><hi>Johannes</hi></persName>
            <hi>aber hielte ihn ab, und sprach,</hi> „Ich bedarf es von dir
                                    getauft zu werden und du kommst zu mir?<supplied></supplied>
            <ref type="note" target="#less_z3_note_23">***[23]</ref>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:15"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 15.</citedRange></bibl></seg>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Christus, s. Jesus Christus</term>
              <term>Jesus Christus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:255cd"><hi>Jesus</hi></persName>
            <hi>antwortete ihm</hi> „Laß nur jezo! denn es ist schicklich so
                                    alles zu thun, was recht ist!“ <ref type="note" target="#less_z3_note_24">****[24]</ref>
            <hi>Hierauf ließ er es</hi>
            <pb n="448" edRef="#c"/>
            <pb n="47" edRef="#z"/>
            <hi>zu.</hi>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:16"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 16.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>Und als</hi>
            <index indexName="persons-index">
              <term>Christus, s. Jesus Christus</term>
              <term>Jesus Christus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:255cd"><hi>Jesus</hi></persName>
            <hi>getauft worden, stieg er alsbald aus dem Wasser heraus. Und
                                        siehe! Es öfnete sich der Himmel und er</hi> (<index indexName="persons-index">
              <term>Johannes der Täufer</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:2z6t2">Johannes</persName>, also nicht
                                    die Gegenwärtigen) <hi>sahe</hi> (in einem Gesicht) <hi>den
                                        Geist Gottes hinab fahren wie eine Taube und auf ihn
                                        kommen.</hi>
            <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:17"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 17.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>Und eine Stimme vom Himmel herab sprach,</hi> – „Dies ist
                                    mein geliebter Sohn! an dem ich Wohlgefallen habe.“ <ref type="note" target="#less_z3_note_25">*[25]</ref></p>
          <note id="less_z3_note_23" place="bottom">***)[23] <hi><hi rend="spaced-out">Aus</hi></hi>
            <bibl type="biblical-reference"><citedRange from="Joh:1:31" to="Joh:1:33"><hi>Johannis</hi> 1,
                                        31–33</citedRange></bibl> ersehen wir, daß <index indexName="persons-index">
              <term>Johannes der Täufer</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:2z6t2">Johannes</persName> ihn damahls,
                                    nur für einen <hi>Hohen Propheten</hi>; aber noch nicht für den
                                        <hi>Messias</hi> selbst gehalten hat.</note>
          <note id="less_z3_note_24" place="bottom">****)[24] <hi><hi rend="spaced-out">Die</hi></hi> Antwort ist ganz
                                    allgemein, und unbestimmt; auch wird sonst nirgends gesagt,
                                        war<milestone n="448*" edRef="#c" unit="fn-break"/><milestone n="47*" edRef="#z" unit="fn-break"/>um <index indexName="persons-index">
              <term>Christus, s. Jesus Christus</term>
              <term>Jesus Christus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:255cd"><hi>Jesus</hi></persName> sich
                                    taufen ließ. Unnötig und vergebens sind also alle Untersuchungen
                                    darüber.</note>
          <note id="less_z3_note_25" place="bottom">*)[25] <hi><hi rend="spaced-out">Nach</hi></hi> allen Umständen scheint
                                    dies ein solches Gesicht <index indexName="persons-index">
              <term>Johannes der Täufer</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:2z6t2">Johannis</persName> gewesen zu
                                    seyn, als <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Apg:10"><hi>Apostel-Geschichte</hi> 10.</citedRange></bibl>
                                    von <index indexName="persons-index">
              <term>Simon, s. Petrus</term>
              <term>Petrus</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:2z6t8"><hi>Petro</hi></persName> erzälet
                                    wird.</note>
        </div>
        <div>
          <head>* * *</head>
          <p><hi><hi rend="spaced-out">Die Gelehrten</hi></hi> aus Arabien,
                                    welche den neugebohrnen Welt-Erlöser aufsuchen und verehren,
                                    waren nicht <hi>Könige</hi>: denn nicht allein sagt die
                                    Geschichte das nicht, sondern sie sagt gar das Gegentheil; sie
                                    waren <hi>Gelehrte</hi>, folglich keine Könige. Wie viele ihrer
                                    waren, wird uns nirgends gesagt. Was mann also von <hi>drei
                                        Königen</hi>, und ihrer Grossen, Langen Reise spricht; ist
                                    Fabel, und nicht Geschichte. Wahrscheinlich ist es, daß diese
                                    Gelehrten von Religion nicht Heiden, sondern <hi>Juden
                                        gewesen</hi>. Denn Juden befanden sich damahls in
                                        <hi>Arabien</hi>, wie in fast allen Ländern <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Apg:2">Apostel-Gesch. 2</citedRange></bibl>, und diese Weisen
                                    waren nach <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:2"><hi>Vers</hi> 2</citedRange></bibl>, mit der
                                    Hofnung des <hi>Messias</hi> bekannt.</p>
          <p><pb n="449" edRef="#c"/>
            <pb n="48" edRef="#z"/>
            <hi><hi rend="spaced-out">Den</hi></hi> Stern, welcher ihnen
                                    erschien <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:2"><choice>
                  <abbr>Kap.</abbr>
                  <expan>Kapitel</expan>
                </choice> 2, 2.</citedRange></bibl> kann mann nicht für
                                    ein blosses <index indexName="subjects-index">
              <term>Luftfeuer</term>
            </index>Luft-Feuer halten. Denn nicht gemeine Leute, sondern
                                    Gelehrte sprechen hier; auch nennt mann in keiner Sprache ein
                                    Luftfeuer einen Stern; und endlich sahen sie eben diesen Stern
                                    wieder zu <hi>Bethlehem</hi>
            <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:9"><choice>
                  <abbr>v.</abbr>
                  <expan>Vers</expan>
                </choice> 9</citedRange></bibl>. Wenn wir uns aber
                                    erinnern, daß nach einer damahls allgemeinen Meinung die <index indexName="subjects-index">
              <term>Komet</term>
            </index><hi>Kometen</hi> für Vorbothen einer wichtigen
                                    Begebenheit, und besonders der Geburth eines grossen Monarchen
                                    gehalten wurden: so wird sehr wahrscheinlich, daß jener Stern
                                    ein <hi>Komet</hi> gewesen. Und nun läßt sich auch, alles andere
                                    leicht erklären. Sie sahen den Stern wieder zu
                                        <hi>Bethlehem</hi>, denn an diesem Tage zeigte sich jener
                                    Komet abermahls. Der Text sagt weder, daß er vor ihnen
                                    hergegangen, und ihnen den Weg gezeiget; noch auch, daß er ihnen
                                    das Haus bezeichnet habe. <hi>Er war</hi>, sagt der
                                        <hi>Evangelist</hi>
            <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:9"><choice>
                  <abbr>v.</abbr>
                  <expan>Vers</expan>
                </choice> 9.</citedRange></bibl>
            <hi>ihnen zuvorgekommen, und stand über dem Orte wo das Kind
                                        war</hi>: so wie wir sagen, „der Mond steht über jenem
                                    Hause.“ – Da ferner, diese Gelehrten, Juden waren, diese aber
                                    damahls allgemein den <hi>Messias erwarteten</hi>; und ein
                                    allgemeiner Glaube der damahligen Welt die <hi>Kometen</hi> als
                                    Vorbothen der Geburth eines grossen Prinzen ansahe: so war nicht
                                    eine göttliche Offenbahrung, und noch weniger <index indexName="subjects-index">
              <term>Sterndeuterei</term>
            </index>Sterndeuterei die Ursache, warum sie der Anblick jenes
                                    Sterns auf die Geburth des Königes der Juden brachte; sondern
                                    sie schlossen nach jenen Grundsäzen davon, daß nun der jezt
                                    allgemein erwartete König der Juden gebohren sey. Ein <index indexName="subjects-index">
              <term>Schluß, irriger</term>
            </index>irriger Schluß also, leitete sie <pb n="450" edRef="#c"/>
            <pb n="49" edRef="#z"/> zu dieser Vermuthung; aber diese traf,
                                    so wie hundert änliche ungegründete Vermuthungen, glücklich ein.
                                    Bei dem <hi>Evangelisten</hi> heißt es nicht, „<hi>Gott</hi> hat
                                    uns gesagt, daß der Juden König nun gebohren sey.“ Sondern, „wir
                                    sahen seinen Stern aufgehen, und sind kommen ihn zu verehren.“ –
                                    So weiß die Vorsehung, <hi>die Menschen auch durch ihre
                                        Irrthümer zur Wahrheit zu füren</hi>!</p>
          <p><hi><hi rend="spaced-out">Durch</hi></hi> den falschen <index indexName="persons-index">
              <term>Herodes d. Gr.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rtjg"><hi>Herodes</hi></persName>
                                    überlistet, hatten diese redliche Männer dem Tyrannen
                                    versprochen, den Auffenthalt des Kindes ihm anzuzeigen; <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:8"><choice>
                    <abbr>v.</abbr>
                    <expan>Vers</expan>
                  </choice> 8.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>damit er es auch verehren könne</hi>. Aber sie erfuhren
                                    durch <hi>Gottes</hi> Belehrung, daß nicht <hi>Verehrung</hi>,
                                    sondern <hi>Ermordung</hi> desselben seine Absicht sey. Sie
                                    gaben ihm also jene Nachricht nicht. Und welcher Ehrliche Mann
                                    hätte hier anders gehandelt? – – Aber man seze, daß sie ihm
                                    jenes Versprechen <hi>ohne alle Bedingung gethan</hi>. Dann wäre
                                    es <hi>Sünde</hi> gewesen dergleichen zu versprechen, weil
                                    niemand versprechen darf ein Werkzeug der Mordthaten andrer zu
                                    seyn. Und noch grössere Sünde, ein solches Versprechen zu
                                    halten. Aber nicht <hi>bloß</hi> deswegen, weil <hi>Gott</hi> es
                                    befohlen; <app>
              <lem wit="#c">denn</lem>
              <rdg wit="#z" type="v">den</rdg>
            </app> Gott befiehlt nichts, als was <hi>Seinen</hi> Geschöpfen
                                    zuträglich ist: sondern darum, weil es der menschlichen
                                    Gesellschaft schädlich ist, die <hi>Ermordung</hi> eines
                                    Menschen, und noch dazu <hi>eines unschuldigen Kindes</hi>, – zu
                                        <hi>versprechen</hi>, und noch mehr sie zu
                                        <hi>vollziehn</hi>.</p>
          <p><pb n="451" edRef="#c"/>
            <pb n="50" edRef="#z"/>
            <hi><hi rend="spaced-out">Eben</hi></hi> so lehrreich ist für
                                    uns auch, wiewohl auf eine entgegengesezte Art, das Beispiel
                                        <index indexName="persons-index">
              <term>Herodes d. Gr.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rtjg"><hi>Herodis</hi></persName>. Wir
                                    sehen an diesem Manne von Talenten, 1) daß grosse Gaben des
                                    Geistes bei einem schlechten Herzen, nur desto schädlicher und
                                    schrecklicher werden: 2) daß Ehrgeiz auch die besten Anlagen des
                                    Menschen vergiftet, und diesen in einen Tyger und Teufel
                                    verwandelt: 3) daß auch der Lasterhafte die Tugend schäzt; so
                                    wie der falsche <index indexName="persons-index">
              <term>Herodes d. Gr.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rtjg"><hi>Herodes</hi></persName> von
                                    den Weisen erwartete, daß sie ihr seiner Meinung nach
                                    gethannes<!-- SF? --> Versprechen halten würden; und als sie es
                                    nicht thaten, sich heftig entrüstete <bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:2:16"><choice>
                  <abbr>V.</abbr>
                  <expan>Vers</expan>
                </choice> 16</citedRange></bibl>: 4) daß auch
                                        <hi>Könige</hi> und <hi>Kaiser</hi>, schon in dieser Welt
                                    für ihre Laster bestraft werden. Sie sind eben so wohl als die
                                    Niedrigsten ihrer Unterthanen dem Richterstuhl der
                                        <hi>Geschichte</hi> unterworfen. Diese hält über sie nach
                                    dem Tode, ein so unerbittliches, als höchst unpartheiisches
                                    Gericht; und brandmahlet sie mit ewiger Schmach und Schande. Den
                                        <index indexName="persons-index">
              <term>Herodes d. Gr.</term>
            </index>
            <app>
              <lem wit="#c"><persName ref="textgrid:3rtjg"><hi>Herodes</hi></persName></lem>
              <rdg type="typo-correction" wit="#z"><choice>
                  <sic><hi>Herodis</hi></sic>
                  <corr type="editorial"><hi>Herodes</hi></corr>
                </choice></rdg>
            </app>, vor dem sich alle Juden hinwarfen, nennt die Nachwelt
                                    einen Wüterich: den <index indexName="persons-index">
              <term>Alexander d. Gr.</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:255ch"><hi>Alexander</hi></persName>,
                                    vor welchem die halbe Welt zitterte, einen Rasenden; den Kaiser
                                        <index indexName="persons-index">
              <term>Claudius</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rwjj"><hi>Klaudius</hi></persName>
                                    einen Thoren, und seinen Nachfolger in der Herrschaft über die
                                    Welt den <index indexName="persons-index">
              <term>Nero</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3rsd6"><hi>Nero</hi></persName>, einen
                                    Schandfleck der Menschheit.</p>
          <p><hi><hi rend="spaced-out">Wenn</hi></hi> wir aber diesen
                                    Grausamen in Purpur glänzen, und im Ueberfluß aller sinnlichen
                                    Freuden frohlocken sehen, wärender Zeit ein redlicher <index indexName="persons-index">
              <term>Josef von Nazareth</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vr32"><hi>Joseph</hi></persName> mit
                                    seiner tugendhaften Gattin, und seinem unschuldigen Kinde von
                                    einem Orte <pb n="452" edRef="#c"/>
            <pb n="51" edRef="#z"/> zum andern schüchtern, und erschrocken
                                    fliehet: so lehre uns dies, <hi>daß ein anderes Leben
                                        bevorstehe, wo sich Gottes Gerechtigkeit und Güte <hi rend="spaced-out">völlig</hi> offenbahren wird</hi>. –
                                    Wenn hingegen der vertrauliche Umgang <hi>Gottes</hi>, nicht dem
                                        <hi>Könige</hi>, sondern dem armen, niedrigen <index indexName="persons-index">
              <term>Josef von Nazareth</term>
            </index>
            <persName ref="textgrid:3vr32"><hi>Joseph</hi></persName> zu
                                    Theil wird: so erinnere uns dies, daß die wahre Ehre nicht im
                                    äussern Glanz, sondern in einem nach <hi>Gottes</hi> Muster
                                    gebildeten Sinne und Leben bestehet. – Endlich lasset uns nicht
                                    vergessen, daß nicht allein der Baum soll abgehauen werden,
                                        <hi>welcher schlechte Früchte</hi>; sondern auch der,
                                    welcher <seg type="margin"><bibl type="biblical-reference"><citedRange n="Mt:3:10"><choice>
                    <abbr>Kap.</abbr>
                    <expan>Kapitel</expan>
                  </choice>
                  <app>
                    <lem wit="#c">3,</lem>
                    <rdg wit="#z" type="typo-correction"><choice>
                        <sic>2,</sic>
                        <corr type="editorial">3,</corr>
                      </choice></rdg>
                  </app> 10.</citedRange></bibl></seg>
            <hi>keine gute Früchte trägt</hi>: und daß, – Christenthum
                                    bekennen, nichts anders ist, als <hi>sich zur vollkommensten
                                        Tugend verpflichtet bekennen</hi>. <bibl type="biblical-reference"><citedRange from="Mt:3:1" to="Mt:3:12"><choice>
                  <abbr><hi>Kapit.</hi></abbr>
                  <expan>Kapitel</expan>
                </choice> 3, 1–12</citedRange></bibl>.</p>
        </div>
      </div></rdg>
  </app>
</div>