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|a213||b257| Dritter Abschnitt. Geschichte a√.
216.
Philosophie c√, so wie alle menschliche Kenntnisse, gründet sich auf Wahrnehmung dessen, was wirklich ist, und, bey den steten Abwechslungen der Dinge, auf die Beobachtung der verschiednen Ereignisse. Wenn diese Kenntniß uns nutzbar, und c√ das Allgemeine abgezogen werden soll, um uns weiser und dadurch glücklicher zu machen: so müssen wir einzelne Ereignisse mit andern vergleichen, die zugleich oder vor- oder nachher erfolgten, kurz, sie im Zusammenhang übersehen, um zu entdecken: was war die Ursach und was die Folge eines Ereignisses? und, wenn es Veränderungen waren, die von vernünftigen Wesen bewirkt wurden, was war die Absicht? Jedes Geschehene, wenn es mit den begleitenden und auf einander folgenden Ereignissen erkannt wird, ist eine Geschichte; und eben diesen Namen legt man einer Wissenschaft bey, die uns von den Veränderungen in der Welt im Zusammenhange benachrichtigt.
|b258||c236|217.
Aber nicht alles, was geschiehet, ist wissenswürdig, und der ungeheure Umfang der Verän|a214|derungen in der Welt macht ohnehin eine Auswahl des Merkwürdigern nothwendig, welches entweder nach dem bestimmt werden muß, was größere und weitgreifendere Veränderungen hervorgebracht hat, oder nach dem, was denjenigen, der sich mit Aufsuchung dieser Ereignisse beschäftigt, nach seinen besondern Absichten, wozu er diese Kenntniß brauchen will, am meisten interessirt. Daher hat man angefangen, die verschiednen Arten der Ereignisse in der Welt von einander abzusondern, und daraus entstehen so viele verschiedne Theile der Geschichte. Schränkt sich diese auf solche Thaten und Veränderungen der Menschen ein, die in das Glück und Unglück der menschlichen Gesellschaft einen Einfluß haben, so heißt sie im eigentlichen Verstande Geschichte oder Historie.
Hiedurch unterscheidet sie sich von der Naturgeschichte überhaupt, und von der Naturgeschichte des Menschen insbesondere.
218.
Jedermann, wer die Geschichte kennt, muß zugestehen, daß sie eine sehr unterhaltende und höchst nützliche Wissenschaft seyn könne, und sie wird es in dem Grade wirklich seyn, in welchem sie, nebst der deutlichen und treuesten Darstellung der Begebenheiten, dem vorhin angegebnen|b259| Zweck entspricht, das heißt, zusammenhängend, und auf die Vorstellung des Einflusses derselben auf die menschliche Wohlfahrt und deren Gegentheil ge|a215|richtet ist. Sie vertritt 1) die Stelle der eignen Erfahrung, und erweitert die Kennt|c237|niß der Welt und der Menschen ungemein. So fern giebt sie die brauchbarsten Materialien, welche die Philosophie verarbeiten kan; sie macht aufmerksam auf Umstände, die dem spekulativen Kopf, der immer nach dem Allgemeinen hinsieht, gar zu leicht entwischen, und somit die Vollständigkeit der Induction, wie die Sicherheit der Analogie, verhindern; sie beugt dadurch der Unfruchtbarkeit allgemeiner Untersuchungen über die Welt und den Menschen, nebst den zu einseitigen Vorstellungen vor; sie ist eine herrliche Uebung im Untersuchen und Vergleichen; ein reiches Magazin für Philosophie der Welt und des Lebens.
219.
Doch nicht bloßesMagazin – sondern 2) auch Schule – der Weisheit und Klugheit, die nur bey zufälligen oder veränderlichen Dingen statt finden, und immer auf Verbindung geschickter Mittel zu guten Absichten sehen. Die Geschichte lehrt uns, was gewisse Absichten, die sich Menschen vorsetzten, wenn sie sie auch erreichten, für gute und üble Folgen, also was für Einfluß sie auf wahre menschliche Glückseligkeit hatten; sie zeigt, wodurch gewisse Absichten bewirkt worden sind, und wie viel Grund zu diesem glücklichen |b260| Ausschlag oder zu dem Gegentheile, entweder in den Umständen oder in dem Benehmen der Menschen dabey, lag. Sie macht uns mit Menschen von sehr verschiedner|a216| Art und unter sehr verschiednen Lagen bekannt, zeigt uns die Triebfedern ihrer Handlungen, und die Mittel,Andre am besten zu gewissen Absichten zu lenken. Kurz, sie versieht uns nicht nur mit einem großen Reichthum nützlicher Kenntnisse, und macht uns die Umstände in der Welt und ihren Einfluß auf einander anschaulich, sie schärft auch den praktischen Verstand, |c238| ohne welche drey Stücke keine Weisheit und Klugheit möglich ist. Durch den Fleiß, den man auf die Geschichte wendet, gewöhnet man sich zur Aufmerksamkeit auch auf die kleinste Umstände, und selbst ihren unmerklichern Einfluß, zu einer schnellen Uebersicht derselben, und einen festen und sichern Blick auf das, was man jedesmal zu thun habe; man wird mit so vielen sonderbaren Ereignissen bekannt, daß uns a√ unerwartete
Editorische Korrektur von: unerwartetete (c)
Umstände weit weniger befremden, und bey vorkommenden Fällen weniger ausser Fassung setzen; und eben hiedurch gewöhnen wir uns, vermittelst der Geschichte, uns wirklich klug zu betragen. Es mag seyn, daß man auch ohne sie, in gewissen Arten von Geschäften, zu welchen man vorzüglich aufgelegt ist, und mit welchen man am meisten, oder beynahe allein, umgeht, Klugheit genug erlangen könne; aber zur Klugheit für jede Art zu handlen, zumal für die Geschäfte, wobey uns schon viel und lange vorgearbeitet ist, kan man schwerlich, ohne Bekanntschaft mit der Ge|b261|schichte, gelangen, wenigstens wird die Weisheit und Klugheit, die man sich durch das Studium der Geschichte erwirbt, weiter reichen, sichrer seyn, und |a217| mit weit weniger eignen Schaden erworben werden, als ohne Kenntniß der Geschichte.
220.
Wie sich aber die Geschichte hauptsächlich mit den Handlungen der Menschen, mit den zu ihrer Ausführung genommnenMaaßregeln, und mit deren Erfolge sowohl, als mit den Folgen des Betragens der Menschen beschäftigt: so kann sie c√ 3) sehr viel beytragen, Tugend zu befördern, und von Ausschweifungen zurückzuziehen. Denn sie zeigt die unausbleiblichen Folgen von beyden, sie |c239| macht unsre Pflichten durch so viele Beyspiele einleuchtender und eindrücklicher, als es alle Regeln und Beweise vermögen, und erhebet dadurch den Menschen zu edlen Empfindungen. Indem sie aber zugleich 4) den Gang der göttlichen Regierung der Welt vor Augen legt, und gleichsam die Jahrbücher derselben eröffnet, indem sie die Eitelkeit der menschlichen Anschläge, den steten Wechsel der Dinge und die wundersame Art zeigt, wie Gott überall seine weisesten Absichten durchgeführt hat, giebt sie nicht nur den Menschen Muth, Gutes zu thun, und selbst bey den größesten Hindernissen und anscheinendemmißlichen Ausgang, nie müde zu werden, sondern sie macht auch bey dem, der diesem Gang der göttlichen Vorsehung nachspüren will, einen tiefen Eindruck und Ueber|b262|zeugung von Gottes höchster Macht, Weisheit und Güte, worin der Grund zur wahren Beruhigung des Gemüths und Zufriedenheit mit allem liegt, was uns |a218| begegnet. Sofern daher alle wahre Glückseligkeit des Menschen theils auf stetem Bestreben nach Tugend, theils auf gegründeter Zufriedenheit des Gemüths beruht, und diese eigentlich von wahrer Weisheit abhängt: ist ihr ganzer Einfluß auf unsre wahre Glückseligkeit unverkennbar.
221.
Ueberhaupt aber ist c√ 5) Kenntniß der Geschichte bey jeder Wissenschaft unentbehrlich, so fern man entweder das benutzen muß, was schon vor uns in einer Wissenschaft entdeckt worden ist, oder so fern eine Wissenschaft den zu verarbeitenden Stoff, wenigstens Erläuterungen, aus der Geschichte entlehnen muß. Jenes muß man aus der Geschichte der Wissenschaften schöpfen, und wenn gleich das Studium dieser Geschichte entbehrlich scheinen möchte, weil die Ent|c240|deckungen, wovon uns die Geschichte benachrichtigt, nach und nach schon in den Wissenschaften selbst aufgenommen worden sind, und man das Entdeckte benutzen kan, ohne gerade zu wissen, wie alt es sey, oder woher es komme: so kan doch auch die Geschichte der Entdeckungen vieles Licht auf die Entdeckungen selbst werfen, so fern sie uns zeigt, wie man auf die Entdeckungen gekommen sey, unter welchen Einschränkungen man sie gemacht, wie mit andern Lehrsätzen verbunden habe u. d. gl.
Abkürzungsauflösung von "u. d. gl.": und dergleichen
|b263| In einigen Wissenschaften, als der Philologie, zumal bey Lesung alter Schriftsteller, der Theologie, der Rechtsgelahrtheit, Staatswissenschaft u. |a219| s. f.
Abkürzungsauflösung von "u. s. f.": und so ferner
kurz, wo sich der Inhalt, zum Theil wenigstens, auf nicht nothwendige Dinge, sondern auf menschliche Vorstellungen und willkührliche Anstalten gründet, leuchtet der Nutzen, ja bisweilen die Unentbehrlichkeit von selbst ein; und je mehr überall die Geschichte zu Hülfe genommen wird, je anschaulicher können auch die Lehrsätze a√, und je näher kan ihre Verbindung mit dem gemeinen Leben gemacht werden.
222.
Soll die Geschichte wirklich die angezeigten Vortheile verschaffen: so muß sie 1) der strengstenWahrheit, so weit sich diese entdecken läßt, nachgehen, mithin auf geprüfter Aechtheit und Lauterkeit der Quellen, woraus man schöpft, und auf geprüfter Glaubwürdigkeit der Schriften oder Denkmahle über gewisse Ereignisse, d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
darauf beruhen, ob ihre Verfasser hinlängliche Fähigkeiten und guten Willen, die gemeldeten Sachen kennen zu lernen, und sie Andern wieder a√ mitzutheilen, besessen haben; mit einem Wort, sie muß kritisch seyn. Fehlt es an solchen Quellen, oder sind sie beyeinzelnen Begebenheiten mangel|c241|haft, oder läßt sich ihre Aechtheit, Unverdorbenheit und Glaubwürdigkeit nicht darthun: so hat der Geschichtforscher das Recht, durch Vergleichung der Natur der Sachen oder durch Zusam|b264|menhaltung glaubwürdiger historischen Anzeigen, Vermuthungen zu wagen, die, bey gebrauchter Vorsicht, und wenn er nicht weiter geht, als die|a220|se zwey Hülfsmittel ihn leiten, den Zeugnissen an Werth nichts nachgeben, ja öfters auf die Entdeckung des Unrichtigen oder doch Unsicheren in ausdrücklichen Nachrichten führen.
c√ Je mehr der Geschichtschreiber verräth, daß er zu gefallen und zu unterhalten suche, je weniger er sich Mühe giebt, seine Erzählung zu bewähren, und je rascher er beyMuthmaßungen verfährt: je mehr hat er den Verdacht gegen sich, daß er nicht nach Erkenntniß genauer Wahrheit gestrebt, oder sie nicht treu mitgetheilt habe.
223.
Eine zweyte Eigenschaft der guten historischen Erzählung würde die Deutlichkeitseyn. Sie wäre aber alsdann deutlich, wenn die Begebenheiten mit ihren besondern
Editorische Korrektur von: besonden (b)
Umständenvorgestellet würden – wenn nichts erwähnet würde wovon der Leser nicht einen klaren Begriffhätte, oder ihn aus der Erzählung selbst bekommen könnte – und wenn selbst durch die Darstellung die Wahrheit des Erzählten begreiflichwürde.
c√ Das erste Stück, die Umständlichkeit, muß nicht mit Weitschweifigkeit oder mit Mikrologie verwechselt werden, und wäre nur so weit nöthig, als die erwähnten Umstände ein Licht auf das Ganze werfen. – Das zweyte hängt von der Bekannt|b265|schaft mit der Zeit, mit dem Ort, wo etwas geschehen, mit dem Charakter der aufgestellten Personen, und mit der Verfassung, c√ Sit|a221|ten und Gebräuchen derer ab, unter welchen etwas vorgegangen ist. Wäre |c242| dieses nicht bey dem Leser als bekannt vorauszusetzen, so müßte es ausdrücklich erläutert, oder das Erzählte so eingerichtet werden, daß man es daraus selbst abnehmen könnte. – Wenn alle Umstände so gut zusammenhängen, daß einer den andern ins Licht setzt, und sich, so zu reden, der eine aus dem andern ergiebt: so wird die Wahrheit der Erzählung einleuchtend, und der Geschichtschreiber erspart dem Leser die Ermüdung durch a√ sonst nöthige Belege, oder gar durch eine umständliche Auseinandersetzung der Gründe, warum er eine Vorstellungsart der Sache für wahrscheinlicher als die andere halte. Nur sind die Umstände selten so genau bekannt, oder so nothwendig in einander gegründet, daß man so erzählen kan, und der Geschichtschreiber muß die Gabe der Darstellung sehr in seiner Gewalt haben, wenn er so erzählen will.
224.
Sehr viel kömmt auch 3) bey der Geschichte darauf an, daß alle Ereignisse und deren Umstände im Zusammenhange, d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
so vorgestellt werden, daß man die Ursachen und Folgen derselben einsehen kan. Dieses setzt nicht nur den Leser in den Stand, die Sachen besser zu behalten – eine Schwierigkeit, über die so oft bey|b266| der Geschichte geklagt wird –; es befördert selbst die Deutlichkeit; die Prüfung des Wahren, Falschen und Verdächtigen; es macht die Geschichte unterhaltend, und zur Nahrung und Uebung des Geistes.
|a222|225.
Hiedurch wird zugleich die vierte Tugend der Geschichte befördert, die in dem Pragmatischen besteht. Pragmatisch ist sie, in so fern sie zur Weisheit und Klugheit bilden kan. Dies kan sie aber, wenn der Geschichtschreiber immer das Interesse der Gesellschaft, deren Geschichte er liefert, d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
dasjenige, wozu sie sich vereinigt hat, theils vor |c243| Augen behält, theils alles in Beziehung auf dasselbe vorträgt, und die Mittel bemerken läßt, wodurch sie der Vollkommenheit, wonach sie streben soll, immer näher, oder davon weiter abgebracht worden c√. Da sich indessen der Gebrauch dieser Mittel nach der verschiedenen Lage der Gesellschaft und nach den nicht von ihr abhängenden Veränderungen richten, und eben danach der Werth dieser Mittel beurtheilt werden muß: so müßte sie diese Veränderungen vorzüglich nach allen ihren Umständen darlegen; zeigen, wie man dieselben abzuwenden oder zu befördern, und wie zum Besten oder Schaden der Gesellschaft zu lenken gesucht? wie sich dabey die Gesellschaft durch Gesetze oder andre Anstalten, durch deren strenge oder fehlerhafte Beobachtung, oder auch Abänderung genommen? und was sie dabey für Absicht gehabt? wie, wie weit und wodurch sich |b267| der Geist und Charakter der Gesellschaft gezeigt? was einzelne Personen dabey für nachahmungs- oder vermeidungswürdige Beyspiele gegeben? und was alles dieses und wie weit es auf die Wohlfahrt oder die Verschlimmerung |a223| der Gesellschaft überhaupt oder einzelner Theile derselben, gewirkt habe?
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
1. Ich bin in Bestimmung des Pragmatischen dem Begriffe der Alten gefolgt, und habe ihn nur etwas erweitert, um ihn nicht bloß der bürgerlichen Gesellschaft anzupassen, sondern auch auf andre Gesellschaften, auf die Menschheit, auf die Kirche u. s. f.
Abkürzungsauflösung von "u. s. f.": und so ferner
auszudehnen. S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Siehe
Isaaci Casauboni Commentar. in PolybiumTom.
Abkürzungsauflösung von "Tom.": Tomus
I. p.
Abkürzungsauflösung von "p.": pagina
742 seq.
Abkürzungsauflösung von "seq.": sequens
und 721 sqq.
Abkürzungsauflösung von "sqq.": sequentes
Was hier von der Geschichte der Gesellschaft gesagt ist, gilt auch in seiner Art von der Geschichte der Religion und der Wissenschaften. Uebrigens versteht sichs, daß der Geschichtschreiber nicht c√ Weisheit und Klugheit und c√ damit verbundne übrige Tugend müsse vorerklären wollen, sondern die Begebenheiten so c√ stellen c√, daß c√ der Leser sie c√ daraus schöpfen lerne. Höchstens darf er durch schickliche angebrachte Sentenzen – die der Würde der Geschichte um so angemessener sind, je weniger sie ins Gemeine fallen – oder durch Winke, welche oft, wie bey dem Tacitus zum Beyspiel, in einzelnen Worten liegen können, oder, – wenn die bloße Erzählung der Begebenheiten nicht deutlich genug die Uebersicht des Ganzen befördern, oder zu sehr durch allgemeinere Anwendungen unterbrochen werden würde, – durch |b268|besondre ausführliche Abschweifungen (Digressionen), des Lesers Aufmerksamkeit auf das lenken, was zu dieser Absicht dienet.
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
2.⌇⌇c Was einige Neuere Philosophie der Geschichte nennen, scheint im Grunde nichts Anderes als dieses Pragmatische zu seyn; und was man historischeKunst
Autorschaftliche Korrektur von: Kenntniß (a)
nennt, ist eben die Geschicklichkeit, die bisher angeführten Tugenden oder Haupteigenschaften, wenigstens die |a224|drey letztern, einer Geschichte zu geben. Die erste Tugend, Wahrheit, ist mehr der Gegenstand der Geschichtsforschung.
226.
Die Geschichte hat einen ungeheuren Umfang. Wollte man nicht auf ihre einzelne Theile einen ganz besondern Fleiß wenden: so würde immer ein sehr dürftiges Ganze herauskommen; man könnte vieles nicht deutlich machen, noch das Merkwürdigste ausheben, wo man nicht das Auslesen hätte, und also vieles und vielerley von der Geschichte wüßte; und wenn vollends die Geschichte zusammenhängend und pragmatisch vorgestellt werden soll: so gehört c√ nothwendig eine ausführliche und selbst ins Kleine gehende Erkenntniß dazu. Aber aus den Theilen muß man doch auch ein wohl concentrirtes Ganze bilden können, um sich eine allgemeine Uebersicht der Weltveränderungen zu verschaffen, um die Geschichte der menschlichen Gesellschaft überhaupt zu verstehen, um einen allgemeinen Faden zu ha|c245|ben, daran |b269| man die besondere Geschichte knüpft. Dieses alles hat Gelegenheit zu gewissen Abtheilungen der Geschichte gegeben.
227.
Man kan diese theils nach den besondern Arten der Veränderungen machen, deren Geschichte man sucht, theils nach dem weitern oder engern Umfang der Geschichte. In jener Rücksicht ist die |a225| Abtheilung in bürgerliche, Religions-undKirchengeschichte, und in Literärgeschichte entstanden, je nachdem man dabey auf die Veränderungen der bürgerlichen Gesellschaft, oder der Religion, und der zur Aufklärung und Uebung derselben zusammengetretenen Gesellschaften, oder der Wissenschaften, seine Absicht gerichtet hat. Alle drey laßen sich wieder nach gewissen Hauptperioden, z. B.
Abkürzungsauflösung von "z. B.": zum Beispiel
die uns bekannte Geschichte in die ältere, (bis auf den Anfang des 9ten Jahrhunderts nach Christi Geburt, oder besser, bis auf die große Völkerwanderung im 4ten c√ Jahrhundert), in die mittlere (bis auf den Anfang des 16ten Jahrhunderts) und in die neuere, theilen. Nach dem weitern oder engern Umfang aber pflegt man, wenigstens bey der bürgerlichen Geschichte, die allgemeine Weltgeschichte (Universalhistorie) und die besondre zu unterscheiden, welche letztre freylich, nach den verschiedenen Umfang der Zeit oder der Gesellschaft und Wissenschaft, wieder sehr viele Abtheilungen leidet.
|b270|228.
Wenn es dem, der Theologie studieren will, andre Beschäftigungen, die seinen Fleiß fordern, nicht erlaubten, sich in das so gar weite Feld der Geschichte zu wagen: so sollte er doch, als cultivirter Mensch, als Christ und Reli|c246|gionslehrer, als Gelehrter und Bürger, in der allgemeinen Weltgeschichte, der Religions- Menschen- und Li|a226|terärhistorie und in der Geschichte seines Vaterlandes, kein Fremdling seyn; zumal wenn, wie billig scheint, jeder, der Anspruch auf Cultur macht, wenigstens überhaupt und in dem Theil der Geschichte, die ihn am nächsten angeht, nicht ganz unwissend seyn darf, und gemeiniglich der Unterricht darin denen anvertrauet wird, die sich dem Studium der Theologie gewidmet haben.
c√ Alle Menschen wollen gern wissen was geschehen, woher das gekommen, was daraus geworden sey? Dieser natürliche Trieb zur Geschichte und zur Philosophie darüber zeigt sich schon bey Kindern und bey dem gemeinen Mann. Hierin liegt der Grund zu aller Cultur; so wie diese zunimmt: so wächst auch die Begierde, diese Kenntniß zu erweitern; nur daß freylich jeder nach dem wißbegierig ist, was ihn am meisten interessirt. Ganz gleichgültig also gegen Geschichte, und auch nicht einmal begierig nach Kenntniß Einer Art der wahren Geschichte seyn, verräth einen Menschen, der entweder sich um nichts bekümmert, als um sich und seine Bedürfnisse, nicht um Andre, um ihr Schicksal und ihre Unternehmungen, die doch selbst auf sein eignes|b271| Glück und Unglück einen Einfluß haben können, a√ kurz, der keinen rechten Sinn für das menschliche Leben und die Gesellschaft hat, oder der wirklich überall keiner wahren Cultur fähig ist.
229.
Wie man die Geschichte und deren angegebne Theile am vortheilhaftesten studieren solle? – das heißt entweder, auf welche Eigenschaften der |a227| Geschichte man sehen, zu welchem Zweck man sie studieren müsse?oderwodurch man sich dieses Studium erleichtern könne? – In jenem Fall muß die Absicht nicht bloß auf die Befriedigung der Neugier, der Eitelkeit und des Triebes nach Vielwissen, oder auf angenehme Zeitkürzung und Unterhaltung der Einbildungskraft gehen, c√ sondern auf Erreichung des höhern Nutzens, der §. 218 f.
Abkürzungsauflösung von "f.": folgend
angegeben ist; und alsdenn wird man aus dem, was gesagt worden ist, leicht abnehmen können, aus welchem Gesichtspunct man sie studieren müsse.
Mit diesen Regeln muß man das Studium guter Geschichtschreiber verbinden. Als Geschichtsforscher (§. 225 Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
2.), in Absicht auf Wahrheit, und selbst Deutlichkeit, möchten deutsche Geschichtschreiber schwerlich übertroffen werden; in Absicht auf historische Kunst sind die Alten, Thukydides ,Polybius ,Livius ,Plutarch ,Tacitus , und unter den Neuern
Sleidan ,
deThou, (Thuanus),
Voltaire ,
Hume ,
Robertson ,
Gibbon ,
Raynal ,
Barthelemy ,
Johannc√Müller,c√
Schiller und wenige Andre, freylich bessere |b272| Muster, wenn nur einige unter ihnen eben so sorgfältig nach Wahrheit, der eigentlichen Seele der Geschichte, gestrebt, c√ und sie nicht der angenehmern Unterhaltung so oft aufgeopfert hätten.
230.
Hat aber die Frage den andern Sinn: so betrift sie mehr die Methode und die Hülfsmittel, und dabey möchten folgende Vorschläge nicht undienlich seyn.
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
1. Man sieht aber wohl, daß dieses nicht eine Anweisung für Geschichtsforscher
, oder für |a228| solche seyn solle, die sich mit vorzüglichem Fleiß dem Studium der Geschichte widmen, und, wie alsdann nöthig ist, aus den Quellen schöpfen wollen; sondern für die, welche entweder den ersten Grund hierin legen müssen, oder sich mit der Geschichte mehr als einem Nebenwerke, oder nur so weit beschäftigen, als zur bessern Kenntniß der übrigen, namentlich der theologischen Wissenschaften, nöthig ist.
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
2. Die Religions- und Kirchengeschichte wird hier ganz übergangen; weil ihr unten in einem andern Abschnitt ein besondrer Platz bestimmt ist.
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
3. Ueberhaupt muß derjenige, der sich mehr auf die Geschichte einlaßen kan und will, zuerst diejenigen Schriftsteller zu Rathe ziehen, welche ein Verzeichniß der dahin gehörigen allgemeinen und besondern Werke und Schriften geliefert haben. Hat er dadurch die besten Geschichtschreiber in den |b273| verschiedenen Arten der Geschichte kennen gelernet, so muß er sich, wenn er weiter gehen will, an diejenigen halten, die von diesen als gebrauchte Quellen oder Hülfsmittel sind angegeben worden. Für Geschichte überhaupt, oder eigentlich für bürgerliche Geschichte, ist das vollständigste Werk die Bibliotheca historica, instructa a Burc. Gotthelf Struvio , aucta a Christ. Gottlieb Budero , nunc vero a Jo. Georg. Meuselio - - amplificata, wovon bis jetzt 5 Volumina, jedes von 2 Theilen, Lipsiae 1782 bis 1791
in gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8. erschienen sind. Die Budersche Ausgabe des ganzen Werks war Jenae 1740
in 2 Bänden in groß Oktav herausgekommen.
231.
Vor allen Dingen müßte man sich zu orientiren suchen, d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
sich bekannt machen wo? und |a229|wenn die Veränderungen, welche die Geschichte lehren soll, vorgegangen wären, also zuvörderst den Schauplatz kennen lernen. Ohne vorläufige Kenntniß der Geographie sollte man nie wollen Geschichte studieren. Diese vorläufige Arbeit brauchte nur auf das Allgemeinere zu gehen; weil sonst die Menge der Sachen zerstreuen, oder unnöthig aufhalten, vieles auch nicht einmal verständlich, oder dessen Nutzbarkeit begreiflich seyn würde, was erst durch die Geschichte aufgeklärt werden muß. Vorzüglich müßten unter den wichtigsten Oertern die natürlichen Abtheilungen der Erde durch Meere, Flüsse und Gebürge bemerkt werden, als welche die beständigsten sind, woran |b274| sich auch größtentheils die Abtheilungen der Völker und die wichtigsten Städte geschlossen haben, von wo aus selbst die Verbindungen und die Ausbreitung der Völker gegangen sind. c√ Weil die neuere Beschaffenheit der Länder uns näher angeht, und man von ihr mehr wissen kan als von der vorhergehenden: so würde man c√ von der neuernGeographieanfangen, und c√ so zur mitlern und ältern fortgehen. Es versteht sich, daß man stets die besten Landcharten, die man bekommen kan, vor sich haben müsse.
Bey der neuern Geographie könnte man der vollständigern Kürze wegen J. E. Fabri Handbuch der neuesten Geographie, dritte umgearbeitete Aufl.
Abkürzungsauflösung von "Aufl.": Auflage
Halle 1790
gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8. und zur Erweiterung in Absicht auf Europa und einen Theil von Asien, A. F. Büschings Auszug aus seiner Erdbeschreibung, 5te vermehrte Auflage, Hamburg 1780 in 2 Theilen in 8. und 6ste Aufl.
Abkürzungsauflösung von "Aufl.": Auflage
des ersten Theils, 1785
, zum Grunde legen; noch mehr aber, wenn die Geographie vorzüglich zum Behuf der Völkergeschichte studiert werden soll, J. C. Gatterers kurzen Begriff der Geographie, Göttingen 1789
in 2 Oktavbänden, weil er sich neben der Land- auch auf Völkerkenntniß erstreckt, und sie mit großer Sorgfalt classificirt. – In der mittlern Geographie haben |a230| wir eigentlich noch gar nichts Allgemeines, das einigermaßen, nebst Richtigkeit, vollständig heißen könnte. D'Anville Handbuch der mittlern Erdbeschreibung - - nebst einer Landcharte von der mittlern Geographie, Nürnberg 1782
|b275| in gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8. ist bis jetzt das einzige zuverläßige, um sich in den für die Geschichte wichtigsten europäischen Staaten, seit der großen Völkerwanderung, überhaupt orientiren zu lernen, ob es gleich kaum über das achte Jahrhundert hinausgeht. – In der älternGeographie kan für den Anfang das §. 140 erwähnte Handbuch zum Gebrauch derd'Anvillischen Landcharten dienen, womit man stets den vortreflichen Atlas antiquus Danvillianus verbinden muß, welcher, mit Inbegriff der Tabulae medii aevi, 12 Charten in sich faßt. – Von dieser vorläufigen geographischen Kenntniß muß freylich vieles erst hinterher durch die Geschichte vollständiger und deutlicher, und der Abgang solcher Landcharten, welche die Länder nach gewissen besondern Zeiten vorstellen, durch die ersetzt werden, die sich bey manchen genauern Abhandlungen über die Geschichte einzelner Reiche zu gewissen Zeiten befinden, und hier nicht können besonders angegeben werden a√.
232.
Nach dieser vorläufig erlangten Kenntniß müßte der Anfang von Erlernung der Geschichte selbst mit einer allgemeinen Uebersicht derselben, also mit der allgemeinen Weltgeschichte (§. 227 ) gemacht werden, wenn man einen Unterricht finden kan, der dieses Namens würdig ist. Liegt bey dem Studium der Geschichte keine solche allgemeine Geschichte zum Grunde: so kan man sich in Absicht auf Zeit (§. 231 ), wohin jedes ge|a231|hört, nicht wohl finden, ja selbst oft nicht einmal |b276| in Absicht auf die Länder, wo etwas vorgefallen ist, weil diese, nach verschiedenen Veränderungen in der Geschichte, auch andre Namen, einen andern Umfang, andre Cultur u. s. f.
Abkürzungsauflösung von "u. s. f.": und so ferner
bekommen haben. Ueberdies greift jede besondre Geschichte in andre, ohne deren Kenntniß auch jene nicht deutlich ist, zumal wenn man die Ursachen von besondern Veränderungen in Einem Staat wissen will, die Ursachen mögen vorhergehende oder mitwirkende seyn. Denn dazu ist Kenntniß vorhergehender oder gleichzeitiger Staaten nöthig, und, da man die Geschichte dieser einzelnen Staaten doch nicht auf einmal lernen kan: so ist keine andre Hülfe als von der allgemeinen Weltgeschichte zu erwarten. Auch muß man sich gleich Anfangs an Bemerkung des Zusammenhangs in der Geschichte gewöhnen (§. 224 ), und lernen das Wichtigere von dem Unwichtigern zu unterscheiden c√, um über dieses nicht jenes zu vernachläßigen; aber eben diesen Zusammenhang lehrt jene allgemeine Geschichte, und sie macht uns auf das Gewicht und den Einfluß eines Staats und |c251| dessen Veränderungen auf gleichzeitige und spätere Veränderungen aufmerksam. Selbst der Blick erweitert sich durch dieses eröffnete weite Feld, und macht einen größern Eindruck von c√ der Wichtigkeit der Geschichte überhaupt, welches die Lust, sie zu studieren, sehr befördert.
c√ Man kan einen solchen allgemeinen Entwurf entweder vorher zur Einleitung in die noch ganz unbekannte Geschichte, oder nachher, wenn man |a232| schon |b277| mehrere einzelne Theile derselben sich bekannt gemacht hat, zur deutlichern und zusammenhängendern Uebersicht brauchen. Hier ist er nur in der erstern Absicht angenommen. Freylich muß der, wer einen solchen guten Unterricht über die allgemeine Weltgeschichte geben soll, vorher die Spezialgeschichte kennen gelernet haben; aber das braucht der nicht, der sie, noch vor der Hand, nicht untersuchen, sondern lernen will, um c√ eine allgemeine Geschichtcharte zu besserem Verständniß der Spezialcharten zu haben.
233.
Es müßte aber eine Geschichte, die diese Absichten erfüllen sollte, a) bey allem Reichthum der Sachen, a√ zweckmäßig kurz seyn, d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
nichts enthalten, was nicht entweder zur Kenntniß eines ganzen Theils, Volks oder Staates und dessen merkwürdigerer Veränderungen, oder zur Kenntniß des Einflusses desselben auf andre ganze Theile, Völker oder Staaten, diente, und b) doch hinlänglich zur allgemeinen Kenntniß dieser zwey Stücke. Sie müßte sich c) leicht im Zusammenhange übersehen, und d) zum zukünftigen beständigen Gebrauch bey der Spezialgeschichte, sowohl als zur Festhaltung des Totaleindrucks, leicht behalten laßen.
|c252|234.
Unmöglich ist es, das Ganze deutlich zu übersehen, ehe man nicht vorher dessen einzelne Haupt|a233||b278|theile kennen gelernt hat. Also sind gewisse Gränzen oder Abschnitte nöthig, und diese werden bey der Geschichte entweder durch die Zeit oder durch die Gegenstände, z. B.
Abkürzungsauflösung von "z. B.": zum Beispiel
durch die verschiednen Völker, bestimmt, mit welchen sich die Geschichte beschäftigt. Jenes würde die chronologische, dieses die synthetische Anordnung seyn. Bey der ersternkan man die Weltveränderungen in die Länge oder Breite, d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
entweder so stellen, wie sie nacheinander,oder wie sie neben einander erfolgten; im erstern Fall würden sie eigentlich chronologisch, im zweytensynchronistisch geordnet. Bey der andern aber käme es auf das an, was man zum Hauptgegenstand machen will, ob das Schicksal der Cultur, und was dazu gehört, oder der Länder, oder der Völker. Alle diese Methoden laßen sich verbinden. In einer allgemeinen Weltgeschichte, wo es am meisten auf leichte Uebersicht und Zusammenhang
Editorische Korrektur von: Zusamhang (b)
ankommt, ists ohne Zweifel am besten, gewisse Hauptveränderungen in der Welt c√ als Epochen oder Ruhepuncte anzunehmen, und darnach verschiedene Perioden zu machen, (die man nachher, wenn sie zu lang, und zu voll von merkwürdigen Revolutionen sind, wieder, nach eben dem Fuß, abtheilen kan), in jeder aber die wichtigsten Völker (im politischen Verstande, oder in Einem Staatskörper vereint) und ihre Geschichte, besonders, und daneben den Fortgang der Cultur überhaupt, oder bey jedem insbesondre, aufzustellen.
|a234||b279|
Weltgeschichte von A. L. Schlözer , Erster Theil, a√ in der Einleitung, sonderlich S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Seite
79–119.
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
Um das Vielerley bey diesem ersten anfänglichen Unterricht zu vermindern, sollte wohl die Geschichte der ei|c253|gentlichen Cultur, wenigstens die Geschichte der Religion, so fern sie nicht zur äusserlichen Verfassung gehört, c√ der Wissenschaften und der Künste, von der Geschichte der Völker und ihrer Verfassung geschieden, und eine Universalgeschichte der Religion u. s. w.
Abkürzungsauflösung von "u. s. w.": und so weiter
besonders entworfen werden.Indessen hängen freylich auch die Völkerverändrungen von den Verändrungen ihrer Cultur ab, und die
Polizirung der Völker läßt sich schwerlich ohne die innere Cultur vorstellen; auch benimmt die Geschichte der Cultur der bloßen Völkergeschichte das Trockne, und macht sie lehrreicher. Ohnehin schränken sich die Entwürfe zur allgemeinen Weltgeschichte gemeiniglich nur auf die äussere Cultur ein.
235.
Eine solche bisher erwähnte allgemeine Uebersicht der Geschichte zu erlangen scheint vor dem ersten Anfang nichts dienlicher, als die schon genannte Schlözerische Weltgeschichte, Erster Theil, Göttingen 1785, Zweyter 1789
in 8. oder, da diese noch nicht vollendet ist, Schlözers Vorstellung der Universalhistorie, zwote Aufl. Göttingen 1775
in8. Aber sie enthält doch mehr Plan zur allgemeinen Weltgeschichte, als eine eigentliche Darstellung derselben. Diese letztere |b280| findet man ganz vorzüglich in|a235||c254|⌇cJoh. ChristophGatterersa√ Weltgeschichte in ihrem ganzen Umfange, Erster Theil, Göttingen 1785, Zweyter 1787
ingr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8, die sich, durch ihren großen zusammengedrängten Reichthum von Sachen und selbst vielen neuen Aussichten, durch den überall sichtbaren Forschungsgeist, durch eine ungemein lehrreiche Darstellung und stete Verbindung nicht nur der verschiednen Völker mit einander, sondern auch ihrer Cultur und Verfassung mit ihrer Geschichte, vor so vielen andern auszeichnet. Sie geht aber, so weit sie heraus ist, nur bis zur
Zertrümmerung des persischen Reichs durch Alexander , mit einem Entwurf des Ursprungs und der Verfassung der griechischen Staaten. Man müßte also das Uebrige aus dessen Abriß der Universalhistorie in ihrem ganzen Umfange, zwote Ausgabe, Göttingen 1773
in 2 Octavbänden⌇cergänzen. Da sich aber auch dieser Abriß mit der Entdeckung von Amerika endigt: so könnte man, in Absicht der neuesten Geschichte den ⌇aGrundriß einer Geschichte der merkwürdigsten Welthändel neuerer Zeit - - von Joh. Georg Büsch , zweyte und umgearbeitete Ausgabe, Hamburg 1783
in 8, oder den Krausischen Grundriß (§. 240 ) zu Hülfe nehmen.Das reichhaltigste und wohlgeordnetste Handbuch über die ganze Universalgeschichte scheint mir doch die ⌇c
Anleitung zur Kenntniß der allgemeinen Welt- und Völkergeschichte, von Christian Daniel Beck , Erster Theil, Leipz. 1778, Zweyter 1788
ingr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8, bis jetzt zwar nur bis auf die Theilung der Carolingischen Mo|b281|narchie fortgeführt, eben so wie⌇cDesselben kurzgefaßte Anleitung zur K. d. a. W. u. V. Geschichte, ein Auszug aus dem grössern Werke, Erster Theil, 1789
ingr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8, der, bey aller Vollständigkeit, zu einer kürzern Uebersicht noch brauchbarer ist. Aber das Zurückgebliebene kan man vor der Hand durch⌇cDesselben Entwurf der allgemeinen W. u. V. Geschichte der drey letzten Perioden (bis auf die neueste Zeit), Leipzig 1790
in 8. ersetzen.⌇⌇cDiese Beckische Anleitung, Auszug und Entwurf erstreckt sich nicht nur auf dem politischen, sondern auch auf dem moralischen und literarischen Zustand der Welt in verschiednen Zeiten und unter verschiednen Völkern; sie ist recht eigentlich für Stu|c255|dierende auf Akademien, freylich nicht für gemeine, geschrieben, ausnehmend reich an Begebenheiten, an den neuesten und besten Entdeckungen in der Geschichte, und an literarischen Notizen, und, wenn man sich erst einmal in die darin beobachtete Ordnung gefunden hat, sehr bequem, sich in dieses Buch oder nach demselben das einzutragen, was man nachher, bey dem weitern Studium der Geschichte, von Entdeckungen und dahin einschlagenden Schriften findet.c√
236.
Diese allgemeine Uebersicht kan ungemein erleichtert, anschaulicher gemacht, und der |c256| Eindruck so verschiedner Perioden und Völker, nebst ihrem Verhältniß gegen einander, lebhafter und dauerhafter, zugleich aber die gar zu leichte Verwir|b282|rung in einer Wissenschaft von so ungeheurem und mannichfaltigem Inhalt verhindert werden, wenn man theils bey jener kurzen allgemeinen Weltgeschichte, theils noch mehr nach Vollendung derselben, sowohl gute chronologische Weltcharten, als auch synchronistische Tabellen zu Hülfe nimmt. Beyderley Arten enthält die Gattererische⌇cSynopsis historiae vniuersalis sex tabulis - - comprehensa, der verbesserten Ausgabe, Göttingen 1769
gr. fol.
Abkürzungsauflösung von "gr. fol.": groß folio
In der letztern Art ist ⌇c
TheodorBergers synchronistische Universalhistorie der vornehmsten europ. Reiche etc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
|a236| nach der 6sten von Wolfg. Jäger verbesserten Ausgabe, Coburg 1781
fol.
Abkürzungsauflösung von "fol.": folio
⌇cvorzüglich nutzbar; noch weitreichender aber sind für die ganze Universalhistorie die
Blairschen Tafeln, die schon zu London 1756
, und wieder 1768
unter dem Titel⌇cThe Chronology and History of the World - - in LVI Tables, by John Blair , ⌇cin Kupfer gestochen, mit 14 Landcharten herauskamen, und nun endlich auch deutsch übersetzt: (J. Blairs synchronistische Tabellen für die allgemeine Weltgeschichte, von Erschaffung der Welt - - fortgesetzt bis auf
Leopold II. von Heinr. JosephWatteroth ,) Wien 1790
in zwey Theilen in Querfolio ⌇cerschienen sind. –⌇⌇cUnter den nicht minder nothwendigen genealogischen Tabellen sind ⌇c
J.C. Gatterers Stammtafeln zur Weltgeschichte, wie auch zur europäischen Staaten- und Reichshistorie, ⌇cmit dem größesten Fleiße entworfen. Die erste Sammlung derselben, von 32 Tafeln, ist zu Göttingen 1790
herausgekommen.c√
|b283|237.
Ehe man zur Spezialgeschichte fortschritte, oder ehe man, wenn man wollte, sich um eine ausführliche allgemeine Weltgeschichte bewürbe, oder wenn man sich auch bey der Spezialgeschichte nicht auf die Geschichte mehrerer Staaten einlaßen könnte: würde man nicht ohne Vortheil ein Werk zu Rathe ziehen können, das mehr als bloß allgemeine Uebersicht gäbe, und doch nicht zu weitläufig wäre, zumal wenn es zugleich die Geschichte pragmatisch darstellte. Dieses würde jenen allgemeinen Entwurf noch unterhaltender, und die gelernten Sachen durch etwas mehrere Umständlichkeit noch behältlicher machen, zugleich aber Vorbereitung auf die Spezialgeschichte und auf das pragmatische Studium der Geschichte seyn. Bis jetzt hat man schwerlich ein besseres und zu diesem Zweck dienlicheres Werk dieser Art als die
Elemens de l'histoire generale par l'Abbé Millot , welche seit 1772
mehrmals, z. B.
Abkürzungsauflösung von "z. B.": zum Beispiel
zu Bern 1775 in 9 Bänden gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
12. aufgelegt, und in der deutschen Uebersetzung:
Millot Universalhistorie alter, mitler und neuer Zeiten, mit Zusätzen und Berichtigungen bis auf gegenwärtige Zeit fortgesetzt von Wilh. Ernst Christiani , a√ Leipzig 1777–91
in 12 Theilen in gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8., noch vollständiger, und selbst mit einer kurzen Kirchengeschichte vermehrt worden sind.
Der Gebrauch eines solchen Werks wäre auch um so mehr anzurathen, da die §. 235 gedachten |a237| vortreflichen Entwürfe theils meistens zu Vorlesungen |b284| bestimmt, und für den a√ Anfänger nicht ganz verständlich sind, theils einzelne feine Bemerkungen schon in die Spezialgeschichte schlagen, und nicht für ihn sind, der ihren großen Werth noch nicht zu schätzen weiß.
238.
Nunmehro wäre es Zeit, zur Spezialgeschichte fortzugehen, und dieses um so mehr, da die meisten besten Entwürfe der allgemeinen Weltgeschichte auf die gerade a√ für uns wichtigste neuere Geschichte nicht gekommen sind, oder sie mit zu wenig Vollständigkeit vorgetragen haben. Wer die Geschichte, wie hier vorausgesetzt wird, nur nach Nothdurft studieren muß, wird schwerlich in der allgemeinen Weltgeschichte weiter gehen können, und sich mit einer weitern Kenntniß weniger Theile der Spezialgeschichte begnügen müssen, und wer auch darin weiter gehen will, wie kan der a√ anders dazu gelangen, als durch das Studium der Geschichte einzelner Staaten?
239.
⌇⌇cUnter den Theilen dieser Spezialgeschichte ist ohne Zweifel – wenn nicht besondre Umstände eine Ausnahme erfordern, z. B.
Abkürzungsauflösung von "z. B.": zum Beispiel
die alten Schriftsteller vorerst das Studium der griechischen und römischen Geschichte c√ nothwendig machen, – die neuere, bey dieser die europäische, und besonders die vaterländische Geschichte,|a238| die nöthigste. – Sie geht uns am nächsten an, und so fern wir größ|b285|tentheils die ältere und ausländische Geschichte lernen wollen, um den heutigen Zustand der Welt gründlich aus dem vormaligen zu erkennen, verhält sie sich zu jener wie Zweck zu Mitteln; man kan selbst vieler, vielleicht der meisten Begebenheiten des Alterthums |c258| und des Auslandes unkundig seyn, ohne daß uns deswegen die neuere und vaterländische Geschichte undeutlich ist. – Und wenn die Geschichte hauptsächlich Klugheit und unsre Sitten bilden soll, dabey aber Denkart, Charakter, Bedürfnisse, Anstalten und Umstände erfordert werden, die denen am nächsten kommen, welche die Geschichte darstellt: so muß die erwähnte Art der Geschichte nothwendig im Ganzen mehr Einfluß auf unsre Bildung als jene haben. – Selbst, wegen der meist mehrern Gewißheit der Zeitrechnung und der einzelnen Begebenheiten, so wie wegen des Reichthums der Nachrichten, hat sie weniger Schwierigkeiten, c√ giebt mehrere Zuverläßigkeit, nöthigt c√weniger,uns bey unbeträchtlichern Sachen c√ aufzuhalten, erlaubt mehrere Wahl der Ereignisse, entdeckt mehr die Ursachen und Folgen derselben, und gewährt einen deutlichern Zusammenhang.
240.
Man fange also auch hier wieder mit der vorläufigen allgemeinern Uebersicht an, ohne welche die vaterländische Geschichte eben so wenig recht verständlich ist, und lehrreich genug kan gemacht werden c√, als die Geschichte besondrer europäischen Staaten, ohne c√ Kenntniß derer, aus de|b286|ren Trümmern sie entstanden sind. Bloße allgemeine Weltgeschichte, die schon im Vorhergehenden, als voraus bekannt, angegeben ist, reicht hier nicht ganz zu, weil sie, nach ihrem Zweck eine allgemeinere Uebersicht der Geschichte zu geben, sich in keine nähere Darstellung (Detail) einlaßen kan, und doch die Kenntniß solcher nähern Umstände, selbst oft kleiner Ursachen großer Weltveränderungen, erfordert wird, wenn man die Geschichte besondrer Reiche und Völ|c259|ker verstehn, und, wie sichs gehört, in einem lehrreichen Zusammenhang übersehen will. c√ Eine solche vorläufige genauere Einleitung und selbst Uebersicht der neuern europäischen Staatengeschichte, die man von der sogenannten großen Völkerwanderung an rechnen kan, ist vorzüglich der ⌇cGrundriß der Geschichte der jetzigen, besonders der europäischen Staaten, von J. C.Krause, Halle 1788.
ingr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8;⌇cund, da doch so viel auf eine genügliche und wohlgeordnete Darstellung der merkwürdigern Veränderungen und ihrer Ursachen, so wie der Verfassung der aus oder neben einander entstandnen Völker und Staaten, ankommt, zu deren c√ vielen Liebhabern der Geschichte Zeit und Hülfsmittel fehlen, ⌇cDesselben bündige und lehrreiche Geschichte der wichtigsten Begebenheiten des heutigen Europa, wovon bis jetzt drey Bände in gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8. Halle 1789–91.
herausgekommen sind.
241.
Hiedurch vorbereitet schreite man zu der Geschichte des gemeinsamen Vaterlandes, zu der Ge|b287|schichte Deutschlandes, fort. Diese Geschichte ist etwas An|a239|deres als Geschichte der deutschen Regenten und Häuser, oder deutsche Reichsgeschichte, so sehr auch beyderley Geschichte oft in einander fließt. Wie sind die Deutschen das worden, was sie sind? die cultivirte Nation c√? Dies zu wissen ist doch noch allgemein nützlicher, als jenes, so unentbehrlich auch jene Geschichte ist, die Geschichte der Nation kennen zu lernen. c√Noch ist⌇ac
Michael IgnazSchmidts Geschichte der Deutschen, c√ Ulm 1778–91
, bisher in 10Theilen in gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8. und der erste Theil verbessert aufgelegt 1785
, eigentlich⌇adas einzige Werk dieser Art. –⌇⌇cZur Kenntniß der deutschen Reichs- oder vielmehr Kaisergeschichte, haben wir nichts, was, eben sowohl in richtiger und lehrreicher Darstellung als in bündiger Kürze,
Christoph Gottlob Heinrich's teutsche Reichsgeschichte überträfe, (die eigentlich den 9ten Band der Allgemeinen Weltgeschichte nach Guthrie ,Gray und Andrer Plan ausmacht), wovon bisher drey Theile, Leipz. 1787–89
in gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8. (bis auf Kaiser Karl IV. ) erschienen sind. Ausführlicher ist schon, obgleich mehr eine kritische Zusammenstellung als pragmatische Zusammenordnung:⌇a
Die allgemeine Welthistorie in einem vollständigen und pragmatischen Auszuge - - verfertigt von Franz Dominicus Häberlin . Neue Historie, Halle 1767–73
, in 12 Bänden in gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8. Doch wird sie erst vom 11ten Jahrhundert an beträchtlich a√, und geht nur bis 1546, wo Desselben neueste teutsche Reichsgeschichte anfängt, die bisher (die Fortsetzung R. K. Freyherrns von |b288|Senkenberg mit eingeschlossen) in 21 Bänden besteht, Halle, 774–90
und bis zum Schluß des 16ten Jahrhunderts führt, aber dem hiesigen Zweck nicht angemessen ist. ⌇⌇aZu einer guten Ergänzung der in
jener Allgem. Welthist. äusserst kurz berührten ältern Geschichte des teutschen Reichs, könnten der ⌇aVersuch einer Geschichte Kaiser Karls des Großen , Leipz. 1777.
8, Geschichte der fränkischen Monarchie von dem Tode Karls des Gr. bis zu dem Abgange der Karolinger, Hamburg 1779
gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8, und Geschichte der Teutschen von Konrad I. bis zu dem Tode Heinrichs II. , von D. H. Hegewisch , ebendas.
Abkürzungsauflösung von "ebendas.": ebendaselbst
1781
gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8. ⌇agebraucht werden, die alle von Einem Verfasser sind. Aber wer giebt uns eine zu dem hiesigen Zweck dienende Geschichte des 16ten, 17ten und 18ten Jahrhunderts?
242.
Diese deutsche Geschichte recht zu verstehn und zu beurtheilen, müßte man wenigstens einen allgemeinen Begriff von der deutschen Staatsverfassung haben, oder die deutsche Staatskunde (Statistik) kennen; wozu die
Staatskunde von Deutschland im Grundrisse, von H. W. G. Grellmann , deren erster Theil zu Göttingen 1790
in 8. ans Licht getreten ist, vorzüglich dienen könnte, zumal wenn man damit die schätzbare Historische Entwickelung der heutigen Staatsverfassung des teutschen Reichs vom geh.
Abkürzungsauflösung von "geh.": geheim
Justitzrath Pütter verbände, von der in drey Theilen eine zweyte |b289| Ausgabe, Göttingen 1788
in gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8. erschienen ist.
243.
Hierauf würde man sich mit der übrigen europäischen Staatengeschichte, die den nächsten Ein|a241|fluß in die deutsche Geschichte hat, und mit derselben auch sich die Staatsverfassung derselben bekannt machen, wozu, wenigstens die Verfassung der meisten kennen zu lernen, die⌇a
Staatsverfassung der heutigen vornehmsten europäischen Reiche und Völker im Grundrisse, von Gottfr. Achenwall , 7te Ausgabe, Erster Theil, Göttingen 1790
, Zweyter Theil, 1785.
8. und die
Einleitung zur allgemeinen und besondern europäischen Staatskunde, entworfen von M. E. Tozen , 3te Aufl.
Abkürzungsauflösung von "Aufl.": Auflage
Bützow 1785
in gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8.(4te Aufl. mit Zusätzen von V. A.Heinze 1ster Band, Schwerin 1790
ingr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8.)⌇a die brauchbarsten sind.⌇⌇c Zur allgemeinen Uebersicht dient vorzüglich die ⌇ac
Anleitung zur Kenntniß der europäischen Staatenhistorie - - von Joh. Georg Meusel , dritte Ausgabe, Leipz. 1788
in gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8, ⌇cdie zugleich die nöthigsten genealogischen Tabellen enthält, und die besten allgemeinen Schriften und Werke anzeigt, welche über die Geschichte eines jeden Staates insbesondre vorhanden sind, und hier, nach unsrer Absicht, nicht berühret werden können.
244.
Nun würde es darauf ankommen, welche Theile der übrigen, sonderlich ältern Geschichte, |b290| der, welcher sich nicht mit besondern Fleiß auf die Geschichte legen kan, zu seinem |c262| Zweck und eigentlichen Studium am nothwendigsten fände. Die ältere Geschichte, wenigstens einzelne Theile dersel|a242|ben, können für manchen weit nützlicher und unentbehrlicher, als die meisten Theile der neuern seyn; und sie haben selbst das Glück gehabt, weit pragmatischer bearbeitet zu werden, als manche der neuern, welche, bey allem Nutzen für den bloß Wißbegierigen, den Staatsmann und Rechtsgelehrten, für andre Leser oft sehr wenig Wissenswürdiges oder Lehrreiches enthalten. Für den, welcher das Studium der Theologie und ihrer einzelnen Theile zu seiner Hauptbeschäftigung macht, kan daher die jüdische und die damit in Verbindung stehende Geschichte andrer Völker, nebst der griechischen und römischen, vorzüglichen Fleiß erfordern. In dieser Rücksicht, selbst wegen des guten Vortrags, verdienen die Elementa historiae antiquae, auctore Gottlob Aug. Baumgarten Crusio , Lips. 1775
8. wovon nur noch die Fortsetzung fehlt, sehr empfohlen zu werden. Einige die griechische und römische Geschichte betreffende Schriften sind schon oben (§. 138 ) erwähnt worden, und wer diese Geschichte, zum bessern Verständniß alter Schriftsteller, noch ausführlicher zu lernen wünschte, könnte sich dazu der
Histoire ancienne - - par Rollin , die Halle 1756. 57
in 4 Voll.
Abkürzungsauflösung von "Voll.": Volumina
und
Ebendesselben noch beßre Histoire Romaine, die ebendaselbst 1753–55
in 5 Voll.
Abkürzungsauflösung von "Voll.": Volumina
in gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8. nachgedruckt worden ist, und der
Histoire des Empereurs, nebst deren Fortsetzung in der |b291| Histoire des Empereurs Romains - - jusqu'a Constantin , par J. B. L. Crevier , nachgedruckt Amst. 1750
f.
Abkürzungsauflösung von "f.": folgend
in 12 Bänden gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
12. bedienen. Will man übrigens aus Einem Werk die Spezialgeschichte aller bekannten und merkwürdigern, äl|a243|tern und neuern, Völker und Staaten genauer kennen lernen, ohne sich in eine sehr ausführliche Untersuchung derselben einzulaßen: so möchte, im Ganzen genommen, kein Werk dazu dienlicher seyn als die
Allgemeine Weltgeschichte, von der Schöpfung an bis auf gegenwärtige Zeit, von Wilh. Guthrie ,Joh. Gray und andern - - übersetzt - - berichtigt, und mit Anmerkungen versehen, (in einzelnen Theilen auch durchaus um- oder ganz neu ausgearbeitet, Leipz. 1765
flgg.
Abkürzungsauflösung von "flgg.": folgende
), das sich seiner Vollendung nähert, und bis jetzt aus 41 Bänden in gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8. besteht, Th.
Abkürzungsauflösung von "Th.": Theil
1–4. Th.
Abkürzungsauflösung von "Th.": Theil
5, Band 1–4.Th.
Abkürzungsauflösung von "Th.": Theil
6,B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Band
1 u.
Abkürzungsauflösung von "u.": und
2. Th.
Abkürzungsauflösung von "Th.": Theil
7,B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Band
1 u.
Abkürzungsauflösung von "u.": und
2,Th.
Abkürzungsauflösung von "Th.": Theil
8. Th.
Abkürzungsauflösung von "Th.": Theil
9, B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Band
1. 2 3. (noch unvollendet). Th.
Abkürzungsauflösung von "Th.": Theil
10,B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Band
1 u.
Abkürzungsauflösung von "u.": und
2. Th.
Abkürzungsauflösung von "Th.": Theil
11 u.
Abkürzungsauflösung von "u.": und
12. Th.
Abkürzungsauflösung von "Th.": Theil
13,B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Band
1 u.
Abkürzungsauflösung von "u.": und
2. Th.
Abkürzungsauflösung von "Th.": Theil
14, 1–3te Abth.
Abkürzungsauflösung von "Abth.": Abtheilung
Th.
Abkürzungsauflösung von "Th.": Theil
15, 1–4te Abth.
Abkürzungsauflösung von "Abth.": Abtheilung
Th.
Abkürzungsauflösung von "Th.": Theil
16, 1–9teAbth.
Abkürzungsauflösung von "Abth.": Abtheilung
Th.
Abkürzungsauflösung von "Th.": Theil
17, 1–3te Abth.
Abkürzungsauflösung von "Abth.": Abtheilung
(auch noch nicht beendigt); wovon einige Theile selbst dem Geschichtsforscher wichtig seyn werden.
c√
245.
Ein für den Gelehrten besonders unentbehrlicher Theil der Geschichte ist die gelehrte oder Literargeschichte, welche die Schicksale der Wissenschaften und der dazu dienlichen Hülfsmittel |b292| vorstellen soll. Fortschritte in einzelnen Wissenschaften, erforderten Fortschritte in der Cultur überhaupt, und in der Art der Cultur insbesondre, welche unter dem Namen der Gelehrsamkeit (§. 3 ) begriffen wird. Diese Fortschritte laßen sich aber nicht deutlich angeben, wenn man nicht diejenigen kennt, welche die meisten oder wichtigsten Fortschritte|a244| darin gethan, und c√ dadurch sie bey andern befördert haben. In so fern daher die Literargeschichte das Schick|c263|sal der Wissenschaften darstellen sollte, müßte sie – die Geschichte der Cultur, wenigstens der der Wissenschaften überhaupt, – die Geschichte der einzelnenWissenschaften, – und die Geschichte der merkwürdigern Gelehrten enthalten.
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
1.Cultur(Ausbildung Aufklärung) im weitern Verstande, heißt jede Vervollkommnung der Seelenkräfte, sie mag in Erweiterung der Kenntnisse und Neigungen, oder in Verbesserung der Seelenkräfte, durch Berichtigung und Verdeutlichung der Begriffe sowohl, als durch Bestimmung der Neigungen nach deutlicher Erkenntniß, bestehen. Wird diese erlangte Vollkommenheit der Seelenkräfte zur Beförderung der innerlichen oder äusserlichen Glückseligkeit angewendet: so entsteht Cultur im engern Verstande, die also nichts anders ist, als Fertigkeit, unsre Seelenkräfte zur menschlichen (innern oder äussern, wahren oder vermeinten,) Glückseligkeit anzuwenden.
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
2.⌇⌇c Eine Wissenschaft(objective genommen) ist ein zusammenhängender Inbegriff deutlicher |b293| Kenntnisse von Gegenständen einer gewissen Art – und, will man sie noch von einer Kunst unterscheiden, so möchte es, bey aller Unbestimmtheit dieses Worts, doch wohl dem gewöhnlichen Sprachgebrauch am gemässesten seyn, diesen Unterschied der Wissenschaften und Künste darnach zu bestimmen, daß diese sich zunächst mit Befriedigung sämmtlicher Bedürfnisse beschäftigen, jener aber zunächst mit Befriedigung der geistigen (§. 3 ), wenigstens solchen Dingen, deren Kenntniß nicht auf bloßer Empfindung beruht. – Wissenschaft|a245|liche Cultur ist also eine Art der Cultur in weiterm Verstande, und von Cultur der Sitten sowohl als von Volks- oder gewöhnlicher Cultur noch sehr verschieden, ob sie gleich in beyde einen ungemeinen Einfluß haben kan.
|c264|246.
Zu den Hülfsmitteln, welche zur Kenntniß der Wissenschaften, Künste, und überhaupt nützlicher Sachen, sowohl als zur mehrern Ausbreitung derselben dienlich sind, gehören theils alle schriftliche Denkmahle, vorzüglich Bücher, theils alle Anstalten, welche die bessere Entdeckung und Ausbildung nützlicher Kenntnisse oder die Erhaltung desjenigen befördern, was bereits entdeckt und ausgebildet worden ist. Der Theil der Literargeschichte, welcher jene Denkmahle bekannt macht, heißt die Bücherkenntniß. Zu den erwähnten Anstalten aber gehören Schulen, Universitäten, Akademien, Bibliotheken, gelehrte Jour|b294|nale und dergleichen; man könnte diesen Theil Geschichte der literarischen Anstalten nennen.
247.
Die Vortheile, welche 1) der Geschichte überhaupt können zugeschrieben werden c√ (§. 218 bis 221 ), kan die Literargeschichte insbesondre in ihrer Art ebenfalls stiften. Sie ist selbst dem Gelehrten, als Gelehrten, weit nützlicher, als die meisten übrigen Theile der Historie, namentlich als die bürgerliche Geschichte; weil sie die Art seiner ei|a246|genthümlichen Beschäftigungen angeht, ihn mit den ihm nöthigsten Kenntnissen und Hülfsmitteln bekannt macht, ihm die nützlichsten Beyspiele darstellt, nach welchen er sich bilden, durch die er ermuntert oder gewarnet werden kan. 2) Es wäre ungereimt für den, der nach immer mehrerer Vollkommenheit strebt, ungerecht gegen Andrer Verdienste, und undankbar gegen die göttliche Vorsehung, wenn man das nicht benutzen wollte, was schon Andre uns |c265| vorgearbeitet haben, am ungereimtesten da, wo bloße Beobachtung, Nachdenken oder Genie uns nicht helfen können, d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
in allem was historisch ist. Dieses Vorgearbeitete ist doch in Büchern enthalten, welche uns die Literargeschichte kennen lehrt, und ohne diese Kenntniß weiß man a√ nicht, woran man sich halten soll, wenn man über eine Wissenschaft oder gewisse Gegenstände derselben unterrichtet seyn will. Mündlichen Unterricht in den Wissenschaften kan man wenigstens nicht immer haben, man |b295|kan ihn wenigstens,und man kan selbst erlangte Kenntnisse immer mehr aus Büchern vermehren. Literargeschichte, und besonders Bücherkenntniß, ist das Repertorium für die ganze Gelehrsamkeit; ohne sie bleibt man in Kenntnissen unglaublich zurück.
248.
Die Bekanntschaft mit ihr lehrt uns auch 3), den ganzen Umfang der Wissenschaften, wovon immer eine der andern die Hand bietet; sie bringt |a247| uns also einen allgemeinen Geschmack und wenigstens Achtung gegen alle Wissenschaften bey, verhindert dadurch nicht nur die so schädliche Pedanterey und Kleinkreisigkeit, sie vermindert auch, indem sie uns mit dem Gehalt und Einfluß der Wissenschaften in einander bekannt macht, die für die Wissenschaften so schädliche Trägheit, welche aus Unwissenheit oder Gleichgültigkeit gegen alles entsteht, was uns nicht unmittelbar nützlich ist, nebst der unedlen Einschränkung bloß auf die Studien, wovon man seinen Lebensunterhalt zu ziehen hofft. Und wenn dann auch nur 4) die Kenntniß der Literargeschichte das Studieren erleichterte: so wäre dies schon Gewinnst genug. Es ist doch immer schon lehrreich, auf Andrer Fehltritte und Abwege in den Wissenschaften aufmerksam gemacht zu |c266| werden, und sich neue oder vergebliche Arbeit zu ersparen, Andern gute Methoden, gebrauchte Hülfsmittel, und Zeit und Mühe verkürzende Handgriffe abzulernen, zu sehen, was in einer Wissenschaft bereits geleistet worden, oder noch |b296| zurück ist, Zeit zu gewinnen, die man über das Lesen schlechter oder doch nicht der besten Bücher einer Art und über unnöthige Arbeit verliert, und seine Kräfte auf das zu verwenden, worin von Andern noch Nichts oder doch das Geschehene nicht gut genug geleistet worden ist.
249.
Wenn über dies 5) einem jeden Gelehrten daran liegen muß, sich nicht selbst verächtlich zu |a248| machen, sondern vielmehr Andrer Vertrauen zu gewinnen und zu erhalten, um mit seinen Kenntnissen desto mehr Nutzen zu stiften: so begreift man leicht, wie sehr es unsrer Achtung bey Andern schade, wenn man oft nicht einmal die bekanntesten Hülfsmittel der Gelehrsamkeit, oder die besten Schriften einer Art, kennt, längst von Andern gemachte Entdeckungen als etwas Neues anstaunt, oder sich ihrer als neuer Erfindungen rühmt, Fehler, die man ohne Kenntniß der Literargeschichte nicht vermeiden kan; wie sehr es hingegen Andrer Vertrauen erwerbe und vermehre, wenn man sich gleich zu helfen, und das, woran es uns noch fehlt, gleich durch Hülfe dessen, was Andre in einer Wissenschaft vorgearbeitet haben, zu ersetzen, oder Rechenschaft zu geben wisse, woran es liegt, und warum es nicht möglich ist, gewisse Lücken in der Erkenntniß auszufüllen. 6) Selbst auf den moralischen Charakter und das Betragen eines Gelehrten ist diese literarische Kenntniß nicht ohne Einfluß. Der allgenugsame Dünkel eingebildeter Selbstdenker und Erfinder, welcher we|c267|nigstens |b297| mit darauf beruht, daß man den Umfang menschlicher Kenntnisse, die mannichfaltigen Schwierigkeiten und verunglückten Versuche in gewissen Untersuchungen, und die Verdienste Andrer zu wenig kennt; die Verachtung oder Gleichgültigkeit gegen alles, was man nicht selbst versteht; der Parteygeist, der Haß oder Verdacht gegen alle, die von uns verschieden denken, zumal das schädliche Vorurtheil gegen alles, was man für Neuerung hält: alles dieses kan schwerlich bey dem aufkommen, oder |a249| sich lange erhalten, der genugsame Kenntnisse der Literargeschichte hat; die hingegen Bescheidenheit und Billigkeit, vernünftige Freiheit im Denken, gesetzten Muth und Zufriedenheit bey unsern verkannten Verdiensten oder guten Absichten und Aufmunterung durch gute Beyspiele und durch die wohlthätigen Leitungen der göttlichen Vorsehung, befördern können.
250.
Aber Geschichte der Gelehrsamkeit ist nicht Gelehrsamkeit selbst! – Freylich nicht, und wer weiter nichts als jene kennt, der versteht von dieser nicht mehr, als jemand von einem Buch aus dem bloßen Register oder der allgemeinen Anzeige des Inhalts; er kan selbst Vieles in jener nicht recht verstehen oder schätzen, wenn er nicht auch diese kennt. Aber durch diese Anzeige lernt er doch, was er in dem Buch suchen darf, und wenn sie lehrreich genug abgefaßt ist, kan selbst die Uebersicht des Plans und Zusammenhangs für den, der ihn gehörig zu brauchen weiß, sehr unterhal|b298|tend und nutzbar werden, zumal wenn er der in dem Buch vorgetragenen Sachen schon kundig ist. – Zu dem ist die Literargeschichte kein bloßes Register; sie kan so gut, wie jede andere Art der Geschichte, philosophisch und pragma|c268|tisch behandelt, und zum Rang einer Wissenschaft erhoben werden; auch ist nicht abzusehen, warum es mehr Tadel verdienen sollte, wenn jemand ihr vorzüglich seinen Fleiß widmete, als wenn er sich irgend auf |a250| eine andere Wissenschaft, auf Sprachen, auf Geschichte, auf Metaphysik u. s. f.
Abkürzungsauflösung von "u. s. f.": und so ferner
vornemlich legt, falls er dazu vorzügliche Fähigkeit, Neigung und Hülfsmittel hat.
c√ Man läßt wirklich der Literargeschichte zu wenig Gerechtigkeit wiederfahren, und die Ursachen davon lassen sich wohl entdecken. Warum sezt man fast immer den Fall, daß jemand sich bloß auf diese Art von Kenntnissen lege? ein Fall, der bey jeder andren Wissenschaft eben sowohl angenommen werden, und in jeder Pedanten hervorbringen kan. Warum stellt man sich den Literator bloß als Bücher- oder gelehrten Anekdotenkenner, noch dazu als den vor, der nur eine trockne, wenigbedeutende Kenntniß von dem Aeussern der Bücher habe? Sicherlich liegt doch die Schuld bey den meisten, die sie verachten, in der Unbekanntschaft mit der Literargeschichte, oder der Gewohnheit, a√ was sie nicht, oder zu wenig, verstehen, oder was sie nicht als gemeinnützig erkennen. Dieser immer aus zu eingeschränkter Einsicht und Geschmak herrührende Hang, alles gering zu schätzen, wovon |b299| man keinen unmittelbaren Nutzen sieht; die Liebe zu literarischen Mikrologien, welche am Ende des vorigen, und in der ersten Hälfte des jetzigen Jahrhunderts sehr gewöhnlich, und allerdings verächtlich war; und die noch viel zu wenige rechte Bearbeitung der Literargeschichte, die noch selten das Glück gehabt hat, unter so gute Hände, wie manche andere Wissenschaft, zu gerathen, wovon wir selbst bis jetzt mehr Fragmente als etwas nur einigermaßen Ganzes haben, hat wohl auch Verständigere zu unbilligen Urtheilen verleitet, die aber eben mit verursachen, daß dieser Zweig |c269| der Literatur noch nicht zu der Vollkommenheit gedie|a251|hen ist, der sich andre Theile der Gelehrsamkeit rühmen können.
251.
Ueberhaupt wird dieser Vorwurf immer mehr von seiner Scheinbarkeit verlieren, je mehr man dahin arbeiten wird, auch diesem Theil der Geschichte diejenigen Eigenschaften zu geben, die oben (§. 222 –225 ) von einer wahrhaftig nutzbaren Geschichte erfordert wurden. Die Natur der Literargeschichte erlaubt es eben sowohl; einzelne gemachte Versuche über besondre Stücke derselben beweisen, wie ausführbar es sey; und, wenn es bey manchen besondern Theilen derselben nicht möglich scheint: so liegt die Ursach gewiß in den Mangel hinlänglicher Nachrichten; eine Schwierigkeit, welche die andern Arten der Geschichte nicht minder drückt, ohne daß man deswegen an der philosophischen und pragmatischen Behandlung derselben verzweifelt hätte.
|b300|252.
Auch die Literargeschichte läßt sich in die allgemeine und besondre eintheilen; beyde können entweder synthetisch oder analytisch und chronologisch abgehandelt, beyde Methoden auch gewissermassen vereinigt werden (§. 227. 234 ). Die Haupttheile der besondern gelehrten Geschichte sind vorhin (§. 245. 246 ) erwähnt worden. Die Geschichte der Gelehrten läßt sich, wenn sie im Allgemeinen vorgestellt werden soll, am besten mit der |a252| Geschichte der besondern Wissenschaften, so wie die Geschichte der gelehrtenAnstalten mit der Geschichte der Wissenschaften überhaupt, verbinden. Die Bücherkenntniß könnte zwar auch mit der Geschichte einzelner Wissenschaften, |c270|wohinein die Bücher schlagen, verbunden werden, so fern es darauf ankommt, die fortschreitende Ausbildung einer Wissenschaft durch gewisse Bücher anzugeben. Da aber bey der nützlichen Bücherkenntniß weniger auf diesen Gesichtspunct als darauf zu sehen ist, welche Schriften, und wie weit sie, und noch jetzt, zur Erlernung einer Wissenschaft vorzüglich
Editorische Korrektur von: vvrzüglich (a)
brauchbar sind: so ist es besser, sie besonders, getrennt von der Geschichte der Wissenschaften, zu betrachten und zu erwerben.
253.
Weil die Erlernung der Wissenschaften selbst doch noch wichtiger ist als die Erlernung ihrer Geschichte und die Kenntniß der zu jener dienlichen Hülfsmittel; weil man über dies dieser letztren Kenntniß mehr bedarf, um sich selbst in einer |b301| Wissenschaft weiter fortzuhelfen, sie c√ also weniger unentbehrlich ist, wenn man in der Wissenschaft selbst Unterricht genießenkan; und weil die Geschichte einer Wissenschaft nicht recht verstanden, der Werth eines Buchs auch nicht gehörig, wenigstens nach unserm Bedürfniß, geschätzt werden kan, ehe man nicht der Wissenschaft selbst kundig ist: so ist es rathsamer, die Literargeschichte erst alsdann zu studieren, wenn man sich schon |a253| mit den Wissenschaften bekannt gemacht hat. Sehr gut wär' es zwar, wenn man schon einigen Begriff von den Wissenschaften, den merkwürdigsten Männern, die sich in jeder hervorgethan haben, und den besten allgemeinern Büchern mitbrächte; man wird sonst manches Historische nicht verstehen, was in den Vortrag der Wissenschaft muß eingeflochten werden, und den Nutzen mancher Lehrsätze, oder ihrer Bestimmungen und Erläuterungen, nicht recht einsehen. Aber dieser Unterricht brauchte nur |c271| ganz allgemein zu seyn, und mehr das eben genannte als die Geschichte der Gelehrsamkeit und einzelner Wissenschaften zu betreffen, ohngefähr so, wie er in dera√
Synopsis eruditionisvniuersae concinnata a Jo. Henr. Frid.Meinecke, Quedlinb. 1783.
8. oder von den philosophischen Wissenschaften in weiterm Verstande in der Gesnerischen Isagoge (§. 54 ) gegeben worden ist.
254.
Es ist sehr zu bedauren, daß wir bey einem so wichtigen Theile der Historie, wie die Literargeschichte ist, noch kein einziges allgemeines Werk |b302| haben, das man dem, der den ersten Grund zu ihrer Kenntniß legen will, empfehlen könnte; da alles, was man hieher gehöriges hat, entweder fast bloßes Skelet ist, oder diese Geschichte nicht in ihrem ganzen Umfang begreift, oder gar nicht zur guten Absicht geordnet, oder voll Fehler und unzuverläßig, wenigstens nicht auf genugsame Untersuchung gegründet ist. Bey diesen Um|a254|ständen scheint Folgendes noch das Räthlichste zu seyn.
Hier, in diesem Buch, wo nur angegeben werden darf, wie die Wissenschaften, die in den hiesigen Plan gehören, und wie weit die Hülfsmittel, mit ihnen bekannt zu werden, unter uns vorhanden sind, ist der Ort nicht, Vorschläge über die beste Einrichtung der Handbücher für solche Wissenschaften zu thun. Eher können wir auch keine solche guten Handbücher über die Literargeschichte bekommen, ehe nicht alle einzelne Theile dieser Geschichte vor sich gut bearbeitet sind, weil sich unmöglich eine genaue allgemeine Uebersicht des Ganzen geben läßt, wo einzelne Theile noch so sehr im Dunkeln liegen, oder nicht durch die Hände wahrer Kenner der Literatur dieser Theile gegangen sind. Man laße sichs daher nicht befremden, daß die folgenden Vorschläge bloße Nothhelfer für solche sind, die sich zuerst mit Literargeschichte bekannt machen wollen.
|c272|255.
Man lege 1) ein gutes Handbuch der allgemeinen Weltgeschichte zum Grunde, wenn dasselbe |b303| zugleich mit die Geschichte der Cultur und der Wissenschaften begreift, in welcher Absicht die oben (§. 235 ) angeführten Gattererschen und Beckischen Schriften unstreitig die besten, oder vielmehr einzig brauchbaren ihrer Art sind. Man kan sich dadurch wenigstens orientiren lernen, und die Sachen besser behalten, wenn man sie an die Weltgeschichte anschließt. Zu eben diesem Zweck – denn ein Mehreres kan man bey einer Art von Kenntnissen, die einen so ungeheuern Umfang haben, wie die literarischen, nicht von den folgenden Büchern erwarten – halte man sich vorerst an ein allgemeineres Lehrbuch, woraus man ohngefähr die Rubriken ersehen kan, unter die sich Alles, was hieher, wenigstens im Allgemeinen, gehört, schichten ließe, etwa
Christoph. Aug.Heumanni Conspectum reipublicae literariae,Edit.
Abkürzungsauflösung von "Edit.": Editio
6. Hanover. 1753
in 8., undan den noch reichern
Versuch einer⌇cEinleitung in die Geschichte der Kenntnisse, Wissenschaften und schönen Künste, von Sam. GottliebWald , Halle 1784
gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8.a√Das beste Buch dieser Art wäre das ⌇c
Handbuch über die Geschichte der Literatur und der Kunst, von Joh. Georg Dahler , Jena 1788
ingr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8., wegen des schönen Eichhornischen Plans, der zum Grunde liegt, wenn es nur nicht durch so viele Druck- oder Schreibfehler verstellt wäre, die gerade hier sollten mit der äussersten Sorgfalt vermieden werden.
|b304|256.
Nach diesem gelegten Grunde scheint es 3) rathsamer, die besondern Theile der Literargeschichte etwas ausführlicher und genauer zu studieren, ehe man etwas größre allgemeinere Werke zu Rathe zieht. Denn diese letztern, wie wir sie jetzt |a255| haben
Editorische Korrektur von: heben (a)
, sind zu sehr compilirt, zu wenig genau, sich in einzelnen Theilen c√ so ungleich, und enthalten so viel Unnützes oder Unausgeführtes, als daß nicht zu besorgen wäre, sie würden auch einen geduldigen und wißbegierigen Leser oft zu sehr ermüden, und ihn hinterher nöthigen, das zu berichtigen, oder mit Mühe wieder zu verlernen, was er daraus geschöpft hat. Man könnte sich also 4) zuvörderst aus dem
Versuch einer Geschichte der Cultur des menschlichen Geschlechts, von dem Verfasser des Begriffs menschlicher Fertigkeiten und Kenntnisse, (Joh. Christoph. Adelung ,) Leipzig 1783.
8. eine allgemeine Uebersicht des Fortgangs der Cultur, besonders der Wissenschaften, erwerben, und sich zugleich etwas an die pragmatische Behandlung dieses Theils der Geschichte gewöhnen. Hernach sich 5) eine ähnliche Uebersicht der Geschichte einzelner Wissenschaften zu verschaffen suchen, je nachdem jeder, zu seinem besondern Behuf, sich mit dieser oder jener Wissenschaft mehr bekannt machen will. Nur ist hier wieder zu bedauren, daß wir – ausser einigen guten Schriften, welche die Geschichte dieser und jener besondern Wissenschaft enthalten, und die nach der hiesigen Absicht nicht |b305| angeführt werden können – nichts einigermaßen Allgemeines haben, als
Gottlieb Stolle's (sehr unvollständige und seichte) Anleitung zur Historie der Gelahrheit - - zum drittenmal verbessert und - - vermehrt, Jena 1727
in Quart, nebst den ganz neuen Zusätzen, ebendas.
Abkürzungsauflösung von "ebendas.": ebendaselbst
1736
in Quart,
von dem auch eine Anleitung zur Historie der medicinischen, juristischen und theologischen Gelahrheit, letzte Jena 1739
in Quart, herausgegeben ist, die mehr compilirte Bücherkenntniß als Geschichte der Wissenschaft liefert.
c√
|a256||c274|257.
Bey den folgenden Theilen der Literargeschichte ist es 6) ziemlich gleichgültig, welchen man eher als den andern sich bekannt machen soll, obgleich die Bücherkenntniß, selbst in Absicht auf die Erlernung der Wissenschaften, der wichtigste ist. c√ Zur Kenntniß des Bücherwesens im Allgemeinen, und dessen Geschichte, haben wir kein anderes Buch, welches in gedrängterer Kürze und mit mehrerer Genauigkeit und Vollständigkeit das dahin gehörige enthielte, als⌇c
M. Denis Einleitung in die Bücherkunde, ersterTheil, Bibliographie, Wien 1777
gr. 4.; ausser dem aber, und zur Kenntniß der gelehrten Anstalten überhaupt, c√⌇cBurc. Gotth. Struvii Introductio in notitiam rei literariae, die unter diesem Titel mit den Zusätzen gelehrter Männer zum sechstenmal cura Jo. Christ.Fischeri , Frft. et Lips. 1754
in zwey Bändengr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8., und unter dem Titel
Bibliotheca historiae literariae, ganz umgearbeitet von Jo.|b306|Frid.Jugler , Jenae 1754–1763
in 3 Tomm.
Abkürzungsauflösung von "Tomm.": Tomi
gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8. ⌇cherausgekommen ist. Diese letztre Ausgabe ist weit vollständiger, und meistens noch genauer, erstre aber enthält doch Verschiednes, was man in dieser vermißt.
258.
In diesem Struvischen Werk findet man auch die Werke genannt, aus welchen die Bücherkenntniß geschöpft werden kan. Der
zweyte Theil |a257| von Denis Einleitung in die Bücherkunde, Wien 1778
gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
4. soll zwar aus allen Wissenschaften die besten Bücher angeben, nennt aber fast bloß die Titel, und es fehlt sowohl an Wahl als zweckmäßiger Vollständigkeit; welches bey dem großentheils daraus genommnen Versuch einer Mappe-Monde litteraire von Christian Friedr. Wilh. Roth , Erfurt 1785
in groß Folio eben der Fall ist. Ueberhaupt ist wegen des ungemein großen Umfangs der Bücherkenntniß, und der Unmöglichkeit, gar zu viele Bücher genau zu kennen, beyBücherverzeichnissen von mehrern oder allen Theilen der Gelehrsamkeit nicht möglich, daß Ein Schriftsteller reife Wahl beobachten, und zuverläßige Beschreibung geben könne, und ohne dieses beydes können solche Verzeichnisse wenig helfen. Man thut daher besser, sich an Bücher zu halten, welche sich nur auf einzelne Wissenschaften eingeschränkt, und dabey zum wenigsten, nebst zuverläßiger Genauigkeit, eine sorgfältige Wahl des Besten beobachtet haben. – In Absicht auf die theologischen Wissenschaften ist dieses |b307| in der⌇cAnweisung zur Kenntniß der besten allgemeinern Bücher in allen Theilen der Theologie, dritte Auflage, Leipzig 1790.
8.,⌇cwenigstens meine Absicht gewesen, wo auch in der Einleitung Regeln zur Beurtheilung der Bücher und die Hülfsmittel zur Erweiterung der, zumal theologischen, Bücherkenntniß angegeben sind. Man kan damit die ⌇cPredigerbibliothek - - von Dav. GottliebNiemeyer , c√ Halle 1782–1784
in 3 Theilen,gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8. ⌇csehr nützlich verbinden. c√
|a258|259.
c√ Zur Geschichte der Gelehrten hat ein Anfänger, und selbst zum Theil der Gelehrtere,zwey oder drey brauchbare Werke an Georg Christoph Hambergers zuverläßigen Nachrichten von den vornehmsten Schriftstellern vom Anfange der Welt bis 1500, Lemgo 1756–64
in 4 Theilen ingr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8, woraus
dessen kurze Nachrichten von den vornehmsten Schriftstellern vor dem 16ten Jahrhundert, ebendas. 1767
in 2 Octavbänden, ⌇cein verbesserter und vermehrter Auszug sind, und an ⌇c
Christoph. Saxii Onomasticon litterarium, Traj. ad Rhen. 1775–1791
in7Partt.
Abkürzungsauflösung von "Partt.": Partes
gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8. ⌇cwelches theils von engern, theils von weitern Umfang als das Hambergersche ist, da es sich zwar mehr, sonderlich auf humanistische Schriftsteller, einschränkt, aber auch mehr in kleinere Bücher-Notitz, und selbst bis auf unsre Zeit geht. Eine trefliche synchronistische Uebersicht giebt in diesem Fache (obgleich jetzt nur bis an das 16te Jahr|b308|hundert) die ⌇c
Synopsis historiae litterariae, auctore Jerem. Nic. Eyring , Goetting. 1738
und 84 in 3 Tomm.
Abkürzungsauflösung von "Tomm.": Tomi
kl.
Abkürzungsauflösung von "kl.": klein
4.⌇⌇cDie Kenntniß andrer in diesen Werken nicht berührten Schriftsteller kan man aus dem ⌇cAllgemeinen Gelehrten-Lexicon, herausgegeben von Christian GottliebJöcher , Leipz. 1750 und 51
,in 4 Theilen,gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
4. ⌇cschöpfen, wovon weit bessere (doch noch nicht zur Hälfte vollendete)⌇c
Fortsetzungen und Ergänzungen zu diesem Lexicon von Joh. ChristophAdelung , Erster Band, Leipz. 1774, Zweyter Band, 1787
gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
4, ⌇cerschienen sind. c√
c√
|a259|260.
Nunmehr könnte man 7) zur Wiederholung, Ergänzung, und einigermaßen zu mehrerer Zusammenordnung des bisherigen, ein etwas größeres synthetisches Werk über die Literargeschichte benutzen, dergleichen zwar noch gar nicht, so wie man es wünschen möchte, vorhanden ist; aber bey allen großen Mängeln und Fehlern kan doch hier Dan.GeorgMorhofii Polyhistor, Edit.
Abkürzungsauflösung von "Edit.": Editio
4. Lubec. 1747
in 2 Quartbänden, a√
Joh. Andr. Fabricii Abriß einer allgemeinen Historie der Gelehrsamkeit, Leipz. 1751–54
in drey Bänden gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8. und Carl Joseph Bouginé Handbuch der allgemeinen Literargeschichte nach Heumanns Grundriß, Zürich 1789–91
bis jetzt in 4 Bänden in gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8, vor der Hand nothdürftig dienen. a√
|b309|261.
Die übrigen hieher gehörigen Kenntnisse, besonders den steten Zuwachs, welchen die Literargeschichte, und was dahin einschlägt, von Zeit zu Zeit erhalten, muß 8) ein jeder selbst aus einzelnen gelehrten Zeit- und andern Schriften, durch fleißigen Besuch und Durchforschung der Büchersäle und Buchläden, und durch den Umgang mit gelehrten Männern zu ergänzen, zu berichtigen und zu |a260| vervollständigen suchen. Diese Mühe würde sehr erleichtert, und die vollständigere Uebersicht befördert werden, wenn man von allen Wissenschaften und über die Schriften aus mehrern Zeiten solche Sammlungen hätte, wie die literarischen Annalen der Gottesgelehrsamkeit - - von J. N. Eyring sind, wovon aber nur der Erste Zeitraum von 1778–80, Nürnberg 1782
in 8. herausgekommen ist.
Isaaci Casauboni Commentar. in Polybium Tom. I. p. 742 seq. und 721 sqq.
Der Grund, aus dem an dieser Stelle auf Isaak Casaubons Polybius-Kommentar verwiesen wird, liegt darin, dass der griechische Historiker Polybius als Vater der sog. pragmatischen Geschichtsschreibung (πραγματική ἱστορία) gilt. Diese zielt v.a. auf den Erkenntnisgewinn des politisch Handelnden, indem sie (anders als eine an Genealogie oder Koloniegründung orientierte Geschichtsschreibung) Taten und Schicksale in den Mittelpunkt stellt und Ursachen offenlegt, aus denen für die Zukunft gelernt werden soll (vgl. II § 14; II § 92). Die Seitenzahlen p. 742 seq. bzw. 721 sqq. beziehen sich auf Bd. I,2 (1764) der von Johann August Ernesti veranstalteten Polybius-Ausgabe (vgl. I § 112). In seinem dort abgedruckten Kommentar (vgl. aaO 719–854) äußert sich Casaubon an den angegebenen Stellen zur pragmatischen Geschichtsschreibung.
Sleidan
Gemeint ist der Diplomat und Historiker Johannes Sleidanus (1506–1556), dessen Hauptwerk De statu religionis et rei publicae Carolo V. Caesare commentarii (1555) aufgrund der intensiven Quellenarbeit und seiner neutralen Darstellung bis in die Gegenwart hinein ein Standardwerk der Reformationsgeschichte darstellt. Die seit ihrem Erscheinen immer wieder neu aufgelegten Commentarii waren in der zweiten Hälfte des 18. Jh.s in der dreibändigen Ausgabe (1785–1786) Christian Karl am Endes (1730–1799) und in der von Johann Salomo Semler besorgten deutschen Übersetzung in vier Bänden (1771–1773) greifbar. Als Gegenstück zu den Commentarii erschienen kurz darauf Sleidans De quatuor summis imperiis libri tres (1556), eine an der biblischen Vier-Reiche-Lehre orientierte Weltgeschichte. Beide Darstellungen können als Grundlagenwerke der modernen Geschichtsschreibung gelten.
de Thou, (Thuanus)
Jacques Auguste de Thou (Thuanus) (1553–1617) zählt zu den bedeutendsten Historikern der französischen Renaissance. Sein in hervorragendem Latein verfasstes und nach unparteiischer Darstellung strebendes Hauptwerk, die in Paris erschienenen Historiae sui temporis I–IV (1604–1608), eine annalistische Geschichtserzählung der Jahre 1546–1584. Sie umfasst alle europäischen Staaten und das Osmanische Reich, ist jedoch v.a. eine Geschichte Frankreichs. Das auf 138 Bücher angelegte Werk zeichnet sich durch eine komplizierte Editionsgeschichte (bis 1630 erschienen unterschiedliche Ausgaben) aus, blieb zu de Thous Lebzeiten unvollendet, wurde jedoch in London unter Berücksichtigung seiner Manuskripte ein Jahrhundert später in sieben Bänden (1733) vollständig herausgegeben. Diese Ausgabe diente als Grundlage einer französischen Übersetzung (1734).
Voltaire
Der französische Philosoph Voltaire (François-Marie Arouet) (1694–1778) hat mehrere Hundert Werke ganz unterschiedlicher Genres hinterlassen und gehört zu den einflussreichsten Autoren der europäischen Aufklärung. Unter den historischen Schriften können das epochale Werk Le siècle de Louis XIV (1751) und der siebenbändige Essai sur l'histoire générale et sur les mœurs et l'esprit des nations depuis Charle-magne jusqu' à nos jours (1756) hervorgehoben werden, in denen Voltaire einen neuen, soziale und kulturelle Momente berücksichtigenden und von übernatürlichen Erklärungsmustern abweichenden Typus von Geschichtsschreibung entfaltet. Zudem prägte Voltaire mit La philosophie de l'histoire (1765) den Begriff der Geschichtsphilosophie und verfasste den Artikel Histoire in der Encyclopédie.
Hume
Der Philosoph David Hume (1711–1776) gehört mit A Treatise of Human Nature (1739–1740), Enquiry Concerning Human Understanding (Erstveröffentlichung 1748 noch unter abweichendem Titel), Enquiry Concerning the Principles of Morals (1751) sowie den posthum veröffentlichen Dialogues Concerning Natural Religion (1779) zu den wichtigsten Gestalten der schottischen Aufklärung. Zudem ist Hume auch als Ökonom und Historiker hervorgetreten. Als historische Werke sind die sechsbändige History of England bzw. Great Britain (1754–1762) sowie die zweibändige History of Great Britain, under the house of Stuart (1759) zu nennen. Hinzu kommt die die deistische Annahme einer ursprünglichen monotheistischen Vernunftreligion entkräftende Abhandlung The Natural History of Religion (1757).
Robertson
Der Geistliche und Historiker William Robertson (1721–1793), 1762 Rektor der Universität Edinburgh und 1763 nach einer Vakanz von über fünfzig Jahren der erste Historiographer Royal Schottlands, zählt zu den führenden Figuren der schottischen Aufklärung. Zu seinen wichtigsten Werken zählen die zweibändige History of Scotland (1759), die von Zeitgenossen wie Voltaire und Edward Gibbon hochgelobte dreibändige History of the Reign of the Emperor Charles V (1769), in der Robertson die betreffenden Jahrzehnte als Ausgangspunkt für die politische Neuformierung Europas beschreibt, und die zweibändige History of America (1777). In der ersten Auflage der Anweisung ist auf die Übersetzung von Robertsons History of Ancient Greece (2 1778) verwiesen (vgl. I § 138 a).
Gibbon
Der zeitweise auch als Politiker tätige Historiker Edward Gibbon (1737–1794) zählt aufgrund seines Hauptwerkes The History of the Decline and Fall of the Roman Empire (1776–1788) neben David Hume und William Robertson zu den bedeutendsten Geschichtsschreibern der englischsprachigen Aufklärung. Um Objektivität bemüht und unter großflächiger Heranziehung von Primärquellen beschreibt Gibbon den Niedergang Roms vom 2. Jh. bis zum Fall Konstantinopels im Jahr 1453 und macht dabei auch das Christentum mitverantwortlich. Bisweilen gilt Gibbon als erster moderner Historiker des antiken Rom, von besonderer Bedeutung ist seine Erschließung der Spätantike.
Raynal
Bekannt wurde der als Jesuit erzogene Guillaume Thomas François Raynal (Abbé Raynal) (1713–1796) vor allem durch die vielgelesene vierbändige Histoire philosophique et politique des établissements et du commerce des Européens dans les deux Indes (1770), zu der auch Denis Diderot (1713–1784) beigetragen hat. Nachdem dieses u.a. sklavereikritische Werk über die beiden Indien verboten wurde, veröffentlichte Raynal es nach Amsterdam ein zweites Mal in Den Haag (1774), doch wurde auch diese Ausgabe indiziert. Nach der erneuten Veröffentlichung in Genf (1780) musste Raynal Frankreich verlassen und fand schließlich bei Friedrich dem Großen (1712–1786) eine Freistatt. 1784 kehrte er nach Frankreich und 1791 vorübergehend auch nach Paris zurück. Hier folgte seiner Kritik an den absolutistischen Strukturen im vorrevolutionären Frankreich die Kritik an der revolutionären Praxis, die jedoch kein Gehör fand.
Barthelemy
Einer breiten Leserschaft ist der Numismatiker, Sprach- und Altertumswissenschaftler Jean Jacques Barthélemy (1716–1795) vor allem durch sein vierbändiges Werk Voyage du jeune Anarcharsis en Grèce (1788) (vgl. I § 138) bekannt geworden, dessen Ausarbeitung drei Jahrzehnte in Anspruch genommen hat. Im Stil einer Reisebeschreibung – Hauptfigur ist ein junger Skythe auf Bildungsreise, der im Alter seine Eindrücke niederschreibt – entwirft Barthélemy hier ein Bild vom gesellschaftlichen und kulturellen Leben Griechenlands vor Alexander und vereinigt so unterhaltsame Lektüre und Historizität.
Johann Müller
Der in Schaffhausen geborene Diplomat, Bibliothekar und Historiker Johannes von Müller (1752–1809) war einer der wichtigsten Schweizer Intellektuellen seiner Zeit und stand – davon zeugt der umfangreiche briefliche Nachlass – mit führenden Gelehrten in Kontakt. Aus seinen historischen Werken sind das von seinem Lehrer August Ludwig von Schlözer (1735–1809) als epochemachend rezensierte Werk Bellum Cimbricum (1772), Die Geschichte der Schweizer (1780), die nach Müllers Tod fortgesetzte Geschichte der Schweizerischen Eidgenossenschaft I–V/1 (1780–1808) und die unvollendeten, zuerst von seinem Bruder Johann Georg Müller (1759–1819) im Rahmen der Sämmtlichen Werke I–XXVII (1810–1819; 21831–1835) herausgegebenen Vierundzwanzig Bücher allgemeiner Geschichte, besonders der europäischen Menschheit (vgl. I § 235 c) hervorzuheben.
Spittler
Zunächst als Stiftsrepentent in Tübingen tätig, wurde Ludwig Timotheus von Spittler (1752–1810) 1778 auf Vermittlung Christian Gottlob Heynes Professor an der Göttinger Philosophischen Fakultät und verzichtete später zugunsten Gottlieb Jakob Plancks (1751–1833), der Spittler nach dessen Tod eine eigene Schrift widmen sollte (1811), auf einen Lehrstuhl an der Theologischen Fakultät. Bereits zu Tübinger Zeiten hatte Spittler seine Geschichte des Kanonischen Rechts bis auf die Zeiten des falschen Isidorus (1778) veröffentlicht (vgl. III § 89), als theologisch bedeutsamstes Werk darf der mehrfach aufgelegte Grundriß der Geschichte der christlichen Kirche (1782) gelten. Nach dem Verzicht auf die theologische Professur verlegte sich Spittler v.a. auf die politische bzw. Landesgeschichte. In diesem Zusammenhang sind vor allem die Geschichte Wirtembergs unter der Regierung der Grafen und Herzoge (1783), die zweibändige Geschichte des Fürstenthums Hannover seit den Zeiten der Reformation bis zu Ende des siebenzehnten Jahrhunderts (1786) und der zweibändige Entwurf der Geschichte der Europäischen Staaten (1793/1794) zu nennen.
Schiller
Als im engeren Sinne historische Arbeiten Friedrich Schillers, auf Initiative Goethes ab 1789 Professor in Jena, sind v.a. die Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande von der Spanischen Regierung (1788), von der nur der erste von sechs angedachten Bänden erschienen ist, sowie die im Historische[n] Calender für Damen (1791–1793) abgedruckte Geschichte des Dreyßigjährigen Kriegs zu nennen. Hinzugenommen werden kann etwa noch der kurze Aufsatz über die Jesuitenregierung in Paraguai, in: Der Teutsche Merkur 1788 (Okt.), 3–8. In seiner begeistert aufgenommenen Antrittsvorlesung Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte? vom 26. Mai 1789 macht Schiller seine Vorstellung von Geschichtsschreibung deutlich.
E. B. Ruehs Entwurf einer Propädeutik des historischen Studiums. Berlin 1811
Der Autor des geschichtsmethodisch innovativen Entwurfs ist der später v.a. durch nationalistische und antisemitische Überzeugungen aufgefallene Historiker (Christian) Friedrich Rühs (1781–1820).
größern Werke von Cellarius, Büsching, Norrmann
Gemeint ist die zwei Einzelwerke zusammenfassende, später auch ins Deutsche (1709) übersetzte Geographia antiqua iuxta et nova (1687) (die Geographia medii aevi blieb unvollendet) und die häufig aufgelegte Notitia orbis antiqui (1701–1706) (vgl. I § 140) des halleschen Philologen, Historikers und Geographen Christoph Cellarius (1638–1707); mit Anton Friedrich Büsching (1724–1793) verbindet sich die berühmte, insgesamt dreizehnteilige Neue Erdbeschreibung (1754–1803), die er selbst bis in den elften Teil (1754–1792) hinein (Europa und den Anfang von Asien) bearbeitete und für die er zudem einen mehrfach aufgelegten Auszug besorgte (vgl. I § 231), sowie die bis 1802 in sechs Auflagen, zahlreichen Nachdrucken und Übersetzungen erschienene Vorbereitung zur gründlichen und nützlichen Kenntnis der geographischen Beschaffenheit und Staatsverfassung der europäischen Reiche und Republiken (1758); der Rostocker Statistiker und Geograph Gerhard Philipp Heinrich Norrmann (1753–1837) ist der Verfasser des Geographische[n] und Historische[n] Handbuch[s] der Länder-, Völker- und Staatenkunde (1785–1798) und zudem als Bearbeiter von Büschings Vorbereitung (61802) hervorgetreten.
C. G. D. Stein Handbuch der Geographie und Statistik, nach den neuesten Ansichten, 2 Theile, nebst einer Weltcharte. Leipzig 1817
Die hier angeführte dritte Auflage ist 1817 in drei Bänden erschienen.
Desselben kleine Geographie. Neue Auflage. 1817
Gemeint ist die achte Auflage.
meinen Grundsätzen der Erziehung und des Unterrichts in der Unterrichtslehre Kap. 7
Niemeyers Grundsätze sind bereits zuvor nach der sechsten Auflage (1810) angeführt worden (vgl. I § 64 c). Gemeint ist wohl das fünfte Kapitel im dritten, die Didaktik beinhaltenden Hauptabschnitt des zweiten Teils, in dem der Unterricht in Geographie und Geschichte behandelt wird (vgl. aaO 437–472), doch wird im siebenten Kapitel (vgl. I § 70 c) explizit auf das fünfte Kapitel verwiesen (vgl. aaO 543).
Weltgeschichte von A. L. Schlözer, Erster Theil, in der Einleitung, sonderlich S. 79–119
In August Ludwig von Schlözers (1735–1809) zweibändiger WeltGeschichte nach ihren HauptTheilen im Auszug und Zusammenhange (1785/1789) finden sich auf den angegebenen Seiten der Einleitung Überlegungen zum Begriff der Weltgeschichte und ihren unterschiedlichen (chronologisch, synchronistisch, geographisch, technographisch, ethnographisch) Darstellungsmöglichkeiten (aaO 79–91 [Abschnitt V]) sowie die Entscheidung für eine doppelte, d.h. eine synchronistische und synthetische, Abteilung der Weltgeschichte (aaO 92–119 [Abschnitt IV]).
Polizirung
D.h. die äußere Ordnung.
Zertrümmerung des persischen Reichs durch Alexander
Gemeint ist der makedonische König Alexander III., der Große (356–323 v. Chr.), der das persische Großreich der Achämeniden nach der Ermordung Dareios' III. im Jahre 330 v. Chr. endgültig eroberte.
Kyrus
Gemeint ist der persische König Kyros II., der Große (gest. 530 v. Chr.).
Anleitung zur Kenntniß der allgemeinen Welt- und Völkergeschichte, von Christian Daniel Beck, Erster Theil, Leipz. 1778, Zweyter 1788
Der erste Teil ist, wie in der dritten Auflage der Anweisung korrigiert, 1787 erschienen, der vierte Teil stammt aus dem Jahr 1807.
J. A. Remer's Handbuch der allgemeinen Geschichte, 3 Theile. Braunschweig 1783
Der dritte Teil ist 1784 erschienen.
J. G. F. Eichhorn's Weltgeschichte, 2 Theile, Göttingen 1804
Bei dem Autor handelt es sich um den v.a. im Zusammenhang der biblischen Einleitungswissenschaften (vgl. II § 34) bedeutenden Historiker, Orientalisten und Philologen Johann Gottfried Eichhorn (1752–1827), ein dritter Vorname ist nicht bekannt. Die zwei Teile der hier angeführten zweiten Auflage seiner Weltgeschichte sind bis 1814 in insgesamt fünf Bänden erschienen. Der erste Teil umfasst in einem Band die Geschichte der alten, der zweite Teil in vier Bänden die Geschichte der neuen Welt.
K. H. L. Pölitz Handbuch der Weltgeschichte, 3 Theile. Leipzig 1805–1806
Hier handelt es sich um Karl Heinrich Ludwig Pölitz' dreiteiliges Werk Die Weltgeschichte. Ein Lehr- und Lesebuch für gebildete Stände, Gymnasien und Schulen (1805–1806), das unter leicht verändertem Titel mehrfach aufgelegt und auch als Handbuch der Weltgeschichte bezeichnet wurde.
Theodor Bergers synchronistische Universalhistorie der vornehmsten europ. Reiche etc. nach der 6sten von Wolfg. Jäger verbesserten Ausgabe, Coburg 1781
Aus dem Jahr 1781 stammt die fünfte Auflage, eine sechste Auflage ist nicht zu ermitteln.
Blairschen Tafeln, die schon zu London 1756, und wieder 1768 […] in Kupfer gestochen, mit 14 Landcharten herauskamen
John Blairs (gest. 1782) The Chronology and History of the World, from the Creation to the Year of Christ, 1753, illustrated in LVI tables ist zuerst 1754 in London erschienen und 1756 nachgedruckt worden. Weitere Ausgaben folgten.
Leopold II.
Gemeint ist Leopold II. (1747–1792), ab 1790 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.
D. G. F. Hübler's synchronistische Tabellen der Völkergeschichte, nach Gatterer. 3 Lieferungen. 1796–1799
Der Name des Autors lautet Daniel Gotthold Joseph Hübler (1734–1805), zugrunde liegt Johann Christoph Gatterers Versuch einer allgemeinen Weltgeschichte bis zur Entdeckung Amerikens (1792).
J. E. Gatterer's Stammtafeln zur Weltgeschichte […] Göttingen 1790
Der Name des Autors lautet Johann Christoph Gatterer.
T. G. Voigtel's genealogische Tafeln. Halle 1811
Gemeint ist der erste Teil von Traugott Gotthold Voigtels (1766–1843) Genealogische[n] Tabellen zur Erläuterung der Europäischen Staatengeschichte, der zweite Teil erschien erst 1829.
Elemens de l'histoire generale par l'Abbé Millot, welche seit 1772 mehrmals, z. B. zu Bern 1775 in 9 Bänden gr. 12. aufgelegt
Claude François Xavier Millots (1726–1785) Werk Eléméns D'Histoire Générale ist in zwei Partien in Paris erschienen. Die vier Bände der première partie stammen aus dem Jahr 1772 und umfassen die histoire ancienne, die fünf Bände der seconde partie umfassen die histoire moderne und stammen aus dem Jahr 1773. 1775 sind beide Partien in Lausanne und auch in Neuchâtel (édition augmentée) erschienen, eine Berner Ausgabe ist nicht nachzuweisen.
Millot Universalhistorie alter, mitler und neuer Zeiten […] fortgesetzt von Wilh. Ernst Christiani, Leipzig 1777–91 in 12 Theilen
Die von Wilhelm Ernst Christiani (1731–1793) verfassten Teile 10 bis 12 sind auch unter dem Titel Geschichte der neuesten Weltbegebenheiten 1–3 erschienen, der zwölfte Teil datiert aus Christianis Todesjahr.
Remer
Gemeint ist Julius August Remer (1738–1803).
C. M. Koch's Gemählde der Revolutionen in Europa, seit dem Umsturz des römischen Kaiserthums. Aus dem Französischen von Sander, 3 Theile. Berlin 1807
Der Name des Autors lautet Christoph Wilhelm Koch (1737–1813), bei dem Übersetzer handelt es sich um Johann Daniel Sander (1759–1825). Die ersten beiden Teile sind 1807 erschienen, der dritte Teil folgte 1809.
Michael Ignaz Schmidts Geschichte der Deutschen, Ulm 1778–91, bisher in 10 Theilen in gr. 8. und der erste Theil verbessert aufgelegt 1785
Ab dem sechsten Teil (1785) erschien die Geschichte der Deutschen bei neuer Zählung auch unter dem Titel Neuere Geschichte der Deutschen. Nach dem Tod Michael Ignaz Schmidts (1736–1794) wurde das Werk ab dem zwölften Teil (1797) von Joseph Milbiller (1753–1816), ab dem 23. Teil (1824) unter dem Titel Geschichte Deutschlands seit der Stiftung des Rheinbundes von Leonhard von Dresch (1786–1836) fortgesetzt. Aufgrund seiner patriotischen Betrachtungsweise und seines weitgehend überkonfessionellen Standpunktes entfaltete dieses Hauptwerk der aufgeklärten katholischen Geschichtsschreibung eine große Breitenwirkung und ist bis 1830 in insgesamt 27 Teilen erschienen. Der Hinweis auf die verbesserte Auflage des ersten Teils muss sich nicht unbedingt nur auf den ersten Band der in Ulm erschienenen zweiten Auflage beziehen (1785), sondern könnte auch die ersten fünf Bände (1785–1788) meinen.
Kohlrausch deutsche Geschichte für Schulen, 2 Theile. Elberfeld 1816–1817
Zwischen 1816 und 1817 sind drei Teile erschienen.
Christoph Gottlob Heinrich's teutsche Reichsgeschichte […] wovon bisher drey Theile, Leipz. 1787–89 in gr. 8. (bis auf Kaiser Karl IV.) erschienen sind
Innerhalb der ursprünglich von William Guthrie (1708–1770) und John Gray (Geburts- und Sterbejahr unbekannt) besorgten und u.a. von Christian Gottlob Heyne ins Deutsche übersetzten Allgemeine[n] Weltgeschichte von der Schöpfung an bis auf gegenwärtige Zeit (1765–1808) (vgl. I § 244) fungiert Christoph Gottlob Heinrichs (1748–1810) Teutsche Reichsgeschichte I–IX (1787–1805) als neunter Band. Der dritte Band der Reichsgeschichte reicht bis zum Tod Karls IV. (1316–1378). Da der fünfte Band aus dem Jahr 1793 datiert, dürften entweder die Band- oder die Jahreszahl fehlerhaft aus der zweiten in die dritte Auflage der Anweisung übernommen worden sein.
Die allgemeine Welthistorie in einem vollständigen und pragmatischen Auszuge - - verfertigt von Franz Dominicus Häberlin. Neue Historie, Halle 1767–73, in 12 Bänden
Dieses Werk ist bis 1790 in insgesamt 27 Bänden erschienen, von Franz Dominicus Häberlin (1720–1787) stammen nur die ersten zwölf Bände.
jener Allgem. Welthist.
D.i. die Allgemeine Welthistorie.
Staatskunde von Deutschland im Grundrisse, von H. W. G. Grellmann, deren erster Theil zu Göttingen 1790 in 8. ans Licht getreten ist
Der Name des Autors lautet Heinrich Moritz Gottlieb Grellmann (1756–1804). Der erste Teil trägt den Untertitel Allgemeine Beschreibung des Teutschen Reichs, weitere Teile sind nicht erschienen.
Joh. Alb. Herm. Heldmann
Für Johann Albrecht Hermann Heldmann (1734–1810) ist auch die Namensvariante Johann Albert Hermann Heldmann belegt.
H. W. G. Grellmann's historisch-statistisches Handbuch von Deutschland, 1ster und 2ter Theil
Der Name des Autors lautet Heinrich Moritz Gottlieb Grellmann (1756–1804). Die beiden Bände des unvollendet gebliebenen Historisch-statistische[n] Handbuch[s] von Teutschland sind 1801 bzw. 1804 in Göttingen erschienen.
J. S. Pütter's historische Entwickelung der heutigen Staatsverfassung des deutschen Reichs, 2 Theile. 1798
Gemeint ist die in Göttingen erschienene dritte Auflage (1798–1799), die wie die früheren drei Bände umfasst. Der den Zeitraum von 1740 bis 1786 abhandelnde dritte Band aus dem Jahr 1799 ist hier nicht berücksichtigt.
Staatsverfassung der heutigen vornehmsten europäischen Reiche und Völker […] von Gottfr. Achenwall, 7te Ausgabe, Erster Theil, Göttingen 1790, Zweyter Theil, 1785
Hier wird auf den ersten Teil der siebenten (1790) und den zweiten Teil der sechsten Auflage (1785) verwiesen. Der in der ersten Auflage der Anweisung angeführte erste Teil der sechsten Auflage ist 1781 erschienen, bei dem in der dritten Auflage der Anweisung gebotenen Verweis auf eine vierte Auflage aus dem Jahr 1790 handelt es sich um einen Fehler. Nach Gottfried Achenwalls (1719–1772) Tod hatte zunächst August Ludwig von Schlözer (1735–1809), danach dessen Schüler Matthias Christian Sprengel (1746–1803) die Betreuung dieses Werkes übernommen. Der zweite Teil der von Sprengel besorgten siebenten Auflage ist unvollendet geblieben, es erschien lediglich eine Rußland, Dänemark und Schweden umfassende erste Abteilung (1798).
Einleitung zur allgemeinen und besondern europäischen Staatskunde, entworfen von M. E. Tozen […] V. A. Heinze 1ster Band, Schwerin 1790
Der Name des Autors ist Eobald (Ewald) Toze (1715–1789), der auf dem Titelblatt befindliche Buchstabe M. ist als Initiale nicht aufzulösen, sondern dürfte für Tozes in Göttingen erworbenen Magistertitel zu nehmen sein. Der zweite Band der von Valentin August Heinze (1758–1801) bearbeiteten vierten Auflage erschien erst Jahre später (1799).
Anleitung zur Kenntniß der europäischen Staatenhistorie - - von Joh. Georg Meusel, dritte Ausgabe, Leipz. 1788
Bei der in der dritten Auflage der Anweisung nachgetragenen Ausgabe aus dem Jahr 1800 handelt es sich um die vierte Auflage. Diese trägt, anders als die früheren Auflagen, den Titel Anleitung zur Kenntniß der Europäischen Staatengeschichte.
L. L. Spittler's Entwurf der Geschichte der europäischen Staaten, fortgesetzt von Sartorius, 2 Theile. Berlin 1807
Der Name des Autors lautet Ludwig Timotheus von Spittler, die Fortsetzung besorgte sein Schüler Georg Sartorius (1765–1828).
Histoire ancienne - - par Rollin, die Halle 1756. 57 in 4 Voll.
Charles Rollins (1661–1741) Histoire ancienne des Egyptiens, des Carthaginois, des Assyriens, des Babyloniens, des Mèdes et des Perses, des Macédoniens, des Grecs ist in insgesamt fünf Bänden (1756–1758) in Halle erschienen. Dass der fünfte Band aus dem Jahr 1758 hier nicht genannt ist, könnte damit zusammenhängen, dass er der Geschichte der Philosophie und der Mathematik gewidmet ist. Ursprünglich war dieses Werk in 13 Teilen in Paris erschienen (1730–1738) und lag vor der in der Anweisung bibliographierten französischen Ausgabe als Historie alter Zeiten und Völcker (1738–1749) in deutscher Übersetzung vor.
Ebendesselben noch beßre Histoire Romaine, die ebendaselbst 1753–55 in 5 Voll.
Diese Ausgabe besteht aus sechs Bänden (Halle 1753–1755).
Histoire des Empereurs, nebst deren Fortsetzung in der Histoire des Empereurs Romains - - jusqu'a Constantin, par J. B. L. Crevier, nachgedruckt Amst. 1750 f. in 12 Bänden
Bei der Histoire des Empereurs ist zuerst an Louis Sébastien Le Nain de Tillemonts (1637–1698) Standardwerk Histoire des empereurs et des autres princes qui ont regné durant les six premiers siècles de l'eglise (1690–1738; 21707–1739) zu denken, doch ist Jean Baptiste Louis Creviers (1693–1765) Histoire des Empereurs Romains laut Vorwort als Fortsetzung der zuvor genannten Histoire Romaine seines Lehrers Charles Rollins (1661–1741), die laut Untertitel bis zum Ende der Republik reicht und von Crevier vollendet wurde, konzipiert. Zudem umfasst Le Nain de Tillemonts Kaisergeschichte die ersten sechs Jahrhunderte und bedarf kaum einer Fortsetzung. Entweder hat Nösselt den Zusammenhang der Werke Rollins und Creviers durcheinandergebracht oder der Einschub „und der Histoire des Empereurs“ ist im Text schlicht zu tilgen.
Allgemeine Weltgeschichte, von der Schöpfung an bis auf gegenwärtige Zeit, von Wilh. Guthrie, Joh. Gray und andern […] Leipz. 1765 flgg.
1785 erschien ein zweiter Teil, 1788 eine verbesserte und erweiterte zweite Ausgabe (denuo recognita).
Christoph. Aug. Heumanni Conspectum reipublicae literariae, Edit. 6. Hanover. 1753
Nach dem Tod Christoph August Heumanns (1681–1764) hat Jeremias Nicolaus Eyring (1739–1803) die in der dritten Auflage der Anweisung nachgetragene achte Auflage besorgt. Deren Material war derart angewachsen, dass sie in zwei jeweils knapp 500 Seiten starken Teilen erscheinen musste. Der erste Teil stammt aus dem Jahr 1791, der zweite aus dem Jahr 1797.
Versuch einer Einleitung in die Geschichte der Kenntnisse, Wissenschaften und schönen Künste, von Sam. Gottlieb Wald, Halle 1784
Zwei Jahre später hat Samuel Gottlieb Wald (1762–1828), ein Schüler Nösselts, Zusätze und Verbesserungen (1786) zu seinem Werk folgen lassen.
Handbuch über die Geschichte der Literatur und der Kunst, von Joh. Georg Dahler, Jena 1788 in gr. 8., wegen des schönen Eichhornischen Plans, der zum Grunde liegt
Dem Handbuch zum Gebrauch bey Vorlesungen über die Geschichte der Literatur und der Kunst liegen Johann Gottfried Eichhorns (1752–1827) in Jena gehaltene Vorlesungen über die Literaturgeschichte zugrunde, die Johann Georg Dahler (1760–1832) mitgeschrieben und mit Eichhorns Erlaubnis herausgegeben hat. In der dritten Auflage der Anweisung ist dann Eichhorns berühmte eigene Geschichte der Litteratur nachgetragen.
L. Wachler's Versuch einer allgemeinen Geschichte der Literatur und der Cultur, 1ster bis 3ter Band. Lemgo 1793–1801
Der genaue Titel lautet Versuch einer allgemeinen Geschichte der Litteratur für studirende Jünglinge und Freunde der Gelehrsamkeit und dürfte mit Wachlers Handbuch der allgemeinen Geschichte der literärischen Cultur (vgl. I § 256) vermengt worden sein.
Eichhorn […] Geschichte der Literatur von ihrem Ursprung bis auf die neuesten Zeiten, 1ster bis 5ter Band. Göttingen 1801–1807
Die Geschichte der Litteratur von ihrem Anfang bis auf die neuesten Zeiten des vielseitig interessierten Historikers, Orientalisten und Philologen Johann Gottfried Eichhorn (1752–1827) ist in insgesamt sechs Bänden erschienen. Der erste Band stammt aus dem Jahr 1805, der fünfte aus dem Jahr 1807. Die dazwischenliegenden Bände sind jedoch zwischen 1805 und 1812 erschienen. Von Eichhorn stammen nur die ersten fünf Bände, die beiden Abteilungen des sechsten Bandes (1810/1811) beinhalten Karl Friedrich Stäudlins (1761–1826) Geschichte der theologischen Wissenschaften seit der Verbreitung der alten Litteratur.
Versuch einer Geschichte der Cultur […] von dem Verfasser des Begriffs menschlicher Fertigkeiten und Kenntnisse, (Joh. Christoph. Adelung,) Leipzig 1783
Dieses Werk stammt aus dem Jahr 1782 und ist ohne Angabe des Autors erschienen. Über den im Untertitel befindlichen Hinweis, es stamme von dem Verfasser des vierteiligen Kurze[n] Begriff[s] menschlicher Fertigkeiten und Kenntnisse (1778–1781), kann jedoch Johann Christoph Adelung (1734–1806) als Verfasser ermittelt werden.
Gottlieb Stolle's (sehr unvollständige und seichte) Anleitung zur Historie der Gelahrheit […] nebst den ganz neuen Zusätzen, ebendas. 1736
Gottlieb Stolles (1673–1744) Gantz neue Zusätze und Ausbesserungen Der Historie Der Philosophischen Gelahrheit sind 1736 als eigenständige Publikation in Jena erschienen, bei selbständiger Seitenzählung jedoch auch der vierten Auflage der Anleitung Zur Historie der Gelahrheit (1736) beigegeben.
von dem auch eine Anleitung zur Historie der medicinischen, juristischen und theologischen Gelahrheit, letzte Jena 1739
Gemeint sind Gottlieb Stolles (1673–1744) Anleitung Zur Historie Der Medicinischen Gelahrheit (1731), Anleitung zur Historie der Theologischen Gelahrheit (1739) sowie die von Christian Gottlieb Buder (1693–1763) mit einer Vorrede versehene und von Stolles Söhnen besorgte Anleitung zur Historie der Juristischen Gelahrheit. Nebst einer Ausführlichen Nachricht, von des seel. Verfassers Leben und Schrifften (1745).
G. C. Adelung's Versuch einer Geschichte der Cultur des menschlichen Geschlechts. Leipzig 1783
Der Name des Autors lautet Johann Christoph Adelung (1734–1806).
J. G. Meusel's Leitfaden zur Geschichte der Gelehrsamkeit. Leipzig 1799
Dieses Werk ist in drei Bänden (1799–1800) erschienen.
L. D. Wachler's Handbuch der allgemeinen Geschichte der literarischen Cultur, 2 Bände. Marburg 1804
Der Name des Autors lautet Johann Friedrich Ludwig Wachler (1767–1838). Dieser wird auf den Titelblättern beider Bände zwar als D. Ludwig Wachler bezeichnet, doch handelt es sich hier nicht, wie in der dritten Auflage der Anweisung fehlerhaft bibliographiert, um eine Initiale, sondern um die Abkürzung für den 1788 erworbenen Doktorgrad. Der zweite Band ist 1805 erschienen.
M. Denis Einleitung in die Bücherkunde, erster Theil, Bibliographie, Wien 1777
Die erste Auflage von Michael Denis' (1729–1800) Einleitung besteht, wie auch die in der dritten Auflage der Anweisung nachgetragene zweite Auflage, aus zwei Teilen (1777/1778) (vgl. I § 258). Die Bibliographie enthält nur der erste Teil, der zweite bietet dagegen laut Untertitel die Literargeschicht.
Der Jesuit Michael Denis (1729–1800) wirkte nach der Aufhebung seines Ordens durch Papst Clemens XIV. (1769–1774) im Jahr 1773 bis zu seinem Tod als Bibliothekar und hat in dieser Eigenschaft auch öffentliche Vorlesungen gehalten. Eine wie hier angeführte Ausgabe seiner Vorlesungen ist jedoch nicht nachzuweisen.
Bibliotheca historiae literariae, ganz umgearbeitet von Jo. Frid. Jugler, Jenae 1754–1763 in 3 Tomm.
Später folgte mit den Supplementa et emendationes ad Bibliothecam Litterariam Struvio-Iuglerianam (1785) ein weiterer, von Hermann Friedrich Koecher (1747–1787) herausgegebener Band.
zweyte Theil von Denis Einleitung in die Bücherkunde, Wien 1778
Vgl. I § 257.
J. S. Ersch Handbuch der deutschen Literatur, 2ter Band, 8te Abtheilung. Leipzig 1811–1816
Zu Johann Samuel Erschs (1766–1828) Handbuch vgl. I § 196 c. Die vierte Abteilung des zweiten Bandes (1814) ist zugleich die achte Abteilung des ganzen Werkes.
dessen kurze Nachrichten von den vornehmsten Schriftstellern vor dem 16ten Jahrhundert, ebendas. 1767 in 2 Octavbänden
Der erste Band stammt aus dem Jahr 1766.
Christoph. Saxii Onomasticon litterarium, Traj. ad Rhen. 1775–1791 in 7 Partt.
Der siebente Band stammt aus dem Jahr 1790, 1803 ist zudem ein achter Band erschienen.
Synopsis historiae litterariae, auctore Jerem. Nic. Eyring, Goetting. 1738 und 84 in 3 Tomm.
Wie in der ersten Auflage der Anweisung korrekt angegeben, stammt der erste Band aus dem Jahr 1783. Die beiden übrigen Bände sind fortlaufend nummeriert und ohne Jahresangabe erschienen.
Fortsetzungen und Ergänzungen zu diesem Lexicon von Joh. Christoph Adelung, Erster Band, Leipz. 1774, Zweyter Band, 1787
Der erste der beiden von Johann Christoph Adelung (1734–1806) besorgten Ergänzungsbände zu Christian Gottlieb Jöchers (1694–1758) ursprünglich vierbändigem Allgemeine[n] Gelehrten-Lexikon (1750–1751) ist, wie in der ersten Auflage der Anweisung richtig bibliographiert, im Jahre 1784 erschienen.
Rotermund
Nach Johann Christoph Adelung (1734–1806) übernahm ab dem dritten Band (1810) Heinrich Wilhelm Rotermund (1761–1848), der daneben auch durch eigene Gelehrtenlexika zu Bremen (1818) sowie zu Hannover (1823) hervorgetreten ist, die Fortsetzungen und Ergänzungen zu Christian Gottlieb Jöchers (1694–1758) Gelehrten-Lexikon.
kritisch-historische Wörterbuch von P. Bayle
Gemeint ist Pierre Bayles (1647–1706) häufig aufgelegtes zweibändiges Dictionnaire historique et critique (1697), das nach der Auflage von 1740 von Johann Christoph Gottsched (1700–1766) unter dem Titel Herrn Peter Baylens [...] Historisches und Critisches Wörterbuch I–IV (1741–1744) mit Anmerkungen unterschiedlicher Gelehrter versehen und ins Deutsche übersetzt worden ist.
Sein Fortsetzer Chaufepied und Marchand
Gemeint sind Jacques Georges de Chauffepiés (1702–1786) vierbändiges Nouveau dictionnaire historique et critique, pour servir de supplément ou de continuation au Dictionnaire historique et critique de MR. Pierre Bayle (1750–1756) und das posthum herausgegebene zweibändige Dictionaire historique, ou Mémoires critiques et littéraires concernant la vie et les ouvrages de divers personnages distingués, particulièrement dans la République des Lettres (1758/1759) des französischen Buchhändlers Prosper Marchand (1678–1756).
J. A. Fabricii Abriß einer allgemeinen Historie der Gelehrsamkeit, 3 Bände. Leipzig 1751–1754
Die ersten beiden Bände sind 1752 erschienen, der dritte Band 1754.
oben (§. 256.) angeführten Handbücher von Bouginé, Meusel und Wachler
Carl Joseph Bouginés (1735–1797) Handbuch der allgemeinen Litterargeschichte wird in § 255 genannt.
Joh. Andr. Fabricii Abriß einer allgemeinen Historie der Gelehrsamkeit, Leipz. 1751–54 in drey Bänden
Vgl. I § 259.
Untersuchungen von dem Ursprung der Gesetze, Künste und Wissenschaften - - aus dem Französischen des Anton Yves Goguet übersetzet, Lemgo 1760–62
Der Originaltitel dieses dreibändigen Werkes lautet De l'origine des loix, des arts, et des sciences; et de leurs progrès chez les anciens peuples (1758), die Übersetzung stammt von Georg Christoph Hamberger (1726–1773).
a:
und schöne Wissenschaften
a:
219
c:
gründet sich
c:
ø
c:
bei
c:
verschiedenen
a:
nutzbar
c:
daraus
c:
machen,
a:
einzle
c:
zugleich,
c:
Ursach,
a:
Verändrungen
c:
wurden:
c:
bei
a:
220
c:
Alles
c:
geschieht
a:
grössere
a:
intereßirt
c:
verschiedenen
c:
abzusondern:
a:
daher
c:
verschiedene
a:
ø
c:
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
Hierdurch
a:
221
a:
angegebnem
c:
angegebenen
a:
zusammenhängend
c:
eigenen
c:
Sofern
c:
Materialien
ac:
kann
c:
speculativen
c:
entgehen
a:
Untersuchung
a:
222
a:
blosses
c:
Magazin,
c:
Schule der Weisheit und Klugheit
c:
bei Tugenden,
c:
stattfinden
c:
die
c:
mit
c:
berechnen
c:
dabei
c:
verschiedener
c:
verschiedenen
a:
Mittel
c:
Andere
a:
grossen
c:
großem
c:
anschaulich;
c:
drei
c:
gewöhnt
c:
kleinsten
a:
derselben
a:
weit weniger
a:
ø
c:
bei
c:
außer
c:
hierdurch
c:
beinahe
c:
handeln
c:
wobei
ac:
kann
c:
eigenem
c:
dessen, was vor uns geschehen ist
a:
223
c:
genommenen
a:
Maaßregeln
a:
sowohl
c:
ist
c:
auch
c:
ein Beförderungsmittel der Tugend, und kann vor Verirrungen
sieht auf die Hülfs- und Erleichterungsmittel des |c247| Studiums. – Auf keinen
c:
darf
a:
ø
c:
bloße
a:
Vielwisserey
c:
Vielwisserei
c:
ø
c:
Zeitverkürzung
c:
wenn von einem wirklichen Studium die Rede ist,
a:
221
c:
ist. Alsdann
c:
welches der eigentliche und würdige Gesichtspunkt eines solchen Studiums seyn
c:
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung.
Mehr als alle Regeln lehrt die Lesung
c:
selbst
c:
Geschichtsforscher
a:
228
c:
225.
a:
ø
c:
Wahrheit
c:
haben deutsche Historiker stets einen hohen Rang behauptet. In
c:
Neuern, wiewohl nicht von verschiedenen Seiten,
c:
Thou
a:
Joh.
c:
von
c:
Spittler ,
a:
ø
c:
Andere, freilich
c:
wie namentlich Voltaire ,
c:
nicht,
a:
233
c:
Die Methode und die Hülfsmittel des historischen Studiums betreffend, so wird man hier keine vollständige Anweisung für Geschichtsforscher, oder für solche erwarten, die sich mit vorzüglichem Fleiß diesem Studium widmen, und überall aus den Quellen schöpfen wollen. Nur einige Winke sollen denen gegeben werden, welche entweder versäumt, noch den ersten Grund hierin legen |c248| müssen, oder sich mit der Geschichte nur so weit beschäftigen, als zur bessern Kenntniß der übrigen, namentlich der theologischen Wissenschaften, nöthig ist. Jedoch kann die Religions- und Kirchengeschichte hier noch weniger berücksichtigt werden, da unter den eigentlichen theologischen Wissenschaften von ihr die Rede seyn wird.
a:
Anm.
a:
alsdenn
a:
Anm.
a:
besonderer
a:
Anm.
a:
einlassen
a:
Vol.
Abkürzungsauflösung von "Vol.": Volumen
I. Pars I. Lipsiae 1782. P.
Abkürzungsauflösung von "P.": Pars
II. 1784. u.
Abkürzungsauflösung von "u.": und
Vol.
Abkürzungsauflösung von "Vol.": Volumen
II. P.
Abkürzungsauflösung von "P.": Pars
I. 1785.
a:
ist
a:
1740.
a:
gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8.
c:
{Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
Als Einleitung in das Studium zeichnet sich aus:
E. B. Ruehs Entwurf einer Propädeutik des historischen Studiums. Berlin 1811.
}
a:
234
c:
Zuvörderst sollte ohne
c:
Geographie, welche uns den Schauplatz bekannt macht, auf welchem das, was sie erzählt, sich zutrug, niemand
c:
studieren wollen. Dieses
c:
Studium mag sich
c:
Allgemeine beschränken,
c:
Vieles
c:
müssen
c:
natürlichen
c:
Gebirge
c:
1)
c:
kann,
c:
fängt
c:
gewöhnlich
c:
neuern
a:
ø
c:
an
c:
geht
c:
mittlern
c:
ältern fort. 2)
c:
dabei der Gebrauch der
c:
kann, unentbehrlich ist
a:
ø
a:
1784.
a:
1785.
a:
ø
a:
mitlern
a:
ø
a:
ø
a:
zugleich richtigeres und vollständigeres als d'Anville
a:
mitlern
a:
mitlern
a:
1782.
a:
die doch nur einige europäische Staaten betrifft
a:
können
a:
140. erwehnte Handbuch nach Anleitung der
a:
Landcharten,
a:
wovon der erste Band, über Europa, Nürnberg 1785.
in gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8. vollendet ist, von dem zweyten aber bis jetzt einige Theile von Asien und Aegypten, erschienen sind. Der vortrefliche
a:
Danvillanus
a:
faßt, ist daselbst 1784.
nachgestochen
a:
einzler
a:
befinden
a:
ø
a:
können
c:
|c249|Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
1. Ein durchgreifender Versuch, natürliche Eintheilungsgründe zu wählen, und auf Gebirge, Thäler, besonders aber auf Meere und Flüsse Rücksicht zu nehmen, ist A. Zeune Versuch einer wissenschaftlichen Erdbeschreibung. Berlin 1808.
Etwas noch weit vollständigeres aber läßt C. Ritter's Erdkunde, oder allgemeine vergleichende Geographie, als sichere Grundlage des Studiums und Unterrichts in physikalischen und historischen Wissenschaften, wovon bereits der erste Theil, Berlin 1817.
, erschienen ist, erwarten.
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
2. Als Hülfsmittel für das erste Studium, mit Vorbeigehung der
größern Werke von Cellarius ,Büsching ,Norrmann , erinnern wir für alte Geographie an die §. 140. Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
angeführten Werke; für mittlere und neuere
J. C. Gatterer's kurzer Begriff der Geographie, Göttingen 1789.
, 2 Oktavbände,
die sich neben der Länder- auch auf Völkerkenntniß erstreckt, und sie mit großer Sorgfalt classificirt.
D'Anville Handbuch der mittlern Erbeschreibung, nebst einer Landcharte von der mittlern Geographie. Nürnberg 1782.
gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8.
J. E. Fabri's Handbuch der neuesten Geographie, 3te Aufl.
Abkürzungsauflösung von "Aufl.": Auflage
Halle 1790.
, nebst
Desselben kurzem Abriß, 15te Aufl.
Abkürzungsauflösung von "Aufl.": Auflage
1817.
C. G. D. Stein Handbuch der Geographie und Statistik, nach den neuesten Ansichten, 2 Theile, nebst einer Weltcharte. Leipzig 1817.
, nebst
Desselben kleine Geographie. Neue Auflage. 1817.
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
3. Die Versäumniß der Geographie überhaupt und ihre Trennung von der Geschichte ist eine Hauptursach, warum die geschichtlichen Kenntnisse bei Vielen theils so unklar sind, theils so bald verloren gehen, weil sie sich nicht sinnlich an die Orte und Länder anschließen, worin |c250| sie vorgegangen sind. Man sehe, was ich darüber, so wie überhaupt über das Studium beider Wissenschaften, in
meinen Grundsätzen der Erziehung und des Unterrichts in der UnterrichtslehreKap.
Abkürzungsauflösung von "Kap.": Kapitel
7. bemerkt habe. A. d. H.
Abkürzungsauflösung von "A. d. H.": Anmerkung des Herausgebers
a:
235
c:
muß
c:
allgemeinen Weltgeschichte
a:
230
c:
227.
c:
ø
c:
bei
c:
Grunde,
c:
kann
a:
234
c:
die Zeit, der
c:
andere
c:
andere
c:
Ueberdieß
c:
jeder besondere Theil der
c:
andere Theile ein
c:
Staate
a:
einzeln
c:
Einmal
c:
kann
c:
andere
c:
allgemeinen Weltgeschichte
a:
anfangs
a:
227
c:
224. ),
c:
ø
c:
lernen
c:
vernachlässigen. Auch
c:
Geschichte. Sie
c:
Verhältnisse
a:
eröfnete
c:
Feld. Es
a:
grössern
c:
dem Umfang und
c:
des Studiums
c:
es
c:
betreiben, nicht wenig
c:
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
c:
kann
a:
einzle
c:
gebrauchen
c:
Freilich
c:
gelernt
c:
sie
c:
Hand
c:
gleichsam
ac:
Geschichtscharte
a:
besserer
a:
236
c:
Eine
c:
welche
a:
ø
c:
soll, muß 1) bei
a:
a)
a:
merkwürdigeren
c:
merkwürdigsten
c:
andere
c:
dient
c:
2)
c:
beiden
c:
muß
c:
3)
c:
4)
c:
bei
c:
Spezialgeschichte sowohl,
ac:
lassen
a:
237
a:
einzle
a:
gelernet
c:
bei
c:
verschiedenen
c:
Bei
c:
kann
a:
einander
c:
werden
c:
zweiten
c:
Bei
c:
kommt
c:
darauf
c:
Hauptgegenstande
a:
Cultur
c:
meisten Länder oder Völker
c:
Cultur mit Allem, was diese in sich begreift
ac:
lassen
c:
Hauptveränderungen
c:
(universalhistorische Begebenheiten)
c:
Ruhepunkte
c:
Perioden
c:
machen
c:
wieder in gleicher Art
c:
kann
a:
Verstande
c:
Geschichte
a:
überhaupt
c:
bei
a:
insbesondre
c:
insbesondere
a:
Göttingen 1785.
8,
c:
ø
ac:
Anm.
c:
Vielerlei bei
c:
sofern
c:
äußerlichen
c:
desgleichen
c:
werden, wie dieß z. B.
Abkürzungsauflösung von "z. B.": zum Beispiel
in A. H. Niemeyer's Lehrbuch für die obern Religionsklassen, 9te Ausgabe, Halle 1818.
, geschehen ist.
a:
Indeß
c:
freilich
c:
Völkerveränderungen
c:
Veränderungen
a:
blossen
c:
ø
a:
238
a:
erwehnte
a:
ø
a:
dienlicher als: ⌇aDie
c:
Wo gelehrte Schulen und Gymnasien zweckmäßig eingerichtet sind, darf man erwarten, daß wer zur Universität übergeht, in Besitz einer Grundansicht und Grundkenntniß der Geschichte gekommen seyn werde. Wäre dieß nicht der Fall, und selbst wo er es ist, wird sich, um die Grundlage weiter auszubauen, das Vergessene sogleich wieder zu finden, und überhaupt immer in vertrauter Bekanntschaft mit der Wissenschaft zu bleiben, ein jeder wenigstens mit einigen der besten Hülfsmittel zu versehen haben, an welchen unser Zeitalter keinen Mangel hat. Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
Für den ersten Anfang eignet sich hierzu ganz vorzüglich: Schlözer's
a:
ø
c:
1ster und 2ter Theil, 1785. und 1789. 8. ⌇cund
c:
sie
c:
⌇cDesselben
c:
2te Auflage.
c:
1775.
c:
⌇⌇cIndeß enthält sie
a:
8, oder, da beyde Bücher
a:
W. G.
a:
Vorstellung derselben enthalten, in Verbindung mit derselben,
c:
Gatterer's
a:
kurzer Begriff der Weltgeschichte in ihrem ganzen Umfange, Erster Theil, Göttingen 1785.
gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8. oder ⌇aDesselben (größre)
c:
1ster
c:
1785., 2ter Theil, 1787.
c:
8.
c:
Verbindung,
c:
verschiedenen
c:
jedoch auch
c:
muß
c:
⌇cDessen
a:
Umfange. Erster Theil, ebendaselbst 1785. gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8, oder, da beyde nur bis auf
Kyrus reichen, ⌇aDesselben
a:
ø
c:
2 Bände, 2te Ausgabe.
c:
1773.
a:
1773, in 2 Bänden in 8
a:
ø
a:
sich schon
a:
endigt,
a:
Geschichte,
a:
zweyte
a:
1783. 8.
c:
Hierzu ist die aus dem Französischen übersetzte
Universalhistorie des Abbé Millot , bis auf die neuere Zeit, fortgesetzt von M. F. Christiani , 1ster und 2ter Theil, Leipzig 1771–1791.
nicht unbrauchbar.
c:
wohlgeordnetste, bis zur Entdeckung von Amerika gehende
c:
ganze
c:
ist aber
c:
1ster bis 4ter Theil. Leipzig 1787–1813.
c:
8.; – kürzer:
c:
Kenntniß der allgemeinen Welt- und Völkergeschichte
c:
größern
c:
1ster
c:
1789.
c:
8.
c:
Welt- und Völkergeschichte
c:
drei
c:
Zeit). Leipzig 1790.
c:
Beckischen Werke erstrecken
c:
den
c:
den
c:
literärischen
c:
verschiedenen
c:
verschiedenen
c:
sind
c:
Akademieen, freilich
c:
Anfänger
c:
literärischen
c:
bei
c:
weiteren
a:
ø
c:
⌇⌇c{Außerdem sind sehr empfehlungswerth:
J. A. Remer's Handbuch der allgemeinen Geschichte, 3 Theile. Braunschweig 1783.
J. G. F. Eichhorn's Weltgeschichte, 2 Theile, Göttingen 1804.
J. v. Müller 24 Bücher allgemeiner Geschichte, besonders der europäischen Geschichte, 3 Bde.
Abkürzungsauflösung von "Bde.": Bände
Tübingen 1811.
K. H. L. Pölitz Handbuch der Weltgeschichte, 3 Theile. Leipzig 1805–1806.
}
a:
239
c:
237[!]
c:
Die allgemeine Uebersicht der Geschichte kann
c:
verschiedener
a:
ø
c:
bei
c:
⌇⌇cAnm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
Beide
c:
Gatterersche
c:
universalis
c:
tabulis –
c:
Ausgabe.
a:
1769.
c:
1769. gr. Fol.
Abkürzungsauflösung von "gr. Fol.": groß Folio
; ⌇cin
c:
Berger's
c:
europäischen
c:
6ten
c:
verbess. Ausgabe.
ac:
1781. Fol.
Abkürzungsauflösung von "Fol.": Folio
c:
weiter reichend
c:
Titel:
c:
World,
c:
⌇cJ. Blair's
c:
Welt,
c:
ø
c:
Watteroth.
c:
1790. 2 Theile.
c:
⌇⌇cGanz vorzüglich aber empfehlen sich für den Handgebrauch:
D. G. F. Hübler's synchronistische Tabellen der Völkergeschichte, nach Gatterer . 3 Lieferungen. 1796–1799.
G. H. Bredow's Weltgeschichte in Tabellen, 3te Auflage. Altona 1810.
|c257| womit Hinsichts der Abstammung der Völker und des Entstehens der Reiche auch verglichen zu werden verdient:
F. Straß Strom der Zeiten, oder bildliche Darstellung der Weltgeschichte, nebst des Verfassers Ueberblick zur Erläuterung. Berlin 1803.
c:
E. Gatterer's
c:
größten
c:
1790.
a:
nutzbar.
c:
⌇⌇cAuf die europäische Staatengeschichte beschränken sich
T. G. Voigtel's genealogische Tafeln. Halle 1811.
a:
240
c:
236[!]
c:
fortschreitet
c:
ø
c:
bewirbt
c:
bei
a:
einlassen
c:
einlassen kann, wird
c:
Werke
c:
ziehen, die
c:
geben
c:
sind
c:
sie
c:
darstellen. Diese
a:
ø
a:
d'histoire
a:
ø
a:
wovon bis jetzt
a:
1777–85. 8 Theile
a:
8. erschienen, noch nützlicher
c:
ø
a:
238
a:
ersten
a:
einzle
a:
grossen
c:
ø
a:
241
c:
Von der Universalgeschichte gehe man nun
c:
fort
c:
besseren
a:
ø
a:
die
a:
in den besten Entwürfen der allgemeinen Weltgeschichte ganz übergangen
a:
ø
a:
Vollständigkeit, guter Auswahl und Genauigkeit
a:
ist
a:
jetzt
a:
gelangen
a:
einzler
c:
ø
a:
242
c:
ø
c:
besondere
c:
ø
c:
zunächst
ac:
machen
c:
neuere
c:
bei
c:
europäische
a:
ø
a:
Geschichte
c:
Geschichte unsers deutschen Vaterlandes die wichtigste. 239. Sowohl die ältere als die
c:
doch die Meisten hauptsächlich in der Absicht
c:
erkennen. Sie verhält sich also
c:
kann
c:
ø
c:
unverständlich würde. Wenn überdieß
c:
besonders die
c:
dabei
a:
darstellt;
a:
erwehnte
c:
eine uns näher liegende neuere Geschichte,
c:
unsere
c:
ø
c:
größern
a:
einzeln
a:
ø
c:
und
c:
Zuverlässigkeit
c:
auch
a:
weniger
c:
sich bei
c:
und oft doch vergebenen Grübeleien
c:
gewährt, da sie weniger Lücken hat,
c:
ø
c:
einer
c:
ø
c:
ø
c:
kann
c:
besonderer
c:
die
c:
Zweck,
c:
einlassen kann
c:
besonderer
c:
verstehen
c:
Zusammenhange
c:
⌇⌇cAnm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
c:
kann
c:
Krause.
c:
ø
c:
8.
c:
entstandenen
c:
Staaten
c:
näheren Kenntniß
c:
1ster bis 5ter Bd.
Abkürzungsauflösung von "Bd.": Band
, fortgesetzt von
Remer , 6ter u.
Abkürzungsauflösung von "u.": und
7ter Bd.
Abkürzungsauflösung von "Bd.": Band
Halle 1789–1803.
8. desgleichen
C. M. Koch's Gemählde der Revolutionen in Europa, seit dem Umsturz des römischen Kaiserthums. Aus dem Französischen von Sander , 3 Theile. Berlin 1807.
8.
a:
ø
a:
243
c:
vorbereitet,
a:
Man fange also mit
a:
mit
c:
Geschichte Deutschlands
a:
an
c:
beiderlei
c:
ø
c:
geworden, die sie itzt sind
c:
wissen,
a:
ist
c:
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
1. {In Zeiten, wo Deutschland aus seiner tiefen Erniedrigung zu einem kräftigen Leben erwacht ist, – wel|c260|cher Theil des Studiums der Geschichte verdiente wohl mehr Empfehlung als gerade dieser? Wenn dadurch auf der einen Seite die Kraft des deutschen Volks erkannt werden kann, so wird man sich auch vor Einseitigkeit in seiner Schätzung und Bewunderung, und in dem Urtheil der Vorzüge der vergangenen Zeit vor der jetzigen, am besten bewahren können. A. d. H.
Abkürzungsauflösung von "A. d. H.": Anmerkung des Herausgebers
[}] Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
2. Unter den Hauptwerken über die deutsche Geschichte bleibt, trotz vieler Mängel und der Unbeholfenheit des Stils, noch immer vorzüglich zu nennen:
c:
ø
c:
Schmidt's
c:
fortgesetzt von Millbiller , 1ster bis 17ter Band, desgl.
Abkürzungsauflösung von "desgl.": desgleichen
die erste Uebersicht,
a:
1778–85
c:
1778–1791.,
a:
6
a:
1785
a:
Buch
a:
ø
c:
Theilen, gr. 8. – Ein kleines Handbuch, recht deutsch gedacht und geschrieben, ist
Kohlrausch deutsche Geschichte für Schulen, 2 Theile. Elberfeld 1816–1817.
a:
könnte man, zu dem hier nöthigen Zweck, dem Anfänger
Die Geschichte des teutschen Reichs von C. G. H. (Heinrich ), Riga 1778 und 1779
in drey Theilen in gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8.
empfehlen, und hernach
a:
Welthistorie - -
a:
Historie.
a:
⌇a ob diese gleich
a:
wird
a:
ø
a:
1546 geht, da die folgende ⌇aNeueste
a:
ø
a:
ø
a:
18
a:
in gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": groß
8, Halle 1774–85 erschienen, |a240|⌇a sie nur bis 1594 fortgesetzt, und
a:
ø
a:
Reichs
a:
Grossen
a:
8.
a:
1779.
a:
8.
a:
1.
a:
2
a:
1781,
c:
Kaisergeschichte dient ganz vorzüglich:
C. G. Heinrichs deutsche Reichsgeschichte, 5 Bände, Leipzig 1787–1789.
, und
Desselben Handbuch der deutschen Reichsgeschichte. Leipzig 1800.
a:
244
c:
deutsche Geschichte
c:
verstehen
c:
muß
a:
Begrif
a:
kennen. Für die hier angenommenen Leser möchten Joh. Jac. Schmaussens akademische Reden und Vorlesungen über das teutsche Staatsrecht, herausgegeben von
Joh. Alb. Herm. Heldmann , Lemgo 1766
in 4. den deutlichsten Unterricht enthalten.
c:
kennen, ohne welche theils vieles in dem Laufe der Begebenheiten nicht richtig verstanden, theils die Zeiten und ihre Wechsel in den Verfassungen, nicht genug unterschieden werden können. Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
Hierzu geben die beste Anleitung
H. W. G. Grellmann's historisch-statistisches Handbuch von Deutschland, 1ster und 2ter Theil, und mehr noch
|c261|
J. S. Pütter's historische Entwickelung der heutigen Staatsverfassung des deutschen Reichs, 2 Theile. 1798.
a:
245
c:
hat
c:
europäischen Staatengeschichte
c:
selbiger
c:
zu machen, welche ohnehin nicht minder denkwürdige Ereignisse aufstellt, und besonders in einzelnen Zeitperioden an Interesse für den philosophischen und pragmatischen Geschichtsforscher die vaterländische Geschichte vollkommen an die Seite gesetzt, wo nicht vorgezogen werden kann. Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
Als Hülfsmittel empfehlen sich: G. Achewall's
a:
6ste
c:
2 Theile, 4te Auflage,
a:
1771
c:
1790. ⌇cM. E. Tozen's
a:
1785.
c:
ø
c:
Auflage,
c:
Heinze,
c:
Band.
c:
1790.
a:
ø
c:
ø
a:
kan
c:
Staatenhistorie –
a:
zwote
a:
1782.
a:
8. ⌇adienen
c:
Leipzig 1800. 8.
c:
anzeigt.
L. L. Spittler's Entwurf der Geschichte der europäischen Staaten, fortgesetzt von Sartorius , 2 Theile. Berlin 1807.
a:
246
c:
wird
c:
ø
c:
aus der
c:
sein Hauptstudium machen kann
a:
eigentlichem
c:
für sein Fach
a:
einzle
c:
Manchen
c:
letzteren
c:
bei
c:
andere
a:
ø
a:
einzlen
c:
wird
c:
jüdische
c:
anderer
c:
griechischen
c:
römischen
a:
1775.
a:
erwehnt
a:
Verhältniß
a:
57.
a:
1753–55.
a:
jusqu' à
a:
einzulassen,
a:
übersetzt -
a:
einzeln
a:
1765. flgg.)
a:
33
a:
5
a:
1–4,
a:
6
a:
7
a:
2.
a:
8 u.
Abkürzungsauflösung von "u.": und
9
a:
10
a:
13
a:
1–6ste
a:
ø
c:
ø
c:
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
Die dazu dienlichen Schriften sind theils schon oben §. 138. genannt worden, theils werden sie bei der exegetisch-historischen Theologie, namentlich Hinsichts der jüdischen Geschichte, genannt werden.
a:
247
a:
einzeln
c:
Kultur
c:
Kultur insbesondere
c:
3.
ac:
lassen
c:
ø
c:
sie
c:
bei Andern
c:
Insofern
c:
muß
a:
einzeln
a:
Anm.
c:
Anm.
ac:
(Ausbildung,
a:
Neigungen
a:
Seelenkräfte
a:
sowohl
a:
der,
a:
äusserlichen,
c:
äußerlichen
c:
angewendet,
c:
äußern
c:
vermeinten
a:
Anm.
c:
ø
a:
(obiective
a:
Inbegrif
c:
bei
a:
gewöhnlichsten
c:
gemäßesten
a:
ø
a:
Gegenständen
a:
die den Sinnen dargestellt werden können, jene
c:
jene
a:
mit
c:
3.
a:
ø
c:
durch solche Dinge
a:
blosser
c:
auf beide
c:
kann
a:
248
c:
sowohl,
c:
Denkmale
c:
Kenntnisse,
c:
Denkmale
c:
Bücherkenntniß, zuweilen auch in einer besondern Bedeutung Literatur
a:
erwehnten
a:
gehören,
c:
Akademieen
c:
u. dergl. Man
a:
249
c:
Alle die
c:
ø
c:
können
a:
221 –24
c:
218. bis 221. ), kann
c:
insbesondere
c:
mehr als Einer
c:
ø
c:
wenigstens eben so nützlich
c:
nöthigsten Beispiele
c:
gewarnt
c:
kann
c:
Anderer
a:
Fürsehung
c:
Andere
c:
haben;
a:
blosse
c:
Allem
c:
lehrt;
a:
schlechterdings
c:
kann
c:
kann
a:
wenigstens
c:
ja
c:
kann
a:
250
c:
3)
c:
bei
c:
Kleinkreisigkeit;
c:
Alles
a:
schändlichen
c:
unedeln
c:
die
a:
denn
c:
erleichterte,
c:
dieß
c:
Anderer
c:
abzulernen;
c:
ist;
a:
nichts
a:
ø
a:
251
a:
überdies
c:
überdieß
c:
Anderer
c:
unserer
c:
bei
c:
Art
c:
rühmt:
c:
kann
c:
Anderer
c:
Andere
c:
Anderer
c:
Alles
a:
Partheygeist
c:
Parteigeist
c:
Alle
c:
Alles
c:
kann
c:
bei
a:
aufkommen
a:
hat,
a:
Freyheit
c:
bei
c:
Absichten,
c:
Beispiele
a:
Fürsehung
a:
252
c:
Freilich
a:
blossen
c:
kann
a:
vieles
c:
Buche
c:
kann
a:
dem
c:
gebrauchen
c:
Buche
a:
Sache
ac:
Zudem
a:
blosses
c:
kann
a:
andre
c:
vornehmlich
c:
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
c:
widerfahren
ac:
setzt
c:
bei
c:
andern
a:
so wohl
c:
kann
c:
trockene
c:
Aeußern
c:
bei
c:
Meisten
a:
das zu verachten,
ac:
Geschmack
c:
Alles
c:
Mikrologieen
a:
gewöhnlich
c:
gewöhnlich war,
c:
das Kennen von unzähligen Büchertiteln mit der Bekanntschaft mit ihrem Inhalt fast gleichstellte
c:
so daß
a:
einigermassen
c:
deren
c:
andere
a:
253
a:
225 –228
c:
222. –225.
c:
wahrhaft
a:
einzle
c:
besondere
c:
sei
c:
bei
ac:
scheint,
ac:
dem
a:
Nachrichten, einer
a:
254
c:
Literargeschichte
c:
besondere eintheilen: beide
c:
beide
c:
gewissermaßen
c:
234.
a:
230. 237
c:
246.
a:
247. 248 ) erwehnt
c:
Anstalten
a:
einzler
c:
in welche
c:
sofern
c:
bei
c:
Gesichtspunkt
a:
uns
a:
255
c:
Die
c:
Wissenschaften
c:
bleibt allerdings wichtiger,
c:
ihrer Geschichte
a:
überdies
c:
Hülfsmittel. Man bedarf überdies
c:
letzteren
c:
ø
a:
fort zu helfen,
c:
fortzuhelfen;
c:
ist
c:
ø
c:
fremden
a:
geniessen
c:
kann. Auch kann
a:
unsrer
c:
ø
c:
ist. Daher
a:
alsdenn
c:
Genannte
a:
einzler
c:
betreffen. Auch pflegen in den Einleitungen in einzelne Wissenschaften dergleichen Notizen gegeben zu werden. ⌇⌇cAnm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
a:
schätzbaren
a:
ø
c:
universae
a:
Meineke,
c:
Meinecke.
c:
⌇⌇c Auch gehört dahin die (§. 54. ) angeführte Gesnersche
c:
ø
a:
256
c:
bedauern
c:
bei
c:
Alles
c:
Gehöriges
a:
blosses
c:
Umfange
ac:
Uebersicht
c:
unzuverlässig
c:
Bei
a:
folgendes
c:
scheinen folgende Rathschläge
a:
räthlichste
c:
die nützlichsten
c:
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
In einem Buche, worin dieses
c:
seinen
c:
für
c:
ø
a:
ø
a:
257
a:
238
c:
235.
a:
ø
c:
kann
c:
kann
c:
bei
c:
kann
c:
Alles
c:
Allgemeinen
c:
ordnen ließe. ⌇⌇cAnm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
Dahin gehören: ⌇cChrist. A.
c:
Conspectus
a:
Eben so halte man sich 2) vorerst an ein allgemeineres Buch nach der synthetischen Methode, unter welchen der Conspectus reipublicae literariae von Christoph Aug. Heumann,
a:
1753.
c:
8. Hannover. 1791–92.
a:
ø
a:
wegen seiner fruchtbaren Kürze, leichten Uebersicht und Genauigkeit; und der Versuch
c:
⌇cK. J. Bouginé's Handbuch der allgemeinen Literargeschichte, nach Heumann's Grundriß, 6 Bände. Zürich 1789–1802.
Desgleichen die
c:
S. G.
ac:
1784.
c:
8.,
a:
wegen der mehrern Vollständigkeit und gebrauchten neuern Hülfsmittel, den Vorzug behauptet.
c:
und
c:
J. G. Dahler.
c:
1788.
c:
8. nach dem Eichhornischen Plan, nur durch zu viel Druck- und Schreibfehler entstellt. Eben diesem Eichhornschen Plan folgt:
L. Wachler's Versuch einer allgemeinen Geschichte der Literatur und der Cultur, 1ster bis 3ter Band. Lemgo 1793–1801.
|c273|
Eichhorn selbst aber hat sich durch die
Geschichte der Literatur von ihrem Ursprung bis auf die neuesten Zeiten, 1ster bis 5ter Band. Göttingen 1801–1807.
auch um dieses Fach sehr verdient gemacht.
a:
ø
a:
258
c:
einem so
c:
größere
c:
ø
c:
sich
a:
ø
a:
zu
a:
Begrifs
a:
Kenntnisse (Joh. Christoph Adelung), Leipz.
c:
ø
c:
gewöhnen; hernach
a:
einzler
a:
ø
a:
Wissenschaft
a:
einigermassen
a:
1727. 4.
a:
1736. 4.
a:
1739. 4.
c:
ø
c:
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
Die allgemeine Culturgeschichte giebt in einer kurzen Uebersicht:
G. C. Adelung's Versuch einer Geschichte der Cultur des menschlichen Geschlechts. Leipzig 1783.
so wie eine allgemeine Uebersicht der Geschichte der Wissenschaften:
J. G. Meusel's Leitfaden zur Geschichte der Gelehrsamkeit. Leipzig 1799.
, desgleichen
L. D. Wachler's Handbuch der allgemeinen Geschichte der literarischen Cultur, 2 Bände. Marburg 1804.
Das Schwierigste ist, bei der unermeßlichen Menge der Bücher, in solchen Werken die Auswahl. Selbst bei den (§. 257. Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
) angeführten Werken, wird theils diese, theils die Vollständigkeit vermißt. Ein Schriftsteller, der alle Fächer umfassen will, kann bei
a:
Bücherverzeichnisse
c:
Gelehrsamkeit, schwerlich die strengste
c:
beobachten
c:
zuverlässige
c:
geben. |c275| Aber
c:
beides
a:
eine
a:
einzle
c:
einzelne
c:
dabei
c:
zuverlässiger
c:
⌇⌇cAnm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
c:
meiner
c:
4te Aufl.
c:
1800.
a:
zwote Aufl. Leipz[.] 1780.
8.
c:
kann
c:
D. G.
c:
neue Auflage, bearbeitet von A. H. Niemeyer und H. B. Wagnitz , 4 Theile,
a:
1782–84
c:
1796–1812.
c:
⌇⌇cDen gesammten Zuwachs in Deutschland, liefert seit den Jahren 1750–1810 mit einer musterhaften Ordnung und Genauigkeit,
J. S. Ersch Handbuch der deutschen Literatur, 2ter Band, 8te Abtheilung. Leipzig 1811–1816.
a:
261
c:
Nicht minder interessant und lehrreich ist aber auch die Geschichte der Männer, welche in allen Zeiträumen als Erfinder oder vorzügliche Beförderer der Wissenschaften sich ausgezeichnet haben, zumal wenn man in das Innere ihres Lebens und Wirkens eindringt, und sich nicht bloß mit allgemeinen biographischen Notizen oder den Titeln ihrer Schriften begnügt. An Werken, die dazu Anleitung geben, fehlt es nicht. Die lexicalischen sind freilich meist trocken und für jenen Zweck unbefriedigend. |c276|Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
a:
Anfänger
a:
Gelehrtere
c:
ø
c:
⌇cG. Chr. Hamberger's zuverlässigen
c:
1756–64.
c:
Theile.
c:
8.
c:
⌇cDessen kurze Nachrichten
c:
ebendaselbst 1767.,
c:
Octavbände
c:
sind. Ferner
ac:
literarium
a:
1775–1782
c:
1775–1791,
a:
4
c:
engerm
c:
weiterm
c:
Hambergersche
c:
Büchernotiz
a:
schon
c:
unsere
a:
in die Mitte des vorigen Jahrhunderts
c:
treffliche
a:
literariae
a:
1783
c:
1738.
c:
84.
c:
4 min.
Abkürzungsauflösung von "min.": minor
c:
anderer
a:
Schriftsteller,
c:
Schriftsteller, kann
c:
Ch. G.
a:
51
c:
ø
a:
Theilen
c:
Theile,
a:
ø
c:
J. Ch.
c:
Erster
c:
Zweiter
c:
1787.
a:
1784
c:
4.
c:
⌇⌇cEben so verdienstlich ist die von
Rotermund unternommene und bereits angefangene Fortsetzung.
c:
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
2. Geistvoller und eben daher lehrreicher als jene Werke, ist freilich das berühmte
kritisch-historische Wörterbuch von P. Bayle , aber Vollständigkeit war nicht sein Plan.
Sein |c277| Fortsetzer Chaufepied und Marchand haben sich historische Verdienste erworben, seinen Geist aber nicht erreicht.
Anm.
Abkürzungsauflösung von "Anm.": Anmerkung
3. Eine gleichsam wiederholende Uebersicht giebt, als synthetisches Werk über die Literargeschichte,
D. G. Morhofii Polyhistor, Edit.
Abkürzungsauflösung von "Edit.": Editio
4. 2 Vol.
Abkürzungsauflösung von "Vol.": Volumen
4. Lubec. 1747.
J. A. Fabricii Abriß einer allgemeinen Historie der Gelehrsamkeit, 3 Bände. Leipzig 1751–1754.
und die schon
oben (§. 256. ) angeführten Handbücher von Bouginé ,Meusel und Wachler .
a:
262
a:
Ergänzung
a:
einigermassen
a:
bisherigen
a:
grösseres
a:
ist,
a:
grossen
a:
Georg.
a:
und
a:
751–54
a:
ø
a:
Für die älteste Literatur- und Kunstgeschichte bis auf Kyrus , und als ein Muster einer wünschenswürdigen allgemeinen Cultur- und Literaturgeschichte verdienen die
Untersuchungen von dem Ursprung der Gesetze, Künste und Wissenschaften - - aus dem Französischen des Anton Yves Goguet übersetzet, Lemgo 1760–62
in 4. studiert zu werden.
c:
ø
a:
263
c:
260
a:
Literargeschichte
a:
einzeln
a:
erst
a:
1782.
c:
so vollständige Repertoria hätte, als die Allgemeine Literaturzeitung einige unübertroffene und unübertreffliche Proben geliefert hat
Abkürzungsauflösung von "u. d. gl.": und dergleichen