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|a[523]| |b503| |c553| Evangelium am Sontage Quinquagesima.
Lucä 18, 31–Ende und in den Parallelstellen: Matthäi 20, 17–19 und vers 29–34 Marci 10, 32–34 und vers 46–52.
Dies war das drittemahl, daß Jesus seine Leiden vorhersagte. Bis dahin waren sie noch entfernt; darum sprach er, dieser aufmerksame Freund, auch nur entfernt davon. Jezo aber waren sie da. Und nun sahe er sich genötiget seinem Herzen die Gewalt anzuthun, und sie seinen Freunden gleichsam vor die Augen zu mahlen!
{vers 31–33.} Er nahm die zwölfe besonders, und sprach zu ihnen. Jezt gehen wir hinauf nach Jerusalem. Und nun wird alles vollzogen werden, was die Propheten von des Menschen-Sohn (dem Messias, den die Juden für nichts, als einen Geringen, Niedrigen Menschen halten. Siehe Seite 274 ) geschrieben. Er wird nämlich, {Siehe bei Matthäo und Marco } dem hohen Rath (dem höchsten Gericht der Nation) verrathen, von diesem zum Tode verdamt, und den Heiden überliefert, und verspottet, und gemishandelt , und bespieen werden. Und man wird ihn geisseln, und kreuzigen. (vor dieser Todes-Strafe gieng die Geisselung immer vorher) Aber am dritten Tage wird er auferstehen.
|b504| |c554| Sie aber begriffen davon nichts. Und die ganze Sache war ihnen ein Räthsel, |a524| das sie nicht einsahen. Sie verstunden es zwar: denn die Worte waren ja klar wie der Mittag. Aber {S. Matthäi 20, 20–28 Marci 10, 35–45} sie wusten das nicht mit dem mächtigen, glänzenden Reiche zusammen zu reimen, welches Jesus ihrer Meinung nach aufrichten würde. Darum war ihnen das alles, ein unerklärliches Räthsel.
{vers 35–37} Als er sich aber Jericho näherte, (Jesus war nämlich auf seiner Leidens-Reise, der lezten Reise nach Jerusalem) saß ein Blinder am Wege und bettelte. (Er hies Bartimäus , das ist, Timäi Sohn) Als er nun die Menge vorbeigehen hörete, fragte er was das sey? Man erzälete ihm, daß Jesus von Nazaret vorbei gehe. – Hier bei der Ankunft Jesu , nach Jericho hörete dieser Blinde von Jesu . Man erzälete ihm ohne Zweifel seine Wunderthaten. Bei der Abreise aber bat er ihn um Hülfe, und erhielt sie. Siehe bei Matthäo vers 29 und Marco, vers 46.
{vers 38–Ende} Hierauf rief er. Dies geschahe bei der Abreise. {Lucä 19, 1 f.} Jesus kehrete zu Jericho ein, bei Zacchäo dem Ober-Zolleinnehmer. Als er wieder weiter reisete, da rief der Blinde am Wege, – Jesu . Sohn Davids ! (Messias) Erbarme dich meiner. Die nun vorangiengen, bedroheten ihn, er solle schweigen. Er aber rief immer stärker, Sohn Davids ! Erbarme dich. Jesus aber stand stille und ließ ihn zu sich füren. Als er kam, fragte er ihn, was wilst du daß|b505| |c555| ich dir thun soll? Er antwortete, Herr mich sehend machen! Und Jesus sprach: Sey sehend! Dein Vertrauen hat dich ge|a525|sund gemacht. (dein Vertrauen zu mir, wird reichlich belohnet.) Auf der Stelle ward er sehend, und folgte ihm unter Lobpreisungen Gottes. Und das ganze Volk, da es das sahe, preisete Gott. – Zu diesem Blinden der bei dem Einzuge Jesu nach Jericho am Wege saß, und dem Nahmen nach bekandt war, {Matthäi vers 30} gesellete sich bei der Abreise Jesu , noch ein andrer. Beide wurden durch eben das Machtwort – Sey sehend! – auf der Stelle gesund!
Welche stille Majestät! Alles so ohne Geräusch, ohne lermenden Pomp! Aber desto würdiger! Desto mächtiger! Der Blinde rief, Sohn David erbarme dich! Was wilst du, sprach Jesus , daß ich dir thun soll? – Der Blinde, Herr mich sehend machen! Und Jesus antwortete, Sey sehend! – So Erzälen, kan nur der, welcher nichts als die Wahrheit sagt! – So Reden, kan nur ein Mann, der seine Macht fület, der sich seiner Würde eines Göttlichen Gesandten bewust ist! Der Betrüger macht Aufsehen; erreget Geräusch, braucht Umwege: er spricht viel und thut nichts. Aber der Rechtschaffene handelt stille, und offen; spricht wenig und thut Wunder. So bewegen sich tiefe Flüsse, mit einer stillen Würde; wärender Zeit seichte Bäche unter grossem Geräusch über die Steine daher rasseln!
|b506| |c556| Die Passions-Geschichte Jesu ist, auch bloß als Geschichte eines Menschen betrachtet, das Lehrreichste und Rürendste das man lesen kan. Beinahe ist keine edle, grosse Empfindung in der menschlichen Natur, die hier nicht in Bewe|a526|gung gesezet werde! Fast keine Lage des menschlichen Lebens, für welche man nicht Belehrung fände! Fast keine Tugend, die man nicht im Leben sähe! Mitleiden und Mitfreude, Dankbahrkeit und edler Zorn, und besonders jene feinere Empfindungen, die Gott tief in unsre Seele gelegt, die Zärtlichkeit gegen die Unsrigen nebst der Freundschaft, unterhalten die Seele des Lesers in beständiger Wirksamkeit. In jedem Auftritt, von der niederträchtigen That Judä Ischariot bis zu dem Edelmuth Josephs und Nicodemi , findet sein Verstand, Stoff zu wichtigen Bemerkungen über die Welt und Menschen, zu Klugheits Regeln im gemeinen Leben, zu weisen Rathschlägen bei schweren Vorfällen, und hundert andern guten Lehren, welche gleich den Stüzen die man zarten Bäumen zur Seite stellt, unsre Tugend und Glück, vor den üblen Wirkungen der Stürme sichern. Und die Tugenden die sich hier auszeichnen, haben nicht ihres gleichen. Die Selbstbeherrschung, die Sanftmuth, der Gehorsam gegen Gott, der Heldenmuth, die Versönlichkeit und Liebe der Feinde, die alles übersteigende Menschenliebe. – Alles ist hier lehrreich. Von dem Geschrei des Vogels der Petrum an seinen Fall erinnert, bis auf die dreistündige Finsterniß welche das Land verdunkelt!
|b507| |c557| {vers 32. 33} Nie hat die Unschuld mehr gelitten! Von seinem Schüler verrathen, von einem seiner besten Freunde verleugnet. Wie ein Missetäter mit Stricken aus einem Gericht ins andre gezogen. Allenthalben verlacht, auf die grausamste Art gemishandelt, ins Angesicht bespieen. Und nach allen |a527| diesen Leiden ward er, wie der gröste Bösewicht zu dem schmälichsten und peinlichsten Tode verdamt; sein Rücken mit Geisseln zerfezt, und sein Haupt mit einer Dornen Krone zerrissen. Und so ganz zerschlagen und von Kräften erschöpft, nagelte man ihn an Händen und Füssen, an einen Pfahl, woran jedes Glied des Leibes drei Stunden lang, die schrecklichsten Schmerzen litte! – Wer kan den besten Menschen der je gelebt, ohne Thränen des Schmerzes und der Wehmuth, so leiden sehen!
{vers 31} Aber selbst diese traurigen Auftritte zeigen ihn als den Heiland der gefallenen Welt. Sie waren die Erfüllung der Weissagungen des A. T. – Der verachteste unter allen Menschen. Voll Schmerzen und in Pein versucht; und gleich einem der sein Haupt nicht aufzuheben wagt, von allen geschmähet. Ja! unsre Schmerzen sind es, die er trägt, unsre Pein ist es, die ihn drückt. Und wir glauben er sey von Gott geplaget, und zerschlagen, und gepeinigt. Aber er wird geplaget um unserer Missethat willen; er wird gemartert um unsrer Vergehungen willen. Die Strafe die uns Glück bringt, liegt auf ihm, und durch seine Wunden werden wir geheilet. Wir alle irreten gleich den Schaafen, ein jeder gieng seinen Weg. Und Gott läßt auf|b508| |c558| ihn unser aller Missethat zusammentreffen. Die Schuld wird eingefordert, und er verbürget sich. Gleich einem Lamm das zur Schlachtbank gefüret wird, thut er seinen Mund nicht auf, und wie ein Schaaf das vor seinem Scheerer verstummet. Und|a528| man beschloß ihn als einen Missetäter zu begraben. Aber nach seinem Tode fand er sein Grabmahl bei dem Reichen; weil er kein Unrecht gethan, und kein Betrug in seinem Munde gewesen. – So zeichnet uns {Jesaia 52. 53} Jesaias das Bild des Grossen Gesandten Gottes, welcher das Werk der Welt-Errettung ausfüren, und über seine Erlösete, ewig als König herrschen solte! Und dieses ist Zug vor Zug in Jesu eingetroffen.
{vers 33 verglichen Psalm 16} So schmälich und peinlich solte der Welt-Beglücker sterben! Alsdenn aber glorreich aus dem Grabe hervorgehen, so geschwind hervorgehen daß sein Leichnam gar nicht verwesen werde; und triumphirend gen Himmel fahren. – Gott habe ich stets vor Augen, (so wird der Erlöser im 16 Psalm redend eingefüret) Er ist mir zur Rechten, so werde ich nie wanken. Darum freuet sich mein Herz, und mein Edlerer Theil frohlocket; selbst mein Leib ruhet sicher. Denn du wirst mich nicht im Grabe lassen; du wirst nicht zugeben daß dein Geliebter die Verwesung sehe. Du zeigest mir den Pfad zum Leben; zur Freuden-Fülle in deiner Gesellschaft, zu der ewigen Wonne an deiner Rechten. – – Das alles ward nun zu Jerusalem erfüllet, wo des Menschen Sohn verspottet |b509| |c559| und gekreuziget ward, aber am dritten Tage wieder auferstand. – Er, unser Jesus ist also, der von Gott verheissene Erlöser der Welt. Und seine Leiden sind nicht Leiden eines blossen Menschen: sondern – {Siehe oben Seite 380 f.} die Strafen, welche Er für die Sünden der Welt geduldet!
Er duldete sie mit solcher Seelen-Grösse. |a529| {vers 31–33} Alle jene peinliche, entsezliche Martern sahe er ganz genau vorher. Schon an sich, waren sie die entsezlichsten die man ersinnen kan. Und ein gefürchteter Schmerz wird zwiefach stärker gefült, als der gegenwärtige. Jeder Schritt den er that, war ein Schritt zur Geisselung! – Und Kreuzigung! – Und, welches einer edlen Seele noch schrecklicher ist, zur Schmähung und Mishandlung! – Und welches der Seele Jesu das schrecklichste war, zum Anblick so vieler und schwerer Sünden! – Dem allen gehet er mit solchem Muth, mit solcher Heiterkeit entgegen. Sehet wir gehen hinauf. Das alles vergißt er, so bald er Anlaß fand wohlzuthun. {vers 35 f.} So aufmerksam achtet er auf die Bedürfnisse der Blinden, so freundlich unterredet er sich mit ihnen, so zärtlich hilft er ihnen: als wenn seine Seele nichts von eignen Bedürfnissen und Leiden fülete! – – Die Freude eine Welt zu beglücken, versüßte ihm alle jene Marter. Wenn denn auch uns, in dem ehrenvollen Dienst der Wahrheit und Tugend Leiden befallen, wenn wir berufen werden, bei gewissenhafter Fürung unsers Amtes, bei Vollziehung unsrer Pflichten, mit Armuth, mit Verfolgungen, mit Schmähungen zu kämpfen: da lasset uns {Hebräer 12, 2} aufsehen auf Jesum |b510| |c560| den Gebiether und Stifter unsers Glaubens, welcher für die Freude Menschen zu beglücken, das Kreuz duldete, und selbst die Schmach nicht achtete. Da lasset uns daran gedenken, {1 Petri 4, 12–19} daß wir der Leiden Christi , (der Leiden für Wahrheit und Tugend, für das Glück der Welt) theilhaftig werden. Und so wie Er mit einer Seele voll Muth und Menschenliebe, hingehen, {vers 31} damit vollendet werde alles was geschrieben stehet!
|a530| {vers 31} Ja! So wie hier bei Jesu , jedes Stück seiner Leiden, schon lange vorher aufgeschrieben war: so ist auch bei uns, jedes unsrer Schicksahle, in dem ewigen Buche der Vorsehung aufgeschrieben. – Schon von Ewigkeit her, ist bei Gott alles überlegt und beschlossen, was Er thut. Apostel-Geschicht 15, 18. Er hat jedem Menschen seine Zeit bestimt und seine Grenzen bezeichnet. Apostel-Geschicht 17, 26. So frohlocket denn ihr Freunde Gottes und der Tugend! Alles, alles, was euch betrift, stehet schon von Ewigkeit her, in dem Buche der Vorsehung geschrieben. Nach allweisen und väterlichen Absichten geschrieben. Eine jede eurer Freuden ist euch zugezälet; jedes Leiden zugewogen; jeder Seufzer jede Thräne berechnet; jedes eurer frommen Gebete ist gehöret, und schon – erhöret.
Diese traurige Nachricht von seinem Leiden, machte Jesus mit grosser Vorsicht seinen Jüngern bekandt. Nur stufenweise sagte er sie ihnen. Das {Matthäi 16, 16. 21} erstemahl, sprach er nur in ganz allgemeinen Ausdrücken davon. Das zweitemahl, sezte er schon einen starken nachdrücklichen Eingang hin|b511||c561|zu. Lucä 9, 44. So bereitete er seine Schüler, almälich auf die so ausgebreitete und umständliche Ankündigung vor! – Das lehre uns gleiche Vorsicht in Bekandtmachung und Ausbreitung der Religion. Auch die wichtigsten Wahrheiten, müssen nicht allen Menschen, und zu allen Zeiten gesagt werden. Wenn die Menschen noch nicht, durch die nötigen Kentnisse und Gemütsfassung dazu vorbereitet sind: da sie ihnen sagen, das ist Eifer mit Unverstand. Da ihnen das Ge|a531|gentheil sagen, ist Betrug. Aber alsdenn, sie ihnen bis zur bequemen Zeit verschweigen, nur im Allgemeinen davon sprechen; und ihnen dergestalt, die Wahrheit allmälich und stufenweise einflössen: das ist Nachahmung des Musters Jesu , und Weisheit. Siehe Johannis 16, 12. Apostelgeschicht 1, 6–8.
Nicht eher machte Jesus , seinen Freunden jene traurige Wahrheit bekandt, als bis es ihr Wohl nothwendig forderte. Schon war die Zeit des Leidens da. Und die Apostel würden in Unglauben und Verzweifelung gestürzt seyn, wenn sie Jesum , ganz unvermuthet als einen Missetäter behandeln und hinrichten gesehen. – Diese Klugheit leite auch uns in Ertheilung solcher Nachrichten, die andern unangenehm sind. Seinem Freunde, jedes üble Urtheil andrer von ihm, jeden bösen Anschlag gegen ihn, so gleich entdecken, ohne vorher zu überlegen, ob es nötig ist? Ohne ihn vorher dazu vorzubereiten. Das ist nicht Aufrichtigkeit, sondern Schwazhaftigkeit. Nicht Vollziehung seiner Pflicht, sondern unnüze, lästige Ge|b512||c562|schäftigkeit. Nicht Freundschaft, sondern Feindseeligkeit.
Unter der Centnerlast seiner Leiden, sehen wir hier Jesum , so Heiter, so Gefällig und Freundlich gegen alle die ihn umgeben. {vers 31[.] 34} Seine unverständigen Schüler trägt er mit Schonung, und belehret sie mit Herablassung. {vers 35 f.} Seine ungeduldigen Begleiter, bedrohen die Elenden die ihn um Hülfe anflehen. Er aber nähert sich ihnen, höret sie, und augenblicklich hilft er ihnen. – – Dies erinnere uns an das wichtige Stück der christlichen |a532| Geduld, in unserm Leiden ein gefälliges freundliches Gemüt gegen diejenigen zu zeigen, die mit uns verbundenc. Da sind wir nur gar zu geneigt, über unsre Ehegatten, Hausgenossen, Untergebene, und diejenigen welche uns umgeben, alle die häslichen Ausbrüche einer bösen Laune auszugiessen. Und weil wir nicht, nahmentlich gegen Gott murren: so bilden wir uns bei allem jenem, unsanften rauhen Betragen dennoch ein, daß wir mit Geduld und Unterwerfung gegen Gott leiden. Aber eben jene Verdrüslichkeit gegen andre, was ist die anders, als das Zeichen eines innern Unmuths, einer geheimen Unzufriedenheit? Um mit christlicher Geduld zu leiden, müssen wir unsre Leiden nicht allein ruhig tragen, sondern auch from gebrauchen. Und wir Christen sollen allenthalben, vornehmlich aber im Leiden, durch ein sanftes, und gefälliges Betragen, dem Beispiel Jesu und der Regierung unsers Gottes Ehre machen. Philipper 4, 4. 5.
Hier lernen wir auch, was ächte-christliche Todes-Betrachtung wirke? Die Erinnerung |b513| |c563| des nahe bevorstehenden Todes, machte Jesum nicht müssig, verdrossen, mürrisch. Sie trieb ihn vielmehr, zu desto grösserer Geschäftigkeit für die Welt an. Er sorget für den Unterricht seiner Jünger und der Nachwelt. Begierig braucht er jede Gelegenheit, zu vergnügen und wohlzuthun. – Wir denken an unsern Todt. Aber dieses Andenken verliehrt sich in blossen Seufzern, verraucht gleich den geistigen Dämpfen ohne die geringste Spuhr von sich zurücke zu lassen. Oder wir sind verdrüslich mit unserm Zustande, und nun sehnen |a533| wir uns nach dem Tode. Das alles heißt nicht den Todt betrachten; und am wenigsten ihn als Christ betrachten. – „Aber alsdenn werden wir ihn doch recht betrachten, wenn wir uns allen Geschäften, allem Umgange mit Menschen, allen Freuden dieses Lebens entziehen, wenn wir uns in die Einsamkeit verschliessen, und uns da immer mit dem Anblick des Todes und der Ewigkeit beschäftigen?“ – Aber was hilft uns alles Denken an den Todt und die Ewigkeit, wenn wir uns nicht dazu vorbereiten? Und dazu vorbereiten, das können wir nicht anders, als durch heilsahme Geschäftigkeit für die Welt. Mit unsern Kräften und Gaben, so viel Freude und Wohlfarth, beides im Zeitlichen und Geistlichen, unter den Menschen Gottes ausbreiten als wir können; das ist wahre Vorbereitung für die Ewigkeit. 1 Timotheum 6, 17–19So betrachtete Jesus seinen Todt! Und warum solte uns der Todt, in dem {2 Timotheum 1, 9. 10} Lichte des Evangelii betrachtet, in der Geschäftigkeit für die Welt stören? Etwa weil wir fürchten müssen, unsre Freuden bald zu |b514| |c564| verliehren? Aber für redliche Freunde Gottes, für wahre Christen, ist er der Anfang weit grösserer und besserer Freuden! Oder weil wir fürchten müssen, unsre Geschäfte unvollendet zu lassen? Aber der wahre Christ arbeitet für Gott, der auch die gute Absicht belohnt, und den Augenblick unsers Todes bestimmet; und für die Ewigkeit, welche uns zu den wichtigeren Geschäften, zu den weit Erhabenern Posten füret. – Der Todt nach dem Unterrichte des Christenthums betrachtet, ist |a534| für den wahren Freund Gottes, das ewige Ende aller Leiden und Verwandlung derselben in ewige Freuden! Ist der Uebergang von diesen geringen und vergänglichen Freuden, zu der Unaussprechlich Grossen und Ewig wärenden Seeligkeit. Ist der Ruf zu den Erhabenen Geschäften in Gottes höherem Staat. So muß ja der Todt, christlich betrachtet, uns desto geduldiger in unsern Leiden; zwiefach vergnügt bei unsern irrdischen Freuden; und doppelt emsig in unserm irrdischen Beruff und Stande; mit einem Wort, uns – Geschäftig für die Welt machen!
c: Sonntage
c: Jesus ,
c: Er
c: dem
b: 258
c: 273
c: verdammt
c: Rätsel
b: Siehe
c: Siehe Matt.
bc: 20–28.
c: 35–45.
c: Rätsel
c: 35–37.
bc: hieß
c: vers
c: vers
b: v. 38–Ende.
c: v. 38–Ende.
c: 1.
bc: Jesu ,
c: stärker;
c: Matt. v. 30.
c: Davids
c: Handeln
c: Gott
c: Ischarioth
c: Nikodemi
c: Menschen;
c: Klugheits-Regeln
c: Leben;
c: Vorfällen;
c: Gott
c: Menschenliebe!
c: v.
c: 33.
b: 32[.] 33.
c: Missethäter
c: bespien
b: schmählichsten
c: verdammt
c: Dornen-Krone
c: v. 31.
bc: Weissagung
bc: geplaget
c: Jesaiä
bc: 53.
c: Gottes
c: Welt-Errettung
c: ist,
b: 16.
c: v. 33. vergl. Ps. 16.
c: der Menschen-Sohn
c: Gott
b: 358
c: 372
b: v.
c: Sehet,
b: v.
c: v. 35.
b: nicht
bc: Hebr. 12, 2.
c: Pet. 4[,] 12–19.
c: v. 31.
c: v. 31.
c: Gott
c: Er
c: Apostel-Geschichte
c: bestimmt
c: Apostel-Geschichte
bc: der
c: jede
c: jedes
c: jeder Seufzer, jede
c: jedes
c: erhöret
c: Math.
bc: 21.
c: dann
c: Dann
bc: und
c: Apostelgeschichte
c: Missethäter
b: ist
c: nöthig ist
c: Gefällig, so
c: v. 31. 34.
b: v.
c: v. 35.
c: sind
c: Gott
c: Gott
c: fromm
c: sanftes
c: gefälliges
c: Gottes
c: wirkt
b: verschließen
bc: 17–19.
c: So
c: Tim.
b: 10.
c: Der
bc: Erhabneren
z: ø