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|a[1]||b[1]||c[1]||d[65]||e[65]||f[65]||z[1]|A.
Abendmahl des Herrn:1 Cor. 11, 20. ist die von Jesu seinen Jüngern vorgeschriebene Gedächtnißmahlzeit seines Leidens und Todes; wobey man also das Abend in der Zusammensetzung des deutschen Worts in einer genauern Auslegung eben nicht zu bemerken hat; s.Testament .
ab√
ab√
Abtreten, eigentlich abfallen, von dem lebendigen Gott, Ebr. 3, 12. heißt ein Gottesverleugner werden, und also das Christenthum im Gegensatz gegen das Heydenthum verlassen; vomGlauben
1 Tim. 4, 1. vergl.
Abkürzungsauflösung von "vergl.": vergleiche, verglichen
v.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
2. 3.ein Schwärmerwerden.
Aehnlich dem Glauben, s.
Editorische Korrektur von: f. (d)
Prophet.
Aelteste,im (jüdischen) VolkMatth. 26, 3. waren die Beysitzer
in dem hohen Staatsrath zu Jerusalem, in welchem der Hohepriester den Vorsitz, und die Schriftgelehrten den näch|a3||b3|sten Rang nach ihm hatten, daß also damals nach der angeführten Erzählung der ganze Rath beysammen war; s.Hohepriester, Schriftgelehrter .
Aeltestein der christlichenGemeine; sie werden auch Bischöffegenannt, Apostg. 20, 17. 28.Tit. 1, 5. 7. und eins wie das andre bedeutet so viel als Aufseher,Vorsteher, nach der eigenen Erklärung Pauli 1 Tim. 5, 17. Ihr Haupt|e66|geschäfte
war also die Besorgung dessen, was zur äußerlichen Zucht und Ordnung gehörte, als die Armenpflege, (zu der sie wieder gewisse Unterbediente hatten, Phil. 1, 1.Apostelg. 6, 3.
Editorische Korrektur von: Apostelg. 6. 3. (f)
5. 6.a√) die Besuchung der Kranken, die Beylegung kleiner Streitigkeiten, Bestrafung lasterhafter Gemeinglieder und zum Theil die Entscheidung vorkommender Gewissensfragen. Man vergleiche deswegen folgende Stellen unter einander, Apostelgesch.
Editorische Korrektur von: Apostelgesch- (e)
20, 17.25–35.1 Tim. 5, 17.Tit. 1, 5–9.1 Pet. 5, 1–3.Apostelgesch. 11, 30.Jac. 5, 14. Mit dem eigentlichen Religionsunterricht hatten sie also nichts zu thun, welcher den ausdrücklich sogenannten Lehrern (1 Cor. 12, 28.) überlassen war; obgleich die angezeigten Amtsverrichtungen ihnen zum Theil die Fürsorge für die Erhaltung der Lehre bey ihren Gemeinen und die Zurechtweisung derselben nach ihren Vorschriften zur Pflicht machten. Doch mußten zuweilen, besonders
Editorische Korrektur von: besondrrs (e)
, wo es an brauchbaren Männern dazu fehlte, die Lehrer dieses Vorsteheramt mit verwalten; daherPaulus in seinem Schreiben an den Timotheus diejenigen noch ausdrücklich nennt, die zugleicham Wort und an der Lehrearbeiteten. Dergleichen Aelteste ordneten f√ die Apostel und die durch sie bestellten Lehrer an jedem Ort an, wo sie eine Gemeine gepflanzt hatten,Apostg. 14, 23.Tit. 1, 5.
Editorische Korrektur von: Tit. 1. 5. (e)
und vermuthlich in Nachahmung der jüdischen Aeltesten, so wie diese selbst ursprünglich von Mose eingeführt worden. Doch scheint sehr bald unter den Bischöffen und Aeltesten eine Unterscheidung aufgekommen zu seyn, da schon
Clemens von Rom|f67| in seinem bekannten Brief an die Corinther, nicht |d67||e67| nur die Vorsteher (Bi|c3|schöffe) und dann die Aeltesten zweymal besonders nennt, sondern auch nur zur Ehrerbietung gegen diese ermahnt, für jene aber Gehorsam und Unterwerfung fodert.
Aergern,sich ärgern, Aergerniß, Aergerniß desKreuzes, ärgerlich. Die Ausleger haben zur Genüge gezeigt, daß aus dem eigentlichen Gebrauch des WortesAergerniß
in der Bedeutung einer aufgestellten Falle, und der daher abgeleiteten, ärgern, einem eine Falle stellen, sich ärgern, in dieselbe eingehn, oder sich daran stoßen, nach und nach der uneigentliche des Anstoßes, andern anstößig werden, etwas anstößig finden, entstanden sey. Hiernach lassen sich denn die Stellen, Matth. 5, 29. 30.16, 23. 18, 6. 7.8. 9.Marci 9, 42. 43. 45. 47. Luc. 17, 1.2.1 Cor. 8,a√ 13.2 Cor. 11, 29.Matth. 11, 6.13, 57.
Editorische Korrektur von: 13, 54. (a)
|a5||b5|Marci 6, 3.Joh. 6, 61.1 Cor. 1, 23.Röm. 9, 33.Gal. 5, 11. von selbst erklären, und muß der jedesmalige Zusammenhang die Art des Anstoßes genauer bestimmen. Ich sehe auch keine Nothwendigkeit, es mit einigen beym Matthäus 18, 6. 7. in dem Verstandeiner solchen Erbitterung gegen die Religion zu nehmen, welche Andre zum Abfall verleitet; da es im 10V.
Abkürzungsauflösung von "V.": Vers
ausdrücklich mit dem Wort, verachten,
als gleichgeltend verwechselt wird; einem andern anstößig werden, allezeit etwas Verachtendes mit in sich schließt; und das unwillig, verdrüßlich, erbittert werden, daß man der Sache selbst gehäßig wird, mehr die Folge des Anstoßes im natürlichen wie im moralischen f√ Fall ist. ab√
|c4||d68||e68|Aeußern(sich) sich einer Sache freywillig begeben: Phil. 2, 7. Er äußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt anetc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
Erentsagtedem Ansehen, mit welchem er in der Welt hätte leben könnenetc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Gestalt .
Alber, ist 2 Cor. 11, 6.
Editorische Korrektur von: 2 Cor. 11, 9. (b)
so viel als,ungeübt,unerfahren, und die Uebersetzung: Wennich gleich nicht beredt bin, so bin ich doch nicht unwissend. Jenes geht auf den Vortrag, dieses auf die Erkenntniß der Religion.
Alle,alless.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Dinge .
Alter, Statur, Größe;Luc. 2, 52.Eph. 4, 13.
Alt machen, für alt und abgenutzt erklären: Ebr. 8, 13.
|a6||b6| das Alte, der alte Mensch; s.Christus
Editorische Korrektur von: Thristus (e)
,Creatur,Mensch .
Amt. So wird einigemal das christliche Lehramt ohne eine genauere Bestimmung genannt; umständlicher aber beschreibt der Apostel den Zweck und die Geschäfte desselben in den Stellen, die hierbey in einer freyen Uebersetzung folgen:
2 Cor. 3, 6. Welcher auch uns Diener der neuen Religionsverfassung tüchtig gemacht hat, die es nicht mit einem geschriebenen Gesetz, wie Moses , sondern mit Anrichtung rechtschaffener Gesinnungen in den Herzen der Menschen zu thun haben: denn das geschriebene Gesetz richtete sogleich bey seiner Bekanntmachung eine schreckliche Niederlage an (es tödtet2 B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Buch
Mos. 32, 15. 19. 27. 28.) und setzte alles in Furcht und Schrecken; aber herzlich fromme |f69|Gesinnungen
Editorische Korrektur von: Gesinnun.gen (e)
erheben das Herz in Ruhe und Freude (der |c5||d69||e69| Geist macht lebendig). 7. Wenn nun aber das Amt, dem der Ausspruch des durch jenes geschriebene und in Stein eingegrabene Gesetz veranlaßten Todesurtheils
Editorische Korrektur von: Todesurtheil (f)
übertragen war, dem Moses ein so hellglänzendes Ansehn gab, daß die Israeliten ihn nicht ansehn konnten, wegen des verzehrenden Glanzes seines Angesichts (2 B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Buch
Mos. 34, 29.f.
Abkürzungsauflösung von "f.": folgend
); 8. Wie vielmehr muß das Amt, dessen Hauptgeschäft es ist, in den Herzen der Menschen gute Gesinnungen auszubreiten, ein herrliches Amt seyn? 9. Wenn, sage ich, das Amt, wel|a7||b7|ches sogleich das Verdammungsurtheil spricht, diesen äußerlichen Glanz um sich warf; so muß ja gewiß das, welches durch
Editorische Korrektur von: dnrch (e)
gottgefälliges Wohlverhalten solchem Urtheil entgehen lehret, um so ab√vortreflicher seyn. 10. Wie denn auch überhaupt in dieser Vergleichung das noch so sehr glänzende Angesicht Mosis , wegen der überschwänglichen Herrlichkeit unsers Amts, nicht einmal für etwas so herrliches anzusehn ist: 11. Wenn endlich jenes bloß die Augen blendende Ansehn so herrlich war; wie weit vortreflicher muß das seyn, welches eine wesentliche Würde hat?
Wenn man diese Uebersetzung mit der Lutherschen vergleicht, so wird man finden, daß ich eigentlich nur in einigen Kleinigkeiten von ihr abgehe. Was er z. E.
Abkürzungsauflösung von "z. E.": zum Exempel
umschreibt, – das Amt zu führen – gebe ich wörtlich Diener; was er beydemal aufhören giebt, übersetze ich verzehrend, oder die Augen blendend, und halte dafür, daß jener Glanz im Angesicht Mosis hier recht eigentlich so beschrieben worden, so |f70| wie auch der Apostel selbst hinzusetzt, daß ihn die Israeliten |c6||d70||e70| nicht hätten vertragen können; was endlich Luther im Bilde und Gegenbilde beständig Klarheit übersetzt, das gebe ich, wie es die Natur der Sprache und der Sache mit sich bringt, im Bilde, welches zur Vergleichung dienet, Glanz, und in der Anwendung desselben, Herrlichkeit. Die übrigen Verschiedenheiten gehören zu der erklärenden Umschreibung, und also zur Frey|a8||b8|heit derselben, die daher auch eine umständlichere Erläuterung erfodert.
⌇⌇ab So viel ist wohl ausgemacht, daß der Apostel die vorzügliche Würde
des evangelischen Lehramts vor dem Mosaischen behaupten, und deswegen beyde mit einander vergleichen will: man ist nicht weniger größtentheils darinn einig, daß er die mosaische Gesetzgebung zum Grund der Vergleichung macht, und von da, so zu reden, den Faden derselben anspinnt. Er hatte unmittelbar vorher in gleich bildlichen Ausdrücken gesagt, den Christen sey die Religion Jesu nicht wie jenes Mosaische Gesetz auf steinern Tafeln vorgelegt, sondern
ins Herz geschrieben worden, und da er denn einmal diese Vorstellung ergriffen hatte, so führte er sie zur Ehre des Apostelamts weitläuftiger aus. Jeder aufmerksame
Editorische Korrektur von: aufmerksamer (d)
Leser wird hiervon leicht selbst urtheilen können, und dieß einmal bemerkt, es auch weiter nicht zweifelhaft finden, daß Buchstabe und Geist, im Gegensatz mit den jeden beygelegten Würkungen des Tödtens und Lebendigmachens, nach der von mir angegebenen Erklärung zu verstehen sind. Gemeiniglich erklärt man jenen vom Gesetz, und diesen vom Evan|f71|gelio. Allein wenn auch die herrschend gewordene Entgegensetzung |c7||d71||e71| des Evangelii und des Gesetzes wirklich in andern Aussprüchen der Schrift gegründet wäre, (welches doch nicht ist, und bey dem Wort Gesetz umständlicher gezeigt werden soll); so würde doch der ganze Zusam|a9||b9|menhang der Rede hier etwas dergleichen zu suchen verbieten. Denn da der Apostel auf die in der Uebersetzung angeführte Erzählung aus der Mosaischen Geschichte zielet, von einer Schrift redet, die in Steine eingegraben gewesen; so kann der Buchstabe nichts anders bedeuten, als nun eben dieses geschriebene Gesetz, oder die sogenannten zehn Gebote, und Geist im Gegensatz die evangelischenGesinnungen, das, was bildlich zu redenins Herz geschrieben wird. Die Frage wäre nun noch, wie von jenem Gesetz gesagt worden, es tödte, und da dünkt mich denn auch, daß sie aus der Geschichte am zuverläßigsten beanwortet werden könne. Der Inhalt selbst ist nemlich nichts weniger als tödtend, verdammend; er ist dem Menschen, der sich darnach richtet, zuträglich, obgleich nicht zureichend zu einer wahrhaftig beruhigenden Gemüthsfassung, weil bey aller Enthaltung der darinn verbotenen äußerlichen Ausbrüche des Lasters, das Herz noch f√ von der Menge unordentlicher Neigungen bestürmt werden, und das Gewissen verwundet seyn kann. Dem Erfolg nach, sagt man also, sind die Vorschriften des Gesetzes tödtend, wenn der Mensch gewahr wird, daß er sie nicht beobachet habe; und das läßt sich allerdings hören. Allein es kann selbst das Evangelium f√ zu|f72|fälligerweise eben so gut tödtend werden, und da man doch einmal auch bey dieser Erklärung eine Figur der Rede anneh|c8||d72||e72|men muß, |a10||b10| warum wollte man sie nicht lieber darin suchen, daß der Apostel auf die Todesstrafe, zu der nach der Geschichte so viele verurtheilt wurden, gesehen habe, die Vergleichung
Editorische Korrektur von: Vergleichueg (e)
noch um diesen Zug erweitere, und also das dem Gesetz der zwo Tafeln selbst zuschreibe, wozu es zufälligerweise nur den Anlaß
Editorische Korrektur von: Ablaß (e)
gab? So scheint mir selbstRöm. 4, 15.das Gesetz richtet nur Zornan, eine feine Anspielung auf die erwähnte Geschichte (2 B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Buch
Mos. 32, besonders v.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
19.er ergrimmte mit Zorn) zu seyn, und so kann auch die Behauptung, christliche Gesinnungen machen lebendig, nichts anders sagen wollen, als was anderswo versichert wird:
so uns unser Herz nicht verdammet, so haben wir Freudigkeit zu Gott. s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Testament .
2 Cor. 5, 18. Das alles, daß wir eine weit bessere Religion haben als Juden und Heyden, ist Gottes gnädige Veranstaltung, der durch Jesum Christum uns zur Wiedervereinigung mit ihm selbst hat bringen wollen, und daher uns Aposteln dieses Geschäft übertragen hat. 19. Denn Gott war inChristoetc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
stiftete diese Vereinigung mit ihm selbst unter den Menschen durch ihn, und zwar indem er ihnen ihreAbweichungen nicht zurechnete, und vielmehr unter uns die Lehre von dieser Vereinigung bekannt machen ließ. 20.So sind wir nun Bothschafter anChristusstatt, wie er zuerst der unmittelbare Bothschafter seines Vaters war;Gottermahnt jetztdurch|a11||b11|uns, wie zuvor durch |f73| ihn: Wir bitten an Christus statt, lasset euch abc√ vereinigen mit Gott!
|c9||d73||e73| Wegen des Schriftgebrauchs des Worts Versöhnung, wie abc√Luther übersetzt hat, und des eigentlichen Sinnes der Redart, Gott war inChristoetc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
versöhnend: s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
dieses Wort . Ich setze hiernächst als bekannt voraus, daß das Griechische, welches ichbekannt machen lassen, übersetze, eigentlich diese Bedeutung hat, wenn von Anordnungen und Gesetzen die Rede ist. Nur hier kann ich nicht unterlassen, die frühe Einsicht des vortreflichenLuthers in den eigentlichen Zweck des evangelischen Lehramts mir und andern zum Beyspiel vorzustellen. Was ich übersetze, er hatuns
Editorische Korrektur von: uus (a)
diesesGeschäfte (nemlich die Vereinigung mit Gott)übertragen, dafür sagt er, das Amt, das die Versöhnung prediget. Nun heißt es eigentlich im Griechischen bloß das Amt der Versöhnung. Aber Luther umschreibt, und da er das sehr wohl thun konnte und einmal thun wollte, so sagt er doch nicht, das Amt, das die Versöhnung ertheilet, sondern prediget, ankündiget. Er wollte nemlich dem Apostel nicht ins Angesicht widersprechen, der gleich nachher den Prediger nicht Sündevergeben, sondern nur ermahnen und bitten läßt, lasset euch versöhnen! Er wußte zu gut, daß Prediger nichts an Gottes statt wegzuschenken haben, |a12||b12| und daher übersetzte er so.
Die ganze sogenannte Absolution ist also ein Ueberbleibsel des Pabstthums; und wo verständige Lehrer sie nicht für sich selbst in eine bedingungsweise abgefaßte Ankündigung der Gnade Gottes umändern wollen oder dürfen, da sollten billig Obrigkeiten diese |f74| Abänderung veranstalten, wie sie schon hie und da die
Abschaffung des Exorcismus verfügt haben.
|d74||e74|Anbeten, Anbeter. Das Wort anbeten, ist der Hauptsache nach eben so viel, als verehren, Anbetung, Verehrung, nur daß es den höchsten Grad derselben anzeigt, den Schüler ihren Lehrern, Knechte ihren Herren, Unterthanen ihren Regenten, und die Menschen Gott, als ihrem allgemeinen Oberherrn, beweisen. Nach dem morgenländischen Gebrauch nun, dabey niederzufallen, sich zu
Editorische Korrektur von: zn (e)
Füßen zu legen oder die Knie tief zu beugen, abc√werden diese Ausdrücke wie in den gleich anzuführenden Stellen, oft damit verbunden, oder es wird auch schlechtweg, die Kniebeugen, für das gewöhnliche,anbeten, gesetzt.
Von den Ehrfurchtsbezeugungen der Schüler gegen ihre Lehrer kömmt es im Neuen Testament vor, Apostg. 10, 25. Denn obgleich Petrus diese Ehre verbat, so ist doch des Cornelii Erniedrigung ein Beweis, daß man sie in seinem Zeitalter denen erwies, |a13||b13| welche man recht hoch ehren wollte, und er sie daher als einen bürgerlichen Gebrauch bey aller seiner Gottesfurcht ohne Bedenken beybehalten konnte. Die Weigerung Petri war auf das feinere menschliche Gefühl gegründet, dem es widersteht, einen Mitmenschen vor sich auf den Füßen liegen zu sehen, und bey welchem man sich bescheidet, daß Gott allein eine solche Unterwerfung gebühre; welches aber der Stolz in der Seele eines Morgenländers nicht aufkommen ließ.
|c11| Es wird also auch von den Knechten im Verhältniß gegen ihre Herren gebraucht, Matth. 18, 26. Nur muß man sich hierbey einen Leib|f75|eignen der damaligen Zeit denken, abc√ der mit allem, |d75||e75| was er hatte, und selbst mit seinem Leben, von der Gnade seines Herrn abhieng, sein Diener und Unterthan zugleich war.
Die Unterwerfung eines Unterthanen unter seinenBeherrscher ist gemeint, Matth. 2, 11. vergl.
Abkürzungsauflösung von "vergl.": vergleiche, verglichen
V.
Abkürzungsauflösung von "V.": Vers
8. Denn so wenig Jesus zur Verwaltung eines irrdischen Reichs bestimmt war, so hielten es doch die Weisen für seine künftige Bestimmung, und wollten ihm also gleichsam huldigen.
Editorische Korrektur von: huldigen, (b)
Insofern nun Gott der Schöpfer und Herr der ganzen Welt ist, wird ihm auch allein die Anbetung aller vernünftigen Geschöpfe vorbehalten,Matth. 4, 10.Off. 19, 10.22, 9. in Beyspielen gezeigt, wie höhere |a14||b14| Geister ihm dieselbe bringen,Offenb. 5, 11–14.7, 11–12.4, 8. 9. und versichert, daß die Wiederherstellung derselben unter dem ganzen menschlichen Geschlechte durch Christum bewerkstelliget werden solle: Joh. 4, 20–24.s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Geist .
Endlich wird dadurch das Verhältniß ausgedrückt, in welchem die Menschen gegen Jesum Christum als das Oberhaupt der Kirche, oder demStifter des Christenthums, stehen sollten, Phil. 2, 9. 10. Ich würde übersetzen:
Darum hat ihn Gott erhöhet, und ihm ein mit nichts zu vergleichendes Ansehen ertheilt, so daß f√ alle vom Höchsten bis zum Niedrigsten, sich |c12| demselben unterwerfen, und alle Menschen zur Verherrlichung Gottes des Vaters bekennen sollten, daß er der allgemeine Lehrer des menschlichen Geschlechts sey. Name ist nemlich hier so |d76||e76| viel als Ansehen, die Knie|f76|beugen in (unter) eines Namen, sich diesem Ansehen unterwerfen, und beydes braucht keines Beweises, s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Name .
Editorische Korrektur von: Name, (b)
Zweifelhafter ist es, wer durch die Umschreibung derer,die imHimmel,und
Editorische Korrektur von: nnd (f)
auf Erden, und unter der Erden sind, gemeint sey; ob alle vernünftige Creaturen, d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
Engel, Menschen, abgeschiedene und bereits in den Zustand der Todten versetzte; oder alle heydnische Götter, denen man theils die Himmelskörper, theils unsreOberwelt, theils die unterirrdischen Gegenden zur Regierung anwies, und die man |a15||b15|dann darnach benannte? Die letzte Erklärung hat vor der ersten das voraus, daß sie dem Sprachgebrauch der guten griechischen Schriftsteller gemäß ist; aber nach eben demselben müßte doch die ausdrückliche Anzeige der Götter dabey stehen. Es wird auch ohne allen Beweis dabey vorausgesetzt, daß diese Rangordnung der Götter allgemein erkannt und angenommen gewesen. Noch weit weniger kann die erste durch den Sprachgebrauch erwiesen werden. Und da ich gleichwol selbst keine bessere weis, so lasse ich gern durch das unbestimmte allen, vom Höchsten bis zumNiedrigsten, jedem die Freyheit, es für sich näher zu bestimmen. Der ganz eigne Gebrauch, den der Apostel von dem in der Uebersetzung, die im Himmelsind,umschriebnenWorte macht (s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
himmlisch ) und die ausdrückliche VersicherungEbr. 1, 4. 6. macht es freylich wahrscheinlich, daß die Engel verstanden werden |c13| könnten; aber dann weis ich doch immer noch für die unterirdischen keine wahrscheinliche Erklärung. Ueberhaupt wäre ich |f77| also geneigt, für mein Theil alle Menschen zu verstehn, (die Gros|d77|sen
der Erde; dann den Mittelmann, endlich die Geringen und Armen) und anzunehmen, der Apostel erkläre seine Umschreibung gleich nachher durch alle Zungen eben so, wie abcf√ die Redart, sich dem AnsehenJesuunterwerfen, durch, bekennen, daßJesus Christusder Herr sey, näher bestimmt. Daß aber die Benennung |a16||b16|Herr, den in der Uebersetzung ausgedrückten Sinn habe, wird am gehörigen Ort bewiesen werden.
Anbruch (des Teiges)Röm. 11, 16.der erste Teig ef√. Der Sinn ist: wennAbraham solcher Vorzüge f√ gewürdiget worden,
so kann Gott auch seine
Editorische Korrektur von: seiseine (c)
leiblichen Nachkommen, die Juden, nicht ganz verstossen haben.
Andächtig. Apostg.13, 50. sind andächtigeWeiber Griechinnen, die sich zum Judenthum hielten, kurz, Proselytinnen;s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Griechen,Gottesfürchtig .
Anfahren,Matth. 16, 22. Man könnte auch übersetzen, er beschwor ihn. Sonst ist freylich jenes die Bedeutung des griechischen Worts wie es auch die Natur der Sache mit sich bringt, wenn man auch als Freund, Jemand mit Lebhaftigkeit von etwas abrathen will.
Anfang: So wird das Entstehen einer Sache genannt, und daher, ohne abc√ Zusatz oder Einschränkung durch den Zusammenhang, der Ursprung aller Dinge außer Gott.
Joh. 1, 1.Im Anfang (ehe noch etwas ausser Gott war) war das Wort:s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Wort . Die hier die erste Pflanzung des Christenthums durch Jesum selbst verstehen, könnten sich zwar |f78| auf 2 Thess. 2, 13. berufen; allein es wird auch daselbst nicht so schlechtweg gesetzt, wie gleich gezeigt werden soll, und überdieß hier durch das gleich|c14|folgende, alle Dinge sind durch dasselbe gemacht|d78||e78|u. s. w.
Abkürzungsauflösung von "u. s. w.": und so weiter
deutlich genug angezeigt, daß man vorher sich das Nichtseyn aller geschaffnen Dinge denken müsse. Ich bin nicht dagegen, daß in dem SprachgebrauchPauli , die Schöpfung, die Jesu Christo zugeschrieben wird, auf die Zeiten des Neuen Testaments gehe (s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
b√schaffen ,) aber daraus läßt sich noch kein sichrer Schluß auf den Johanneischen Sprachgebrauch machen, und der ganze Zusammenhang, in Vergleichung mit den
damaligen Schöpfungstheorien der Philosophen, muß diesen allein bestimmen. Das bloße Entstehen der sichtbaren Körperwelt, kann eben so wenig gemeint seyn, da es mir wenigstens höchst wahrscheinlich ist, daß Johannes den Ausdruck aus Sprüchw. 8, 22.entlehnt,|a17||b17| und also auch die daselbst festgesetzte Erklärung sich dabey gedacht hat, ehe er etwas machte (selbst das uns Unsichtbare), war ich da, also auch noch vor derWelt. –Sir. 24, 14. – dem Ganzen, allen Geschöpfen.
In so weit scheinen also die nicht Unrecht zu haben, die hier im Anfang erklären durch,von Ewigkeit her.
2 Petr. 3, 4. welches keine Erläuterung bedarf.
Besonders bedeutet es nun im Neuen Testament die Dauer des menschlichen Geschlechts, Joh. 8, 44.
Editorische Korrektur von: Joh. 8. 44. (e)
1 Joh. 3, 8.
Editorische Korrektur von: 1 Joh. 3. 8. (b)
wo man beydemal nach einer freyen Uebersetzung sagen müßte, so langeMenschen
Editorische Korrektur von: Menscheu (e)
gewesen sind. ab√
|f79| Nach einem ganz besondern Sprachgebrauch ist es eine Beschreibung der Gründung des Christenthums durch JesumselbstLuc. 1, 2.Joh. |c15| 15, 27.1 Joh. 1, 1.2, 7.
Editorische Korrektur von: 2. 7. (f)
3, 11. oder durch dieApostel.
|d79||e79|2 Thess. 2, 13. Wir sind verbunden, Gott allezeit für euch zu danken, vom Herrn geliebte Brüder, daß euch Gott von meiner ersten Predigt an zu der Glückseligkeit hat gelangen lassen, die ein geheiligter Sinn und eine aufrichtige Annahme des Christenthums verschaft; zu welchem Ende er euch auch durch mich das Evangelium f√ hat predigen lassen. Sieheerwählen,Wahrheit . Hier ist es genug, zu bemerken, daß die eigentlich |a18||b18| hiermit zu vergleichenden Stellen1 Thess. 1, 2. 3.2, 13. diese eingeschränktere Bedeutung erfodern. Die Vergleichung kann man für sich selbst anstellen; und ist es mir wenigstens gewiß, daß man Eph. 1, 4. hiermit nicht vergleichen kann, wie denn daselbst nicht von Anfang, sondern, vorGründung der Welt, gesagt wird.
Weil nun das, was seinen Anfang nimmt, dadurch sein erstesSystem empfängt, so wird Anfang überhaupt auch für das Erste, Vornehmste,Vortreflichste in seiner Art gesetzt.
Col. 1, 18. Er ist das Haupt des Leibes, nemlich der Gemeine, der Vornehmste und Erste derer, die vom Tode wieder auferstanden sind (der Anfang und Erstgeborne von den Todten).
Offenb. 3, 14. Der treue und wahrhaftige Lehrer (Zeuge), der erste unter allen Geschöpfen Gottes (der Anfang aller Creatur Gottes,) wie
Hiob 40, 14.
Editorische Korrektur von: Hiob 40, 41. (f)
Er ist der Anfang der|f80|WegeGottes, nach einer richtigernVerdeutschung,
Editorische Korrektur von: Verdeutschung. (d)
das Vornehmste unter den Werken Gottes. s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Erstling.
|c16||d80||e80|Anfängerund Vollender desGlaubens,Ebr. 12, 2. kann so viel, als der Stifter der Religion, heißen sollen, der alles gethan hat, was zu ihrer Bekanntmachung unter den Menschen gehörte: allein der Zusammenhang mit dem unmittelbar vorhergehenden und nachfolgenden, und die Wahrnehmung, daß schlechtweg gesagt wird,des Glaubens, nicht |a19||b19|unsers Glaubens, macht es mir wahrscheinlich, es sey hier nach der Beschreibung 11, 1. die freudige und unüberwindliche HofnungJesu Christi zu verstehen, in der
Editorische Korrektur von: ber (e)
erdas vollkommenste Muster für uns geworden, auf welches also der Apostel verweiset. So würde ich ab√, nach einer bekannten grammatikalischen Figur, auch übersetzen:
Lasset uns aufsehen auf Jesum , das vollkommenste Muster einer solchen freudigen Hoffnung, u. s. w.
Abkürzungsauflösung von "u. s. w.": und so weiter
Anfechtung, wird allezeit in der Schrift vomäußerlichenElend, dieser und jener Traurigkeit des Lebens und der daraus entstehenden Beunruhigung des Herzens gebracht. Welch eine Art des Elends gemeint sey, muß der Zusammenhang lehren. Matth. 26, 41. Luc. 22, 40. 46.hieß
Editorische Korrektur von: heiß (d)
also in Anfechtungfallen, als ein damaliger Jünger Jesu bey der Wahrnehmung seiner Leiden in allerhand schwermüthige Zweifel wegen seiner Person und göttlichen Sendung verfallen; die Zeit derAnfechtungLuc. 8, 13. war jede Zeit, da die Jünger in dem Umgang mit Jesu an seinen Gefahren Theil |f81| nehmen mußten, und eben deswegen viele ihn wieder verliessen;SeineAnfechtungenLuc. 22, 28.
Editorische Korrektur von: Luc. 22, 18. (a)
waren ab√|c17||d81||e81| eben diese Gefahren, Nachstellungen u. s. w.
Abkürzungsauflösung von "u. s. w.": und so weiter
und so die Anfechtungen der ersten Christen1 Petr. 1, 6.Jac. 1, 2.
Editorische Korrektur von: Jac. 1, 1. (a)
12.
die damaligen Religionsdrückungen.
|a20||b20|AngehörenChristo , oder wörtlich, Christiseyn, Marc. 9, 41.2 Cor. 10, 7. und Gal. 5, 24. heißt in den beyden ersten StelleneinApostel; in der dritten,einChrist dem äußerlichen Bekenntniß nachseyn. s.Christus .
Angenehm, willkommen zum Christenthum, Apostg. 10, 35. Diese Erklärung scheint mir allerdings der ganze Zweck der Belehrung zu erfodern, welchePetrus erhalten sollte z√. Zuerst sollte er durch das Gesicht von der irrigen Meynung zurückgebracht werden, daß kein Jude mit Menschen von einer fremden Nation zu vertraut umgehen müste, und diesen Erfolg hatte es z√ wirklich bey ihm v.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
28. Dann sollte ihn die dem Cornelius geschehene Offenbarung (30–32.) f√ überzeugen, daß das Evangelium auch für die Heyden bestimmt sey; und auch dieß versichert er nun klar einzusehen
Editorische Korrektur von: einznsehen (z)
– icherfahrein der Thatetc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
etc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
Mit andern Worten wiederholt er z√ dieselbe BezeugungApostg. 15, 9.
Editorische Korrektur von: Apostg. 15. 9. (e)
Gottmachtekeinen Unterschied zwischen uns und denHeyden und auch hier muß man z√ die Einschränkung,was die Verkündigung desEvangeliumsbetrift, hinzudenken. Gleichwol ist es für sich ausgemacht, daß dem in jedem Volk göttliches Wohlgefallen z√ gewiß sey, der auf die für ihm möglichste Weise z√ aufrichtig gut ist. z√
Angesicht. Von Angesicht zu Angesicht, 1 Cor. 13, 12. etwas erkennen, ist eben das, was wir, |c18||d82||e82| im neuen Sprachgebrauch, eine anschauende Erkenntnißnennen; wo nichts dazwischen kömmt, welches die klare und deutliche Erkennung einer Sache hinderte. s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Spiegel .
Angesicht⌇⌇zJesuChristi, ist,2 Cor. 4, 6.Jesus Christus und
Editorische Korrektur von: nud (c)
seine Lehre. Die besondere Nennung des Angesichts hat ihre Beziehung auf die im 4. V.
Abkürzungsauflösung von "V.": Vers
enthaltene Beschreibung c√Christi, als desEbenbildes Gottes.
Anklopfen, sich anmelden: Offenb. 3, 20.
Editorische Korrektur von: Offenb. 3, 30. (ef)
Matth. 7, 7. 8.Luc. 11, 9.
Editorische Korrektur von: Luc. 11. 9. (b)
10. In den letzten Stellen ist nicht sowohl eine Steigerung der Rede, nach welcher das folgende mehr bedeutete, als das vorhergehende, als vielmehr eine Zusammensetzung der verschiedenen Arten, wodurch man sein Verlangen nach etwas zu erkennen giebt.
Anrufen den Herrn, oder, mit einem Zusatz, den Namen des Herrn, ist allezeit im Neuen Testament eine Beschreibung derer, die sich zum Christenthum bekennen, kurz, der Christen: Apostg. 2, 21.9, 14. 21.Röm. 10, 12. 13. 14.1 Cor. 1, 2.2 Tim. 2, 22. Besonders kann die letzte Stelle zum Beweis dieses Sprachgebrauchs dienen, in welcher solche Verhaltungsarten empfohlen werden, die nicht sowol|a21||b21| die eigentliche Anrufung, sondern das Christenthum überhaupt erfodert; daß man übersetzen könnte: Jage nach – – rechtschaffenenBekennern des Christenthums. Der Grund dieses Gebrauchs ist darinn zu suchen, daß die |f83| Hebräer die Diener des einzigen wahren Gottes, die Bekenner ihrer Religion, zum Unterschied der Abgötter, als Menschen beschrieben, die den Namen Gottesan|c19||d83||e83|rufen.
Joel 2, 32. Die Apostel behielten also diesen Sprachgebrauch bey, und mit Verwandlung des Namens Gottes in den Jesu eigenthümlichen Herr, machten sie dieß zu einer die Christen von den Juden
Editorische Korrektur von: Jugen (e)
unterscheidenden Benennung.
Anschreiben. Ich erinnere hier vorläufig, und werde es bey der Erklärung der Wörter,Buch des Lebens,Himmel , umständlicher zu beweisen suchen, daß die Redart, im Himmel angeschrieben seyn, Luc. 10, 20.
Editorische Korrektur von: Luc. 10, 28. (f)
Hebr. 12, 23.
Editorische Korrektur von: Hebr. 12. 23. (b)
nichts anders anzeigen soll, als ein Glied der christlichen Kircheseyn; daß die freye Uebersetzung der letzten Stelle wäre:
Ihr seyd kommen – – – – zu der Gemeine der von Gott geliebten rechtschaffnen Israeliten.
Die ganze Rede erhebt sich vom 18ten V.
Abkürzungsauflösung von "V.": Vers
zu einer sehr prächtigen und fortreißenden Vorstellung der Würde eines Christen, und alles ist in Ausdrücken abgefaßt, die aus dem Judenthum
Editorische Korrektur von: Zudenthum (e)
entlehnt sind. Mitten unter diesen |a22||b22| kömmt nun auch die angezeigte Redensart vor, und wie die Juden
Editorische Korrektur von: Judeu (a)
ihre Kirche den Himmel nannten, so nennt der Verfasser dieses Briefs die christliche Kirche gleichfalls so; wie die Namen jener in gewisse Register (Bürgerlisten Ps. 69, 29.
Editorische Korrektur von: Pf. 69, 29. (e)
Dan. 12, 1.
Editorische Korrektur von: Dan. 12. 1. (d)
) eingetragen waren, und das nun eben so viel bedeutete, als ein Israelitseyn, so stellt er auch die Christen, als Glieder der |f84|Kirche,figürlich vor, wie sie in die Bücher des Himmels (der Kirche) eingetragen sind.
z√
|c20||d84||e84|Anziehen, wird im uneigentlichen Verstande sehr schön von der Annehmung gewisser Gesinnungen gebraucht, die man sich so zu eigen macht, als ein Kleid, das man anzieht. Hiervon ist nemlich das Bild hergenommen, und braucht man deshalb nicht erst
aus der jüdischen und Platonischen Philosophie, in welcher die Tugend als die Kleidung der Seele vorgestellt wurde, die Erläuterung herbey zu holen, da man sie näher haben kannEs. 61, 10. |a24|
Sir. 27, 9. Man versteht also auch sogleich, was es heißt, anziehen herzlichesErbarmenCol. 3, 12.
Editorische Korrektur von: Col. 3, 10. (a)
dieLiebe.v.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
14.den neuen Menschenv.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
10. und Eph. 4, 24. nemlich sich jene Tugenden zu eigen machen, und eine gebesserte Lebensart annehmen: s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Mensch . Besonders heißt nun Jesum ChristumanziehenRöm. 13, 14. seine Gesinnungen annehmen, und Gal. 3, 27. sein Jünger werden. Das erstemal ist der Vergleichungsgrund hergenommen von einem bessern |b23| Kleide, das man beym Aufstehen mit den Nachtkleidern verwechselt, welches die ganze fortgesetzte Vergleichung beweiset; und da es die Absicht derselben war, vor gewissen herrschenden Lastern zu warnen, so kann die Benennung Jesu Christi hier nichts anders, als seine heilige Gemüths-undLebensart, bedeuten. Das zweytemal wird auf die Kleidung angespielt, welche der Täufling anzog, nachdem er aus dem Wasser wieder heraufstieg, ohne daß man eben
die spätere Einführung des sogenannten Westerhemdes dabey zu denken hat; und weil denn die Taufe selbst als eine Einweyhung zum Christenthum betrachtet wurde, und der Getaufte nun ein Christ nach dem Bekenntniß war, so heißt als |c21||d85||e85| ein solcher Christum angezogen haben, sein Bekenner gewordenseyn. Es kann um so weniger dabey an eine innerliche Verbesserung gedacht werden, da der Apostel abc√ keine andre Absicht hatte, (vergl.
Abkürzungsauflösung von "vergl.": vergleiche, verglichen
v.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
28.) als zu bewei|a25|sen, daß zwischen Juden und Heyden, als Christen, weiter kein äußerlicher Vorzug statt finde, welchen jene nemlich sich mit großer Heftigkeit zueignen wollten.
Apostel, ein Gesandter, ab√ ist mit dem Wort Engel von einerley Bedeutung; beydes die griechische Uebersetzung eines hebräischen Worts, welches eben das bedeutet. Ich zeichne es aber hier aus, ohne mich lange bey den vielen Stellen aufhalten zu wollen, in welchen bekanntermaßen die ersten von |b24|Jesu selbst verordneten zwölf Prediger des Evangelii so genannt werden; und bemerke nur die einzige.
Heb. 3, 1. wo er selbst und das sehr eigentlich nach seiner eignen Bezeugung a√Joh. 20, 21.so genannt wird, und man das Ganze übersetzen muß: derohalben meine christlichen Brüder (s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
heilig ), die ihr des Berufs zur christlichen Kirche seyd theilhaftig worden (s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
himmlisch ), betrachtet doch recht genau den Gesandten und obersten Bevollmächtigten unsers Religionsbekenntnisses – DenHohenpriester, den wir bekennen, übersetzt der sel.
Abkürzungsauflösung von "sel.": selig
Luther ; allein im Grie|a23|chischen heißt es von Wort zu Wort den Apostel und Hohenpriester unsers Bekenntnisses, und dieser Zusatz geht auf beyde vorhergehende |f86|Benennungen. Wenn es also gleich die griechische Wortfügung leidet, zu übersetzen, der Hoheprie|c22||d86||e86|ster, den wir bekennen, so leidet es doch die Sache nicht, eben so richtig zu sagen, der Gesandte, den wir bekennen. Unser Bekenntniß ist also hier eben das, was 2 Cor. 9, 13. mit demselben griechischen Wort das Bekenntniß des Evangelii genannt wird, und
Editorische Korrektur von: nnd (e)
Hoherpriester, nach der uralten egyptischen und
Editorische Korrektur von: uud (b)
jüdischen Staatsverfassung, eben so viel, als Gesandter, nur mit dem Unterschied, daß jener mit einer größern Autorität versehen war, ein
Minister plenipotentiaire, nach der neuern Art zu reden. Man muß sich nach und nach an diese |b25| Ideen gewöhnen, so fremd sie auch ins Ohr fallen, so lange man sich auch bloß an die deutsche Uebersetzung oder an die gewöhnlichen
Editorische Korrektur von: gewöholichen (b)
Erklärungen hält. s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Hoherpriester .
Arbeitin der Liebe1 Thess. 1, 3.sind alle thätige Liebesbeweisungen, in so fern sie hier von dem WerkimGlauben, den eigentlichen Allmosen, unterschieden werden. Hingegen kann man Ebr. 6, 10. wo beydes mit einander verbunden wird, auch unter beyden Allmosen verstehen. z√
Arm:geistlich armseyn; s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
geistlich .
Auferwecken. Es ist hier bloß zu
Editorische Korrektur von: zn (f)
bemerken, und vielleicht wäre auch dieß, als zu bekannt, nicht einmal nöthig, daß dieses Wort einmal nach allgemeinem Geständniß von der Darstellung Jesu Christi zumMeßias gebraucht wird, Apostg. 3, 26.
Editorische Korrektur von: Apostg, 3, 26. (e)
Weniger zugestanden ist es, daß es eben diese Bedeutung Apostg. 13, 33.hat, und der Apostel erst im 34stenV.
Abkürzungsauflösung von "V.": Vers
zur Auferweckung
Editorische Korrektur von: Auferweckuug (a)
von den Todten, (wie diesauch ausdrück|f87|lich dabey steht) übergehe. Allein so abgeneigt ich ehe|c23||d87||e87|mals selbst gewesen bin, es so zu erklären, so sehr bin ich doch nun überzeugt, daß der ausdrückliche Gebrauch des Worts ohne den Zusatz von den Todten und mit demselben, so wie die ganze Absicht des Apostels, diese Erklärung erfodere.
Aufheben das HauptLuc. 21, 28. heißt sich freuen, weil dieß der natürliche Ausdruck eines vergnügten frohen Herzens ist. Die Redart ist zwar nicht gut griechisch, aber dem hebräischen Sprachgebrauch desto angemeßner, und kömmt vorPs. 24, 7.
Editorische Korrektur von: Pf. 24, 7. (e)
Denn machet die Thore weit, sollte eigentlich übersetzt seyn, erhebet eure Häupter, ihr Thore, wie ich anderswo gezeigt habe. f√
Aufhelfen, unterstützen, Röm. 8, 26.
|a26||b26|Auflösen,Matth. 5, 17.18.ungültig machen und das gegenseitige erfüllen, vollgültig machen. s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
erfüllen .
Aufnehmen, annehmen, oder sich eines andern annehmen, ab√Matth. 18, 5.Marc. 9, 37.
Editorische Korrektur von: Marc. 9, 47. (f)
Dann braucht Luther dasselbe Wort, wo das Griechische eigentlich duldenbedeutet,Röm. 14, 1. 3.Duldet die, die schwach an Religionseinsichten sind, Gott selbst duldet sie; 15, 7.duldet euch unter einander, gleichwie auchChristusuns (Apostel) geduldet hat. Einige wollen es zwar lieber beydemal erklären durch
Editorische Korrektur von: dnrch (b)
, mit Gelindigkeit bessern, und berufen sich deswegen auf eine Stelle beym
Josephus , in den jüdischen Alterthümern, III. 6, 5. 6. Allein es wird auch |f88| ausdrücklich das Wort, Fehler, daselbst hinzugesetzt. Ich wollte also lieber eine Stelle aus des
Aelians vermischten Geschichten III. 15. damit vergleichen, wo gesagt wird, daß das Volk, von |c24||d88||e88| welchem er redet, einen gewissen schändlichen Gebrauch unter sich dulde und Aelian dasselbe Wort braucht.
Aufnehmenin die ewigen Hütten, Luc. 16, 9. Diese Versicherung sollte unsrekünftige Glückseligkeit nicht von dem Urtheil und der Wahl derer abhängig machen, die wir uns in dem gegenwärtigen Zustande durch Wohlthun verbindlich gemacht, und eben so wenig behauptet werden, daß gutthätige Erweisungen allein dazu hinreichend wären. Um des vorher gebrauchten Bildes willenbehält Christus auch im Gegenbilde den Ausdruck des Aufnehmens bey, in dem Verstande, in welchen man jemand gern bey sich sieht, ihn sich willkommen seyn läßt, ohne damit seinen ganzen moralischen Werth entscheiden zu wollen. s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
darben,ungerecht .
Aufruhr,Apostg. 15, 2. richtiger, Zwiespalt; wie das hier gebrauchte griechische Wort, oft von jeder Verschiedenheit der Meynungen, gebraucht wird.
Aufstehenvon denTodtenEph. 5, 14.das Heydenthum verlassen; vom Schlaf, ist Röm. 13, 11. (nach der daselbst angestellten Vergleichung des Heydenthums mit der Nacht, und des Christenthums mit dem Tag,) so viel als, Laster und Untugenden ablegen.
a√
|a27||b27|Augeum Auge, Matth. 5, 38. in Beziehung
Editorische Korrektur von: Beziehnng (e)
auf 2 Buch Mos. 21, 24.3 Buch Mos. 24, 20. |f89| soll die Proportion zwischen Strafen und Verbrechen und das genaue Verhältniß, welches bey jenen in Ansehung dieser zu beobachten ist, anzeigen.
|d89||e89|Auserwählt. Hiervon ist die allgemeine Bedeutung diese, daß es etwas anzeiget, das in seiner Art einen Vorzug vor den andern hat; und daher bekömmt es folgende besondre Bedeutungen im NeuenTestamente.
Einmal werden darunter Menschen verstanden, die sich entweder zum Lehramt oder überhaupt zum Christenthum schicken: und so kömmt es vor, Matth. 20, 16.22, 14. Unter der großen Menge derer, die mein Evangelium äußerlich
Editorische Korrektur von: außerlich (e)
annehmen werden, werden doch nur wenige der Erleuchtungen desselben fähig seyn, die Absichten desselben an sich erreichen lassen, und sich demsel|c25|ben gemäß verhalten: Dieß ist besonders der Verstand der letzten Stelle.
Dann zeigt es die rechtschaffnenChristen oder vielleicht auch Israeliten an, welche die Zerstörung Jerusalems in der Stadt selbst erleben würden, Matth. 24, 22. 24.ab√Marci 13, 27.Jesus will sagen:um solcher willen, damit nicht auch diese mit in dem allgemeinen Elend umkommen, wird die Dauer der Belagerung verkürzetwerden – Wennes möglich wäre, und ihre eigne gesetzte Gemüthsfassung es zuließe, sowürden|a28||b28|auch die Rechtschaffensten mitverführetwerden.
Drittens werden diejenigen also bezeichnet, die von demHeyden-oder Judenthum zum Christenthum übergetreten waren, und
Editorische Korrektur von: nnd (f)
also schon in so weit einen äußerlichen Vorzug |f90| vor den Juden und Heyden hatten. In diesem Verstand beschreibt Petrus die Christen überhaupt als ein auserwähltesGeschlecht1 Pet. 2, 9. nemlich der Absonderung nach vom Juden- und Heyden|d90||e90|thum, und Paulus nennt sie AuserwählteGottesCol. 3, 12. An ihre moralische Beschaffenheit konnte er so wenig dabey denken, als Petrus , da er sie, ungeachtet dessen, als Menschen betrachtet, denen es noch an wohlwollenden Gesinnungen gegen andre fehle, und Petrus so deutlich alle übrige Benennungen der jüdischen Kirche, die auch nur auf äußerliche Vorzüge giengen, der christlichen zueignet. Wir müssen auch glauben, daß beyden ihr Sprachgebrauch ab√ besser bekannt war, als daß sie etwas anders, ohne ihre weitere ausdrückliche Erklä|c26|rung, hätten dabey denken sollen. Nach demselben wurde das ganze Volk in Ansehung seiner Auswahl zu einem eignen abgesonderten Staat bey allen seinen Unsittlichkeiten auserwählt genannt; 1 Chron. 17, 13.
Editorische Korrektur von: 1 Chron. 17, 3. (a)
Ps. 105, 43.
Editorische Korrektur von: Ps. 103, 43. (a)
Ps. 105, 43.
Editorische Korrektur von: Pf. 105, 43. (e)
Mir ist daher fast kein Zweifel, daß selbst Röm. 8, 33. nur die Christen überhaupt, |a29||b29| ohne auf ihre innere Beschaffenheit zu sehen, zu verstehen sind, da der Apostel daselbst nur einen allgemeinen Vorzug des Christenthums in der Lehre von der Begnadigung bey Gott beschreiben will.
Ausgehen von jemand, heißt von ihm kommen, entweder was die Veränderung des Orts anlangt, oder, in Ansehung seines Ursprungs. Nach der letzten Bestimmung ist es denn so viel, als seinen Ursprung von ihm haben, und wird von dem heiligen Geist gesagt, Joh. 15, |f91| 26.s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Geist . In der ersten Bedeutung braucht es Jesus von seinerSendung in dieWeltJoh. 13, 3.16, 27. 28. 17, 8. Es haben zwar schon einige der ältesten Kirchenlehrer,
Hilarius,
Cyrillus , u. an.
Abkürzungsauflösung von "u. an.": und andere
diese Redart für eine Beschreibung des |d91||e91|ewigen Ursprungs Jesu von Gott gehalten, es hat aber auch
andre gegeben, die nichts weiter, als die Sendung darunter verstanden haben (s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Augustin im 2 B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Buch
5.C.
Abkürzungsauflösung von "C.": Capitel
von der Dreyeinigkeit). Diese Erklärung scheint auch das für sich zu haben, daß einmal in derselben Wortverbindung (4 B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Buch
Mos. 11, 31.) ausgehen so viel als sen|c27|den ist; dann von dem Ausgang des heiligen
Editorische Korrektur von: heil gen (e)
Geistes ein andres Zeitwort im Griechischen gebraucht wird, und endlich Jesus es |a30||b30| selbst so zu erklären scheint: denn nachdem er das einemal schlechtweg gesagt hatte, er sey von Gott ausgegangen (Joh. 13, 3.), so setzte er das zweytemal hinzu, undkommen in dieWelt(16, 28.) und das drittemal (17, 8.
Editorische Korrektur von: 17, 18. (ab)
) verwechselt er das Ausgehen vom Vater,mitdem Gesandtseyn in dieWelt,(V.
Abkürzungsauflösung von "V.": Vers
18. 25.) so wie das, wahrhaftig erkannt haben, mitglauben.Luther
Editorische Korrektur von: Luuther (e)
selbst übersetzt das erstemal, daß er von Gott kommen war.
Ausgießen ist uneigentlich so viel als mittheilen, ohne eben auf das reichere Maaß der Mittheilung zu sehen, in folgenden Stellen;Apostg. 10, 45.Röm. 5, 5.Tit. 3, 6. wo noch das reichlich besonders dazu gesetzt wird. Von
Editorische Korrektur von: Vou (f)
Gott versteht es sich ohnedem, daß er nicht kärglich austheilet, und einem jeden giebt, was für ihn zureichend ist.
|f92|Ausländervon Rom, Apostg.2, 10. werden die Juden genannt, die sich zu Rom aufhielten, und einen großen Theil der Stadt über der Tiber bewohnten; nach einer z√ Nachricht des
Philo , in seiner Schutzschrift für die Juden gegen den Cajus im 2B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Buch
S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Seite
508. der Mangeischen Ausgabe z√. Es ist überhaupt mit diesem ganzen Verzeichniß der damals in Jerusalem gegenwärtigen |d92||e92| ausländischen Juden das zu vergleichen, was Philo am angeführten Orte,S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Seite
587. von den Gegenden sagt, in welchen sich jüdische Colonienniedergelassen hatten. Um der Leser willen, die ihn nicht selbst möchten vergleichen können, will |c28| ich die Stelle beydrucken lassen. Jerusalem, heißt es,ist die Hauptstadtnicht nur des jüdischenLandes, sondernvieler andern, wegen der zu verschiedenenZeitenausgeschickten
Editorische Korrektur von: ausgeschickteu (d)
Colonien; theils in die benachbarten Länder, Egypten,Phönizien, ganz Syrien, theils in dieentfernternPamphilien,Cilicien
Editorische Korrektur von: Cicilien (f)
, unddie meistenasiatischenGegenden bisBythinien und Pontus;ingleichendie Europäischen, Thessalien, Böotien, Macedonien, Aetolien, Athen,Argos,Corinth.Und so sind nicht nur die Provinzen des festen Landes vollvon jüdischenColonien, sondern auch die berühmtesten Inseln,Cypern,Cretaetc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
z√
z√
Austilgen, die Handschrift, heißt sie löschen; aus demBuchdesLebenss.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Buch .
Auswendig ein Jude seyn Röm.2, 28. bedeutet, ein gebohrner Jude seyn, der nach den Sitten seines Volks und Landes lebt.
Ausziehen:s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Mensch,Fürstenthümer .
Editorische Korrektur von: Fürstenthümer, (d)
siehe Stimme
Dieses Lemma ist nicht vorhanden.
1 Tim. 4, 1. vergl. v. 2. 3. ein Schwärmer werden
In der Lutherbibel 1545 wird das Abtreten vom Glauben mit dem „[A]nhangen den verfürischen Geistern / vnd leren der Teufel“ (1Tim 4,1) verbunden. Der von Teller verwendete Begriff „Schwärmer“ stammt aus den Zeiten der Reformation. Luther nutzte diese pejorativ gemeinte Fremdbezeichnung u.a. für Thomas Müntzer (1489–1525), Andreas Karlstadt (1486–1541) und andere Anhänger der sogenannten radikalen Reformation. Oftmals stand dabei die Berufung der jeweiligen Denker auf eine individuelle Geistoffenbarung im Zentrum der Kritik.
in dem hohen Staatsrath zu Jerusalem
Teller bezieht sich hier auf den sogenannten „Hohen Rat“ bzw. das Synhedrium (von griech. συνέδριον – „Zusammensitzen“), ein jüdisch-religiöses Entscheidungsgremium in der Zeit des Zweiten Tempels. Dem dürfte in der ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts n. Chr. der Hohepriester vorgestanden haben. Eine entscheidende Fraktion im Synhedrium bildeten wohl die Oberpriester aus den sadduzäischen Geschlechtern Jerusalems. Ansonsten ist über die Zusammensetzung nichts Genaues bekannt. Das Neue Testament macht dazu mitunter abweichende Angaben (vgl. Mk 14,55 mit 15,1). Auch ob der Hohe Rat neben seiner religiösen Weisungsgewalt irgendeine politisch-staatliche Macht oder Kapitalgerichtsbarkeit innehatte, muss zweifelhaft bleiben.
und vermuthlich in Nachahmung der jüdischen Aeltesten, so wie diese selbst ursprünglich von Mose eingeführt worden
Vgl. Ex 18,13ff.
Clemens von Rom in seinem bekannten Brief an die Corinther
Clemens von Rom (1. Jh.) als Abfasser des nach ihm benannten Briefes wurde in der altkirchlichen Tradition unterschiedlich verortet. Clemens von Alexandrien (ca. 150–215) nennt ihn einen „Apostel“ (strom. IV, 105,1). Nach Irenäus von Lyon (ca. 135–200) war er sogar Bischof von Rom und dritter Nachfolger des Petrus, der ihn selbst geweiht haben soll (Iren. haer. III, 3,3; vgl. auch Tert. praesc. 32). Der Erste Clemensbrief zählt zu den sogennanten Apostolischen Vätern und ist eines der ältestens Schriftzeugnisse des frühen Christentums. Im Speziellen verweist Teller hier auf 1Clem 21,6 (vgl. 1,3).
in der Bedeutung einer aufgestellten Falle
Teller spielt hier auf die Etymologie des Wortes σκάνδαλον an. Der griechische Wortstamm σκανδ- meint ursprünglich „emporschnellen“, „zurückschnellen“ oder „zuklappen“. In diesem Sinne beschreibt σκάνδαλον das Stellholz einer Tierfalle. Pars pro toto konnte der Begriff schließlich auch für die Falle an sich stehen. Diese Verwendung findet sich z.B. noch in Ps 139,6 LXX (hebräisch: Ps 140,6).
als gleichgeltend verwechselt wird
Hier ist „verwechseln“ entgegen der heutigen Verwendung nicht im Sinne eines Irrtums oder einer Nachlässigkeit gemeint, sondern vielmehr synonym für „übersetzen“, „übertragen“, „hinüberwechseln“. Diese Semantik kommt im weiteren Verlauf des WBs regelmäßig vor (vgl. z.B. d295 ).
des evangelischen Lehramts
Hier unparteiisch gemeint: im Sinne von „Lehramt des Evangeliums“.
ins Herz geschrieben
Vgl. Jer 31,31–34.
so uns unser Herz nicht verdammet, so haben wir Freudigkeit zu Gott
1Joh 3,21.
unter der Rubkrik senden
Im WB findet sich kein Lemma „Senden“. Die dritte Auflage korrigiert an dieser Stelle (c9 ) hin zu einem Verweis auf das vorhandene Lemma „Seyn “ (auf d429 ).
Die ganze sogenannte Absolution ist also ein Ueberbleibsel des Pabstthums
Wie sich Teller auch schon generell gegen ein quasimagisches Sakramentsverständnis im Katholizismus wehrte (vgl.
), kritisiert er auf dieser Linie nun auch ein Verharren der Lutherischen in der römisch-katholischen Tradition in Hinblick auf das Bußsakrament. Er streitet ab, dass ein Geistlicher die Versöhnung in der Beichte „ertheilet“ (d73 ), als ob also die Absolutionsformel (ego te absolvo – ich spreche dich los) allein durch das Aussprechen der Worte (ex opere operato bzw. ex verbo dicto) die wesenhafte Begnadigung des Sünders bewirke. Stattdessen betont Teller, dass Sünder „ihre Begnadigung bey Gott allein zu suchen“ (a12 ) haben. Der Geistliche könne nur unter Vorbehalt „ankündige[n]“ (d73 ), was Gott gewähre, wenn der Sünder tatsächlich bußfertig von ihm gefunden werde. Teller steht damit in der langen Streittradition um die Bewertung der Absolution u.a. Petrus Lombardus (1095/1100–1160) nahe, der die Absolution nur noch als ausgesprochene Bestätigung der vorher schon geschehenen Begnadigung betrachtete und daher auch Laien dazu ermächtigt sah, sie im Notfall zuzusprechen (Sententiae IV, 18). Außerdem kann man seine Position als Interpretation von Martin Luthers Eyn Sermon von dem Sakrament der Puß (1519) begreifen. Auch Luther bestreitet darin jede Sondervollmacht der Geistlichen. Stattdessen könne „eyn iglich Christen mensch, ob es schon eyn weyb oder kind were“ (WA 2, 716,27f.), Vergebung der Sünden zusprechen. Diejenigen, die letzteres tun, werden wie bei Teller im Sinne von 2Kor 5,20 nicht als Bewirker der Versöhnung verstanden, sondern als solche, die lediglich „[an]zeygen [...], sagen und vorkunden“ (WA 2, 715,22f.). Was im Gegensatz zu Teller bei Luther jedoch eine zentrale Rolle spielt, ist das selbstwirksame Wort Christi, das den Glauben weckt (möglicherweise hier bei Teller nicht präsent, weil auch nicht Teil des erklärten Bibeltextes). Daher bleibe die Absolution ein dienliches Forum, wo dem sündigen Menschen „das wort Christi fur halten“ (WA 2, 716,19) wird. In dieser Begegnung wirke ebenjenes Wort den Glauben daran und in diesen Schnittmenge gewähre „gott alleyn von hymell“ (WA 2, 714,11) die Vergebung der Sünden.
Abschaffung des Exorcismus
Der Exorzismus im Sinne einer Dämonenaustreibung bei Kranken, der sein Vorbild im Wirken Jesu selbst hat, wurde in der Reformation als abergläubischer Ritus der Katholischen weithin abgelehnt. Martin Luther hielt jedoch am seit der Alten Kirche üblichen Taufexorzismus fest. Sein Das tauff buchlin verdeutscht (1523) beginnt direkt mit einer Exorzismusformel: „Far aus, du unreyner geyst, und gib raum dem heyligen geyst“ (WA 12, 42,4). In der Folge erfuhr diese Tradition zunächst eine Relativierung, galt sie bald vielen lutherischen Theologen als Adiaphoron, das zwar in seiner theologischen Aussagekraft wichtig, aber nicht notwendig zur korrekten Sakramentsspendung sei. Als allerdings calvinistisch geprägte Denker den Taufexorzismus ganz ablehnten, wurde daraus ein kontroverstheologischer Scheidepunkt. Auf lange Sicht blieb dennoch die adiaphorische Bewertung vorherrschend. Johann Gerhard (1582–1637) ging unter Berufung auf Martin Chemnitz (1522–1586) noch weiter: „die Christliche Kirche [habe] gut Recht vnnd Macht [...] mit einhelligem Consens diese Beschwerung des Teuffels gentzlich abzuschaffen“ (Ausführliche Schrifftmessige Erklerung der beyden Artickel Von der heiligen Tauffe [...], 1610, 200). Zu dieser Abschaffung kam es schließlich 1709 durch Fürst Anton Ulrich von Braunschweig (1633–1714). Christian VI. von Dänemark (1699–1746) zog 1736 nach. Im 19. Jahrhundert findet sich der Taufexorzismus kaum noch. Der einzige bekanntere Protest dagegen kam von Claus Harms (1778–1855). – Teller könnte hier auf Anton Ulrichs Abschaffung anspielen, war er doch selbst für einige Zeit Bürger des Fürstentums gewesen. Für Tellers generelle rationalistische Bewertung von Besessenheit und Teufel vgl. die jeweiligen Lemmata.
so kann Gott auch seine leiblichen Nachkommen, die Juden, nicht ganz verstossen haben
Röm 11 wird auch heute noch als theologische Begründung für eine Absage an die Judenmission herangezogen. Zu Tellers Haltung im Umgang mit der jüdischen Minderheit in Preußen vgl. Einleitung (s. II. ), XXIV.
kurz Proselytinnen, wie neuerlich Hr. D. Barth in Gießen für gelehrte Leser sehr richtig übersetzt hat
Verweis auf Carl Friedrich Bahrdts Die neusten Offenbarungen Gottes in Briefen und Erzählungen (1773; vgl.
): Bd. 2, 1773, 283.
damaligen Schöpfungstheorien der Philosophen
Inwiefern und in welchem Maße die Schöpfungsphilosophie des Johannesprologs (Joh 1,1–18) auf Traditionen des Logos-Begriffs der griechischen Antike zurückgeht (Platon, Epiktet, Heraklit, Isokrates), ist immer noch stark umstritten. Die Bildwelt des Prologs ist in jedem Fall durch die jüdische Weisheitsliteratur der Bibel geformt: vgl. Spr 8,22f.27–31; Ijob 28,12f.20f.; Sir 24, 3.9; Weish 9,1f.9. 7,21.
In so weit scheinen also die nicht Unrecht zu haben, die hier im Anfang erklären durch, von Ewigkeit her
So erklärt das „Ἐν ἀρχῇ“ (Joh 1,1) z.B. Johann Heinrich Daniel Moldenhawer (1709–1790) in seiner Gründliche[n] Erläuterung der schweren Stellen der heiligen Bücher Neuen Testaments, vgl. Bd. 1, 1763, 222. Auf dieses Werk bezieht sich Teller auch andernorts (vgl. d273 ).
Hiob 40, 14.
In der Lutherbibel 1545 ist der Vers tatsächlich an der von Teller angegebenen Stelle zu finden. Die neueren Ausgaben führen ihn als V. 19.
die damaligen Religionsdrückungen
Staatliche Repressalien gegen das Frühchristentum werden heute meist in drei Abstufungen unterteilt. Zunächst fand keine systematische Verfolgung im Römischen Reich statt, da man Christen noch gar nicht als eigenständige Gruppe wahrnahm, was der Bericht Suetons (ca. 70–130) über das sogenannte Claudius-Edikt (49 n. Chr.) beweist. Der Kaiser (10/41–54) hatte „[d]ie Juden, die, von Chrestus aufgehetzt, fortwährend Unruhe stifteten, [aus Rom] vertrieb[en]“ (Claud. 25,4). Man muss daher davon ausgehen, dass die Repressalien Juden, sowie Juden- und Heidenchristen gleichermaßen trafen. Danach kam es immer wieder zu punktuellen Übergriffen, so z.B. unter Kaiser Nero (37/54–68), der 64 n. Chr. die Christen – jetzt als distinkte Gruppe wahrgenommen – für den Brand Roms verantwortlich machte und viele von ihnen mit dem Tod bestrafte. – Erst unter Trajan (53/98–117) belegt ein Briefwechsel zwischen dem Kaiser und seinem Legaten Plinius (ca. 61/62–117), dass Christsein nun als prinzipiell strafwürdig galt. Es kam zu Todesurteilen und vereinzelten Pogromen. Der Kaiser selbst ließ ein Verfahren nur auf persönliche Anzeige hin gelten. – Die ersten reichsweiten Verfolgungen wurden dadurch ausgelöst, dass Kaiser Decius (190/249–251) das Kultopfer unter Androhung der Todesstrafe zur Pflicht erklärte. Wenn die Christen hier auch nicht ausgerufenes Verfolgungsziel der Aktion waren, traf es sie doch in der Breite, da sie den römischen Kult aus religiösen Gründen weithin ablehnten. Diokletian (241 oder 244/284–305) und seine Nachfolger gingen von 303–311 erklärt systematisch gegen die christliche Religion vor. Diese Verfolgungswelle endete mit dem Toleranzedikt des Galerius (250/305–311) vom 30.4.311, in dem das Christentum zur religio licita (erlaubte Religion) erklärt wurde.
Joel 2, 32.
Auch wenn sich diese Stellenangabe in modernen Lutherbibeln nicht mehr findet, war sie zu Tellers Lebzeiten möglich. Anhand des hebräischen Textes lässt sich das Buch in vier Kapitel aufteilen, die Septuaginta und manche anschließende Übersetzungen machen daraus jedoch drei Teile. Dabei werden Joel 3,1–5 zu 2,28–32 und 4,1–21 zu 3,1–21. Die Verszählung, die klassisch den Lutherübersetzungen von 1522 und 1545 zugewiesen wurde, setzt nach Joel 2,27 zwar wieder mit V. 1–5 ein, doch „Das Dritte Kapitel“ folgt danach und beginnt mit V. 6 (vgl. WA.DB 11/II, 220–223).
aus der jüdischen und Platonischen Philosophie, in welcher die Tugend als die Kleidung der Seele vorgestellt wurde
Wie Teller in der Folge erklärt, wird in Kol 3,12 mit ἐνδύειν (anziehen, bekleiden) im übertragenden Sinne die Ausstattung mit positiven Eigenschaften beschrieben. Diese metaphorische Verwendung der Bekleidung ist Allgemeingut der jüdisch-christlichen Denktradition: vgl. 1Kor 15,53f.; auch Eph 6,10–20; Gal 3,27f.; 1Kor 15,53f.; Ps 132,9; Ijob 29,14; SapSal 5,18; Sir 6,31. 27,8. – Für die platonische Philosophie lässt sich keine direkte Parallele ausmachen. Gängiger ist die Rede vom Körper als Kleidung der Seele, die Teller ebenfalls verwendete (vgl. d172 ). Möglicherweise steht eine Stelle im Hintergrund, wo die Tugend (ἀρετή) auch die Schönheit und das Wohlbefinden der Seele („κάλλος καὶ εὐεξία ψυχῆς“) genannt wird: vgl. rep. IV, 444e.
Sir. 27, 9.
Nach den Verseinteilungen, die später zur Lutherbibel 1545 hinzugetreten sind, ist diese Angabe korrekt. Das angespielte „Folgst du der Gerechtigkeit, so wirst du sie erlangen und anziehen wie ein Ehrenkleid“ findet sich in der Ausgabe von 2017 unter Sir 27,8.
die spätere Einführung des sogenannten Westerhemdes
Die Kleidung spielte bereits in der altkirchlichen Taufpraxis eine große Rolle. Cyrill von Alexandrien (378–444) spricht in seiner Katechese davon, dass die Täuflinge nackt die Taufe empfingen und danach neu bekleidet wurden (catech. myst. 2,2–4; 4,8). Auch nachdem sich die Kindertaufe durchgesetzt hatte, wurden die Kinder meist entkleidet und ins Wasser eingetaucht bzw. untergetaucht (Immersionstaufe), um danach in ein weißes Taufkleid eingewickelt zu werden, was Martin Luther in Das tauffbuchlin auffs new zu gericht (1526; vgl.
) „westerhembd“ (WA 19, 538,6f.) nannte. Während der Reformation war die heutzutage gängige Praxis der Affusionstaufe noch nicht die Regel. Johannes Bugenhagen (1485–1558) beschreibt, wie er in Hamburg eine „koppdope“ („Kopftaufe“ – Bestreichen mit Wasser; vgl. die Hamburger Kirchenordnung bei Emil Sehling, Die Evangelischen Kirchenordnungen des XVI. Jahrhunderts, Bd. 5, 1913, 511) beobachtete. Er hielt sie nicht für ideal, womöglich auch, weil das aus Gal 3,27 entlehnte Bild des Kleiderwechsels mit seiner metaphorischen Dimension dabei wegfiel. Im Taufbüchlein zählt Luther das „westerhembd anzihen“ (s.o.) unter die verzichtbaren Ritualien der Taufe. Der Begriff scheint auf Luther selbst zurückzugehen und ist eine Tautologie des lateinischen vestis (Kleid, Gewand, Hemd). Er versteht darunter womöglich das seit dem Mittelalter eingebürgerte Kapuzenkleid.
Minister plenipotentiaire
Das französische ministre plénipotentiaire meint einen Gesandten, der mit besonderer Verhandlungsvollmacht ausgestattet ist.
in der Beurtheilung des ersten Theils der Cramerschen Psalmen-Uebersetzung S. 143. f. f.
Johann Andreas Cramer (1723–1788) studierte Theologie in Leipzig. 1750 bekleidete er das Amt als Oberhofprediger und Konsistorialrat in Quedlinburg. Später wirkte er als Oberhofprediger und Theologieprofessor in Kopenhagen (1754). In der letzten Phase seines Lebens prägte er die Universität Kiel als Prokanzler (1774) und Kanzler (1784). Er war mit berühmten Lyrikern seiner Zeit bekannt (z.B. Gellert, Klopstock) und schrieb selbst zahlreiche Werke religiös-moralischer Dichtung. 1780 gab er das schleswig-holsteinische Gesangbuch (Allgemeines Gesangbuch auf Königlichen allergnädigsten Befehl zum öffentlichen und häuslichen Gebrauche [...]) heraus, das bis ins späte 19. Jahrhundert – auch unter dem Titel Cramersches Gesangbuch – Verwendung fand. Daneben war er Mitherausgeber der aufklärerischen Literaturzeitschrift Der nordische Aufseher (1758–1761). Zu seinen Übersetzungsarbeiten gehört neben einer deutschen Chrysostomus-Ausgabe (1748–1751) auch die vierteilige Poetische Uebersetzung der PSALMEN mit Abhandlungen über dieselben (1755–1764). – Teller setzte sich damit in einer eigenen Schrift auseinander. Die Beurtheilung des ersten Theils der Cramerischen Uebersetzung der Psalmen in zweyen Sendschreiben an den Hochwürdigen Herrn Verfasser (1760) stellt eine irenische Kritik dar, die Teller mit eigenen Übersetzungsvorschlägen anreicherte. Auf den angegebenen Seiten favorisiert er gegenüber Cramers Wiedergabe von Ps 24,7 (vgl. Poetische Uebersetzung [...], Bd. 1, 1755, 89) eine Personifikation der dort erwähnten Tore und Pforten, die vor Freude jauchzen sollen (vgl. für seine Beweisführung aaO 143–153).
Josephus, in den jüdischen Alterthümern, III. 6, 5. 6.
Flavius Josephus (ca. 37–100) war ein jüdischer Diplomat, Heerführer und Historiker. Sein Vater gehörte dem Priesteradel an, während er mütterlicherseits Nachfahre der Hasmonäer (Makkabäer) war. Josephus selbst verstand sich als Pharisäer (vita 2 [10–12]). Er wurde als Jerusalemer Diplomat im Jahr 64 in Rom bei Nero vorstellig, um die Freilassung jüdischer Priester zu erwirken. Im jüdischen Aufstand gegen die römische Besatzung entwickelte er sich zu einer ambivalenten Figur. Er befehligte die jüdischen Truppen Galiläas und Gamalas (vgl.
). Nachdem er schließlich unterlag, verweigerte er den vorher verabredeten Kollektivselbstmord und ließ sich stattdessen vom Feldherr Vespasian gefangennehmen. Josephus dürfte durch eine messianische Verklärung desselben die eigene Begnadigung erwirkt haben und wurde fortan zum libertus von Gnaden der Flavianer. Er versuchte in der Folge vergeblich, das belagerte Jerusalem zur Kapitulation zu überreden. Gegen Ende seines Lebens betätigte er sich vor allem als Schriftsteller, u.a. bei den hier erwähnten, 93/94 erschienenen Ἰουδαϊκὴ ἀρχαιολογία (Antiquitates Iudaicae). Dabei skizziert Josephus die jüdische Geschichte von der Schöpfung bis ins Jahr 66, das den Beginn des jüdischen Aufstandes markierte. Die Fortsetzung dieser Geschichte beschreibt er in seinem zweiten großen Geschichtswerk: Περὶ τοῦ Ἰουδαϊκοῦ πολέμου (Bellum Iudaicum). – Während Josephus’ Schriften im Judentum weniger berücksichtigt wurden, kam es zu einer regen Rezeption innerhalb des frühen Christentums, vor allem wegen Verweisen auf Johannes den Täufer (ant. Iud. XVIII, 5,2 [116–119]) und den Herrenbruder Jakobus (ant. Iud. XX, 9,1 [197–203]). Bis heute ist umstritten, inwieweit das „Testimonium Flavianum“ (ant. Iud. XVIII, 3,3 [63f.]), das u.a. Jesu Wundertätigkeit, Kreuzestod und Auferstehung beschreibt, christlich überformt wurde.
Aelians vermischten Geschichten III. 15. [...], wo gesagt wird, daß das Volk [...] einen gewissen schändlichen Gebrauch unter sich dulde
Claudius Aelianus (gest. nach 220) war ein Sophist aus Latium, über dessen Leben nur Weniges bekannt ist. Vermutlich studierte er unter einem Pausanias Rhetorik. Zu den von ihm erhaltenen Schriften zählt neben Περὶ ζῴων ἰδιότητος (De Natura Animalium) und den 20 zumeist erotischen Ἐπιστολαὶ ἀγροικικαί (Epistulae Rusticae – Echtheit wird bezweifelt) auch das von Teller erwähnte Werk Ποικίλη ἱστορία (Varia Historia). Es enthält Anekdoten und Skurrilitäten über berühmte Völker, Personen und aus dem Reich der Natur. – Wie Teller erwähnt, benutzt Aelianus in var. III, 15 προσλαμβάνω im Sinne von „dulden“.
Hilarius [...] diese Redart für eine Beschreibung des ewigen Ursprungs Jesu von Gott gehalten
Teller dürfte hier Hilarius von Poitiers (ca. 315–367) meinen, der etwa 350 zum Bischof ernannt wurde. Weil er in der Auseinandersetzung um eine einheitliche Reichstheologie ermahnend an Kaiser Konstantius II. (317/337–361) schrieb und von diesem mehr Offenheit für unterschiedliche Strömungen forderte, ließ ihn der Kaiser im Nachgang des Konzils von Beziers 356 nach Phrygien verbannen. Im Exil lernte er neben der origenensischen Theologie auch die der Homöusianer – etwa die eines Basilius von Ancyra (gest. nach 363) – kennen. Seine Werke De Trinitate und De Synodis vermittelten diesen Einfluss an den Westen. – Erstere Schrift enthält einen zu Tellers Ausführungen passenden Abschnitt – überschrieben mit „Exitionis nomine id apte significat. Exitio illa nativitatem dicit, non alienationem a Patre.“ („Was mit dem Namen Ausgang genau bezeichnet wird. Mit Ausgang sagt man jene Geburt, nicht Entfremdung vom Vater.“) –, wo auch Joh 16,27f. zitiert wird (vgl. trin. IX,30).
Cyrillus, u. an. diese Redart für eine Beschreibung des ewigen Ursprungs Jesu von Gott gehalten
Cyrill (ca. 375/380–444), der 412 zum Patriarchen von Alexandrien aufstieg, gilt als einer der bedeutendsten Theologen im Kontext des altkirchlichen Streits um die Christologie. Nachdem Bischof Nestorius von Konstantinopel (ca. 381– 451/453) sich dem volkstümlichen Marienprädikat θεοτόϰος (Gottesgebärerin) verweigert hatte, warf Cyrill ihm in seinem Osterfestbrief von 429 eine damit vollzogene Leugnung der Gottheit Christi vor. Damit begann der sogenannte Nestorianische Streit (428–433), der auf dem Reichskonzil von Ephesus 431 eskalierte. Die Beratungen waren von gegenseitigen Verwerfungen zwischen Antiochenern, die die zwei Naturen Christi betonten (Duophysiten) und den Alexandrinern geprägt, die wiederum die Personeinheit Christi (ἕνωσις) als Gott und Mensch stark machten (Miaphysiten). In den Folgejahren ließen die Antiochener Nestorius als unmöglich gewordene Figur fallen. Johannes I. von Antiochien (Amtszeit 429–441/442) und Cyrill entwickelten nun 433 eine christologische Unionsformel, die das θεοτόϰος-Prädikat bestätigte und zu Cyrills Zentralbegriff ἕνωσις die antiochenischen Einfügungen δύο φύσεων ἀσύγχτος (zwei Naturen unvermischt) erlaubte. Diese Formulierungen hatten maßgeblichen Einfluss auf die 451 in Chalcedon erzielte Einigung. – Zu Cyrills Hauptwerken zählen u.a. Quod Unus Sit Christus (435/436) und ein Johanneskommentar (12 Bücher), auf den Teller hier anspielen dürfte. Er verwendete für die griechischen Kirchenväter möglicherweise Balthasar Cordiers Catena Patrvm Graecorvm In Sanctvm Ioannem [...] (1630; vgl.
). Teller könnte sich im Speziellen auf Cyrills Ausführungen zu Joh 17,8: „declarando ipsum esse Patrem filio suo coaeternum“ (aaO 410 – „um zu erklären, dass der Vater selbst mit seinem Sohn gleichewig ist“) beziehen.
andre [...], die nichts weiter, als die Sendung darunter verstanden haben (s. Augustin im 2 B. 5. C. von der Dreyeinigkeit)
Augustin von Hippo (354–430) gilt als einer der wichtigsten Theologen der christlichen Tradition überhaupt. Zunächst als Rhetor in Karthago tätig, stand er eine Zeit lang der christlichen Sekte der Manichäer nahe, bis er in den 380er-Jahren Rhetoriklehrer in Mailand wurde und unter dem Eindruck der Predigten des Bischofs Ambrosius (333/334–397) ein besonderes Bekehrungserlebnis erfuhr (386; daraufhin Taufe zu Ostern 387). Augustin entwickelte sich in der Folge zum vornehmlich christlich-philosophischen Schriftsteller, dessen Theologie maßgeblich vom Neuplatonismus Plotins (204–270) und des Porphyrius (vgl.
) geprägt war. Nachdem er seit 391 gemeinsam mit Valerius (nach 300–396) das Bischofsamt in Hippo versah (395/396–426 dann allein), kam es bei ihm zur sogenannten paulinischen Wende, nach der u.a. Werke wie De Spiritu Et Littera (412), De Natura Et Gratia (415), De Civitate Dei (413–427) oder De Praedestinatione Sanctorum (429) entstanden. Vor allem seine darin entwickelten Positionen zur Erbsünden- und Prädestinationslehre hatten maßgeblichen Einfluss auf die reformatorische Theologie, besonders auf die des Augustinermönchs Luther. – Teller bezieht sich hier möglicherweise auf folgende Stelle aus De Trinitate (399–419): „ergo a patre exire et venire in hunc mundum, hoc est mitti“ (trin. II, 5,7 – „vom Vater ausgehen und in diese Welt kommen heißt also: gesandt werden“).
Philo, in seiner Schutzschrift für die Juden gegen den Cajus im 2 B. S. 508. der Mangeischen Ausgabe
Obwohl Philo von Alexandrien (ca. 20/10 v. Chr.–45? n. Chr.) als einer der bedeutendsten Philosophen und Bibelausleger des Judentums gilt, ist über sein Leben kaum etwas Gesichertes überliefert. Einen wichtigen Fixpunkt seiner Biographie stellt allerdings seine Teilnahme an einer diplomatischen Reise zu Kaiser Gaius Iulius Caesar Germanicus (12/37–41; Variante von Gaius – „Cajus“) dar, der postum unter dem Namen Caligula berühmt wurde. Philos Erfahrungen, die er dabei – wohl in den Jahren 39/40 n. Chr. – machte, legte er in der Schrift Περὶ ἀρετῶν καὶ πρεσβείας πρὸς Γάιον (Legatio Ad Gaium) nieder, die Teller hier referenziert. Die Gesandschaft versuchte den Kaiser zum Einschreiten gegen Aulus Avilius Flaccus (gest. 39 n. Chr.) zu bewegen, unter dessen Ägide es in Alexandria u.a. zu Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung gekommen war (vgl. legat. 28 [178f.]; Flacc. 4 [24]; vgl.
). – Tellers Werkangabe bezieht sich auf die von Thomas Mangey (1688–1755) 1742 in London herausgebrachte Philo-Edition (Philonis Judaei Opera [...]; 2 Bde.). Die erste Stellenangabe lautet in der Leitauflage fehlerhaft „S. 508.“ In den Zusätze[n] findet sich der korrekte Verweis auf „S. 568“ (legat. 23 [155]). Die zweite Angabe auf „S. 587.“ ist in allen Auflagen korrekt (vgl. legat. 36 [281]).
das Wort mit dem Syrer […] in dem Verstand einer Aufhebung, Zerstörung zu nehmen
Teller selbst war des Syrischen mächtig (vgl. Einleitung [s. I. ], XII). Die altsyrische Übersetzung des Neuen Testaments (vetus syra) könnte ihm in Form des Novum Domini Nostri Jesu Christi Testamentum Syriacum (1709) vorgelegen haben, das der Utrechter Professor Johannes Leusden (1624–1699), der 1661 bereits eine hebräische Bibel mit Verszählung herausgebracht hatte, angestrengt und der Leidener Orientalist Karl Schaaf (1646–1729) vollendet hatte. Ein Exemplar davon hat Teller nachweislich besessen (vgl. Verzeichniß der vo[n] [...] Herrn D. Teller [...] hinterlassenen [...] Bücher [...], 1805 [vgl.
], 25). Die lateinische Übersetzung des syrischen Neuen Testaments liest für 2Petr 1,20 „solutio“ (aaO 585), was vor allem „Lösung“ meint, aber auch – wie in diesem Fall – als „Auflösung“ im Sinne einer Aufhebung verstanden werden kann. – Es ist unwahrscheinlich, dass Teller mit „dem Syrer“ Ephraem Syrus (ca. 306–373) meint, wenn man alle Stellen besieht, die er dieser wiederkehrenden Referenzgröße im WB zuschreibt: 2Petr 1,20 (z5 ); 1Petr 1,9 (d449 ); 2Tim 2,14f. (d444 ). Ephraem Syrus war nämlich vor allem für seinen Kommentar zur Evangelienharmonie (Diatessaron) des Tatian (ca. 120–180) berühmt. Seine Ausführungen zu den Paulusbriefen hingegen sind nur auf Armenisch erhalten.
mit dem Camerarius in dem Verstand einer Aufhebung, Zerstörung zu nehmen
Der Humanist Joachim Camerarius der Ältere (auch Kammermeister; 1500–1574) studierte zunächst in Leipzig, Erfurt und schließlich – unter dem Eindruck der Reformatoren – auch in Wittenberg. Er bekleidete während seiner Gelehrtenlaufbahn unterschiedliche Professuren in Wittenberg, Tübingen und Leipzig, auf denen er u.a. Griechisch, Rhetorik oder antike Literatur lehrte. In letzterer Funktion strengte er eine Vielzahl klassischer Editionen antiker Autoren an und erforschte deren Gramamtik. 1524 vermittelte er zwischen Erasmus von Rotterdam (1466/1469–1536) und Luther. Über die Jahre begleitete er seinen Freund Philipp Melanchthon, dessen postumer Biograph er 1566 wurde, zu den unterschiedlichsten Religionsgesprächen. Beim Augsburger Reichstag 1530 legte seine Nachschrift der dort vorgetragenen Confutatio Confessionis Augustanae (3.8.) die Basis für Melanchthons Apologia Confessionis Augustanae, die 1537 Bekenntnisrang erhielt. – Teller könnte sich mit seiner Bemerkung auf Camerarius’ Notatio Figvrarvm Orationis Et Mvtatae Simplicis Blocvtionis In Apostololicis Scriptis [...] (1556) beziehen, wo er das „ἰδίας ἐπιλύσεως“ aus 2Petr 1,20 mit „seipsam non euertere“ (aaO [387] – „sich selbst nicht zu zerstören“) wiedergibt.
f:
Gedächtnismahlzeit
f:
doch
ab:
hat: Siehe
ab:
gemeinschaftliches mitChristo ; Offenb. Joh. 3, 20. bedeutet die gemeinschaftliche Theilnehmung an allen wahren und dauerhaften Glückseligkeiten. Nach einer freyen Uebersetzung würde der Sinn seyn: Wer sich nach meiner Belehrung richten und nach derselben aufrichtig gesinnt seyn wird, den werde ich als meinen vertrautesten Freund schätzen, und ihn an allen Vortheilen meines Evangelii Theil nehmen lassen. Das Wohlwollen selbst wird durch die bildliche Redart, ich werde zu ihm eingehen; und die Erweisungen desselben durch das folgende ausgedrückt. Einem Prediger könnte dies
b:
dieß
also gute Gelegenheit geben, von dem Glück eines aufrichtigen Christenthums, oder, wegen bekannter Mißverständnisse, von den falschen Vergnügungen der Einbildungskraft an bloß sinnlichen Vorstellungen der Religion zu reden:
siehe Stimme.
b:
dieß
b:
habe,
ab:
verlassen: Vom
f:
Glauben,
a:
werden[.]
ab:
siehe Weissagung
z:
Glauben: s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
ProphetS.
Abkürzungsauflösung von "S.": Seite
303. d. Wörterb.
Abkürzungsauflösung von "d. Wörterb.": des Wörterbuchs
ab:
im
f:
Volke,
b:
siehe
a:
siehe Hoherpriester
ef:
Gemeine: Sie
abc:
genennt
f:
Apostelg.
f:
andere
ab:
Vorsteher
ab:
eignen
f:
gehörte:
a:
ø
a:
hatten,
f:
untereinander, Apostelg.
ef:
Tit. 1, 5–8.
Editorische Korrektur von: Tit. 1. 5–8. (digital)
ab:
Petri
f:
Petr.
f:
Apostelg.
f:
ø
abc:
Daher konnte sie
abc:
sehr richtig als Männer vorstellen, von |a4||b4| welchen einige
abc:
arbeiteten,
Editorische Korrektur von: arbeiteten. (bc)
d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
die Ihrigen oft daran erinnerten, sie zur Befolgung derselben ermahnten u. s. w.
wollen wir denn, die wir dieses Amt führen, wohl beherzigen, und alle gute Christen mit uns mögen es thun, nicht mehr von uns erwarten, als hier geschrieben steht, damit sie nicht von dem Wege, ihre Begnadigung bey Gott allein zu suchen, auf den Abweg einer falschen Beruhigung in einer eingebildeten göttlichen Be|c10|vollmächtigung des Predigers zur Vergebung der Sünden gerathen.
b:
Dieß
f:
Verehrung;
abc:
Und da es unter den Morgenländern der
a:
war, auch noch izt ist
bc:
war, auch noch itzt ist
f:
ø
abc:
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abc:
Ausdrücke, nach
abc:
auch wohl
abc:
beugen
f:
ø
f:
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N.
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a:
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ab:
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f:
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e:
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wie die damaligen Knechte waren,
f:
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f:
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Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
ab:
irdischen
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a:
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ab:
vorbehalten:
f:
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a:
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ef:
7, 11. 12.
Editorische Korrektur von: 7. 11. 12. (digital)
ab:
sollen.
c:
sollen:
ab:
21–24.S.
Editorische Korrektur von: S, (b)
abef:
den
abc:
Man muß nemlich auf gut Deutsch
f:
wir
e:
Ansehn
ab:
Beweises. S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Siehe
ab:
Umschreibung, derer
f:
Himmel
f:
gemeynt sey:
f:
unsere
ab:
unterirdischen
f:
ø
a:
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a:
Götter,
abc:
bekannt
abf:
gleichwohl
f:
weiß
a:
Niedrigsten
f:
eigene
bc:
sind
f:
umschriebenen
ab:
Wort
f:
Versicherung,
ef:
weiß
ef:
unterirrdischen
c:
Uberhaupt
ab:
verstehen
abf:
Großen
e:
Gros|e77|sen
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abcf:
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f:
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Teiges):
ef:
die Masse, woraus der
ef:
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z:
ø
z:
Wenn
f:
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fz:
verstoßen
c:
Andächtig, Apost.
fz:
Andächtig, Apostelg.
cef:
Weiber,
z:
Weiber,
f:
Proselytinnen,
z:
kurz Proselytinnen, wie neuerlich Hr.
Abkürzungsauflösung von "Hr.": Herr
D.
Abkürzungsauflösung von "D.": Doctor
Barth in Gießen für gelehrte Leser sehr richtig übersetzt hat. S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Siehe
z:
gottesfürchtig
ef:
Worts,
f:
selbst
ef:
Freund
a:
daher
abc:
allen
ab:
außer
ef:
Wort;
ab:
S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Siehe
f:
ø
a:
überdies
ab:
gleich folgende
f:
geschaffenen
f:
Sprachgebrauche
f:
N.
b:
machen,
a:
machen,schaffen ),
ef:
schaffen );
f:
sicherer
f:
Schöpfungstheorieen
f:
Philosophen
ab:
allein denselben
f:
gemeynt
f:
ø
a:
entlehnt hat
f:
hat –
f:
ø
a:
Welt
abc:
Der Sache nach
ab:
durch
abc:
keiner
f:
N.
a:
Siehe sündigen,Teufel .
b:
S. sündigen,Teufel .
f:
selbst,
a:
11.;
bc:
11,
f:
die
f:
Gott,
f:
ø
f:
verschafft
f:
ø
f:
euch
f:
S.
f:
Stellen,
f:
erfordern
a:
vor
abce:
Seyn
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Seyn empfängt;
f:
Vortrefflichste
abc:
erstanden
af:
Gottes),
a:
Gottes
f:
richtigen
ab:
S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Siehe
Creatur
ab:
Glaubens;
f:
gehörte. Allein
a:
den
f:
wird
abcf:
Hoffnung
abef:
er
ab:
verweiset:
ab:
also
f:
auch
ab:
grammaticalischen
f:
nach
e:
von
f:
von äußerlichem
cef:
gebraucht
ab:
gebraucht: Was für
f:
gemeynt
ab:
40–46.
abc:
heißt
a:
fallen
f:
Anfechtung,
ab:
verließen:
e:
seine
f:
verließen; seine
ab:
daher
f:
Christen,
ab:
ø
ab:
das erstemal
e:
den
f:
dem
b:
Apostel, das zweytemal
ef:
ein
a:
Apostel, daß zweytemal ein
f:
seyn
a:
Siehe unter der Rubrik
b:
S.
z:
|z2|AngehörenChristo etc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
etc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
Hier ist im Wörterb.
Abkürzungsauflösung von "Wörterb.": Wörterbuch
vor 2. Cor. 10, 7. die Stelle Marc. 9, 41. noch beyzufügen, und auch hier kann es im vorzüglichen Verstande einen Apostel bedeuten.
fz:
Apostelg.
ef:
erfordern
z:
Belehrung, die
z:
bey dieser Gelegenheit bekommen
z:
zu erfodern
z:
Gesichte
f:
werden:
f:
müßte
z:
müsse
z:
auch
f:
V.
Abkürzungsauflösung von "V.": Vers
f:
ø
cf:
Offenbahrung
f:
ihn
z:
Offenbahrung (v.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
30–32), daß Petrus bestimmt sey, ihm Unterricht im Christenthum zu geben,
z:
das
z:
nun
f:
ø
z:
ich.
z:
eben
f:
Bezeugung,
e:
mache
ef:
Heyden,
z:
ø
z:
bey der Behauptung, Gott machte keinen Unterscheid zwischen uns und den Heiden noch
c:
Einschränkung
cz:
Evangelii
f:
betrifft
z:
Hierbey will ich doch gar nicht die allgemeinere Wahrheit leugnen
z:
Gottes
z:
und wahre Glückseligkeit
z:
ihn
z:
Gott zu erkennen |z3| suchet und nach dieser Erkenntniß
z:
Sie ist aber für sich ausgemacht.
ef:
Dabey wird aber doch auch ausdrücklich gesagt, daß selbst unter Nichtchristen damals rechtschaffene, Gottehrende, mithin Gott überhaupt gef|f82|ällige Menschen waren, und dies
f:
dieß
also noch sind, wo sie sind.
f:
dieß
ab:
Angesicht:
ef:
nennen
f:
Wahrnehmung
ab:
hinderte, wie wenn sich zwey Menschen so sehen, daß ihre Gesichter auf einander stoßen. S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Siehe
z:
Christi ist
z:
Lehre; die besondre
z:
Angesichts
c:
Jesu
z:
Jesu Christi
z:
des
abc:
sowol
f:
bedeutet
f:
vorhergehende; sondern
f:
Zusammsezzung
ab:
verschiednen
ef:
Anrufen den Herrn,
a:
Namen
ab:
Herrn
f:
N.
f:
Apostelg.
ab:
ø
ef:
sowohl
f:
erfordert
ab:
rechtschaffnen
f:
darin
f:
Religion
ab:
Unterscheid
ab:
anrufen,
ae:
dies
z:
Anrufen den Herrn etc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
etc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
Nach Röm. 10, 12. 13. 14.S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Seite
20. d. Wörterb.
Abkürzungsauflösung von "d. ": des Wörterbuchs
ist 1 Cor. 1, 2. einzuschalten.
ab:
Anschreiben:
f:
Wörter
f:
Redeart
ab:
ø
ab:
seyn,
f:
seyn:
ab:
ø
f:
rechtschaffenen
ab:
derer, die zuerst (der Erstgebohrnen) in die christliche Kirche sind aufgenommen worden
ab:
sind: mitten
a:
vor;
b:
vor:
f:
seyn:
f:
Kirche
e:
figurlich
z:
Anschreiben: Auch hier ist im Wörterb.
Abkürzungsauflösung von "Wörterb.": Wörterbuch
S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Seite
21. noch Luc. 10, 20. zu vergleichen, und die Uebersetzung von Hebr. 12, 23. in Vergleichung mit der Anmerkung S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Seite
132. also zu verändern:
Ihr seyd kommen zu der Gemeine der von Gott geliebten rechtschafnen Israeliten.