Die interaktive textkritische Ansicht setzt eine
Bildschirmbreite von mind. 768px voraus.
Bitte verwenden Sie einen entsprechend breiten Bildschirm,
um diese Ansicht in vollem Umfang nutzen zu können.
|z66|H.
Haben.f√Marc.4, 25.
Editorische Korrektur von: 4, 13. (z)
und
Luc. 8, 18. ist das,wer da hatetc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
vermuthlich ein damals z√ bekanntes Sprüchwort gewesen, gleich dem beym Mar|d294||e294|cus vorhergehenden, mitz√dem Maaßetc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
und den anderweitigen, wer sich selbst erhöhetetc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
|c229|Viele sind berufenetc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
Es werden die Ersten die Letztenetc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
Wenn das geschieht am grünen Holzetc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
Man hat aber eine Sache, wenn man sie so besitzt, wie mansoll.
Hand; wird gebraucht, für, e√BedrückungLuc. 1, 71. 74.SchutzundBeystandJoh. 10, 28. 29.Luc. 1, 66. – durch die Hand eines andern etwas thun, veranstalten, ist schlechtweg gesagt, für, durch ihnApostg. 14, 3.19, 11.Gal. 3, 19.
Handel,1 Thess. 4, 6. Die einzige wahre
Erklärung scheint mir hier immer die zu seyn, welche schon beym Theodoret und Theophylact vorkommt, daß man den Ehebruch verstehen müsse und die Uebersetzung seyn könnte:
Daß niemand seinen Bruder durch vertrauten Umgang mit einer Fremden beleidige.
So wird das hier vorkommende griechische Wort von den besten griechischen Schriftstellern nach einer gewissen Züchtigkeit im Aus|f299|druck gleich dem Wort Umgang von fleischlicher Vermischung gebraucht, und da diese Ermahnung in der Mitte einer Warnung vor den Ausbrüchen sinnlicher Lust und moralischer Verunreinigung steht, so ist in einem solchen Zusammenhang noch weniger zu vermuthen, daß der Apostel die Gewerbtreue im Sinn gehabt habe; s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
die Vorerinn.
Abkürzungsauflösung von "Vorerinn.": Vorerinnerungen
zu dieser Auflage .
HandschriftCol. 2, 14. ist die Beobachtung der Mosaischen
gottesdienstlichen Gebräuche, durch welche sich der Jude Gott gleichsam schuldig erklärte. Diese, sagt der Apostel, hat er ausgetilget, nemlich durch f√ Aufhebung jener Gebräuche.
|d295||e295|Handreichung; Unterstützung, Beystand,Phil. 1, 19.AllmosenaustheilungApostg. 6, 1. oder |c230| eine Bey|z67|hülfe, das Allmosen selbst, 11, 29.12, 25.2 Cor. 8, 4.9, 12.1 Tim. 5, 10.
Hangen:Matth. 22, 40. würde ich übersetzen: Diese zwey Gebote sind der Inbegrif des ganzen Gesetzes. Es ist eben so viel gesagt, als, Erfüllung, Hauptsumme des Gesetzes Röm. 13, 10.1 Tim. 1, 5.
Harnisch: Kriegsrüstung Luc. 11, 22.Eph. 6,
Autorschaftliche Korrektur von: 9, (d)
11. 13.
Harren.Röm. 8, 19. ist der Zusatz ängstlichunnöthig, und liegt wenigstens nicht in dem Begriff des griechischen Worts; wie denn Paulus selbst gleich nachherwarten,Hofnung, schlechtweg sagt, und eben so Phil. 1, 20.mit harren, das Wort warten verwechselt.
|a223||b223|Hassen: Die Erklärung dieses Worts a√Luc. 14, 26.Joh. 12, 25. ist aus Marc. 10, 29. und Luc. 14, 33. zu nehmen.
|f300|Haupt:
s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
aufheben,sammlen.Eph. 1, 22.4, 15.5, 23.Col. 1, 18. wird Jesus das Haupt der Gemeine, oder bildlich, seines Leibes genannt, insofern er durch sein Evangelium alle, die sich dazu bekennen, erleuchtet, heiliget, beruhiget und glücklich macht. Dann heißt er Col. 2, 10.das Haupt der Fürstenthümer und Obrigkeiten, insofern seine Regierung über die Herzen der Menschen, nach ihrem Umfang und ihrer Wohlthätigkeit
deren Befehle nur das äußere Eigenthum der Unterthanen in einem noch überdieß sehr eingeschränkten Raumangehen: und in demselben Verstand ist er Herr,Herzog der Seligkeit,Bi|d296||e296|schof der Seelenu. s. w.
Abkürzungsauflösung von "u. s. w.": und so weiter
siehe diese Wörter und Fürstenthum .
|c231|Christi 1 Cor. 11, 3. ist Gott, weil Gott durch ihn die Menschen zur Seligkeit leitet, ihn dazu gesendet hat; und so erklärt es Paulus selbst Eph. 1, 22.Gott hat ihn gesetzt, verordnet, zum Haupt der Gemeine über alles, deutscher, der ganzenGemeine: Die Folge davon siehe 1 Cor. 15, 24. 28.
des Mannes ist Christus , wie er das Haupt der ganzen Gemeine ist, ohne daß das Weib davon ausgeschlossen wurde; weil die Natur einer solchen Steigerung, wie sie in |a224||b224| dieser Periode verkömmt, es mit sich bringt, die Ausdrücke nicht so genau zu nehmen.
Haus;Gottes, ist nach dem damaligen KirchenstilMatth. 21, 13.Luc. 19, 46. der Tempel, und also im Gegensatz, die ganze ChristenheitLuc. 14, 23.1 Tim. 3, 15.Ebr. 3, 6. (wo |f301| die Erklärung auch gleich dabey steht) 10, 21.1 Petr. 4, 17.Petrus erläutert es 1, k.
Abkürzungsauflösung von "k.": Kapitel
2, 5. wenn er geistliches Haus dafür sagt, und Paulus stellt daher, nach einer weitern Vergleichung, die Christen selbst, besonders aus dem Heydenthum (s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Gäste ), vor als Gottes Hausgenossen, d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
Familie.
der JudenMatth. 23, 38. verstehe ich von ihrer ganzenRepublik.
das ewig ist im Himmel2 Cor. 5, 1. der neue geistliche Leib, den er 1 Cor. 15. weitläuftiger beschreibt. Aber eben daselbst sollte irrdischesHaus dieser Hütten genauer übersetzt werden, das leimerneGezelt, das wir bewohnen; welches leicht zu zerbrechen oder fortzutragen ist (nach einer feinen Anspielung auf die Wohnungen der |c232||d297||e297| Israeliten in der Wüsten), abc√ dem er nun eben so schön v.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
2. die Festigkeit und Dauer der Leiber in der zukünftigen Welt anzuzeigen, das himmlische Hausentgegengesetzt.
Hausgenossen;s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
gleich vorher .
Haushalter über Gottes Geheimnisse: Eine Beschreibung der Lehrer; s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Geheimniß,Gnade.
Heil,Apostg. 4, 12.13, 26.Röm. 11, 11.13, 11. wird das ganze Glück des Christen|a225||b225|thums darunter verstanden;Apostg. 4, 12. aber vergl.
Abkürzungsauflösung von "vergl.": vergleiche, verglichen
mit 3, 12. 16. wird auf die vorherbeschriebneGesundmachung
Editorische Korrektur von: Aesundmachung (b)
, Heilung, wie auch übersetzt werden sollte, gesehen, wie denn auch v.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
9.gesagt wird, durch welche er ist gesund, heil, worden. Der Apostel will also sagen: Eine solche Gesundmachung ist keines andern Menschen Sache, noch eine andre Person in der Welt, durch welche uns geholfen werden |f302| soll, als nemlich Jesus Christus , an dessen statt wir dieß Wunder verrichtet haben, v.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
10.s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Name,Helm,Horn .
Heilwerden. Die ganze Redart1 Petr. 2, f√ 24. ist aus Jes. 53, 6.f√ genommen, und die Erklärung von dem Apostel selbst v.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
a√ 25. dahin gegeben, daß die Christen durch die Erleuchtungen und Antreibungen Jesu Christi (ihr seyd bekehret zum Bischof eurer Selen, s.
Editorische Korrektur von: (s. (f)
Bischof ) in den Stand gesetzt worden, der Lasterhaftigkeit zu entsagen und der Frömmigkeit ergeben zu seyn.
Heiland.Die allgemeine Bedeutung
Editorische Korrektur von: Bedeutng (f)
ist, ein Helfer,Retter, wie Nehem. 9, 27. und das ist Gott selbst nach der Sprache des Alten Testaments Luc. 1, 47.1 Tim. 2, 3.4, 10.Tit. 1, 3.2, 10.3, 4.; dann Jesus |c233| Christus in Ansehung derJudenLuc. 2, 11. 30.3, 6.
Editorische Korrektur von: 3. 60. (b)
Joh. 4, 42. |d298||e298| (s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Welt ) Apostg. 5, 31.13, 23. in Absicht auf die ganze ChristenheitEph. 5, 23.
Editorische Korrektur von: Eph. 5, 25. (a)
Phil. 3, 20.
Editorische Korrektur von: Phil. 3. 20. (b)
Tit. 2, 13.2 Petr. 3, 18. Er ist es aber in demselben Verstande, wie er der Herr und das Haupt der |a226||b226| Gemeine genannt wird. Daher verwechselt es Paulus mit dem letzten Wort in der Vorstellung an die Epheser, und setzt es der Benennung Fürst nach Apostg. 5, 31. Den Gelehrten ist es ohnedem bekannt, daß auch die feinern Griechen ihre Beherrscher so zu nennen pflegten, und selbst
Philo legt dem August in seiner
Schutzschrift gegen den Flaccus ab√ diesen Titel bey. Doch nennt auch ebenderselbe Gott sehr oft den einzigen Heiland.
Heilig. In der ebräischen Sprache wird alles das heilig genannt, was entweder an sich und |f303| in seiner Art vorzüglich,vortreflich, ist, oder durch besondre Umstände auch eine besondreäußerliche Würdeerhält. Die Sache selbst, von der es gebraucht wird, muß also jedesmal entscheiden, welches Wort man in seiner Muttersprache eigentlich damit zu verwechseln hat, und dann ist es Pflicht des Uebersetzers, dieses zu wählen. Also ist
Heilig, von Gott gesagt, so viel, als majestätisch,herrlich,vollkommenJoh. 17, 11.Luc. 1, 49.1 Joh. 2, 20.Offenb. 3, 7.4, 8. Die Uebersetzung sollte seyn – Allerhöchster Vater! erhalte sie etc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
– des Name herrlich ist – Ihr habt die Salbung von dem Vollkommensten und wisset alles – das saget der Höchste, der etc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
–
herrlich
Editorische Korrektur von: herr lich (b)
, herrlich, herr|c234|lich ist Gott etc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
– Und das ist wieder, er ist der Höchste, Vollkommenste, Anbetungswürdigste. Wo es nun aber auf |d299||e299| die besondre Erweisung |a227||b227| der göttlichen Vollkommenheit, die wir im gemeinen Sprachgebrauch die Heiligkeit nennen, eingeschränkt wird, da muß denn auch dieses Wort in der Uebersetzung beybehalten werden, und also 1 Petr. 1, 15.Offenb. 6, 10.16, 5.
Der HeiligeApostg. 3, 14. der Heilige GottesMarc. 1, 24.vergl.
Abkürzungsauflösung von "vergl.": vergleiche, verglichen
Ps. 106, 16. (wo Moses in gleicher Bedeutung so genannt wird) von Jesu gesagt, ist so viel, als Messias, sollte auch gleich so übersetzt werden, und Apostg. 4, 27. 30. beydemal deinen herrlichen SohnJesum . Wenn nun aber eben derselbe in einem ganz andern Zusammenhang Ebr.7, 26.heilig genannt wird, so behält das Wort seine uns geläufigere Bedeutung.
|f304|Heilige StadtMatth. 4, 5.27, 53.
Editorische Korrektur von: 27, 5. (a)
ist
eine Benennung Jerusalems, die auch beym Philo vorkömmt, und
Editorische Korrektur von: and (e)
auf gut deutsch die Königsstadt, weil sie als die Residenz Gottes und der Tempel in derselben als sein Pallast angesehen wurde:s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Matth. 5, 35.
Heilige, oder besser, unverletzliche StätteApostg. 21, 28. der Tempel.
Das Heilige ist Ebr. 9, 25., erst so viel, als das Allerheiligste, v.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
3. oder der Theil des Tempels, der, so zu reden, das Cabinet Gottes vorstellte, welches kein Mensch betreten durfte, und in welches selbst der Hohepriester nur ein einzigesmal im Jahr, und das nicht ohne Furcht und Zittern, eingehen durfte. Da Gott nemlich als|c235| der unmittelbare |a228||b228| Monarch seines Volks gedacht wurde, so ward er auch vorgestellt, wie er sein eignes Land, in demselben seine Residenz, und |d300||e300| in dieser seinen Pallast hat. Und dieser Pallast, der Tempel, war nun wieder nach orientalischen Sitten so eingerichtet, daß er einen Vorhof, einHeiliges und ein Allerheiligstes hatte. In den ersten war der Eingang einem jeden erlaubt, der gleichsam etwas bey Gott f√ zu suchen hatte; in das zweyte kamen
nur die Priester, ab√ die Staatsbedienten, und dann die Leviten , ab√ die Hofbedienten Gottes, menschlicher Weise zu reden; und in das dritte durchaus niemand, als, wie gesagt, der Hohepriester, der oberste Staatsbediente Gottes, einmal im Jahre. Welche Aufklärung schon bloß durch diese Bemerkung der ganze Brief an die Ebräer erhält, werde ich bey Himmel,Priester , noch deutlicher machen. Ich |f305| erinnere nur noch, daß
Philo diese Erklärung des allerheiligst von dem Ort gesagt, wo Gott als wohnend gedacht wurde, sehr schön erläutert, wenn er den Berg den allerheiligsten nennt, auf welchemMoses Gottes Befehle erhielt, weil sich niemand demselben nähern durfte; im 2.B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Buch
der Lebensbeschreibung desselben ab√. Im Lateinischen könnte man das Wort augustissimus damit verwechseln, und allezeit muß man in einem solchen Zusammenhang nichts weiter dabey denken, als die äußerliche Würde, wie Ebr. 9, 1.die Uebersetzung seyn sollte.
Das Heilige im Gegensatz Ebr. 9, 12. 24.10, 19. ist nun der Himmel, und dieser die ganze christliche Kirche
Editorische Korrektur von: Jirche (b)
in ihrer ewigen Fortdauer: s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Himmel .
|c236|Heilige Güter Ebr. 8, 2. wird gleich erklärt durch himmlischev.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
5.9, 23. oder zukünftige, nemlich im Alten Testament9, 11. und das sind |d301||e301| denn, nach unserm Sprachgebrauch, Religionssachen, alles, was die christliche Religion Gutes und Erfreuliches enthält. Davon ist Jesus der HohepriesterEbr. 9, 11. nach jüdischem Sprachgebrauch; nach einem schon allgemeinern der PflegerEbr. 8, 2.; und nach dem für uns verständlichsten, das Hauptseiner Kirche; s.Herr .
HeiligeBrüder1 Thess. 5, 27.Ebr. 3, 1. und die Heiligenf√Apostg. 9, 13. 32. 41.26, 10.Röm. 1, 7.8, 27.12, 13.15, 25.
allezeit Christen,Mitchristen, und sollte man zur Vermeidung aller Zweydeutigkeit, jedesmal so übersetzen, oder auch Religionsbekenner. Die Apo|a230||b230|stel nahmen hierbey ihre Rücksicht auf die gleiche Benennung der Israeliten, als der vormaligen Bekenner der wahren Religion, z. E.
Abkürzungsauflösung von "z. E.": zum Exempel
Ps. 50,5. wobey auch nur auf die äußerlichen Vorzüge gesehen wurde.
und sollte daher Röm. 7, 12. übersetzt werden – |d302||e302| das Gebot ist vollkommen, recht und vortreflich: siehe Gut .
Heiligen. Nach dem vorhergehenden ist dieß so viel, als verherrlichenMatth. 6, 9. – dein Name werde verherrlichet – 1 Petr. 3, 15.vergl.
Abkürzungsauflösung von "vergl.": vergleiche, verglichen
Luc. 1, 49., wo es auch genauer heißen sollte; des Name herrlichist. Dann bedeutet es, zum Christenthum, zum geistlichen Priesterthum,einweyhen, bestimmen, aussondernApostg. 26, 18.ab√Ebr. 2, 11.
Editorische Korrektur von: Edr. 2, 11. (e)
10, 10.14.29.13, 12.z√ Der Ausdruck z√ ist in diesem Verstande, wie schon bemerkt worden, ganz alttestamentisch, und auf die Sachen des Christenthums angewendet. Das Volk war Gott geheiliget, d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
er hatte es zu einem besondern |f307|Volk ausersehen; die Priester waren ihm geheiliget, d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
zum Dienst im Tempel bestimmt; das Land war geheiliget, d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
von andern durch z√ eigne Gesetze u.dergl.
Abkürzungsauflösung von "dergl.": dergleichen
abgesondert: Wenn daher Juden und Heyden z√ zum Christenthum übergiengen, so hiessen sie Geheiligte,Heilige; Jesus z√ der, der sieheiligte. Ich würde z√ also z. E.
Abkürzungsauflösung von "z. E.": zum Exempel
Ebr. 10, 14.übersetzen:s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
vollenden . So bedeutet es nun auch ferner überhauptetwas zum besondern Gebrauchef√absondern und ausersehen1 Tim. 4, 5.Joh. 10, 36.; endlich sich selbst einer Sache widmen,|c238|ihr ergeben, aufopfernJoh. 17, 19.erste Hälfte; aber in der zweyten Hälfte wiev.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
17.wird es nach dem Gebrauch des A. T. von der Einweyhung der Priester zur Erlangung der äußerlichen|d303|Tüchtigkeit dazu, von |e303| der Amtstüchtigkeit der Apostel gesagt. Ich würde übersetzen: Mache sie tüchtig zum Dienste der Wahrheit und der Religion – ich opfere mich selbst für sie auf, damit auch sie zum Dienste der Religion immer geschickter werden mögen.– 1 Cor. 6, 11.Eph. 5, 26.
Editorische Korrektur von: Eph. 5, 16. (ef)
behält es die uns gewöhnlichere Bedeutung.
|a231||b231|Heiligkeit; Würde, Vorzüglichkeit, Hoheit,Ebr. 9, 1.: Und so ist das Wort zu verstehen Ps. 93, 5. Hoheit ist die Zierde deines Hauses. In den übrigen Stellen behält es die gewöhnliche Bedeutung.
Heiligung; ist so viel, als Reinigkeit des Herzens und des Wandels 2 Cor. 7, 1.1 Thess. 4, |f308| 3. 4. 7.Ebr. 12, 14.Mit dem Zusatz des Geistes, (d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
Evangelii.s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Geist ) bedeutet es das Christenthum.
Heilsam; hülfreich Tit. 2, 11. und das Ganze eine Beschreibung des Evangelii, wie das gleichfolgende unterweisenf√ deutlich macht. Der LehreJesu zugeschrieben 1 Tim. 6, 3.2 Tim. 1, 13.4, 3.
Editorische Korrektur von: 4. 3. (ef)
(Tit. 1, 9.2, 1.) könnte es vielleicht am besten übersetzt werden vernünftig, indem der Apostel in der ersten Stelle es dem Geschwätz solcher Menschen, die kränkeln (siech, seuchtigan der Einbildungskraft sind), entgegengesetzt, diese noch weiter als Blödsinnigebeschreibt, und alles, was er in den übrigen Stellen von ihnen |c239| meldet, ein Beweis ist, daß es, kurz zu reden, Schwärmer waren, die mancherley Träume und Gesichte hatten. Hiernach wäre die Uebersetzung der ersten Stelle: „So jemand anders lehret, und nicht bey der ver|a232||b232|nünftigen (richti|d304||e304|gen) Lehre Jesu Christi und Anweisung zur Gottseligkeit bleibet; der ist aufgeblasen, unwissend, aberwitzig in Fragen und Wortstreitigkeiten; aus welchen entstehen Neid – Schulgezänke blödsinniger (verrückter) Menschen etc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
“ So pflegen auch die übrigen griechischen Schriftsteller, wie
Plutarch in der Schrift von der Erziehung, gesunde Lehre mit demselben griechischen Ausdruck zu sagen und es durch rechte Lehre zu erklären.
Heimsuchen. So hat zwar Luther Luc. 7, 16.19, 44. dem alten deutschen Sprachgebrauch gemäß, übersetzt, nach welchem dies Wort soviel galt, als unser neueres besuchen; aber dem Sinn nach sollte es, von Gott gebraucht, rich|f309|tiger gegeben werden, sich annehmen, gnädig erweisen; und so wird es Apostg. 15, 14. wirklich erklärt: In der zweyten Stelle versteht Jesus sein Lehramt unter den Juden.
Helm;des Heils, sollte genauer übersetzt werden Eph. 6, 17. der beschützende, bedeckende Helm und so auch – der Hofnung zur Seligkeit (zum Heil nach dem Grundtext) 1 Thess. 5, 8. der siegreichen Hofnung.
ab√
HerodisDiener, Matth. 22, 16.Marc. 3, 6.12, 13. oder nach dem Grundtext Herodianer, waren
Hofleute, die beym
Herodes den nächsten Zutritt hatten, wie z√ auch der Syrer übersetzt.
|c240|Herr;Herrscher. Beyde Wörter haben ihre verschiedne Bedeutung. Das zweyte ist eigentlich der Lateiner ab√ und unserHerr
imCanzleystil, so daß es einen Souverain, Regenten, anzeigt. Luther hat es ein einzigesmal in der Uebersetzung richtig, nur
in verkehrter Ordnung Jud. ab√ 4., |d305||e305| welche Stelle zugleich für den bibli|a233|schen Unterschied beyder Wörter beweisend ist, sobald man nach dem Grundtext übersetzt:
|b233| Und verleugnen den einzigen BeherrscherGott und unsern HerrnJesum Christum.
Es wird also von Gott gebraucht, insofern er der Weltbeherrscher, Herr des All, des Ganzen ist, wie auch andre griechische Schriftsteller ab√ zu reden pflegen, ab√Luc. 2, 29.Apostg. 4, 24., welche beyde Stellen die Erklärung bekräftigen. Und so sollte auch 2 Cor. 6, 18.Offenb. 1, 8.4, 8.11, 17.15, 3.
Editorische Korrektur von: 13, 3. (ef)
16, 14.19, 6.21, 22.fürallmächtiger Herr, Gott, derAllmächtige, Beherrscher der Welt, gesagt werden.
|f310| Dagegen ist nun Herr, in der Bedeutung eines Vorgesetzten, abc√ der eigentliche Name Jesu Christi in den Schriften des Neuen Testaments, so daß nur wenige Stellen auszunehmen seyn dürften.
So bezeugt Josephus in den jüdischen Alterthümern V. 2, 2. ausdrücklich das Wort κυριος (Herr) sey die Uebersetzung
Editorische Korrektur von: Uebesetzung (f)
des Hebräischen אדני
Editorische Korrektur von: אדנ (f)
(Herr),
und Hieronymus in seinem Nahmensregister erklärt dieses durch jenes. Es ist auch bekannt, daß die Juden ihre Lehrer,Herr oder Meister in Anreden zu nennen pflegten,Joh. 13, 13. 14. daß daher beydes untereinander verwechselt wird: Joh. 20, 13. 16.|c241| Unter diesen Namen ist nun auch Christus der Welt angekündigt worden Luc. 2, 11., wo es heißen sollte:
Euch ist heute der Heiland, welcher ist Christus der Herr, gebohren in der Stadt David –
Dafür gab er selbst sich aus Joh. 13, 13.Matth. 7, 21. 22.Luc. 6, 46.Dazu hat ihn Gottverordnet,Phil. 2, 10. 11.Als einen solchen mach|d306||e306|ten ihn die Apostel den Völkern bekannt, Petrus Apostg. 2, 36.Paulus fast in allen seinen Briefen, Röm. 10, 9.c√14, 8.1 Cor. 8, 6.2 Cor. 4, 5.Eph. 4, 5.Phil. 2, 11.Col. 1, 10. und alle ihre Belehrungen, Ermahnungen, Anwünschungen thun sie entweder schlechtweg im Herrn, oder im Namen des HerrnJesu ;s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
die Vorrededer ersten Ausgabe . Die Frage kann auch nicht seyn, wie er der Vorgesetzte, der Schutzherr seiner Kirche ist? Es ist deutlich, daß er es in demselben Verstande ist, in welchem er ihr Haupt, Bischof der Seelen genannt wird, insofern er sie |f311| nemlich durch sein Evangelium zu allen guten Einsichten und Fertigkeiten leitet und regieret, der vollkommenste Lehrerist. Und auch das ist seine eigne Erklärung Matth. 7, 21.Luc. 6, 46.s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
König .
Wie übrigens der Apostel Judas Gott den einzigen Beherrscher, und Jesum den Herrn nennt, so auch Petrus 2. Br.
Abkürzungsauflösung von "Br.": Brief
2, 1.vergl.
Abkürzungsauflösung von "vergl.": vergleiche, verglichen
v.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
20.3, 2. und Paulus verbindet beydes mit einander1 Tim. 6, 14. 15. nur daß er für, der einzigeBeherrscher, der allein Gewaltige, der einzige Dynast, Souverain sagt. Es sind also im N. T.
Abkürzungsauflösung von "N. T.": Neues Testament
gleichgeltende Ausdrücke: der allein wahre Gott; dergrosse(höchste)|c242|Gott; der allein Gewaltige; der einzige Beherrscher; der Herr aller Herren und König aller Könige.
Herr überalles
Editorische Korrektur von: aller (e)
, eigentlich, aller,Apostg. 10, 36. ist Christus in demselben Verstande, in welchem
Abkürzungsauflösung von "vergl.": vergleiche, verglichen
Joh. 3, 13. wegen seines höhern Ursprungs; obgleich |d307||e307| auch hier nach dem Zusammenhang das ganze menschliche Geschlecht in seinem erhöheten künftigen Zustand verstanden werden kann.
Herr über Todte und LebendigeRöm. 14, 9.
Herr allerHerrenaber,d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
der allerhöchste Herr 1 Tim. 6, 15. ist Gott; dagegen in der Offenbarung Jesusk.
Abkürzungsauflösung von "k.": kapitel
17, 14.19, 16. in dem Verstande, in welchem ihn Paulus |a235||b235| das Haupt aller Fürstenthümer und Obrigkeiten nennt Col. 2, 10.s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Haupt.
Herren der Welt, die in der Finsterniß –|f312|herrschenEph. 6, 12., oder, nach einer genauern Uebersetzung, ungläubige Beherrscher des gegenwärtigen Zeitalters, abc√ die damaligen jüdischen und heydnischenObrigkeiten:s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Fürstenthum, himmlisch.
Herrlichkeit.Dieß ist Joh. 1, 14. ohne Zweifel von der äußerlichen Würde Christi zu verstehen, in der er sich allenthalben zeigte, und die er doch mit der sanftesten Freundlichkeit verband. An das, was er nach seiner höhern Natur war, konnte Johannes hierbey nicht denken, da das nichts sichtbares war
(er ist uns in allem gleich worden und an Geberden wie ein andrer Mensch); dahero wird auch hinzugesetzt, als des eingebohrnenetc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
Joh. 17, 22. ist das Lehramt gemeint, welches Jesus nach v.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
18. den Aposteln z√ übertragen hatte. Ich würde übersetzen: die Amtswürde, so wie dasselbe Wort 4 B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Buch
Mos. 27, 20. von der AmtswürdeMosis und ihrer Uebertragung an den Josua gebraucht wird.
Herrschen wird nun auch von der unbegrenzten Regierung Gottes Offenb. 11, 17. und von der |d308||e308|Oberaufsicht Jesu über seine Kirche gesagt 1 Cor. 15, 25.
|c243| Von der Sünde gebraucht Röm. 6, 12.
Editorische Korrektur von: Röm. 6, 12, (d)
14. drückt es die Macht der Sinnlichkeit sehr stark aus, und von der Gnade,Röm. 5, 21.
die allgemeine Erbarmung Gottes über eine sündvolle verschuldete Welt.
1Cor. 4, 8. ist der Sinn: Ihr seyd nach eurer Meinung schon genug unterrichtet, ihr bedürfet keiner apostolischen Weisung mehr (seyd schon satt, schon reichworden); ihr könnet eure |f313|eigeneLehrer seyn (herrschet ohneuns). Wollte Gott, daß es so wäre, daß wir denn nicht mehr für euch zu sorgen hätten.
f√
Herzlich. Dafür sollte in unsrer Uebersetzung mitleidig gesagt seyn Eph. 4, 32.vergl.
Abkürzungsauflösung von "vergl.": vergleiche, verglichen
Col. 3, 12. und zärtlichRöm. 12, 10.Habt gegeneinander eine zärtliche Bruderliebe.
Herzogd. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
Urheber,Lehrer – der Seligkeit, Ebr. 2, 10. und gleichbedeutend mit Fürst des Lebens, Bischof der Seelen, Haupt der Gemeine, Heiland u. s. w.
Abkürzungsauflösung von "": und so weiter
So sagen die Griechen, Herzog einer Lehre, Meinung, aller Weisheit, d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
der Urheber einer Meinung, der Lehrer aller Weisheit.
Heute;s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
gestern,zeugen .
Heyde bedeutet alle Völker außer den Juden, im Gegensatz derselben (Röm. 9, 24.); und sollte auch, wo dieser Gegensatz nicht offenbar gemacht wird, und alle vorgesetzt steht, gleich Völker übersetzt werden, wie Luther schon gethan hat Matth. 28,19Römer, wo diese besonders gemeint sind, wie Lucä 18, 32. Des Menschensohn wird überantwortet werden den Römern –
|a236||b236||d309||e309|Himmel. So wird zuerst Gott selbst nach einem spätern abc√Sprachgebrauch unter den Ju|c244|den genannt
Editorische Korrektur von: geuannt (e)
(
wie etwa die Griechen den Jupiter Olympus nannten)Matth. 21, 25. (war sie von Gott oder von Menschen?)Luc. 15, 18. (vor Gott und vor dir?) Joh. 3, 27. (es werde ihm denn gegeben von Gott) Matth. 16, 19.
Dann bedeutet es die sichtbareOberwelt von Sonnen u. s. w.
Abkürzungsauflösung von "u. s. w.": und so weiter
Matth. 5, 16.11, 23.16, 2.bc√Matth.5, 34.23, 22. (wo aus dem Zusatz: |f314|denn er ist Gottes Thron, die Erklärung zu nehmen ist) Col. 1, 23.Jac. 5, 12.2 Petr. 3, 10.– oder besonders den Wolkenhimmel, Luc. 12, 56.
Ferner die unsichtbaren Wohnungen der höhern Geister, vollendeten Menschen, und, menschlicher Weise zu reden, Gottes selbst, (deren eine die jüdischen Gelehrten über die andre setzten 2 Cor. 12, 2.) a√Matth. 5, 12.Luc. 6, 23.
Editorische Korrektur von: Luc. 6, 3. (a)
Matth. 6, 2019, 21.Luc. 15, 7.
Editorische Korrektur von: Luc. 15. 7. (b)
Apostg. 1, 11.3, 21.7, 55.1 Cor. 15, 47.
Editorische Korrektur von: 1 Cor. 15. 47. (b)
Eph. 4, 10.Col. 1, 5.1 Petr. 1, 4. und vielleicht auch Luc. 10, 20.Ebr. 4, 14.8, 1.9, 24.12, 23. – Nur vielleicht, sage ich, weil in diesen Stellen auch
die jüdische, und im Gegensatz, die christliche Kirche im Stil Pauli
Editorische Korrektur von: Eauli (e)
, und besonders in Verbindung mit der Erde, verstanden werden kann:
worüber ich mich gleich umständlicher erklären werde.
Himmel und Erde; die Welt, alle sichtbare geschafne Dinge, (nach1 B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Buch
Mos. 1, 1.Ps. 75, 25.) Matth. 24, 35.Luc. 21, 33.
Editorische Korrektur von: Luc. 24. 33. (b)
(verglichen |a237||b237|1 Joh. 2, 17.) Luc. 16, 17. Und so ist mirs gewiß, daß auch Matth. 6, 10. diese Bedeutung statt finde, und der Sinn sey, – dein |d310||e310| Wille werde in der ganzen Welt vollbracht – |c245| und wahrscheinlich, daß auch Matth. 28, 18. hieher gezogen werden müsse, weil Jesus gleich daraus die Folge zieht; darum gehet hin – alle Völker – also, in alle Welt gehet, wie auch beym Marcus ausdrücklich hinzugesetzt wird. Er würde also damit eben das sagen wollen, was die Apostel mit veränderten Wor|f315|ten ausdrücken, Col. 1, 17.2, 10.1 Petr. 3, 22.
Allein in einem ganz besondern Verstande nimmt Paulus die Redart, der
Editorische Korrektur von: drr (e)
als ein ehemaliger großer jüdischer Gelehrter auch zuweilen seinen eignen Sprachgebrauch hat. Die Juden nannten nemlich den Tempel, und besonders
Editorische Korrektur von: besondrs (e)
das Allerheiligste, den Himmel, in Beziehung aufJes. 63, 15. und daher wieder ihre
Editorische Korrektur von: wiederihre (c)
ganze Kirche, alle andre Völker dagegen, vielleicht aus Verachtung, die Erde.
So sagt Philo in der Abhandlung von der EinheitGottes, der Himmel sey die eigentliche Wohnung Gottes und das Gegenbild davon im Tempel zu Jerusalem, die Edelgesteine aber auf den
Amtskleidern des Hohenpriesters wären eine Abbildung der Sterne am Himmel: Und
in dem Buch von den Riesen, nicht weit vom Ende, theilt er die Menschen in drey Classen ein; in abc√ Erdmenschen d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
bloßsinnliche und Lasterhafte, Himmels|a238||b238|menschend. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
Weise und Gute, endlich, Gottesmenschend. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
Lehrer und Propheten. Es ist also Eph. 1, 10.Col. 1, 16. das, was im Himmel und auf Erden ist, eine auf diesen Sprachgebrauch
Editorische Korrektur von: Sprachgebranch (a)
gegründete Beschreibung der Juden und Heyden; Thronen und Herrschaften sind die heydnischen Kayser, und Fürstenthümer|d311| und Obrigkeiten die jüdischen Un|e311|terobrigkeiten |c246| (denn diese hatten keine Thronen mehr), und also der Sinn, wie er bey dem
Editorische Korrektur von: den (e)
Wort Thron vollständig gezeigt werden soll. So erklärt sich Paulus darüber selbst Eph. 2, 13–16. Denn was er das einemal sagt, in ihm ist alleszusammengefaßt, beyde,wasim Himmelundauf Erdenist, das zweytemal, |f316|durch ihn ist alles geschaffen, das im Himmel und auf Erdenist; dafür sagt er das drittemal deutlicher – Er hat Beyde versöhnt mit Gott zu Einem Leibe (Einer Gemeine) – Er hat aus Zweyen Einen neuen Menschen durch sich selbst geschaffen – Er hat aus BeydenEins gemacht. Ich zweifle daher für mein Theil nicht, daß auch a√Eph. 3,
Editorische Korrektur von: Eph. 3. (e)
15. undEbr. 7, 26. und zwar in einem solchen Zusammenhang, wo Jesus offenbar dem Hohenpriester des Alten Testaments entgegengesetzt wird, Himmel den Tempel, oder die jüdische Kirche, und die ganze Redart eben so viel bedeute, als wenn er selbst von sich sagt, er seygrösser, als der Tempel, Matth. 12, 6.
|a239||b239| Wie nun die Apostel (nach dem allgemeinen Grundsatz, daß das Christenthum das alles in der Wahrheit enthalte, wovon
Editorische Korrektur von: wooon (e)
das Judenthum ein bloßer Schatten gewesen) den Tempel, den Berg Sion, Jerusalem selbst – den Hohenpriester und die übrigen Priester, die Opfer und Gaben – das alles – auf das Christenthum im höhern Sinn deuten; so ist auch Himmel, in Beziehung auf den vorhin erklärten jüdischen Sprachgebrauch
Editorische Korrektur von: Sprachgebranch (a)
, nicht selten die christliche Kirche, Gemeine. Und es ist eine sehr reichhaltige Idee, daß nun weiter kein Unterschied sey unter heiligen Zeiten, Oertern, Personen, Ländern; |d312||e312| alle heilig, die Gott ehren, und jeder Ort, wo |c247| er geehret wird, und also auch nicht mehr das Allerheiligste, dieser Judenhimmel, an eine Stadt gebunden, sondern allenthalben der Himmel, ef√Gott und Glückseligkeit, wo gute und weise Menschen |f317| sind und ab√ dereinst seyn werden. Hieher rechne ich nun folgende Stellen: Luc. 10, 20.Ebr. 12, 23.a√ (s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Buch ) 1 Petr. 3, 22.Ebr. 8, 1.(sieheRechteGottes
Editorische Korrektur von: Gottts (b)
) Ebr. 10, 34. und selbst Ebr. 9, 24. Der Apostel setzt z. E.
Abkürzungsauflösung von "z. E.": zum Exempel
in der letzten Stelle dem mit Händen gemachten Allerheiligsten, als dem Bild des Himmels, den Himmel selbst entgegen. Wenn nun das den Ort des unsichtbaren Aufenthalts Jesu
Editorische Korrektur von: Jesn (b)
abc√ bedeuten sollte, wo bliebe die Christenheit selbst im Gegenbilde? Wie könnte er von den Christen sagen, sie sollten hinzutreten zu dem |a240||b240| Gnadenstuhl, der nemlich in dem Allerheiligsten war, wenn sie nicht auch schon hienieden in dasselbe in einem gewissen Verstande eingiengen? Die Sache ist also: Jesusist eingegangen in den Himmel, d. i.
Abkürzungsauflösung von "d. i.": das ist
er hat die Kirche geöfnet, so daß nun alle von der Zeit seines Todes an in dieselbe gleichfalls eingehen, die das Christenthum annehmen; da ist Er erschienen vor Gott für uns, hat uns durch seinen Tod den Weg dazu gebahnet; da sitzet er zurRechtenGottes, ist das Haupt der Gemeine; da treten wir alle mit Freudigkeit zumGnadenstuhl
Editorische Korrektur von: Gradenstuhl (e)
, abef√ suchen Begnadigung und erhalten sie. Das gilt nun auch von dem Wort
Himmlisch, in folgenden Stellen: Joh. 3, 12.Eph. 1, 3. 20. (nach dem Grundtext; es heißt nemlich von
Editorische Korrektur von: vou (a)
Wort zu Wort, er hat ihn gesetzt |e313| zu seiner Rechten im himmlischen) 2, 6.Ebr. 3, 1. |d313|(Phil. 3, 14.)6, 4.
Editorische Korrektur von: 7, 4. (a)
8, 5.9, 23.11, 16. |c248|12, 22. in welchen es die christliche Kirche, und wo Beruf,Gabe, dabey steht, den Beruf da|f318|zu, das Evangelium, das in derselben gelehrt wird – Eph. 3, 10.6, 12. (unter demHimmel nach dem Grundtext imhimmlischen) wo es die jüdische Kirchebedeutet. Der Verstand ist z. E.
Abkürzungsauflösung von "z. E.": zum Exempel
in der letzten Stelle.
Wir haben nicht mit gemeinen Menschen zu kämpfen, sondern mit Obrigkeiten, mit den ungläubigen Beherrschern des gegenwärtigen Zeitalters, mit den boshaften Menschen in der jüdischen Kirche;
|a241||b241| siehe Geist . Und in der ersten:
Damit jetzt den Obrigkeiten in der jüdischen Kirche durch die christliche Gemeine bekannt würde, was es mit den grossen Anstalten, die Gott im Alten Testament gemacht hat, für eine Bedeutung gehabt, und ihnen nun die Augen geöfnet würden einzusehen, wie sehr sie f√ sich dem Rath Gottes selbst in der Hinrichtung Jesu widersetzt.
So erklärt schon
Origenes diese Stelle in seiner Auslegung derKlaglieder im 1 B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Buch
der Benedictinerausgabe S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Seite
348.: „Sie glaubten, daß es mit Jerusalem nie ein Ende nehmen würde, und die den Vätern geschehenen Verheißungen, so lange ihr Volk selbst dauerte, an demselben erfüllt werden müsten, indem sie nichts von Jesu Christo verstanden.“ Man wird nun auch sehen, was Jesus unter den himmlischen Dingen (wie Luther dieses Wort hinzusetzt) verstanden wissen wollte, nemlich die ganzeVerfassung
Editorische Korrektur von: Verfas sung (a)
der|d314||e314|christlichen Kirche, über die er sich dazumal noch nicht deutlicher erklärt hätte.
|c249|2 Tim. 4, 18. behält es die gewöhnliche Bedeutung des künftigen Zustandes der Seligen, |f319| und ist soviel als Reichv.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
1. und ewige Herrlichkeit, 2 Cor. 4, 17. Allein hier hatte es Paulus auch nicht mit Juden zu thun, mit denen er in ihrer Sprache reden muste, um verstanden zu werden, und derselben bessre Begriffe unterlegen, um sie vom Judenthum zur bessern Religion zu bringen.
Himmlischer Vater (wie Luther an einigen Orten deutschartiger übersetzt für Vater im Himmel, welches aber doch öfter vorkömmt), wird Gott genannt, so daß der Sinn Allerhöchster sey; weil wir uns über das Sonnensystem (s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
die zweyte Bedeutung des Worts Himmel )
hinaus nichts höheres denken können. Dieß ist auch die eigne Erklärung des Lucas 6, 35. wo für Kinder des Vaters im Himmel, beym Matthäus 5, 45. Kinder des Allerhöchsten gesagt wird.
Himmelreich ist nun aus
Editorische Korrektur von: nus (d)
gleichen Gründen ebenfalls die christliche Kirche in den eignen Reden Jesu . Wenn also Matth. 19, 23. gesagt wird, der Reiche werde schwerlich insHimmelreich
Editorische Korrektur von: Himmclreich (c)
kommen, so hat dies zuerst seine nächste Beziehung auf die damaligen Reichen und Angesehnen unter den Juden, denen es freylich schwer fallen muste, den in Dürftigkeit einhergehenden Jesus zu ehren und seinem Unterricht zu folgen. Dann soll nun eben dadurch angezeigt werden, daß er sich von solchen wenig zu versprechen habe, und vor der Hand wohl nicht viel Jünger aus |e315| ihnen sammlen werde. – Die Jünger verstanden darunter Matth. 18, 1, das tausendjährige|c250||d315| Reich, von welchem die damaligen Pharisäer glaubten, daß es der Messias aufrichten würde: s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Reich .
|f320|Hirten. Die bloße Anmerkung ist zureichend, daß Jesus
Editorische Korrektur von: Jesns (e)
als Haupt der Kirche, und die Lehrer des Evangelii, wegen ihres Lehrgeschäftes, so genannt werden.
|a243||b243|Hochzeit bedeutet jede hohe, feyerliche, Zeit; dann auch jedes Gastmahl, und so muß es genommen werden Luc. 14, 8. – wenn du von jemand zu Gaste gebeten wirst.
Hofnung. So heißt vorzugsweise, auch, wo es schlechtweg ohne die Beywörter, gute, lebendige, steht, die Erwartung derkünftigenAuferstehungApost. 23, 6.24, 15.Col. 1, 5.2 Thess. 2, 16.Tit. 3, 7.1 Petr. 1, 3.1 Thess. 4, 13. – In andern Stellen, als 1 Petr. 1, 21.3, 15.Ebr. 6, 11.7, 19.10, 23. bedeutet es die Hofnung der göttlichen Begnadigung durchChristum ; und daher wird er selbst die Hofnungder Herrlichkeit, oder genauer, die vortreflichsteHofnung, genannt.
Hoherpriester;s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Priester .
Höhe ist der HimmelLuc. 1, 78.2, 14.19, 38.24, 49.Eph. 4, 8.Ebr. 1, 3.Matth. 21, 9.Marc. 11, 10.s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Hosianna .
Hölle. Dadurch wird überhaupt jede außerordentliche Tiefe angezeigt Matth. 11, 23. so daß daselbst die ganze Redart den völligen Verfall der Stadt Capernaum anzeigen soll. So sagen auch andre griechische Schriftsteller mit demselben griech.
Abkürzungsauflösung von "griech.": griechisch
Wort, Tiefe des Elends. Nach einer be|c251||d316||e316|sondern Bedeutung aber wird darunter derZustand der Todten im|a244||b244|Grabe, oder das Grab selbst verstanden (Ps. 49, 16.Jes. 14, 9ff.
Abkürzungsauflösung von "ff.": folgende
) Matth. 5, 29. 30.ab√Luc. 16, 23.
Editorische Korrektur von: Luc. 16, 25. (ef)
1 Cor. 15, 55.Offenb. 1, 18.f√– |f321|2 Macc. 6, 23. steht auch schon dafür Grab in unserer deutschen Uebersetzung. Nach dem Maaß von Einsicht in das Zukünftige, welches den alten Israeliten verliehen war, herrschte die Vorstellung unter ihnen, welche man auch nachher bey den griechischen Weltweisen, z. E.
Abkürzungsauflösung von "z. E.": zum Exempel
dem
Plato , antrift, daß die Abgeschiedenen unter der Erde fortlebten, die Frommen in lichten, die Gottlosen in finstern, dunkeln, Behältnissen. Diese Meinung war ab√ zu den Zeiten Christi in so weit verändert, daß man nur den Gottlosen einen solchen unterirrdischen Aufenthalt anwies, die Frommen aber sich in einem Paradiese, und daselbst in dem SchooßAbrahams , dachte, wie die Stelle beym Lucas beweist: s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Paradies . Dieser Hölle schrieb man nun ihre ordentlichen großen und weitläuftigen Eingänge zu Matth. 16, 18.(s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Pforten der Hölle ) und die ganze hier vorkommende bildliche Redart soll also eigentlich so viel sagen: Jesus wolle auf den Unterricht Petri seine Gemeine so fest gründen, daß sie nie aufhören, nie aussterbensolle.
Matth. 10, 28.Marc. 9, 43. 45.Luc. 12, 5. steht ein ganz andres Wort im Grundtext, welches eigentlich den Zustand der Verdammten anzeigt, und die Uebersetzung sollte seyn, der den ganzen Menschen
in das Thal Hinnom werfen kann, 2 B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Buch
der Kön. 23, 10.
|a245||b245||c252||d317||e317|Horn, des Heils Luc. 1, 69. ist soviel, als mächtiges Heil. Die Redart kömmt oft in dem Alten Testament vor, und Gott selbst wird in diesem Verstande so genanntPs. 18, 3. Es muß aber aus der Kriegskunst der Alten erklärt werden, |f322| und nicht aus der physicalischen Wahrnehmung, daß gewisse Arten der Thiere sich ihrer Hörner
Editorische Korrektur von: Hörner ner (e)
zur Vertheidigung bedienen.
Hosianna.Dieß war unter den Juden
Editorische Korrektur von: Judrn (e)
ein glückwünschender oder überhaupt freudiger Zuruf, und sollte Matth. 21, 9.Marc. 11, 9. 10.Joh. 12, 13. übersetzt werden: Heil sey demSohnDavid – Er lebe hoch!So scheint es
der Verfasser der Offenbarung übersetzt zu haben k.
Abkürzungsauflösung von "k.": kapitel
7, 10.19, 1.
Hungern;s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
dürsten .
Hurerey. Es ist wohl das Wahrscheinlichste hierunter Apostg. 15, 20.29.21, 25.die Verheyrathung mit einer heydnischen Person zu verstehen. So wird in demmosaischen Recht diese Art der Verheyrathung mit der Theilnehmung an den Götzenopfern gleichfalls in einer Verbindung untersagt 2B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Buch
Mos. 34, 15. 16. und sie eineHurerey genannt, 4B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Buch
f√ 25, 1. 2. So wird Esau ein
Hurer gescholten, Ebr. 12, 16.
Editorische Korrektur von: Ebr. 12. 16. (e)
weil er gegen z√Abrahams ausdrückliches Verlangen in Ansehung der Verheyrathung seines Sohns Isaac , und diesem zum Trotz, sich mit Töchtern der Cananiter verheyrathete: s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
1B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Buch
M. 26, 34. 35.z√
Hure,Ebr. 11, 31. behält seine eigentliche Bedeutung. So wirdRahab zweymal in der Ge|c253||d318||e318|schichte genannt f√, Jos. 2, 1.6, 22.und es ist unerweisbar, daß das hebräische Wort eine Gastwirthin bedeutet habe.
Gasthäuser gab es damals überhaupt gar nicht. Dagegen war es sehr natürlich, daß Kundschafter, die verborgen bleiben wollten, bey einer solchen |f323|z√ Weibsperson einkehrten; ihre Wohnung an der Stadtmauer läßt auch nichts anders von ihr vermuthen, und die vorsichtige Maaßregeln, die man hernach mit ihr nahm, daß man sie ausser dem Lager ließ, z√ 6, |z72| 23.dienen zum neuen Beweise deßen.
Hütte. Eine sehr bedeutende bildliche Vorstellung des schwachen und hinfälligen Leibes 2 Cor. 5, 4.2 Petr. 1,13. 14., wofür aber noch genauer Zelt sollte gesagt werden. Es ist nemlich eine Anspielung auf die leichten Wohnungen der herumziehenden morgenländischen Völker, oder auch, der Israeliten in der Wüsten: s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Haus .
Luc. 8, 18.
Die Zusätze bieten hier stattdessen „Luc. 19, 26.“ (z66 ) – eine der wenigen echten Bibelstellenvarianten, die nicht als Satzfehler zu bewerten ist.
Wenn das geschieht am grünen Holz etc.
Lk 23,31: „Denn wenn man das tut am grünen Holz, was wird am dürren werden?“ In der Auslegungsgeschichte wurden unterschiedlichste Interpretationen dieser Metapher vorgeschlagen. Jesus könnte z.B. mit dem „grünen Holz“ (ὑγρόν ξύλον – wörtlich: feuchtes) sich selbst meinen, während das „dürre“ als Bild für seine Richter oder das in Zukunft untergehende Jerusalem stehen könnte (vgl. dazu den Sinn von 1Petr 4,18). Im Übrigen liegt Teller mit seiner Vermutung, der Vers sei „vermuthlich ein damals bekanntes Sprüchwort gewesen“ (d293 ), möglicherweise richtig: vgl. Seder Eliyahu Rabbah 14 (65): „Wenn Feuer die Frischen [...] erfaßt, was sollen die Trockenen [...] machen?“ (zitiert nach: Hermann L. Strack / Paul Billerbeck, Kommentar zum Neuen Testament aus Talmud und Midrasch, Bd. 2 [Mk–Apg], 2009, 263).
Erklärung […], welche schon beym Theodoret und Theophylact vorkommt, daß man den Ehebruch verstehen müsse
Für Theodorets Thessalonicher-Kommentar: vgl. PG 82, 643–646. Für Theophylakts Äußerungen zu 1Thess 4,6: vgl. PG 124, 1307f.
gottesdienstlichen Gebräuche, durch welche sich der Jude Gott gleichsam schuldig erklärte
Für rabbinische Parallelen vgl. Hermann L. Strack / Paul Billerbeck, Kommentar zum Neuen Testament aus Talmud und Midrasch, Bd. 3 (Röm–Offb), 1979, 628; außerdem 2Hen 53,3; ApkZeph 12,6.
s. […] sammlen
Ein Lemma „Sammlen“ ist nicht vorhanden.
deren Befehle nur das äußere Eigenthum der Unterthanen in einem noch überdieß sehr eingeschränkten Raum angehen
Vgl.
. Im Hintergrund dieser Formulierung steht die Diskussion um die geistliche Gewalt des Landesherrn, die seit der Reformation und vor allem nach dem Dreißigjährigem Krieg (1618–1648) teilweise scharf geführt wurde. Man unterschied zwischen dem ius in sacra, das bis in die Gottesdienstordnung (ius liturgicum) reichte, und dem ius circa sacra, das nur die äußeren Angelegenheiten wie z.B. Bestallung, Besoldung und Duldung bestimmter Religionsgruppen betraf. Während Vertreter des Kollegialismus (wie Christoph Matthäus Pfaff) für eine Abscheidung des ius in sacra von der landesherrlichen Aufsicht plädierten, galt der Herrscher im Territorialismus (v.a. in Holland und Deutschland) als summus episcopus (höchster Bischof). Der Episkopalismus stand zwar nicht chronologisch, wohl aber sachlich für einen Mittelweg zwischen diesen Positionen, wonach das ius in sacra zwar dem Landesherrn anvertraut, aber nicht mit dessen Herrschaftsrecht identisch sei und daher idealerweise nur unter theologischer Beratung ausgeübt werden sollte. – Teller referiert diese unterschiedlichen Auffassungen mit Bezug auf die Geschichte des Protestantismus in seiner Beantwortung des Sendschreibens einiger Hausväter jüdischer Religion an mich [...] (1799, vgl. Einleitung [s. Anm. 91 ], XXIV): vgl. 54–60.
Philo legt dem August […] diesen Titel bey. Doch nennt auch ebenderselbe Gott sehr oft den einzigen Heiland.
Flacc. 10 [74] (vgl. die folgende Erläuterung). „August“ steht hier für den römischen Kaisertitel und meint im Speziellen Kaiser Caligula. Der detaillierte Verweis „S. 527. der Mangeyischen Ausgabe im 2. B.“ (a226 ) deutet auf die von Teller gewöhnlich verwendete Version hin: vgl.
.
Philo [...] Schutzschrift gegen den Flaccus
Aulus Avilius Flaccus (gest. 39 n. Chr.) stammte aus einem römischen Rittergeschlecht und wuchs am Hofe auf. Mit dem späteren Kaiser Tiberius (42 v. Chr./14–37 n. Chr.) blieb er freundschaftlich verbunden und erhielt von ihm die Präfektur über Ägypten von 32 bis 38 n. Chr. (vgl. Flacc. 19 [158f.]). Als die Thronnachfolge des Tiberius zu entscheiden war, stand er auf Seiten dessen Enkels Tiberius Gemellus, der laut Testament als rechtmäßiger Erbe galt. Nachdem der Senat das Testament jedoch rechtskräftig angefochten hatte und statt Gemellus schließlich Caligula (Gaius Iulius Caear Augustus Germanicus, 12/37–41) Kaiser wurde, war Flaccus’ Gunst am Hofe dahin. Er wurde schon bald nach Andros verbannt, wo man ihn 39 hinrichtete. – Die meisten Information über das Leben des Flaccus stammen aus der Apologie Εἰς Φλάκκον (In Flaccum), in der Philo an Kaiser Caligula appelliert, seinen ausführenden Präfekten in Alexandria an der Verfolgung der jüdischen Diasporagemeinde zu hindern. Flaccus hatte die Synagogalgemeinschaft mit einer Reihe Maßnahmen bedrängt, u.a. hatte er Kaiserstatuen in den Synagogen aufstellen lassen, die Juden per Edikt zu Fremden erklärt und pogromartige Übergriffe durch die griechische Bevölkerung gebilligt. Er selbst ließ eine Vielzahl an Mitgliedern des jüdischen Ältestenrates öffentlich auspeitschen. Laut Philo sei Flaccus im Übrigen zunächst ein hervorragender Präfekt gewesen (Flacc. 1) und erst später plötzlich gegen die Juden aufgebracht worden. Die Vermutung liegt nahe, dass Flaccus mit seiner antijüdischen Politik dem ihm sonst misstrauischen Caligula gefallen wollte. Caligula selbst war schließlich alles andere als ein den Juden gegenüber toleranter Herrscher, hatte er doch kurz vor seinem plötzlichen Tod noch angeordnet, man möge eine Kaiserstatue im Tempelbezirk von Jerusalem aufstellen lassen (mögliche Anspielung in Mk 13,14). Ein analoger Affront des Antiochus IV. Epiphanes hatte 167 v. Chr. die Makkabäerkriege ausgelöst.
herrlich, herrlich, herrlich ist Gott
Vgl. das Trishagion aus Jes 6,2f.
Ps. 106, 16. (wo Moses in gleicher Bedeutung so genannt wird)
Statt „Mose“ liest die sechste Auflage „Aaron“. Beide Brüder werden an besagter Stelle erwähnt. In der Lutherbibel 1545 findet sich bei Ps 106,16 eine Marginalie, die auf Num 16 verweist. In der dazugehörigen Erzählung wird die prophetisch-priesterliche Doppelautorität Moses und Aarons durch die in der Wüste umherirrenden Israeliten in Frage gestellt. Eine Rotte um Korach, Datan und Abiram (vgl. Ps 106,17) begehrt auf. Gegen wen sie „sich empörten“ (V. 16), bleibt uneindeutig, genauso wie die Apposition „Heiliger des HERRN“. Laut Num 16,2 ist es Mose, in V. 3 werden Mose und Aaron erwähnt, in V. 11 lediglich Aaron. Nimmt man das Gesuch nach dem Priestertum ernst (V. 10f.), so müsste tatsächlich Aaron (so wie f303 ) eher im Fokus stehen als Mose, repräsentiert er doch die aaronitische Linie der (Hohe-)Priester (vgl. Ex 29; Lev 9.16). Der Psalmverweis zielt jedenfalls deutlich auf Num 16f. ab, da in Ps 106,17 erwähnt wird, wie die Rotte vom sich öffnenden Boden verschlungen wird.
eine Benennung Jerusalems, die auch beym Philo vorkömmt
Philo verwendet einheitlich das Wort ἱερόπολις im Gegensatz zum neutestamentlichen ἁγία πόλις: vgl. legat. 32 [225]; 36 [281; 288]; 43 [346]; spec. III, 10 [53]. – Es ist bemerkenswert, dass Teller hier den biblischen Beleg aus Offb 21,2 auslässt.
Das Heilige ist Ebr. 9, 25., [...] die Uebersetzung seyn sollte.
Es ist auffällig, dass Teller, der ansonsten in seinem WB regelmäßig auch das Alte Testament referenziert, mit keinem Wort die klassische Belegstelle Lev 16 (über den großen Versöhnungstag: Yom Kippur) erwähnt, die ohne Zweifel im Hintergrund der angeführten Stelle aus Hebr 9 steht.
nur die Priester, die Staatsbedienten, und dann die Leviten, die Hofbedienten Gottes, [...] und […] der Hohepriester, der oberste Staatsbediente Gottes
Teller benutzt diese politischen Referenzbegriffe seiner Zeit auch an anderen Stellen, um die weit zurückliegende judäisch-israelitische Gesellschaft zu beschreiben (vgl. d377ff. ). Darin ist gewiss auch ein Niederschlag seines Akkommodationsbestrebens (vgl.
) zu erkennen.
Philo diese Erklärung […] sehr schön erläutert, wenn er den Berg den allerheiligsten nennt […]; im 2. B. der Lebensbeschreibung desselben
Gemeint ist Philos Werk Περὶ βίου Μωυσέως (De Vita Mosis), worin sich Philo auf Grundlage alttestamentlicher Exegese der Mose-Gestalt biographisch nähert. Teller bezieht sich auf Mos. II, 14f. [70f.]. Zur Angabe „S. 146. der Mangeyischen Ausgabe“ (a228 ): vgl.
.
Plutarch in der Schrift von der Erziehung, gesunde Lehre mit demselben griechischen Ausdruck zu sagen und es durch rechte Lehre zu erklären
Plutarch von Chaironeia (ca. 45–125) war ein im Platonismus geschulter – wohl aber auch mit der Stoa und dem Epikureismus bekannter – Philosoph, der später selbst eine Akademie in seiner Heimatstadt leitete. Sein umfangreiches Werk ist eine der Hauptreferenzgrößen für historische Studien über die hellenistisch-römische Zeit. Seit Clemens von Alexandrien wurde es außerdem auch christlich-theologisch verarbeitet. Plutarch wurden in der Antike mehr als 260 Schriften zugeschrieben. 78 davon werden klassischer Weise als philosophische Werke unter den Moralia zusammengefasst. So auch die von Teller angeführte Schrift Περὶ παίδων ἀγωγῆς (De Liberis Educandis). Die Referenz bezieht sich hier wohl auf Plutarchs Beschreibung der Kindererziehung (παιδεία τῶν τέκνων) als ὑγιαίνουσα (gesund) – derselbe Begriff wie in 1Tim 6,3; vgl. Plut. mor. de lib. educ. 9. Möglicherweise meint Teller mit „durch rechte Lehre zu erklären“ das zu ὑγιαίνουσα parallele ἀδιάφθορος (rein, unverdorben).
Hofleute, die beym Herodes den nächsten Zutritt hatten, wie auch der Syrer übersetzt
Die lateinische Übersetzung des syrischen Neuen Testaments bezeichnet die Herodianer in Mt 22,16 und Mk 12,13 als domestici (zum Haus bzw. Hof gehörige): vgl. Novum Domini Nostri Jesu Christi Testamentum Syriacum (vgl.
), 56. 114.
Herodes
Das Herodianische Geschlecht umfasst nicht weniger als acht Männer, die den Namen Herodes trugen. Die neutestamentlichen Erwähnungen sind zwar nicht näher spezifiziert, lassen sich allerdings relativ eindeutig drei Herrschern zuweisen. Der eine ist Herodes I. der Große. Er dürfte von 37–4 v. Chr. über ein „davididisches“ Großreich Israel/Palästina regiert haben, an das keiner seiner Nachkommen mehr gebietsmäßig heranreichen sollte. Er steht hinter dem erwähnten Herodes in den Geburtsberichten Jesu. Mt 2,16 berichtet seinen Tod. – Alle Herodes-Belege im weiteren Verlauf des Mt (u.a. die von Teller hier genannten) beziehen sich auf Herodes IV. Antipas (25 oder 23 v. Chr./4 v. oder 6 n. Chr.–39). Während zunächst dessen älterer Bruder Herodes III. Archelaos als Ethnarch (Volksherrscher) über den größten Teil des herodianischen Reiches geherrscht hatte, bewirkte eine Gesandtschaft jüdischer und samaritanischer Oberer in Rom die Amtsenthebung des Archelaos, der nach Vienna (Gallien) verbannt wurde. Das Gebiet teilten sich nun Herodes Antipas, der über eine sogenannte Tetrarchie mit den Gebieten Galiläa und Peräa herrschte und dessen Halbbruder Philippos (vgl. Mk 6,17; Lk 3,1), dessen Zuständigkeitsbereich u.a. Ituräa, Gaulantis, Auranitis, Batania und Trachonitis umfasste. Herodes Antipas steht hinter den allermeisten neutestamentlichen Erwähnungen. – Der dritte im Neuen Testament erwähnte Herodes taucht in Apg 12,1ff. auf. Ihm wird die Verfolgung der Urgemeinde nachgesagt, die u.a. dem Zebedaiden Jakobus das Leben kostete. Hierbei handelt es sich um Herodes VIII. Iulius Agrippa I. (7/41–44). – Dessen Sohn Agrippa II. (vgl.
) wird in Apg 25f. erwähnt, aber nie Herodes genannt. Möglicherweise führte er diesen Beinamen tatsächlich nicht mehr.
im Canzleystil
Heute „amtsprachlich“. Manchmal auch pejorativ gemeint, synonym mit „schwerfällig geschrieben“.
in verkehrter Ordnung
Nicht pejorativ gemeint. Hier im Sinne von „in umgekehrter Reihenfolge“.
So bezeugt Josephus in den jüdischen Alterthümern V. 2, 2. […] das Wort κυριος […] sey die Uebersetzung des Hebräischen אדני
In ant. Iud. V, 2,2 [122] spricht Josephus vom profanen Gebrauch des Wortes „Herr“. Josephus erklärt die Übersetzung anhand des kanaanäischen Heerführers „Adoni-Besek“ (vgl. Ri 1,4f.).
und Hieronymus in seinem Nahmensregister erklärt dieses durch jenes
In den Zusätze[n] gibt Teller einen näheren Ort an: „2. Band der Martianaeischen Ausgabe S. 154. und 170.“. Er verweist damit auf die von Jean Martianay (1647–1717) und Antoine Pouget (1650–1709) besorgte Werkausgabe (5 Bde., 1693–1706). Die Reihe wird vor allem mit Martianay in Verbindung gebracht, da Pouget bald nach Erscheinen des ersten Bandes verstarb. Wie viele Kirchenväter-Editionen aus dieser Zeit stammt auch die Martianaeische Ausgabe mit ihren Autoren aus dem Kreis der französischen Mauriner (vgl.
). Da ebenjene Obedienz zu den Benediktinern gehörte, konnten die Herausgeberschaften aus diesem Kreis auch als Benediktiner-Ausgaben bezeichnet werden: vgl. z20 . d313 . – Hinter dem „Nahmensregister“ steht das Liber Interpretationis Nominvm Hebraicorvm des Hieronymus. Teller könnte sich analog zur Josephus-Stelle auf die Erklärung des Namens „Adoni-Besek“ (vgl. die vorige Erläuterung
) beziehen: vgl. CChr.SL 72, 88. 98.
Wie übrigens der Apostel Judas Gott den einzigen Beherrscher, und Jesum den Herrn nennt
Jud 4. Dass Teller den Autor des Judasbriefs hier als „Apostel“ bezeichnet, deutet darauf hin, dass er sich unter ihm wohl den Jünger Judas Thaddäus (vgl. Mk 3,18 mit Rücksicht auf Lk 6,16 und Apg 1,13) vorstellt. Da der Autor sich selbst in Jud 1 „Bruder des Jakobus“ nennt, konnte er traditionell ebenfalls mit dem Herrenbruder gleichgesetzt werden (vgl. Mk 6,3).
(er ist uns in allem gleich worden und an Geberden wie ein andrer Mensch)
Vgl. Hebr 4,15. Eine an diese Stelle angelehnte Formulierung findet sich u.a. im Abschlussbekenntnis des Konzils von Chalcedon (451).
die allgemeine Erbarmung Gottes
Die gemeine bzw. allgemeine Gnade (gratia generalis oder communis) bezeichnet in der Dogmatik jenen Umstand, dass Gott die Menschen nach dem Sündenfall nicht der Annihilation preisgab, sondern sie als generell vernunftbegabte Wesen in der Welt beließ, wo sie – wenn auch in unterschiedlichem Maße – Freude und Annehmlichkeiten genießen können. Die spezielle (gratia specialis) bzw. rettende (salvifica) Gnade hingegen besteht in der Gewährung des ewigen gottseligen Lebens. Diese Vorstellung ist zusammen mit einer Betonung der doppelten Prädestination vor allem im Reformiertentum beheimatet (vgl. Calvins Inst. II, 2,17). – In Tellers Darstellung findet sich eine analoge Unterscheidung, der allerdings jeder Prädestinationsgedanke fernliegt. Er beschreibt es zum einen als göttliche rechtfertigende Gnade, einem Menschen „die vorigen Sünden nicht weiter zu[zu]rechnen, sie [zu] vergeben“ (d395 ). Davon unterschieden ist allerdings das praktische fromme Leben, zu dem Gott einen gnädig stärkt (vgl. d263 ) und ohne das die erste Gnade durch den Menschen nur unvollkommen ergriffen ist.
So sagen die Griechen, Herzog einer Lehre, Meinung, aller Weisheit
Das altgriechische ἀρχηγός aus Hebr 2,10 (vgl. Hebr 12,2) bezeichnet im gemeinen Sprachgebrauch den Heros und Gründer einer Stadt. Zeus wurde ἀρχηγός φύσεως (Urheber der Natur) genannt. Passend zu Tellers Ausführung kann Aristoteles Thales von Milet (ca. 625–547 v. Chr.) als „ὁ τῆς τοιαύτης ἀρχηγός φιλοσοφίας“ (metaph. I, 3 [983b,20f.] – „Urheber einer solchen Philosophie“) bezeichnen.
wie etwa die Griechen den Jupiter Olympus nannten
Die Gottheit Jupiter bildet das etruskisch-römische Pendant zum griechischen Göttervater Zeus. Auch andere Götter des Pantheons (im Speziellen: des Olymps) fanden ein römisches Gegenstück. Die römische Juno entsprach der griechischen Göttin Hera, Minerva der Athena und Mars ersetzte den griechischen Kriegsgott Ares.
worüber ich mich gleich umständlicher erklären werde
Die damalige Hauptbedeutung dieses Adjektivs meinte „alle Umstände berücksichtigend“ oder „ausführlich-gründlich“ und nicht wie in der heutigen Zeit „unnötig kompliziert“.
So sagt Philo in der Abhandlung von der Einheit Gottes, der Himmel sey die eigentliche Wohnung Gottes […], die Edelgesteine aber auf den Amtskleidern des Hohenpriesters wären eine Abbildung der Sterne am Himmel
Diese Angabe bezieht sich auf Philos Περὶ μοναρχίας (De Monarchia). Diese Betrachtung wird heute gemeinhin zu dessen Schrift De Specialibus Legibus gezählt, aber in der von Teller verwendeten Mangeyischen Werkausgabe (vgl.
) noch als eigenständige Abhandlung mit zwei Büchern aufgeführt. – Die erste Referenz dürfte sich auf eine allegorische Gegenüberstellung von Tempelordnung und Himmelsordnung beziehen: vgl. spec. I, 12 [66] (bei Mangey: Bd. 2, 1742, 222). Das Edelsteine enthaltende Bruststück des Hohepriesters wird in spec. I,17 [94] als „οὐρανοῦ μίμημα“ (Kopie/Nachahmung des Himmels) beschrieben (bei Mangey: Bd. 2, 1742, 226).
Amtskleidern des Hohenpriesters
Vgl. Ex 28.
in dem Buch von den Riesen […] theilt er die Menschen in drey Classen ein; in Erdmenschen […], Himmelsmenschen […], endlich, Gottmenschen
Philos Περὶ γιγάντων (De Gigantibus) ist ein allegorischer Kommentar zu Gen 6,1–4. Der von Teller angeführte Schlussteil des Werkes befasst sich mit den genannten drei Menschenklassen („οἱ μὲν γῆς, οἱ δὲ οὐρανοῦ, οἱ δὲ θεοῦ γεγόνασιν ἄνθρωποι“; gig. 13 [60]). Dabei werden die Erdmenschen mit dem nach der Septuaginta als Riese bezeichneten Nimrod verbunden (gig. 15, [66f.]; vgl. Gen 10,8f.), während den Himmelsmenschen Abram und den Gottmenschen Abraham als Vorbild dient (gig. 14, [62–65]). – In RdV unternahm Teller eine analoge Einteilung der Menschen in drei Erkenntnisklassen (vgl.
).
Origenes [...] in seiner Auslegung der Klaglieder im 1 B. der Benedictinerausgabe S. 348.: „Sie glaubten […]“
Origenes gilt als einer der vielschichtigsten griechischen Theologen der Antike. Er lehrte ab 203 als Katechet in Alexandrien und wurde parallel in die platonische Philosophie durch Ammonios Sakkas, den Lehrer Plotins, eingeführt. Zeit seines Lebens versuchte Origenes diese beiden Prägungen in ein theologisches System zu überführen. Als seine anhaltenden Spannungen mit Bischof Demetrius von Alexandrien (Amtszeit 189–231/232) schließlich in eine öffentliche Verwerfung mündeten, verließ er die Stadt gen Palästina. Er war fortan vor allem als reisender Lehrer tätig, bis er 253/254 während der Decischen Christenverfolgung (vgl.
) das Martyrium erlitten haben dürfte. In seinem Hauptwerk Περὶ ἀρχῶν (De Principiis) finden sich Ansätze zu einer Allversöhnungstheologie, die neben der Vorstellung präexistenter Seelen auch die Möglichkeit der Erlösung des Teufels mit einschließt. Diese und andere Theologumena brachten Origenes postum eine konziliare Verdammung im sechsten Jahrhundert ein. Als biblischer Theologe verfasste er u.a. zahlreiche Homilien, Scholien und stellte eine Edition des Alten Testaments – die Hexapla (vgl.
) – zusammen. Er gilt als einer der Vordenker und Hauptvertreter der allegorischen Schriftauslegung. – Teller dürfte hier die Origenes-Ausgabe des Mauriners (vgl.
) Charles Vincent de La Rue (1707–1762) meinen (4 Bde., 1733–1759), der damit das Werk seines Onkels Charles de La Rue (1643–1725) zu Ende brachte. Die Ausgabe ist heute schwer zugänglich, jedoch ist ihre Seitenzählung in der Patrologia graeca abgedruckt. Demnach zu urteilen, ist Tellers Verweis korrekt (vgl. PG 13, 655f.).
hinaus nichts höheres denken können
Anklang an Anselm von Canterburys (1033–1109) Gottesdefinition aus dem Proslogion (1077/1078): „aliquid quo maius nihil cogitari non potest“ (Pros. I, 2 – „das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann“).
Herrn D. Ernesti opuscula theologica S. 439. ff.
Johann August Ernesti war zu seinen Lebzeiten eine Institution. Als theologischer Lehrer und Professor für klassische Literatur und Rhetorik in Leipzig genoss er breites Ansehen sowohl unter Aufklärungstheologen als auch unter pietistischen und orthodoxen Denkern. Seine Verdienste brachten ihm den Genietitel „Germanorum Cicero“ ein. Er blieb wegen seiner streng grammatisch-historischen Schriftauslegung als ein maßgeblicher Vordenker der modernen Bibelwissenschaft in Erinnerung. Mit der Institvtio Interpretis Novi Testamenti (1761–1809) wird innerhalb der BdN (Bd. II) ein wichtiges bibelhermeneutisches Werk Ernestis ediert. – Zu Tellers Verbindung mit Ernesti in Hinblick auf seine Berufung nach Helmstedt und sein LB vgl. Einleitung (s. I. ), XIIf. – Teller verweist hier auf den Eph 1 und Kol 1 interpretierenden Abschnitt „De Conivnctione Rervm Coelestivm et Terrestrivm“ in Ernestis Opvscvla Theologica (1773), 439–454.
Schöttgen ist schon um diese Erklärung herumgegangen, aber er hat doch nicht den eigentlichen Punct getroffen.
Vgl. Horae Hebraicae Et Talmudicae In Universum Novum Testamentum [...] (vgl.
): Bd. 1, 1733, 757f.
Himmelreich
Vgl. LB 173f.
Plato […] daß die Abgeschiedenen unter der Erde fortlebten, die Frommen in lichten, die Gottlosen in finstern, dunkeln, Behältnissen.
Möglicherweise spielt Teller hier auf die platonische Vorstellung vom tiefen Spalt des Tartarus an, ein unterirdischer Ort, in den sich alle Wasserströme ergießen. Die bösen Seelen gelangen hinein; jene, die lässliche Vergehen begangen haben, müssen bereuen und beweinen und werden dann nach einem Jahr wieder herausgespült hin zum See der Seligen; andere bleiben ewig verdammt in der Tiefe (vgl. z.B. Phaid. 112–114). Vgl. außerdem Gorg. 523ff.; rep. 614c.
in das Thal Hinnom werfen
Die Lage dieses Tals war in der biblischen Forschungsgeschichte umstritten. Zunächst lokalisierte man es östlich von Jerusalem, bis in der Neuzeit schließlich ein Ort südwestlich der Stadt anvisiert wurde. Das Tal Hinnom dürfte im Zuge der Westerweiterung Jerusalems unter König Hiskia (Regierungszeit ca. 725–696 v. Chr.) zu einer großen Nekropole geworden sein, mit der sich wohl schon bald nekromantische Glaubensvorstellungen verbanden. In diesem Zuge konnte man dem Ort sogar Heilungskräfte zuschreiben. In der weiteren Wirkungsgeschichte wurden die Konnotationen allerdings immer negativer. Es dürfte im Hinnomtal einen Moloch-Kult gegeben haben – eine semitische Version der syrischen Unterweltsgottheit Maliku. Ob dieser – wie 2Kön 23,10 kolportiert – Kinderopfer beinhaltete, kann nicht entschieden werden. Jedenfalls wird das Hinnomtal in dieser Linie zum Sinnbild für sündhaftes Treiben (Jer 2,23. 7,31f. 19,5f. 32,35) und damit auch als Ursache für die Zerstörung Jerusalems und die Strafe des babylonischen Exils erinnert. In 1Hen 27,2–4 entwickelte sich das Tal dann sogar zum Ort der ewigen Verdammnis. Eine Rezeption dieser Traditionen findet sich im neutestamentlichen Begriff „γέεννα“, der auf das hebräische Gê Hinnom (über das aramäische Gehinnam) zurückgeht und den Strafort nach dem Jüngsten Gericht (z.B. Mt 5,22.29–30. Mk 9,43.45.47; Lk 12,5; Jak 3,6) meint.
der Verfasser der Offenbarung
Da Teller im WB gewöhnlich die traditionell angenommenen biblischen Autoren beim Namen nennt, fällt diese Formulierung auf. Möglicherweise bezweifelt Teller wie schon Luther in Bezug auf bereits altkirchlich vorgebrachte Zweifel die Apostolozität des Buches (vgl.
).
Gasthäuser gab es damals überhaupt gar nicht
Vgl. d234 (dazu
).
f:
Matth. 13, 12.
c:
Marci
z:
Haben: Marci
z:
19, 26.
z:
das
z:
im gemeinen Leben sehr
z:
gewesen;
z:
eben
cz:
dem
cz:
ø
fz:
hat
f:
soll; und nicht sie einen hat, oder man von ihr besessen wird.
Auch hier hat man die einzige richtige Erklärung beynahe verloren gehen lassen. Der Apostel will vor wollüstigen Ausschweifungen warnen, wie der gantze Context deutlich macht. Mitten inne stehen diese Worte, und es läßt sich also schon deswegen nicht vermuthen, daß hier von der Gewerbtreue die Rede sey. Aber auch die beyden Zeitwörter sowohl als das Nennwort, welches eigentlich jede Sache, jedes Unternehmen, und so nicht selten vermöge einer gewissen Züchtigkeit im Ausdruck den ehelichen Beyschlaf bedeutet, verstatten es hier das Laster des Ehebruchs zu verstehen. Und diese Erklärung haben schon Theodoret und Theophylact angenommen. Man könnte also übersetzen:
Daß niemand ausschweife, und beleidige durch vertrauten Umgang mit einer Fremden seinen Bruder.
ab:
erklärte:
f:
die
ab:
Beystand;
ab:
ø
z:
Handreichung, bedeutet auch die Almosenaustheilung,
f:
Apostelg.
z:
Almosen
z:
2.
z:
1.
c:
10
ab:
ø
f:
Hangen.
f:
Inbegriff
ef:
als
abc:
ø
z:
Harren:
f:
ängstlich,
z:
unnöthig
z:
Worts,
c:
gleichnachher
f:
Hoffnung,
c:
Hofnung
z:
ø
z:
Hofnung, warten, sagt
z:
jenes
z:
mit diesen
a:
beym
abc:
Marci
abc:
Lucä
f:
sammeln.
ab:
sammlen;
abf:
in so fern
e:
in sofern
ab:
macht:
b:
das,
abf:
in so fern
e:
in sofern
f:
Umfange
f:
irdische
abef:
überdies
f:
Raume
abc:
Und
f:
angehen. In
f:
Verstande
f:
verordnet
ab:
Gemeine
f:
Gemeine, oder Oberhaupt.
abc:
werde
ef:
würde
e:
vorkommt
ab:
erfodert
f:
Haus; Gottes,
f:
Kirchenstyl
abc:
der Kirchenverfassung der Juden
abc:
also,
f:
Christenheit,
f:
Hebr.
f:
ø
f:
K.
Abkürzungsauflösung von "K.": Kapitel
abc:
ganzen
ab:
ø
f:
irdisches
e:
irrdische
f:
irdische
ab:
ø
ef:
abzubrechen
abc:
und
a:
2.,
f:
V.
Abkürzungsauflösung von "V.": Vers
2
abc:
entgegensetzt
z:
Haus:S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Seite
224. sollte Z.
Abkürzungsauflösung von "Z.": Zeile
20. 21. es genauer heißen:
Das irdische Haus dieser Hütten – – das leimerne Gezelt, das wir bewohnen.
f:
Geheimnisse;
ab:
ø
z:
Haushalter;s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
noch Gnade .
a:
Heil:
f:
Apostelg.
ab:
verstanden:
f:
Apostelg.
abf:
vorherbeschriebene
f:
gleich
f:
V.
Abkürzungsauflösung von "V.": Vers
ab:
die Uebersetzung seyn sollte –
ab:
heil
f:
andere
ab:
das
ef:
dies
f:
V.
Abkürzungsauflösung von "V.": Vers
ab:
Name –
ab:
werden:
c:
Heil werden.
f:
Redeart
f:
23.
f:
7.
f:
V.
Abkürzungsauflösung von "V.": Vers
a:
24.
f:
gegeben:
abcef:
Seelen
ab:
Heiland:
abc:
ø
f:
A.
ab:
ø
ef:
der
f:
Apostelg.
f:
Apostelg.
a:
S. 527. der Mangeyischen Ausgabe im 2. B.
Abkürzungsauflösung von "B.": Band
b:
S. 527. der Mangeyischen Ausgabe im 2 B[.]
Abkürzungsauflösung von "B": Band
ab:
ø
z:
Zu den Stellen des neuen Testaments, in welchen Gott selbst so genannt wird, sind noch zu rechnen Tit. 1, 3.2, 10.3, 4.
in der Uebersetzung verwechselt werden könnte, aber nicht gleich im Deutschen, daß man es also beybehalten, doch nur immer das dabey den|a229||b229|ken muß –
f:
Hebr.
ab:
gesagt wird
f:
Hebr.
f:
Hebr.
f:
V.
Abkürzungsauflösung von "V.": Vers
f:
A. Testamente
f:
Sprachgebrauche
ab:
enthält:
f:
Hebr.
f:
11,
f:
Hebr.
ef:
2.
ab:
der Schutzherr
c:
der Schutzherr
ab:
siehe
f:
Brüder,
b:
1,
f:
im Licht
a:
8.8, 27.
Editorische Korrektur von: 8, 23. (digital)
a:
ø
ab:
ø
ab:
sollte,
ab:
übersetzt werden, Religionsbekenner:
f:
hierbei
b:
5.,
a:
Psalm 30, 5.,
f:
genauer:
abc:
innern eigenthümlichen
ef:
vortreflich;
ab:
Heiligen:
abef:
dies
ab:
ist:
ab:
ø
ab:
ø
ab:
1 Cor. 6, 11.Eph. 5, 26.
z:
Heiligen:
ab:
ø
z:
ist dies Wort auch noch von der Einweihung zum Christenthum, oder, wenn dieser Ausdruck dunkel scheinen könnte, von der Bestimmung, Aussonderung, zur bessern Religion, zum geistlichen Priesterthum, zu verstehen.
z:
wie ich schon kurz bemerkt habe
z:
ø
z:
alttestamentisch
f:
angewandt.
z:
angewendet:
z:
Volck
z:
Volck
z:
ganz
ef:
und
ef:
abgesondert.
z:
abgesondert u. s. w.
Abkürzungsauflösung von "u. s. w.": und so weiter
c:
also
z:
also die, |z68| so ehemals
z:
gewesen waren,
efz:
hießen
c:
Geheiligte;
z:
Geheiligte
z:
war
z:
der sie heiligte, u. s. w.
Abkürzungsauflösung von "u. s. w.": und so weiter
Rein deutsch
z:
ich
cz:
Hebr.
z:
übersetzen.
z:
ø
ab:
ø
ef:
oder Beruf
ab:
ø
ab:
beydemal und so auch
f:
V.
Abkürzungsauflösung von "V.": Vers
ef:
Alten Testaments
ab:
ø
ab:
Ich widme mich ihnen ganz, daß auch sie der Religion sich ganz ergeben; opfre
ab:
ø
ab:
daß
ab:
der Wahrheit recht treu
f:
mögen
ab:
ø
z:
ø
ab:
Hoheit
ef:
1.
ab:
ø
e:
7,
ab:
Sonst wie 2 Cor. 7, 1. und mit
abcf:
Evangelii,
ab:
Christenthum: –Lasset uns unser Christenthum, würde ich z. E.
Abkürzungsauflösung von "z. E.": zum Exempel
übersetzen, vollenden durch eine aufrichtige Verehrung Gottes, nicht bloß bey dem äußerlichen Vorzug stehen bleiben, daß wir Christen sind.
b:
Heilsam
c:
unterwiesen
f:
(vergl.
Abkürzungsauflösung von "vergl.": vergleiche, verglichen
züchtigen)
ab:
macht:
f:
ø
ab:
ø
ab:
nemlich an der Einbildungskraft, entgegensetzt
cf:
entgegensetzt
abc:
beschreibt
c:
es
ab:
hatten:
f:
bleibet:
ab:
etc.[“]
ab:
Heimsuchen:
ab:
Luther zwar
ab:
gemäß
c:
welchen dieß
ab:
Luc. 7, 16.19, 44., weil in demselben dies
abef:
so viel
ab:
besuchen,
abf:
Apostelg.
ab:
Helm
z:
Diener
z:
es
ab:
Herrscher:
ab:
ihr dominus
f:
unser
c:
im
ab:
unumschränkten Beherrscher
c:
Regenten
b:
Uebersezung
f:
Uebersezzung
ab:
v.
Abkürzungsauflösung von "v.": Vers
abc:
Unterscheid
ef:
Grundtexte
ef:
Gott
ef:
Christum,
abf:
in so fern
e:
in sofern
ab:
die griechischen
ab:
auch
ab:
und von ihm wird es im griechischen Neuen Testament noch weiter gebraucht
f:
für
f:
der
abc:
Schutzherrn,
c:
bekannt
f:
Lehrer
c:
pflegten
b:
(Herr).
a:
So bezeugt Josephus in den jüdischen Alterthümern V, 2, 2. ausdrücklich, das Wort κυριος sey die Uebersetzung des ebräischen, welches eigentlich Herr bedeutet (אדני).
abc:
diesem
ab:
er
f:
geboren
ab:
selbst
ab:
dazu
a:
verordnet
ab:
als
ab:
allen
ab:
Röm. 10, 9.
Editorische Korrektur von: Röm. 10, 19. (digital)
|a234||b234| Röm.
c:
Röm.
c:
Jesu :
ab:
Jesu : Dabey muss es also bleiben;
ab:
ø
ab:
in so fern
e:
in sofern
f:
wird; in so fern
ab:
ist (S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Seite
15. ):
ab:
46. –
f:
einzigen Herrscher
c:
miteinander
f:
15,
f:
Herrscher
ef:
große
ab:
ø
a:
aller
abc:
er
abc:
ø
ab:
Herrlichkeit
ef:
erhabenste
ef:
s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Hofnung
f:
Zusammenhange
ef:
Herrn
ab:
aber
ef:
ø
f:
herrschen –
abc:
sind
c:
heidnischen
f:
Obrigkeiten;
z:
Herr,Herrscher. Noch erinnere ich, daß auch Hieronymus in seinem Namens-Register 2. Band der Martianaeischen Ausgabe S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Seite
154. und 170. das griechische Wort in der Bedeutung Herr mit dem hebräischen von derselben Bedeutung verwechselt.
Wie ferner der Apostel Judas , Gott den einzigen Beherrscher und Jesum den Herrn, nennt, so nennt ihn Petrus Br.
Abkürzungsauflösung von "Br.": Brief
2. Kap.
Abkürzungsauflösung von "Kap.": Kapitel
2, 1. verg.
Abkürzungsauflösung von "verg.": vergleiche, verglichen
V.
Abkürzungsauflösung von "V.": Vers
20. und 3, 2. gleichfalls also und Paulus verbindet beydes mit einander 1. Tim. 6, 14. 15. nur daß er für, der einzige Beherrscher, der allein Gewaltige, der einzige Dynast, Souverain, sagt. Es sind also im neuen Testament gleichgeltende Ausdrücke: Der allein wahre Gott; der allein Gewaltige; der einzige Beherrscher; der Herr aller Herren und König aller Könige.
|z69| Endlich ist zu merken, daß Herr oder Meister, die Titel waren, die die Juden auch in Anreden ihren Lehrern gaben, Joh. 13, 13. 14. und daher beydes mit einander verwechselt wird, Joh. 20, 13. 16.
Ebr. 4, 16. oder, gehen ein in das Heilige, 10, 19.
f:
Hebr. 4, 16. oder, gehen ein in das Heilige, 10, 19.
e:
Worte.
f:
Worte
f:
Grundtexte
f:
Hebr.
f:
14.[)]
ab:
22.,
a:
Beruf
ab:
dabeysteht
abc:
Himmel,
a:
im
ab:
bedeutet:
abc:
Stelle
ab:
itzt
abef:
großen
ab:
ø
ab:
würden,
f:
selbst
f:
ø
ab:
wiedersetzt
abc:
über die
ef:
Klagelieder
abc:
geschehnen
abc:
verstunden
abef:
so viel
f:
V.
Abkürzungsauflösung von "V.": Vers
abc:
beß|a242||b242|re
f:
unterzulegen
ef:
Dies
f:
Matth.
ab:
ø
a:
Jesu : Und wenn
f:
kommen;
f:
Unterrichte
ab:
folgen:
ab:
verstunden
abef:
1.
ab:
S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Siehe
ab:
Hirten:
f:
Lehrgeschäftes
ab:
Hochzeit;s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Abendmahl : Es
f:
feyerliche hohe
c:
ø
ab:
8.,
ab:
Hofnung:
f:
Hoffnung.
ab:
ø
abc:
zukünftigen
abe:
Apostg.
f:
Apostelg.
abcf:
Hebr.
f:
Hoffnung
f:
Hoffnung
e:
vortreflichste, erhabenste
f:
vortrefflichste, erhabenste
f:
Hoffnung
ab:
Hofnung genennt
c:
Hofnung genennt
z:
Hofnung. Wenn ich sage, daß dieses Wort vorzugsweise auch, wo es, wie in der Apostelgeschichte, schlechtweg steht, die Erwartung der zukünftigen Auferstehung bedeute, so verstehe ich unter schlechtweg, ohne die Beywörter, lebendige, gute, die sonst damit verbunden werden.
2. Thess. 2, 16. unterscheidet der Apostel ewiger Trost von der guten Hofnung: Ich denke also, daß er auch hier jene Erwartung verstanden habe, da es seinem Sprachgebrauch in der Apostelgeschichte gemäß ist, und ich ihn nicht einerley wollte sagen lassen.
Col. 1, 5. erkläre ich gleichfalls davon, theils in Rücksicht auf den unstreitigen Paulinischen Sprachgebrauch, theils weil sie zu den Anfangsgründen des evangelischen Unterrichts gehörte, auf welche sie der Apostel zurückwies (von welcher ihr zuvor gehört habtetc.
Abkürzungsauflösung von "etc.": et cetera
)
Tit. 3, 7. gilt derselbe Sprachgebrauch für mich und die apostolische Theorie, die Auferstehung zu dem Grund der Hofnung eines zukünftigen Lebens zu machen. Hoffen wir|z71|allein in diesem Leben aufChristum; und ist keine Auferstehung, sind ihm 1. Cor. 15. gleichgeltende Sätze.
f:
Hebr.
ab:
Und dann muß in der Höhe, nach der ebräischen Wortverbindung, für allerhöchst, genommen werden – Ehre sey (Gott) dem Allerhöchsten – Er hat sich gesetzt zur Rechten der allerhöchsten Majestät: S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Siehe
ab:
Hölle:
ab:
23.,
f:
Redeart
f:
andere
c:
gr.
Abkürzungsauflösung von "gr.": griechisch
ab:
ø
ab:
der
ab:
ø
ef:
9.
ab:
Marci 9, 43. 45.
f:
s.
Abkürzungsauflösung von "s.": siehe
Schlüssel
ab:
ø
f:
antrifft
ab:
Behältnissen:
f:
Meynung
ab:
nun
abc:
des Heilandes
f:
unterirdischen
ef:
anwieß
abc:
Schooße
ab:
dachte;
ab:
S.
Abkürzungsauflösung von "S.": Siehe
ab:
ø
f:
Redeart
abc:
solle ausgerottet werden
ef:
nie aufhören, nie aussterben
ab:
ø
c:
Marci
ab:
ø
abcf:
anderes
f:
Grundtexte
f:
d.
Abkürzungsauflösung von "d.": der
ab:
Horn
abef:
so viel
f:
Redeart
f:
A.
ab:
Verstand
ab:
genennt
ab:
nicht, wie alle mir zur Zeit bekannte Ausleger der Psalmen thun,
Beweise, wie zu einer zureichenden Rechtfertigung der Weisheit und Frömmigkeit des damaligen Heerführers. Es ist überhaupt eine übel angewendete Delicatesse der Ausleger, oder Besorgniß, oder wie man es nennen will, wenn sie den Spöttlingen auszuweichen in dergleichen Erzählungen lieber die fremdesten Bedeutungen aufsuchen. Wozu doch so viele Umwege? Man lasse sie aus dem ganz natürlichen Vorgang auf die Wahrheit der Geschichte schließen, und frage übrigens herzhaft, was es nun weiter sey, und ob nicht selbst ein König, wenn er sein eigner Kundschafter seyn müßte, ohne alle Schändung seiner Majestät in einem berüchtigten Hause sich verbergen könnte?